Dienstag, 31. Mai 2022

Das Ferienhaus von C.M.Ewan

 


Als Tom Sullivan nachts um zwei ein Fenster zerbrechen hört, werden seine schlimmsten Albträume Wirklichkeit: Jemand ist ins Haus eingedrungen und trachtet ihm und seiner Familie nach dem Leben. Sein Feriendomizil mitten im schottischen Nirgendwo, das eigentlich für ein paar Wochen zu einem beschaulichen Urlaubsort werden sollte, bietet keinen Ausweg. Eine atemberaubende Verfolgungsjagd beginnt, während der sich Tom mehr als einmal fragt, ob er denen, die ihm am nächsten sind, wirklich vertrauen kann. Seine Ehefrau Rachel beispielsweise scheint irgendetwas vor ihm zu verbergen.

Toms Familie hat es nicht leicht in letzter Zeit, erst stirbt ihr minderjähriger Sohn bei einem selbstverschuldeten Autounfall, dann wird ihre Tochter Holly nach einer Feier bei einem Überfall verletzt. Seine Ehe mit Rachel droht nach dem Tod des Sohnes zu zerbrechen, Sprachlosigkeit hat sich breit gemacht. Als Toms Chef ihnen anbietet, ein paar Tage in seiner Hütte in den Highlands zu verbringen, um auszuspannen und als Gelegenheit den Tod ihres Sohnes wenigstens ein klein wenig aufzuarbeiten.

Die erste Überraschung, die die Familie erlebt, ist die "Hütte", die sich als luxuriöses, gut gesichertes Ferienhaus entpuppt, doch alle Sicherheitsmaßnahmen nutzen nicht. Nachts wecken Einbrecher die Familie und ein tödliches Katz und Mausspiel beginnt.

Die Geschichte wird aus Toms Sicht erzählt, er erzählt von seinen Gefühlen nach dem Tod seines Sohnes, an dem er sich selbst die Schuld gibt, weil er dem Minderjährigen das Autofahren beibrachte und dem er nicht verzeihen kann, im jugendlichen Leichtsinn nicht nur sich selbst, sondern auch seine Freundin bei einem selbstverschuldeten Unfall in den Tod gerissen zu haben. 
Tom ist mir absolut unsympathisch, er versinkt in Selbstmitleid und statt um seine Familie zu kämpfen zieht er aus dem gemeinsamen Zuhause aus, um seine Frau, die in eine tiefe Depression verfallen ist, dazu zu zwingen endlich das Gespräch mit ihm zu suchen. Das war ja mal ein toller Plan.
Was er nicht weiß, Rachel hat ein Geheimnis, das sie ihm in der Ruhe des Ferienhauses erzählen will, doch bevor es dazu kommt, werden sie überfallen und gejagt, denn die Einbrecher haben es nicht auf Wertgegenstände abgesehen.

Dem Roman fehlt es definitiv nicht an Action, eine lebensbedrohliche Situation jagt die nächste, aber es fehlt leider an Spannung, denn Tom, der sich eigentlich selbst als Feigling sieht, wächst fast übermenschlich über sich hinaus, er laviert sich und seine Familie aus jeder noch so bedrohlichen Situation, das droht auf Dauer langweilig zu werden. Aufgebrochen wird diese drohende Langeweile allerdings dadurch, dass wir immer wieder in kurzen Kapiteln erfahren, was wirklich in der Nacht von Michaels Tod geschah und dass wir als Leser dadurch nach und nach feststellen, dass der Überfall unmittelbar mit dem Unfall zusammenhängt.
Die Auflösung versöhnte mich ein wenig mit der teils hanebüchen Action. Weniger wäre hier mehr gewesen. 

  • Herausgeber ‏ : ‎ Blanvalet Verlag; Deutsche Erstausgabe Edition (11. April 2022)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Broschiert ‏ : ‎ 480 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3764507365
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3764507367
  • Originaltitel ‏ : ‎ A Window Breaks





Montag, 30. Mai 2022

Verfall (Die Erben Abaddons 4) von Vanessa Kaiser, Thomas Karg, Thomas Lohwasser


Mit dem 4 Band der Reihe kehren wir zurück zu Nele, die wir schon im 2. Teil der Reihe "Remedium" kennenlernen durften, damals suchte sie gemeinsam mit ihrem Gefährten Gazael vergebens ihr Glück in Neu Babel, nach viel Leid und Entbehrungen gelingt ihr nun die Flucht aus der Stadt.


Nele flieht als Superiatin verkleidet aus Neu-Babel, in den freien Städten soll das Leben für alle lebenswert sein, unabhängig von ihrem gesellschaftlichen Stand und ihren finanziellen Mitteln. Und es soll dort ein Heilmittel gegen den "Verfall" geben, unter dem auch Nele leidet. Doch bevor sie dort ankommt, wird der Zeppelin, mit dem sie reist, angegriffen und vor der Stadt Messara zur Landung gezwungen. Auf Hilfe aus Pheistos oder Kommos, den zwei weiteren freien Städten hoffen sie vergeblich, im Gegenteil jeder der in der Stadt Messara angetroffen wird, zahlt dies mit seinem Leben. Nele und Palef, der sie in Neu-Babel erst verriet und diesen Verrat jedoch wiedergutmachen will, erfahren von Überlebenden, was in Messara geschehen ist.


