Montag, 30. Juli 2018

Gastrezension: Vier,Zwei.Eins (Erin Kelly) von Baerbel82

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Ihr kennt das ja schon, ab und zu habe ich eine Gastrezension für euch. So auch heute

Baerbel82 war ja hin und weg von vier,zwei,eins.Vier Menschen. Zwei Wahrheiten. Eine Lüge. aus der Feder Erin Kellys.
Aber lest selbst:


Um es gleich vorwegzunehmen, „Vier.Zwei.Eins“ ist mein erstes Buch der englischen Autorin Erin Kelly und hat mich begeistert. Doch worum geht es?
Im Sommer 1999 reisen Kit und Laura zu einem Festival nach Cornwall, um eine totale Sonnenfinsternis zu erleben. Kit hat seit 1991, da war er gerade mal 12 Jahre alt, schon viele Sonnenfinsternisse erlebt. Laura dagegen hat noch nie zuvor eine gesehen.
Kit und Laura sind jung und verliebt, scheinbar füreinander gemacht. Aber im fahlen Licht danach, stolpert Laura über einen Mann und eine Frau. Jamie und Beth. Schlagartig ist ihr klar, dass sie etwas Schreckliches gesehen hat. Jamie wird wegen Vergewaltigung angeklagt - und verurteilt. Eines Tages steht Beth vor Kit und Lauras Tür.
15 Jahre später leben Kit und Laura in ständiger Angst, verbergen ihre Identität und sind auch nicht in den sozialen Medien aktiv. Was war damals geschehen? Als Laura schwanger ist, reist Kit alleine zu einer Sonnenfinsternis auf die Färöer Inseln…
„Vier.Zwei.Eins“ gliedert sich in fünf Teile. So wie eine totale Sonnenfinsternis aus fünf Phasen besteht. Wobei die dritte Phase, die Totalität, die dramatischste und unheimlichste ist. Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen mit wechselnden Perspektiven aus Sicht von Kit und Laura erzählt. Zudem punktet die Geschichte mit vielen unvorhersehbaren Twists & Turns, mit denen die Autorin die Handlung voran und die Spannung in die Höhe treibt.
Die Figurenzeichnung ist glaubhaft und durchdacht. Laura ist eher der emotionale Typ, Kit rational und logisch. Allerdings hüten beide ein dunkles Geheimnis. Und wie das so ist, bleibt es nicht bei einer Lüge. Auf die erste folgt die zweite, und so weiter.
Eine Sonnenfinsternis als Metapher für Wahrheit und Lüge. Licht und Dunkel. Doch es gibt nicht nur Schwarz und Weiß, sondern Vielschichtigkeit. Der Leser kann nie sicher sein, wer im Recht ist und wer im Unrecht, bis zur allerletzten Seite.
Fazit: Atmosphärisch, soghaft und von höchster Spannung. Ein Psychothriller, der einen am Ende sprachlos zurücklässt. Hammer!
  • Broschiert: 480 Seiten
  • Verlag: FISCHER Scherz; Auflage: 1 (22. August 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3651025713
  • ISBN-13: 978-3651025714


Sonntag, 29. Juli 2018

Engel der Toten: Saat des Bösen von Eva Lirot

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 Inhalt: Zwei Jahre lebt Sadie ein vollkommen normales Leben, gemeinsam mit John Palmer renoviert sie ein altes Haus, führt einen Blumenladen und plant mittlerweile ihre Hochzeit. Der Orden der Wölfe scheint endgültig hinter ihr zu liegen. Bis zu dem Tag, an dem sie eine verstörende Entdeckung macht, die sie zwingt sich den Schrecken der Vergangenheit ein weiteres Mal zu stellen.

