Montag, 31. Juli 2017

Verspielt von Roman Klementovic

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Inhalt: Als der Anwalt Martin abends nach Hause kommt, ist die Wohnung leer, von seiner Freundin Maria fehlt jede Spur und auch telefonisch ist sie nicht zu erreichen. Ebenso verschwunden ist Christina die Schwester des windigen Autohändlers Klaus. Die einzigen Anhaltspunkte sind Briefe die die beiden Männer erhielten,diese Briefe enthalten die Regeln zu einem perfiden Spiel. Halten sie sich nicht an die Regeln müssen die Frauen sterben. Kommissar Mück, ermittelt eigentlich in einem anderen Fall, er wurde von der Mordkommission zur Drogenfahnung strafversetzt und stolpert zufällig über die Entführungen.

Meine Meinung:
Mein erstes Buch von Roman Klementovic, aber sicher nicht das letzte. Von der ersten Seite an, habe ich überlegt was hinter den Entführungen der Frauen stecken könnte, für die der Entführer aus seiner Sicht einen berechtigten Grund hatte, es gab sehr lange keinerlei Hinweise ob dieser Grund in der Vergangenheit der Frauen, Maria und Christine, lag oder doch etwas mit Martin und dem Autohändler Klaus zu tun hatte. Möglich schien alles. Äußerst interessant waren die Unterschiede der Hauptprotagonisten.
 Martin der erfolgreiche Anwalt, der gerade realisiert das er die Beziehung zu seiner eher introvertierten Freundin Maria, aufs Spiel setzt, wenn er weiter so viel arbeitet, ist recht sympathisch, und ich nahm ihm die Sorge und Angst um Maria zu jeder Minute ab, im krassen Gegensatz dazu steht Klaus, ungehobelt, kriminell, fett, erfüllt er voll und ganz das Klischee eines Gebrauchtwagenhändlers. Klaus glaubt, das die Entführung etwas mit seinen kriminellen Geschäften zu tun hat und eigentlich sucht er zuerst, auch nur deshalb nach seiner Schwester.
Kommissar Mück, seine weitere Entwicklung muss ich wirklich noch abwarten, in diesem Buch stolperte er ja nur zufällig in den Geschichte und genauso zufällig findet er Hinweise die die Zusammenhänge aufdecken, von gezielter Ermittlungsarbeit kann also nicht die Rede sein. Mück wird dem Leser erst einmal nahe gebracht, er ist, wie leider so oft, ein Mann mit viel emotionalem Gepäck, ich hoffe das er einen Teil davon im nächsten Buch wieder abwirft., es gibt genügend gebrochene und sich mühsam wieder aufrappelnde Ermittler, die sich nicht immer an die Regeln halten um der Gerechtigkeit zu dienen, das Ende des Buches ließ mich aber hoffen.
Au die Identität des Täters wäre ich im Leben nicht gekommen, er blieb größtenteils im Hintergrund, in kurzen Passagen erzählt er von sich und wenn man aufmerksam liest, erfährt man etwas zum Hintergrund der Tat. (Jetzt kribbelt mir ein Spoiler in den Fingern), zwischenzeitlich hatte ich jemand anderen in Verdacht, aber auch dazu kann ich nicht mehr sagen, die Personenliste ist doch sehr überschaubar.
Zum Schreibstil des Autors, kann ich eigentlich nur sagen, das er mir sehr gut gefällt, ein paar Schimpfwörter weniger hätten es vielleicht auch getan, wobei ich mir bei dem einen oder anderen Ausdruck nicht sicher bin ob es sich wirklich um Schimpfwörter handelte, der Krimi spielt in Wien und das merkt man auch. Bis ich realisierte was eine *Schnalle* ist dauerte es etwas. (Jetzt dürft ihr raten was Schnalle bedeutet). Vom berühmten Wiener Schmäh, ist allerdings nichts zu spüren und das ist auch gut so.

Ich gebe für das Buch eine Leseempfehlung und freue mich auf das nächste Buch des Autors.
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  • Taschenbuch: 312 Seiten
  • Verlag: Gmeiner-Verlag; Auflage: 1., 2015 (1. Juli 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3839217970
  • ISBN-13: 978-3839217979
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 18 Jahren


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