Mehr erzähle ich euch nicht, denn auch dieser Band umfasst gerade mal 150 Seiten und zu schnell wäre die Geschichte um Nele nacherzählt und dann müsstet ihr das Buch nicht mehr lesen, das wäre dann sehr schade für euch.

Wieder einmal ist es dem Autorentrio gelungen mich in eine fremde Welt zu entführen, in eine Zukunft, die nicht wirklich lebenswert ist, weder in Sünden-Babel, wo der Mammon regiert und der Überfluss zu Langeweile und Verdruss führt noch in Lumpen-Babel, wo ein täglicher Kampf ums Überleben die Menschen auszehrt. Über die freien Städte erfahren wir in diesem Band zum größten Teil aus Palefs Erzählungen, der das Leben dort in den buntesten Farben schildert, durch die Vorfälle in Messara dringen weder Nele noch wir als Leser weiter in die Städte vor, so müssen wir also noch warten bevor wir uns dort umsehen können.
Was wir aber hautnah miterleben dürfen, ist Neles Entwicklung, nach vielen Enttäuschungen, die sie davon überzeugten, dass alles, was in ihrem Leben schiefgehen könne, auch schiefgehen würde, fasst sie allmählich wieder Vertrauen, aber bis dahin ist es ein langer Weg.

Die Romane können unabhängig voneinander gelesen werden, da sie jeweils eine abgeschlossene Episode erzählen. So steht es im Klappentext und das stimmt auch so, aber ich kann jedem nur empfehlen alle bisher erschienen Bände zu lesen um die Orte und Personen kennen und lieben zu lernen.

Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung für alle bisher erschienen Bände.

  • Herausgeber ‏ : ‎ Low, Torsten; Erstausgabe Edition (11. Mai 2022)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Taschenbuch ‏ : ‎ 156 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3966290227
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3966290227


Samstag, 28. Mai 2022

Wie cool war das denn?! Eine Zeitreise in die 80èr mit Oliver Bartkowski

 


Die Achtziger Jahre - das Jahrzehnt der Wende, des Walkmans und der Dauerwelle. Eine Zeit, in der Raider noch nicht Twix hieß und Frauen ihre Hände in Palmolive badeten. Eine Dekade, deren Alltag Geschichte schrieb und die uns bis heute prägt. In seinem autobiografische Roman nimmt uns der ehemalige DJ Oliver Bartkowski mit in die kollektive Erinnerungen an die Jahre 1980 bis 1989, die - trotz Digitaluhren - noch so viel analoger waren als die 90er oder das folgende Jahrtausend. Immer im Mittelpunkt: Olivers Liebe zum Ruhrpott, zum Fußball und zur Musik. 

Die 80er, eigentlich muss man dabei gewesen sein, um mit einem vielleicht etwas verklärten Blick auf sie zurückblicken zu können. Ein Teenager gewesen zu sein, schadet sicherlich auch nicht. Ein Teenager mit ganz viel Zeit, denn die Schultage endeten bei uns um 13 Uhr, selten musste man an einem Nachmittag in der Woche noch einmal hin, nach den Hausaufgaben war also Freizeit angesagt. 
Freizeit, die wir meist ohne Elternkontrolle verbringen konnten.
Olli und Gunnar nutzen sie zum Musikhören und Fußballspielen und ich war beim Lesen froh, dass er sich in seinen Erzählungen doch mehr auf die Musik konzentrierte. Olli wuchs behütet bei seinen Großeltern auf, die ihn in allem unterstützen, sie sind sein Netz und sein sicherer Hafen, das wird in und zwischen den Zeilen mehr als deutlich. 
Wir begleiten Olli und seine Freunde durch die vielleicht wichtigsten Jahre seines Lebens, in denen er auf jedes erreichbare Konzert seiner Helden ging, von 
Pekka Pohjola über Kiss und Chris Rhea kein Interpret und keine Band, die er nicht versuchte live zu hören. Dass er im Umfeld der Konzerte noch das eine oder andere besondere Erlebnis hatte, zeugt von unwahrscheinlichem Glück und macht sicherlich so manchen Fan etwas neidisch, was er alles erlebte müsst ihr schon selber lesen. Ich darf ja nicht alles verraten.
 Musik war etwas, das man genoss, und nur selten nebenbei hörte (das Küchenradio, das eigentlich immer lief mal ausgenommen). Neue Platten wurden zelebriert und über Tage, manchmal Wochen immer wieder gehört, da ging es wohl niemandem anders als Olli. Aber natürlich geht es in dem Buch nicht nur um Musik, es geht auch um ein Lebensgefühl, ein Kapitel ist z.B. der Bravo und den verschiedenen Jugendkulturen gewidmet, neben Rockfans in Jeans und Leder gab es ja auch noch andere, Punks z.B., die mit bunten Haaren und zerrissenen Klamotten so manches Stadtbild prägten und es gab Popper, bei denen ich immer noch nicht weiß was schlimmer war, abgesehen von ihrer Attitüde, die Klamotten oder die Frisur, wer sie nicht kennt, im Netz sind einige Bilder zu finden und falls ihr euch wundert, das man heute keine Popper mehr auf der Straße sieht. Die sind alle an Genickbruch gestorben.
Ach ja, die Bravo, geliebt von der Zielgruppe und verteufelt von vielen Erwachsenen, war man mit einem Exemplar die Heldin oder der Held auf dem Schulhof. 