Meine Meinung:
Eins gleich vorweg.
Die Saat des Bösen sollte man nicht lesen ohne die vorigen Bände zu kennen.
Ich war der Meinung, das Sadies Geschichte zu Ende erzählt ist, der Orden der Wölfe war zerschlagen, sie konnte in Bourton-on-the-Water ein komplett normales Leben führen. Ich habe mich wie ihr seht geirrt, zum Glück für mich. Sadie kann und will sich nicht länger verstecken, sie will nicht mehr davonlaufen. Doch statt sich John anzuvertrauen und mit ihm und der Polizei gegen das Böse anzugehen, entscheidet sie sich den Kampf allein aufzunehmen.
Im ersten Moment dachte ich: Wie dämlich kann man sein? Nach kurzem Nachdenken konnte ich sie aber verstehen. Sadie will John schützen und alle die sie lieb gewonnen hat und das kann sie nur wenn sie offensiv auf ihr Ziel losgeht und hätte sie John eingeweiht und ihm wäre bei der Aktion etwas passiert, ihr Gegner hätte sie nicht mehr töten müssen oder sie vorher gar quälen, denn auch wenn die Autorin Eva Lirot behauptet sie könne nicht über Liebe schreiben (was genau sie sagte, habe ich leider nicht mehr im Kopf aber so ähnlich war das schon) spürt man die Grenzen- und Bedingunslose Liebe die Sadie für John empfindet, eine Liebe die tiefer geht als die oberflächliche Romantik einfacher Zeiten.
OK, Saat des Bösen ist kein Liebesroman.
Sadies Gegner ist das ultimative Böse und er hat Mittel und Wege gefunden um den Orden der Wölfe mit der Zeit neu zu beleben. Durch einen Handlanger, einen sogenannten Diener hat er seine Grausamkeit schon unter Beweis gestellt und er setzt alles daran, Sadie zu vernichten.
Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, ich musste wissen wer hinter allem steckt, mit dem Ergebnis hätte ich allerdings niemals gerechnet.
Über Sadie habe ich jetzt viel geschrieben und darüber John fast vergessen. Als er erfährt das Sadie fortgelaufen ist, ist er zunächst zutiefst enttäuscht das sie ihm nicht vertraut, allerdings wird ihm schnell klar das sie ihn nur schützen will und so hält er sich nicht lange mit verletztem Stolz oder gekränkter Eitelkeit auf sondern versucht ihr zu helfen. Ein großer Pluspunkt für den absolut sympathischen Polizisten.
Ich habe viel über die Protagonisten nachgedacht so auch über den Diener, normalerweise entschuldige ich nichts mit *schlimme Kindheit* hier muss ich aber eine Ausnahme machen, mit dem Wissen über den Orden der Wölfe und dem was man über den Diener erfährt, wie sein bisheriges Leben verlief, konnte aus ihm nichts anderes werden als ein tumber, allein kaum lebensfähiger Befehlsempfänger. Das wird im Buch schnell klar, deswegen habe ich hiermit nicht zu viel verraten.

Engel der Toten:Saat des Bösen bekommt von mir eine klare Leseempfehlung.
Mit einem Klick auf das Bild kommt ihr direkt zur Autorenwebseite.

  • Taschenbuch: 218 Seiten
  • Verlag: Independently published (4. Juli 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 1983336955
  • ISBN-13: 978-1983336959

Samstag, 28. Juli 2018

Die Herren von Nebelheim von Susanne Pavlovich

Ausnahmsweise bekommt ihr, statt einer eigenen kurzen Inhaltsangabe, den Klappentext, ich würde mich in der Geschichte verlieren und erst am Ende wieder herausfinden und dann bräuchtet ihr das Buch nicht mehr zu lesen, das wäre ja schade:

Diesen Krieg gewinnt Krona Karagin nicht mit dem Schwert. Und sie gewinnt ihn nicht alleine ...

Die neue Königin von Abrantes empfängt hohen Besuch. Noch während bei Hof die letzten Vorbereitungen laufen, herrscht in den Tiefen unter der Goldenen Burg ein Kampf ums Überleben. Doch Monster in der Tiefe sind nicht das einzige Problem: Ein Zauberspiegel schickt Heermeisterin Krona Karagin und Wolfram den Spielmann in ein fernes Land, das von Hungersnöten, Seuchen und Kriegswirren gezeichnet ist. Ihre Aufgabe: rechtzeitig den Heimweg finden und Ereignisse in der Zukunft verhindern, die in der Vergangenheit längst geschehen sind.

"Die Herren von Nebelheim" ist Herzblutvergießen für Fortgeschrittene.


