- Gebundene Ausgabe: 608 Seiten
- Verlag: Pendo (10. September 2012)
- Sprache: Deutsch
- ISBN-10: 3866122764
- ISBN-13: 978-3866122765
Klappentext:
Meine Meinung:
Benedikt IX, wurde 1032 durch die Macht und den Einfluss seiner Familie auf den Papstthron gesetzt, eigentlich nichts ungewöhnliches zu dieser Zeit, konnte doch der Papst wie kein Zweiter noch mehr Geld und Macht an die herrschenden Familien Roms verteilen, ungewöhnlich an diesem Papst war allerdings auch schon zu dieser Zeit sein Alter, zwischen 10 und 30 Jahren sei er gewesen, wahrscheinlich ist, dass er um die 14 Jahre alt gewesen.
In Peter Pranges Roman der Kinderpapst ist Teofilo noch ein Kind von 12 Jahren, als sein Onkel der Papst stirbt, um die Macht in der Familie zu halten beschließt sein Vater ihn auf den Papstthron zu setzen, gegen den Willen des aufgeweckten intelligenten Jungen der sich eigentlich nichts sehnlicher wünscht, als als Ritter zu leben und seine Kinderliebe Chiara zu heiraten und dem nichts übrig bleibt als sich dem Willen seines Vaters zu beugen, zumal seine Mutter und sein Taufpate davon überzeugt sind, Teofilo wäre auserwählt Gottes erster Diener auf Erden zu sein.
Als Spielball der wirklich mächtigen, der Bischöfe und Familien Roms, zerbricht das Kind an der Last des Amtes und an der fehlenden Liebe in seinem Leben und entwickelt sich zum grausamsten Papst aller Zeiten, ausschweifende Feste, Hurerei und Verschwendungssucht bringen Rom an den Rand des Untergangs.
Peter Prange hat es geschafft dem historischen Bennedikt IX, Leben einzuhauchen, der Leser fühlt mit dem Kind und hofft auf einen positiven Ausgang der Geschichte, er fragt sich wie geldgierig Menschen sein können um sehenden Auges daneben zu stehen wenn Menschen verhungern und weiterhin nur für die eigenen Schatztruhen zu handeln. Historische Fakten gemischt mit Fiktion sind auch für die die sich nicht so sehr für die Fakten sondern mehr für die Unterhaltung interessieren gut lesbarer Stoff. Ich persönlich hätte mir Beschreibungen der Lebensumstände der Menschen gewünscht, der Auswirkungen Teofilos Machtbessenheit und dafür etwas weniger Liebesgeschichte, die für mich sehr unglaubwürdig war.
Alles in Allem hat mir das Buch aber sehr gut gefallen und es bekommt 4 Sterne, weil es mich neugierig gemacht hat, wie es den nun wirklich war mit Benedkt IX.




