Ich könnte jetzt noch über jedes Kapitel schreiben, und doch würden meine Zeilen nicht dieses Lebensgefühl in euch wecken, wie es Oliver Bartkowski schafft, er weckte Erinnerungen an eine Zeit in mir, die fast völlig frei war vom Druck, den die Teenager heute ausgesetzt sind, natürlich waren auch die 80er nicht rosarot, es gab Licht und Schatten doch in meinen subjektiven Erinnerungen war mehr Licht. Keine Muttizettel für die Disco, ob nun 16 oder 18, war dem Türsteher egal und die FSK Angaben im Kino waren eher Makulatur, ob das nun immer so gut war, sei dahingestellt, aber wir haben die Zeit genossen und manchmal, wenn ich die Kinder und Jugendlichen sehe, die von ihren Eltern zur Schule gefahren werden, oder von einem Termin zum anderen um ihnen soviel Bildung und Fähigkeiten zuteilwerden zu lassen wie es irgendwie geht, bedaure ich sie ein wenig, von den schwerwiegenden Problemen mal ganz abgesehen. 

Von mir aus hätte das Buch gern noch mehr Seiten umfassen können, ich war etwas traurig, dass die Zeitreise nach nur 200 Seiten schon zu Ende war. Und jetzt lege ich Queen auf den Plattenteller und begebe mich auf meine eigene Zeitreise.

  • Herausgeber ‏ : ‎ Pinguletta Verlag; 1. Edition (23. Mai 2022)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Taschenbuch ‏ : ‎ 205 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 394806329X
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3948063290


Donnerstag, 26. Mai 2022

The ‰-Files: Die Promille Akten





 Er gurgelt und schmeichelt, sprudelt und prickelt. Er beißt, brennt, zischt und knallt: Alkohol. Mal Freund, mal Feind, immer aufregender Begleiter. Womit aber wehrt man sich gegen volltrunkene Orks? Wie viel Champagner vertragen Wunschfeen? Und kann der richtige Fusel einem einfachen Menschen vielleicht sogar ungeahnte Kräfte verleihen? In 11 Geschichten enthüllen die Promille-Akten feuchtfröhliche Wahrheiten über die beschwipste Seite der phantastischen Welt. Hier werdet ihr erblinden – äh, quatsch, alles finden: Zunder und Wunder. Wermut und Schwermut. Schein, Sein und … ach ja: Wein. 11 im Vollrausch geschriebene Geschichten von Olivia Meyer, Thomas H. Demian, Laurence Horn, Hanna Nolden, Dennis Frey, Claudia Rapp, Tina Skupin, Mark G. Rummel, Anna Holub, Jörg Fuchs Alameda und Nele Sickel. Der Verlag spendet außerdem alle Gewinne aus dem Verkauf dieser Anthologie für einen guten Zweck.

Eine Anthologie mit Storys über Alkohol? Funktioniert das? Oder muss man sich die schön trinken?

Sie funktioniert, definitiv. Mal sind die Geschichten albern, mal stimmen sie nachdenklich, manchmal vereinen sie beides. Es gibt Krimis, Fantasy und Märchen, es ist also für jeden etwas dabei. Was aber schreibt man nun über Kurzgeschichten, ohne zuviel zu verraten? 


Oliver Meyer
Die Legende vom verfluchten Einhorn

Auf der Suche nach einem Snack stößt ein Kelpie auf einen Ork, der ihn leicht angetrunken für ein Pony hält und seine letzten Alkoholvorräte mit ihm teilt. Mit einem Trick wollen die neuen Saufkumpane Reisende um ihre Schnapsvorräte erleichtern. 

Thomas H. Demian
Auge um Auge

Es gibt Trinkspiele, da sollte man sich dreimal überlegen, ob man sie wirklich spielen möchte.


Laurence Horn
Thronstürzer

*Letztendlich siegte er immer* das traurige Fazit einer amüsanten Geschichte.

Nele Sickel
Blackout

Melanie wacht mit einem kompletten Blackout auf, vielleicht war der letzte Drink nicht ganz in Ordnung? Oder steckt doch etwas ganz anderes hinter ihrem Filmriss.

Drunken Dragon Tattoo
Hanna Nolden

Bernd lässt sich im Vollrausch ein Tattoo stechen, wohl wissend das seine Verlobte, auf gar keinen Fall damit einverstanden sein wird. 
Vielleicht hätte er in nüchternem Zustand noch ein mal darüber nachgedacht, bevor er sich im 
Drunken Dragon Tattoo Studio das Tattoo stechen lässt das verdiente, aber nüchtern war Bernd ja eigentlich nie.

Blutdurst 
Dennis Frey

Grausame Morde erschüttern Mallorca und am Ende der Geschichte wissen wir wie Faen entstehen.

Der blaue Stein der Weisen
Claudia Rapp

Ein alkoholisches Getränk, das die Tore zu anderen Welten öffnen soll, sucht der Protagonist dieser Geschichte, ob er fündig wird?

Prager Absinth
Tina Skupin

Paranoia ausgelöst durch zu viel Absinth oder liegt in diesem Fall doch Wahrheit am Grund des Glasses? Der Starviolinist Pavel kehrt nach Jahren in seine Heimatstadt Prag zurück und erlebt schreckliches.