Meine Meinung:
Ich wusste ich würde dieses Buch lieben aber ich bin nicht der Typ für "Ach und "OH" und "Schmelz" und bei dem Satz "Herzblutvergießen für Fortgeschrittene" bin ich ein klein wenig zusammen gezuckt, aber wirklich nur kurz, denn hey es sind Krona und der Spielmann und Susanne Pavlovich hat es geschrieben.
Die Autorin verlangt ihren Lesern einiges ab, die Geschichte ist nicht mal kurz nebenbei gelesen, kaum lässt die Konzentration aus welchem Grund auch immer kurz nach, hat man vielleicht eine entscheidende Stelle überlesen und blättert noch mal zurück. Wer auch immer behauptet das Fantasy seichte Lesekost ist, irrt hier gewaltig. Wie in allen Geschichten aus Abrantes hat die Autorin auch hier wieder die perfekte Mischung aus Anspruch und Humor gefunden.
Susanne Pavlovich wartet ihn ihrem Buch Die Herren von Nebelheim mit vielen Wendungen und Rätseln auf, die sich aber zum Ende alle auflösen, im Gesamtbild der Geschichte passt jedes noch so kleine Teilchen zu den anderen.
Zu den Protagonisten, sie sind wie sie sind, so wie wir sie in den vorigen Büchern kennengelernt haben. Stark, verletzlich, liebevoll, gnadenlos, unabhängig,loyal. Um die Bindung der einzelnen Personen untereinander richtig zu verstehen muss man sie kennen. Ihr solltet sowieso alle Bücher aus Abrantes lesen. Auch um das Ende des Buches zu verstehen, die Beweggründe warum Krona und der Spielmann Wolfram handeln wie sie es tun, wenn mir fast die Tränen kommen, legt ihr euch besser Taschentücher bereit.

Die Herren von Nebelheim, bekommt von mir eine absolute Leseempfehlung
und damit es euch leichter fällt die vorigen Bücher aus Abrantes zu finden liste ich die mal auf.

Das Spielmannslied: Der erste Abrantes Roman
Der Sternenritter: Der zweite Abrantes Roman

Drei Lieder für die Königstochter. Ein Spielmann Abenteuer in Abrantes

Feuerjäger 1: Die Rückkehr der Kriegerin
Feuerjäger 2: Herz aus Stein
Feuerjäger 3: Das Schwert der Königin

 Ich konnte es nicht abwarten ;o) Aber sobald der Verlag die gebundene Version herausbringt ( soll auch ein HC geben) zieht das in mein Regal.

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 4063 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 300 Seiten
  • Verlag: Amrûn Verlag; Auflage: 1 (15. Juli 2018)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B07D13F8RJ


Freitag, 27. Juli 2018

Das Gift der Wahrheit von Julia Corbin

Inhalt: Als in der Nähe des Mannheimer Klärwerks eine Leiche gefunden wird ahnt noch niemand das die Tote nicht das einzige Opfer eines grausamen Serientäters ist. Gemeinsam mit der Biologin Karen macht sich Alexis auf die Suche nach dem Täter, die sie tief in die Vergangenheit führt.

Meine Meinung:
Julia Corbin gewährt ihren Lesern tiefe Einblicke in die Arbeit einer Kriminalbiologin, manchmal ein klein wenig zu tief aber das ist Geschmackssache und jeder muss für sich selbst entscheiden ob er das mag oder nicht ebenso wie die Rückblicke in Alexis Vergangenheit, die von ihrem Onkel beschuldigt wird, Schuld am Tod seines Sohnes zu sein, dies mit dem Wissen um Alexis Vergangenheit, ergeben schon fast eine eigenständige Geschichte, bei der ich allerdings nie Sorge um Alexis hatte.
Der eigentliche Fall geht im Privatleben der Ermittler fast unter, was ich sehr schade finde. Denn das Thema ist Gänsehauterzeugend, besonders für Spinnenphobiker für mich, ich bin mir nicht sicher ob ich nicht schon vor dem ersten Biss einer Spinne vor Angst gestorben wäre.
Auch die Hinweise auf den vermeintlichen Täter, waren mir schon etwas zuviel, sogar die Ermittlerinnen hatten ihre Meinung schon gebildet.
Von mir gibt es nur eine eingeschränkte Leseempfehlung.

  • Taschenbuch: 432 Seiten
  • Verlag: Diana Verlag (9. Juli 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453359771
  • ISBN-13: 978-3453359772

Donnerstag, 26. Juli 2018

Shamrock Alley in den Gassen von New York/ Ronald Malfi

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Inhalt: Der Secret Service Agent John Mavio ermittelt als Undercover Agent in den übelsten Gegenden New Yorks, er will einen äußerst brutalen Verbrecher zur Strecke bringen und einen Falschgeldring auffliegen lassen. Dabei verliert er immer mehr aus den Augen was wirklich wichtig ist und bringt nicht nur sich in immer größere Gefahr.