Dinner for six
Mark G. Rummel

Vielleicht habt ihr schon mal einem Sommelier zugehört, der von der Lebendigkeit eines Weines sprach, oder dem Geist des Gins? Vielleicht ist da ja mehr dran als ihre bisher glaubtet? 

Die blaue Fee
Anna Holub

Eigentlich sollte die Fee in offiziellem Auftrag an der Tauffeier der Prinzessin teilnehmen, ihr kennt das. Königskind, gute Wünsche und so. Dumm nur, wenn die Fee nach der Party nur einen Kater und das diffuse Gefühl hat, dass nicht alles so ablief wie geplant.

Die letzte Schlacht der Alkohelden
Jörg Fuchs Alameda

Superhelden kennen wir alle, Batman, Superman, Wonder Woman und wie sie alle heißen, aber wer kennt schon die deutschen Superhelden aus der Vulkaneifel, der letzten Bastion gegen die Übernahme der Weltherrschaft durch die Satanik-Superschurken? Chicken Man, Veggie Man und all die anderen, die sich für die Menschheit opfern? Bis zum letzten Tropfen.

Mein Fazit:
Die Herausgeber Nele Sickel und  Markus Heitkamp hatten ein gutes Händchen bei der Auswahl der Storys, ich vergebe für die Anthologie eine absolute Leseempfehlung. Vor allem auch, weil die Gewinne aus dem Verkauf einem guten Zweck zugutekommen sollen.

  • Herausgeber ‏ : ‎ Talawah Verlag (21. Mai 2022)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Taschenbuch ‏ : ‎ 222 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3947550642
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3947550647





Dienstag, 24. Mai 2022

Gwendys letzte Aufgabe: Roman (Gwendy-Reihe, Band 3)

 

Gwendy, inzwischen in einem hohen politischen Amt und für Klimafragen zuständig, begibt sich zu wissenschaftlichen Zwecken in die Erdumlaufbahn. Dabei ist sie aber auf ihrer eigenen geheimen Mission unterwegs. Der Wunschkasten ist zu ihr zurückgekehrt, mächtiger und zerstörerischer denn je. Die Aufgabe, die Welt zu retten, könnte für sie zu einer Reise ohne Rückkehr werden.


Gwendy begibt sich auf eine äußerst ungewöhnliche Mission, sie reist ins All, vorgeblich um Daten zu sammeln, allerdings hat sie ein ganz anderes Ziel. Mr. Farris, der so etwas wie ein Hüter des Wunschkastens ist, trägt ihr auf, diesen ein für allemal zu zerstören, damit er nicht in die falschen Hände fällt. Denn der Kasten erfüllt nicht nur Wünsche und verteilt Silberdollar und Schokolade, er fordert seinen Tribut, von ihren Besitzern und von der Welt. 

Gwendy wollte sich eigentlich nur noch ihrem Mann und ihren Romanen widmen bis sie von Farris diesen letzten Auftrag erhielt und um diesen erfüllen zu können muss sie auf die politische Bühne zurückkehren. Mit viel Unterstützung von ihren Freunden und mithilfe des Wunschkastens gewinnt sie die entscheidende Wahl, doch der Preis dafür ist hoch, Gwendy leidet unter einer Frühform der Alzheimer-Krankheit, die sie vor der Welt verbergen muss, denn mit einer Erkrankung kann sie nicht ins All fliegen, besonders nicht mit einer, die sie die simpelsten Dinge vergessen lässt. 

Nach dem eher enttäuschenden Band 2, der Gwendy-Trilogie, habe ich mich sehr auf Gwendys letzter Auftrag gefreut, denn an diesem hat Stephen King wieder aktiv mitgeschrieben und das gibt der Geschichte alles, was sie braucht, um ihre Leser zu begeistern. Es gab so einige Szenen, die mich daran zweifeln, ließen, ob Gwendy ihren letzten Auftrag erfüllen kann, denn natürlich gibt es Mächte, die den Wunschkasten in die Hände bekommen, die Spannung kommt also wahrlich nicht zu kurz.

Natürlich muss man die Vorgängerbände gelesen haben, damit sich das volle Lesevergnügen entfalten kann. 

  • Herausgeber ‏ : ‎ Heyne Verlag; Deutsche Erstausgabe Edition (9. Mai 2022)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 352 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 345342638X
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3453426382
  • Originaltitel ‏ : ‎ Gwendy’s Final Task








Stephen King, 1947 in Portland, Maine, geboren, ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Bislang haben sich seine Bücher weltweit über 400 Millionen Mal in mehr als 50 Sprachen verkauft. Für sein Werk bekam er zahlreiche Preise, darunter 2003 den Sonderpreis der National Book Foundation für sein Lebenswerk und 2015 mit dem Edgar Allan Poe Award den bedeutendsten kriminalliterarischen Preis für Mr. Mercedes. 2015 ehrte Präsident Barack Obama ihn zudem mit der National Medal of Arts. 2018 erhielt er den PEN America Literary Service Award für sein Wirken, gegen jedwede Art von Unterdrückung aufzubegehren und die hohen Werte der Humanität zu verteidigen.

Seine Werke erscheinen im Heyne-Verlag.

Richard Chizmar ist Verleger von Cemetery Dance Publications und Autor von Kurzgeschichten. Als Herausgeber von Anthologien wurde er mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem »Bram Stoker Award«, mit dem »World Fantasy Special Award« und mit dem Preis der International Horror Guild. Zusammen mit Stephen King hat er bereits »Gwendys Wunschkasten« geschrieben.

Montag, 23. Mai 2022

Töchter der Speicherstadt – Der Geschmack von Freiheit (Die Kaffee-Saga 2) von Anja Marschall


 

Der Duft von frisch gemahlenem Kaffee und der Traum von Freiheit

Drei starke Frauen in bewegten Zeiten: Band 2 der großen Familiensaga rund um den Aufstieg einer Hamburger Kaffeedynastie vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte zwischen 1889 und 1989.

Hamburg 1929: Anders als ihre Mutter Maria hat Cläre Behmer zunächst kein großes Interesse am Kaffeekontor der Familie. Sie will lieber studieren und ihren eigenen Weg gehen, was ihrem Verlobten missfällt, hofft er doch, durch die Heirat mit Cläre »Behmer & Söhne« übernehmen zu können. Doch Cläres Leben ändert sich schlagartig, als sie den freiheitsliebenden Journalisten Fritz Waltershausen kennen und lieben lernt, während die neuen nationalsozialistischen Machthaber das Überleben des Kaffeekontors gefährden. Endlich erwacht in Cläre die Kämpfernatur ihrer Mutter, und sie setzt alles daran, ihr Erbe und ihre Liebe zu retten.

Mit Der Traum von Freiheit geht die Kaffee-Saga weiter. In diesem Band beschreibt die Autorin die Zeit von 1929 bis 1944, einem der dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte, das Kaiserreich geht unter, die Menschen haben sich noch nicht ganz von den Auswirkungen des 1. Weltkriegs erholt, als die Nazis an die Macht streben und mehr und mehr an Einfluss gewinnen. 
Auch im Kaffeehandel nehmen die Nationalsozialisten immer mehr Einfluss, unerwünschte Mitglieder im altehrwürdigen Kaffeeverein werden gnadenlos ausgebootet. Es entsteht ein tiefer Graben in der Gesellschaft und in den Familien, auch durch die Familie Behmer geht ein Riss, während Maria und Cläre voller Sorge auf die politischen Entwicklungen schauen, begrüßt Gertruds Tochter Emma die neuen Machthaber, erhofft sie sich doch Einfluss und Macht für ihren Mann. Emma hatte im Gegensatz zu Cläre keine Probleme damit, sich um das Wohlergehen ihrer Familie und den reibungslosen Ablauf des Haushalts zu kümmern, wie es von den Frauen nach dem Großen Krieg wieder erwartet wurde, während Cläre mehr als eine Heirat und ein Leben als Hausfrau und Mutter vom Leben will, die junge Frau will Ökonomie studieren, doch die Chancen auf einen Studienplatz sind verschwindend gering. Die Hochzeit mit ihrem Verlobten Herbert Staller schiebt sie immer vor sich her, was diesem natürlich missfällt, erhofft er sich durch die Einheirat in eine renommierte Firma doch unschätzbare Vorteile.
Aber wie geht es eigentlich Maria, der Hauptperson des ersten Bandes? Nach all ihren Verlusten und Kämpfen hat sie ihren Biss nicht verloren, mit Herz und Verstand leitet sie weiterhin die Geschicke von Behmer&Söhne und scheut auch nicht ungewöhnliche Wege, um die Firma wieder in die Position zu bringen, die sie vor dem 1. Weltkrieg innehatte. Und sie trifft auf einen alten Bekannten, der fast vergessene Gefühle in ihr weckt. Ich habe es ja nicht so sehr mit Liebesgeschichten, aber diese hat mich wirklich berührt.


Es ist immer wieder beklemmend zu lesen, wie einfach es doch für die Nationalsozialisten war, die Macht zu ergreifen, wie einfach es  war, Hass und Zwietracht gegen ihre jüdischen Mitmenschen zu säen. Um so wichtiger sind auch Unterhaltungsromane wie die Kaffee-Saga von Anja Marschall, die sich mit diesem Thema beschäftigen. Dass die Autorin sich für den Zeitablauf der historischen Geschehnisse ein wenig künstlerische Freiheit genommen hat, kann ich ihr da verzeihen, vor allem da sie auch im Nachwort erklärt, warum sie das tat. 

 Interessant ist es auch über den Kaffeehandel zu lesen, Kaffee war ein knappes Gut und so wurden die Menschen sehr erfinderisch um wenigstens einen halbwegs trinkbaren Ersatz konsumieren zu können, das weckte in mir Erinnerungen an die Kaffeetafeln meiner Großmutter auf denen nicht nur *Guter Bohnenkaffee*, sondern auch *Muckefuck* für uns Kinder bereitstand. Kaffeeersatz wurde aus den ungewöhnlichsten Grundstoffen hergestellt, Kastanien, Eicheln und verschiedene Getreidesorten waren da wohl nicht die gesündesten Alternativen zu echten Kaffeebohnen.