Meine Meinung:
Immer mal wieder hörte ich von Freunden: Du kennst Ronald Malfi nicht? Den musst du lesen, unbedingt, da führt kein Weg dran vorbei.Er ist einer der ganz Großen.
Also habe ich es getan, mein erster Malfi.
Shamrock Alley in den Gassen von New York, scheint die Leser in das New York der 70iger Jahre zu führen, das zumindest war mein Eindruck nach den ersten Seiten, ich kann da nicht einmal eine Textstelle benennen, diesen Eindruck vermittelte mir der Autor mit seinem besonderen Sprachgebrauch, seinen Beschreibungen von Menschen,Orten und besonders von Gerüchen, das habe ich so noch nie erlebt. Ich hatte tatsächlich Gerüche in der Nase, ich kann euch sagen: Das war nicht immer angenehm. Malfi ist ein Wortkünstler, es ist ein Vergnügen ihm in das New York zu folgen das er kreiert hat.
Wir sind übrigens nicht in den 70igern , dieses Empfinden abzuschütteln war nicht ganz einfach.
Nicht ganz so gelungen ist dem Autor die Darstellung seiner Protagonisten, John Mavios innere Zerrissenheit zwischen dem Drang die Kriminellen zur Strecke zu bringen und dem Wunsch für seine Familie da zu sein und diese zu beschützen, einzig die Distanz die er unfreiwillig zu seiner Frau aufbaut wird in Szenenbeschreibungen deutlich, oft bleibt keine Zeit für ein Familienleben und er kann sie nur betrachten während sie schläft, ein trauriges Bild.
Trotz meines kleinen Kritikpunktes ist Shamrock Alley rund um lesenswert, allein schon wegen der wunderbaren Sprache, ein großes Lob gebührt hier dem Übersetzer Raimund Gerstäcker. Aber natürlich ist auch die Story interessant, vieles von dem was Malfi schreibt scheint für mich als Laien realistisch und nachvollziehbar.
Shamrock Alley wird nicht mein letztes Buch von Robert Malfi bleiben.

Mit einem Klick auf das Cover gelangt ihr direkt zur Verlagsseite.

  • Taschenbuch: 400 Seiten
  • Verlag: Luzifer-Verlag (28. Februar 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3958352731
  • ISBN-13: 978-3958352735

Dienstag, 17. Juli 2018

Fiona Das Leben und das Sterben von Harry Bingham

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Inhalt: Es scheint sich um einen langweiligen Routineeinsatz zu handeln: Illegale Müllentsorgung bei einer Wohnungsauflösung. In einer Kühltruhe findet Fiona neben vergammeltem Fleisch auch ein Frauenbein. Bei weiteren Ermittlungen finden sich in der Nähe weitere Leichenteile, die eines Mannes. Fiona macht sich auf die Suche nach den Zusammenhängen.

Meine Meinung:
Zunächst einmal bei Fiona das Leben und das Sterben ist der zweite Band einer Reihe und meiner Meinung nach ist es zwingend notwendig die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen.
Band 1: Den Toten verpflichtet.
Denn Fiona ist eine außergewöhnliche Ermittlerin, ihre Kollegen halten sie für leicht verrückt, ihre Vorgesetzte ist mehr als einmal genervt, besonders da Fiona  oft von dem ihr angewiesenen Weg abweicht und damit Erfolge erzielt. Für Fiona fügen sich nach und nach die kleinsten Puzzelteile eine Falls zu einem klaren Gesamtbild zusammen und je näher sie der Lösung kommt, desto unruhiger werden die Drahtzieher.
Fiona ist anstrengend, nicht nur für die Menschen in ihrer Umgebung auch für mich als Leser, ich musste viel Geduld mit ihr aufbringen aber diese Geduld zahlt sich am Ende aus, als Gesamtbild ist auch diese Story rund um Fiona durchaus spannend und interessant.

Mit einem Klick auf das Cover seid ihr wie immer direkt beim Verlag.

  • Taschenbuch: 560 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag; Auflage: 1 (26. Juni 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499291371
  • ISBN-13: 978-3499291371
  • Originaltitel: Lovestory, with Murders

Fiona Den Toten verpflichtet von Harry Bingham

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Inhalt: In einem heruntergekommenen Haus werden die Leichen einer jungen Frau und ihrer sechsjährigen Tochter gefunden, während die Todesursache der Mutter noch nicht ganz klar ist, ist sie bei der kleinen April eindeutig, sie wurde mit einem Spülbecken erschlagen.
Die junge Polizistin Fiona, soll sich eigentlich nur am Rande mit den Mordfällen befassen. Ihr eigentlicher Auftrag lautet die Anklage gegen einen EX-COP vorzubereiten der als Kassenwart Gelder unterschlagen hat, bei ihren Recherchen stößt sie auf Zusammenhänge mit dem angeblichen Unfalltod eines Millionärs und sie findet eine Verbindung zu dem Abbruchhaus.

Meine Meinung:
Der Erzählstil ist ungewöhnlich, der Leser ist zu jeder Minute bei Fiona, er erfährt immer genau das was sie denkt, fühlt und tut. Das machte es mir zu Anfang etwas schwer mich in die Handlung hineinzufinden, ließ mich andererseits aber auch die Hauptprotagonistin Fiona sehr gut kennen lernen. Fiona ist sehr speziell, sie weiß genau was sie will und was andere von ihr erwarten, hat aber manchmal Schwierigkeiten diese Erwartungen zu erfüllen, bzw. sich so zu verhalten wie es ihrem Beruf angemessen ist, das liest sich jetzt als sollte sie demütig alles tun was ihre Vorgesetzten von ihr verlangen, so ist das natürlich nicht gemeint, aber etwas Zurückhaltung stünde ihr nicht schlecht, es ist nicht hilfreich einem Verdächtigen die Kniescheibe zu verdrehen oder eine trauernde Witwe nach den sexuellen Vorlieben des Verstorbenen zu befragen.
Je mehr ich las, desto mehr zog Fiona mich in ihren Bann, nach und nach erfährt man mehr über ihre Vergangenheit und ihr Leben und was sie zu dem Menschen machte der sie ist. Ihre ungewöhnliche Art machte sie mir immer sympathischer, ob das Leben mit einem Menschen der unter dem Cotard-Syndrom leidet allerdings einfach ist, wage ich zu bezweifeln. Fiona kann davon manchmal profitieren, sie hat ein anderes Wahrnehmungsvermögen als andere, wie genau das funktioniert kann ich nicht beschreiben, dazu gibt es eine kurze Erklärung am Ende des Buches.
Fiona. Den Toten verpflichtet ist der Auftakt einer Reihe die ich sicherlich weiterverfolgen werde.

Mit einem Klick auf das Cover gelangt ihr direkt zur Verlagsseite.


  • Taschenbuch: 496 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag; Auflage: 1 (26. Juni 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499291355
  • ISBN-13: 978-3499291357
  • Originaltitel: Talking to the Dead


Montag, 16. Juli 2018

Vergessene Seelen von Frank Goldammer

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Inhalt: Drei Jahre nach Kriegsende liegt Dresden noch in Trümmern,die Menschen hungern und nichts ist vor Plünderern sicher, weder das Gemüse in den Gärten noch die Kabel in ausgebombten Häusern. Jeder versucht so gut es geht zu überleben und sich mit den politischen Gegebenheiten zu arrangieren, sei es aus der Notwendigkeit wie Kriminalkommissar Max Heller oder sein Sohn Klaus aus tiefster Überzeugung. Vor dem Hintergrund der Neuordnung des Landes spielt Frank Goldammers neuster Fall. Ein toter Junge wird auf einer Baustelle gefunden. War es Mord ein Unfall oder sogar Selbstmord? Als Max zu ermitteln beginnt stößt er auf eine Mauer des Schweigens.
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Meine Meinung: Nachkriegsromane gibt es viele, die meisten die ich bisher kannte spielten allerdings in Westdeutschland, sie erzählten vom Wiederaufbau, von der Hilfe der Alliierten, von Hoffnung und der Aussicht auf eine bessere Zukunft. Selten werden die Schwierigkeiten der Menschen beschrieben, ihre Ängste und  ihre Traumata. Zupacken,weiterleben, Happy End war meist der rote Faden in den Romanen.
In den Büchern Goldammers ist das anders. Zupacken und weiterleben, das tun auch die Menschen in seinen Geschichten nur wird dem Leser schnell klar das am Ende nicht unbedingt ein Happy End steht, mit nur einem falschen Wort, einer falschen Tat kann man ins Visier der sowjetischen Besatzer geraten und dann Gnade einem Gott. Diese Stimmung hat Frank Goldammer perfekt eingefangen.
Er wertet nicht er erzählt wie es wohl gewesen ist, dies gelingt ihm besonders durch die Person Max Hellers, der sich raushalten will aus der Politik, wie er es schon immer getan hat.
Für mich ist Vergessene Seelen nur am Rande ein Kriminalroman, sicher der Fall ist Interessant und ich war gespannt auf die Auflösung, aber das drumherum hat mich mehr fasziniert. Ich mochte das Buch kaum aus der Hand legen. Ich möchte auf jeden Fall noch mehr von Max Heller und seiner Familie lesen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