Weitere Stimmen zum Buch findet ihr unter anderem bei

Frau Goethe liest

und bei

Ullas Leseecke

  • Herausgeber ‏ : ‎ Piper Taschenbuch; 2. Edition (28. April 2022)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Taschenbuch ‏ : ‎ 464 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3492317227
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3492317221
  • Abmessungen ‏ : ‎ 12 x 2.85 x 18.7 cm

Samstag, 21. Mai 2022

Mördermuschel: Ein Insel-Krimi von Ingrid Schmitz

 


Die Privatermittlerin Mia Magaloff plant ihr weiteres Leben auf Spiekeroog zu verbringen, doch bevor sie endgültig zu ihrem Freund Lian auf die Insel zieht, will sie für zwei Monate zur Probe mit ihm zusammen leben, voller Vorfreude macht sie sich auf den Weg, doch der Empfang den Lian ihr bei ihrer Ankunft bereitet gestaltet sich vollkommen anders als erwartet, denn Lian muss sich um seine Familie kümmern. Seine Kusine Kaja und ihr Bruder Joos wollen sich an ihrem Vater Ben rächen, der sie als Kinder missbrauchen ließ, wenn er sich geschäftliche Vorteile davon versprach.
Mia muss sich eine andere Unterkunft suchen und findet die beim Inselpolizisten 
André Basold und dessen Frau. Sie will die Zeit nutzen, bis Lian Zeit für sie hat, um die Insel genau zu erkunden und die Bewohner näher kennenzulernen. Bei einem Spaziergang am Strand machen Mia und der Fotograf Patrick einen schrecklichen Fund.

Ingrid Schmitz Protagonisten kennenzulernen war ein großes Vergnügen, ich kannte bisher keinen der Krimis rund um die Privatermittlerin Mia Magaloff, allerdings werden die Protagonisten im Laufe des aktuellen Buches wirklich gut beschrieben, sodass ich in diesem Punkt wenig vermisste.  
Das Hauptaugenmerk liegt natürlich auf Mia, sie hat sich von ihrem Aufenthalt auf der Insel versprochen Lian näher kennenzulernen und auch gewisse Dinge zu besprechen, die zu klären für ein Paar essenziell sind. Dass sie in eine Mordermittlung stolpert, hat sie sich nicht träumen lassen und dann ist da ja auch noch das Problem, das Kaja, Joos und Lian lösen müssen. 

Die verschiedenen Handlungsstränge scheinen zunächst nicht viel miteinander zu tun haben, wie Puzzleteile, die zu unterschiedlichen Motiven gehören. Ob sich am Ende alle Teile doch noch zu einem Gesamtbild fügen, müsst ihr dann doch selber lesen.

Im Buch wird Kindesmissbrauch thematisiert, in ihrem Nachwort schreibt die Autorin, dass sie lange überlegte, ob und wie sie dieses heikle Thema in einem Krimi verarbeitet und sich dann entschlossen auf detaillierte Beschreibungen zu verzichten. Ich finde, sie hat das hervorragend gelöst, Kindesmissbrauch ist ein Thema, das in die Öffentlichkeit gehört, um die Menschen dafür zu sensibilisieren, die Augen zu öffnen, was vielleicht in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft oder der eigenen Familie vor sich geht.  

Von mir gibt es eine Leseempfehlung für 

Mördermuschel von Ingrid Schmitz.

  • Herausgeber ‏ : ‎ edition oberkassel; Auflage 2022 (19. Mai 2022)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Taschenbuch ‏ : ‎ 316 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3958132626
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3958132627





Freitag, 20. Mai 2022

Victoire. Ein Frauenleben im kolonialen Guadeloupe von Maryse Condé

Maryse Condé, Bestsellerautorin der Achtzigerjahre, meldet sich mit der Geschichte ihrer Großmutter zurück. Victoire Quidal wächst Ende des 19. Jahrhunderts in einer armen Familie auf Guadeloupe auf. Obwohl sie nie lesen und schreiben lernt und nur kreolisch spricht, legt sie als talentierte Köchin den Grundstein für den sozialen Aufstieg ihrer Nachkommen. Der faszinierende Lebensweg einer Frau in einer rassistischen und machistischen Gesellschaft und ein Sittengemälde der französischen Karibik zur Kolonialzeit.

Vor kurzem las ich das Buch 

Köstliches und Kostbares der Autorin Maryse Condé, dieses Buch machte mich neugierig auf ihr Leben und auch auf das ihrer Großmutter Victoire, so war es naheliegend auch die vorigen Bücher der Autorin in die Hand zu nehmen.
Maryse Condé erzählt vom Leben ihrer Großmutter, die kurz nach Ende der Sklaverei in Guadaloupe geboren und aufgewachsen ist,
Victoires Mutter starb 14-jährig bei ihrer Geburt und so wird das Kind von ihrer eigenen Großmutter Caldonia aufgezogen, die dem Kind anders als ihren eigenen mit grenzenloser Liebe und Fürsorge begegnete. Victoires Vater ist unbekannt, ihre glatten Haare, die helle Haut und Augen, lassen allerdings auf einen weißen schließen, das Kind spricht nicht viel und lässt selten erahnen, was es fühlt, umso intensiver sind seltene Gefühlsausbrüche, z.B. als sie das erste Mal Musik aus einem Grammophon hört, von der sie nicht genug bekommen kann, als Folge dieses Erlebnisses schenkt Caldonia ihr eine Spieluhr, die sie fortan überall mit sich nimmt.

Diese Begebenheit beschreibt Victoire eigentlich ziemlich genau, sie ist immer still, sanft und Bescheiden, bis ihr etwas wirklich wichtig ist, dann setzt sie sich durch. 

Maryse Condé  erzählt in ihrem aufwendig recherchierten Buch auch über die Kluft zwischen den Menschen verschiedener Abstammung, die verwirrende Vielfalt ist schwierig auseinander zu halten ebenso wie die Beziehungen untereinander, ich hatte meine Schwierigkeiten damit zu verstehen, wer nun aus welchem Grund glaubte gesellschaftlich über jemand anderen zu stehen. Sogar innerhalb der Familien gibt es diese Standesunterschiede, so wächst Victoire erst in ärmlichsten Verhältnissen bei ihrer Großmutter auf um noch als Kind zu einer Verwandten in Dienst geschickt zu werden um dort im Haushalt zu helfen und als Gegenleistung den Schulbesuch ermöglicht zu bekommen, doch außer einem Leben voll harter Arbeit bekommt sie nichts, Victoire hat niemals eine Schule besucht.
Wir erfahren auch von Victoires Beziehung zu ihrer eigenen Tochter Jeanne, die im Gegensatz zu ihrer Mutter die Schule besuchen kann und Lehrerin wird, Victoire ist stolz auf ihre geliebte Tochter und ist doch unfähig diese Liebe mit Worten auszudrücken, also kocht sie für sie all die fantastischen Gerichte, für die sie in der Gesellschaft berühmt ist.

Dieses Buch ist nicht ganz einfach zu lesen, eine Mischung aus Tatsachen und Vermutungen, teils Sachbuch, teils Roman, aber lässt man sich darauf ein ist es durchaus interessant. Eines hat mir allerdings gar nicht gefallen, auf fast jeder Seite gibt es Fußnoten zur Begriffserklärung, das stört den Lesefluss und es wäre mir lieber gewesen diese Begriffserklärungen in den Text einfließen zu lassen.

  • Herausgeber ‏ : ‎ litradukt Literatureditionen; 2. Edition (1. November 2018)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Taschenbuch ‏ : ‎ 264 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3940435082
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3940435088
  • Originaltitel ‏ : ‎ Victoire. Les saveurs et les mots





Dienstag, 17. Mai 2022

Die Entführung der Dinharazade von Christina Wermerscher


 


„Ich entschuldige mich im Vorfeld für alle Unannehmlichkeiten, liebe Dinharazade. Aber ich werde Euch nun entführen.“ Dinharazade wird vom berüchtigten Wüstenkönig Khan Bassam direkt aus dem Palastgarten ihres Schwagers entführt. Wider Erwarten stellt sich die Situation völlig anders dar und sie kann sich in Khans Oase freier entfalten als zu Hause in Samarqand. Doch bald geht es nicht mehr nur um eine ungewöhnliche Liebesgeschichte, denn ihrem Glück steht eine magische Intrige entgegen, die alles zu zerstören droht. Ein düster-romantischer Fantasyroman aus tausendundeiner Nacht

Ihr kennt alle Scheherazade? Das ist die mit den 1001 Märchen aus 1001 Nacht, aber wisst Ihr auch, dass sie eine jüngere Schwester hat? Dinharazade, kurz Dinah?
Nein?
Dann werde ich Euch heute etwas über sie erzählen.

Wie alle Frauen ist auch Dinah den strengen Palastregeln unterworfen und wie alle lebt sie in ständiger Angst vor den Launen des Schahs Rayâr, einzig bei ihrem Freund und Vertrauten Abdul fühlt sie sich wirklich frei und unbeschwert, der Erfinder wundersamer Maschinen weiht sie in seine Geheimnisse ein und hat immer ein offenes Ohr für die junge Frau.

Dinah besucht gerade ihre ältere Schwester Scheherazade im Palastgarten des Königs Schah Rayâr von Samarqand als wie aus dem Nichts der gefürchtete Wüstenkönig Khan Bassam vor den Frauen steht und sie kurzerhand in sein Wüstenreich entführt. 
Khan der sich laut seinen eigenen Worten schon lange in Dinah verliebt hatte, offenbart ihr ein komplett anderes Leben, ein Leben, in dem Frauen und Männer die gleichen Rechte haben und frei sind in ihren Entscheidungen, so kann Dinah Kampfunterricht beim Waffenmeister Massud nehmen und sich auch sonst frei in der Oase bewegen und die vielen Wunderwerke der Technik kennenlernen, die sie umgeben. So bleibt es nicht aus, dass sich Dinah mehr und mehr zu Khan hingezogen wird zumal Khan wohl auch nicht ganz unansehnlich ist und dazu noch charmant und freundlich.
Im Klappentext habt ihr schon gelesen, dass es sich um einen 
düster-romantischer Fantasyroman handelt und was gehört zur Romantik wohl dazu wie die Faust aufs Auge? Genau, Missverständnisse, die die Liebenden zu entzweien drohen, was genau da passiert, verrate ich Euch natürlich nicht. Für die Düsternis sorgt die aus Khans Königreich eigentlich verbannte Magie, die in Person einer verstoßenen Königin Leid und Entsetzen über die Menschen in der Oase bringt.