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  • Broschiert: 384 Seiten
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (22. Juni 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 342326201X
  • ISBN-13: 978-3423262019

Samstag, 14. Juli 2018

Post für den Mörder von Thomas Chatwin

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Inhalt: An Cornwalls Küste im beschaulichen Städtchen Fowey ( Das sprechen die Einheimischen Foy aus, an der falschen Aussprache erkennen sie Touristen) lebt Daphne Penrose gemeinsam mit ihrem Mann Francis. Daphne trägt die Post aus, Francis arbeitet für die Hafenbehörde. 
Sie führen ein ruhiges, ereignisloses Leben, so wie man sich das Leben der englischen Mittelschicht eben vorstellt, bis zu der Nacht in der Daphne von Schlaflosigkeit geplagt, beobachtet wie jemand etwas von einem Boot aus ins Wasser wirft und Francis kurze Zeit später eine Leiche aus dem Fluss zieht. Es ist der bekannte Reeder Edward Hammet. Als dann auch noch die Malerin Sandra McKallen verschwindet, beginnt Daphne auf eigene Faust zu ermitteln.


Meine Meinung: Cosy Crime, Kuschelkrimis, Häkelkrimis. Es gibt einige Worte um dieses Art Krimis zu beschreiben, ob Post für den Mörder unbedingt dazu gehört vermag ich gar nicht zu sagen, die Morde sind schon ziemlich brutal, aber der Rest des Buches ist trotz aller Spannung fast schon heimelig, ein Wohlfühlkrimi, ein anderes Wort fällt mir dazu nicht ein. Ich habe mich in Daphnes und Francis Gesellschaft wohl gefühlt, sie sind nett, freundlich und hilfsbereit.
Im Zuge ihrer Ermittlungen müssen sie feststellen, das sie ihre Nachbarn nicht so gut kennen wie sie bisher vermuteten, viele von ihnen verbergen etwas und Daphne und Francis müssen erst so manches Geheimnis lösen um dem Mörder auf die Spur zu kommen.
Thomas Chatwin hat einen sehr leichten Schreibstil,seine Beschreibungen der Landschaft Cornwalls weckt Sehnsüchte dieses herrliche Fleckchen Erde aufzusuchen und seine Bewohner kennen zulernen, dabei verliert er aber nie die Hauptstory aus den Augen und er fügt am Ende alle Puzzelteile zu einem stimmigen Gesamtbild zusammen.
Ich hoffe auf weitere spannende Kriminalfälle mit Daphne und Francis, im doch nicht ganz so beschaulichen Fowey.

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  • Broschiert: 320 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag; Auflage: 1 (26. Juni 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499274450
  • ISBN-13: 978-3499274459

Wem Ehre gebührt von Rainer Kottke

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Inhalt:
Jan Buskohl, seines Zeichens Privatdetektiv, ist gerade in Frankreich unterwegs um den Schwiegersohn Siefkens aufzuspüren und ihn dazu zu bringen keine weiteren pikanten Fotos von Siefkens verstorbener Tochter ins Netz zu stellen. Nachdem Jan den Aufenthaltsort des Schwiegersohns herausgefunden hat, erfährt er das auch dieser mittlerweile verstorben ist.Währenddessen wird in Jans Heimatstadt Leer, der berühmte Krimiautor Nikisch kurz vor Beginn einer Lesung im Modehaus Göttberg, mit einer Torte beworfen, die Täterin kann unerkannt entkommen.
Nun hat Jan zwei Fälle zu klären, denn es tauchen immer wieder pikante Fotos auf und die Identität der Tortenwerferin ist zu ermitteln.

Meine Meinung:
Wem Ehre gebührt ist der zweite Band rund um Jan, seine Freundin Constanze und natürlich nicht zu vergessen Constanzes Vater den Kaufhauschef Hundertmark, man kann das Buch aber sehr gut lesen und verstehen ohne das erste zu kennen.
Rainer Kottke lässt seinen Protagonisten Jan in zwei Fällen ermitteln, die verschiedener nicht sein können. Da ist zu einem die üble Verletzung der Privatsphäre einer mittlerweile verstorben durch das verbreiten pornografischer Bilder im Internet und zum anderen der eher trivial erscheinende Tortenwurf, der auf den ersten Blick nur amüsant erscheint.
Allerdings entwickeln sich beide Fälle vollkommen anders als erwartet. Rainer Kottke lässt nichts aus, Intrigen,Mord, Missbrauch, Betrug all dies kommt zum Tragen. Aber wer jetzt denkt, das ist zuviel, der irrt. Die verschiedenen Handlungsstränge sind außerordentlich geschickt miteinander verknüpft.
Rainer Kottkes Schreibstil ist seit seinem letzten Buch ausgefeilter geworden ohne das er an Leichtigkeit verloren hat. ( Könnte ich das besser in Worte fassen, würde ich Bücher schreiben.Ich hoffe ihr versteht auch so was ich meine).
Geblieben sind die sehr sympathischen Protagonisten, sie agieren realistisch, keine Superheldenallüren und keine Depressionen, sie sind einfach nur menschlich.
Natürlich gibt es auch Bösewichte und die haben es in sich, den einen oder anderen hoffe ich in einem weiteren Fall für Jan wieder zutreffen und dann dabei zu sein wie Jan ihn zur Strecke bringt. Wer das ist, verrate ich natürlich nicht, da müsst ihr das Buch schon selber lesen.
Von mir gibt es auf jeden Fall eine absolute Leseempfehlung.

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  • Taschenbuch: 248 Seiten
  • Verlag: Books on Demand; Auflage: 1 (20. April 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 375281635X
  • ISBN-13: 978-3752816358




Freitag, 13. Juli 2018

Der Tod bohrt nach von Isabella Archan


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  • Nach §2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diesen Beitrag als Werbung
  • Inhalt: Während eines Notdienstes wird die Zahnärztin Leocardia Kardiff von einem seltsamen Patienten aufgesucht, schmerzgeplagt murmelt er unverständliche Dinge von denen Leo nur Bruchstücke versteht: Tod, beschützen, Annika.
  • Bevor sie nachbohren kann, verschwindet der Patient und Leo zwingt sich zu glauben, das er  wegen der Schmerzen verwirrt ist und dummes Zeug redet. Aber Leo wäre nicht Leo wenn ihre unstillbare Neugier sie nicht zwingen würde der Sache nachzugehen, erst recht als der Patient Möwe nicht wie versprochen zur regulären Praxiszeit wieder kommt.
  • Meine Meinung:
  • Dies war mein erstes Buch von Isabella Archan und da es das Dritte einer Reihe ist, war ich doch etwas skeptisch ob es mir gelingt mich in das Leben Leos einzufinden.Dies war allerdings überhaupt kein Problem, geschickt erzählt die Autorin aus dem Privatleben Leos, von ihren Kindern, ihrem Vater und ihrer Beziehung zu Jakob Zimmer, den Hauptkommissar hat sie während eines  früheren Falls kennengelernt, ohne das sie den Fall aus den Augen verliert, gerade soviel das man als Neueinsteiger einen Überblick bekommt und als Kenner der Reihe wird man nicht mit schon Bekanntem gelangweilt, Das gelingt nicht jedem Autor.
  • Isabella Archan führt ihre Leser auf die eine oder andere falsche Spur um am Ende alles logisch und nachvollziehbar aufzuklären. Ihr Schreibstil ist ungewöhnlich, sie wechselt von Leo als Ich-Erzählerin zu einem neutralen Beobachter, daran musste ich mich erst gewöhnen.
  • Ich mochte den Humor, ich konnte das eine oder andere Mal schmunzeln ohne dabei aus den Augen zu verlieren das es sich bei "Der Tod bohrt nach" um einen Krimi handelt.
  • Nichts für Zahnarztphobiker, aber für Krimifans, die es nicht ganz so blutig mögen,die perfekte Lektüre.

  • Taschenbuch: 384 Seiten
  • Verlag: Emons Verlag (28. Juni 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3740803126
  • ISBN-13: 978-3740803124