Ich mochte das Buch sehr, Dinah ist offen, neugierig und selbstbewusst, sie braucht keinen Mann an ihrer Seite, der sie rettet.
Khan ist der klassische Held einer Fantasygeschichte, mutig, selbstbewusst, ehrenhaft und manchmal voller Zweifel an sich selbst (diesen Punkt werdet ihr verstehen, wenn ihr die Geschichte lest). 
Es gibt aber noch eine Liebesgeschichte in dieser Geschichte, eine, mit der er absolut nicht gerechnet habe und die mich somit sehr überraschte, ich bin mir auch nicht sicher, ob die Liebenden vorausgesehen haben, was da mit ihnen passieren könnte. Da wurde mir doch tatsächlich etwas warm ums Herz.

Leider ist das Buch viel zu kurz, nach gerade mal 200 Seiten musste ich Dinah und Khan schon wieder verlassen, allerdings bleibt mit dem letzten Satz des Buches die Hoffnung auf ein Wiedersehen.

  • Herausgeber ‏ : ‎ Amrun Verlag; 1. Edition (15. November 2021)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Taschenbuch ‏ : ‎ 200 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3958694713
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3958694712









Montag, 16. Mai 2022

Die Krankenschwester von Kristian Corfixen


 

Mein erster True Crime Fall.

Ich muss zugeben, bisher hatte ich mich mit "wahren Verbrechen" in Büchern nicht beschäftigt. Als ich allerdings die ersten Seiten gelesen hatte, erwachte mein Interesse immer mehr.

In einem dänischen Krankenhaus stirbt ein unerwartet ein Patient, unerwartet, weil er sich eigentlich auf dem Weg der Besserung zu befinden schien. Bei unerwarteten Todesfällen wird die Polizei hinzugerufen, ein Routineeinsatz bis eine Krankenschwester den Verdacht äußert das eine Kollegin den Patienten vorsätzlich tötet. Ist Christina Aistrup ein Todesengel?

Der Autor Kristian Corfixen dokumentiert in seinem Buch die Ermittlungen und lässt alle Beteiligten zu Wort kommen, die Polizei, die Kollegen und auch Christina Aistrup.

Verliert man einen geliebten Menschen an den Tod, ist das für die Hinterbliebenen schwer genug, kommt dann auch noch der Verdacht auf, das der Tod vorsätzlich herbeigeführt wurde. Von jemandem der eigentlich helfen und heilen soll, gleicht das einer Katastrophe, ich kann mir die Gefühle der Hinterbliebenen nicht einmal ansatzweise vorstellen. Zu der Trauer kommt dann sicherlich noch die Wut dazu, dass niemand etwas bemerkte. 
Zu Beginn des Buches war klar: Christina Aistrup ist schuldig. 
Doch ist sie das wirklich?
Corfixen beleuchtet den Fall von beiden Seiten, er lässt sowohl die Ermittler, Kollegen und auch Christina Aistrup zu Wort kommen. Die Krankenschwester wurde zu einer 12-jährigen Haftstrafe verurteilt und wenn ich ehrlich bin, je nachdem welche Aussagen ich gerade gelesen hatte, war ich entweder von ihrer Schuld oder Unschuld überzeugt, ich bin froh, dass ich nicht darüber zu entscheiden hatte welches Urteil gefällt wurde. Was dieses Buch aber auch aufzeigt und das gilt nicht nur für dänische Krankenhäuser, es muss viel daran getan werden das so etwas nicht vorkommen kann, eine der Zeuginnen beschreibt die Situation u.a. so, das manchmal soviel zu tun ist, das das Personal nicht einmal die Zeit hat um ausgegebene Medikamente zu quittieren. Denkt man darüber nach, erkennt man, dass es viel zu einfach scheint jemandem Schaden zuzufügen, da auch die Krankenhausapotheke keine Bestandslisten führte, wenn Medikamente auf den einzelnen Stationen fehlten, wurden diese aufgefüllt, ohne den Bestand zu erfassen.

Die Krankenschwester ist ein Buch, das nicht mal eben so nebenbei gelesen werden kann, manchmal erschien es mir auch etwas langatmig, mangels Vergleichsmöglichkeiten, ich schrieb ja das es sich bei Die Krankenschwester um mein erstes Buch aus diesem Genre handelt, kann ich natürlich nicht sagen, ob alle Bücher dieser Art so akribisch recherchiert sind und ob sie diese Akribie auch an die Leserschaft weitergeben. 

Ich kann für dieses Buch guten Gewissens eine Leseempfehlung geben. Es hat mir gut gefallen und wahrscheinlich werde ich weitere Bücher aus diesem Genre lesen.

Weitere Rezensionen:

https://www.angeltearz-liest.de/rezension-die-krankenschwester-kristian-corfixen/

  • Herausgeber ‏ : ‎ Saga Egmont Bücher; 1. Edition (17. Februar 2022)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Taschenbuch ‏ : ‎ 290 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3869749520
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3869749525




Sonntag, 15. Mai 2022

Tanz auf der Brücke von Franzpeter Messmer

 

Auszug aus dem Klappentext:
Der junge Syrer Mehmet lernt gegen den Willen seines Vaters Klavier, ist hoch begabt und studiert am Konservatorium in Damaskus. Bei einem seiner Lehrer lernt er nicht nur die deutsche Kultur kennen, sondern auch die Sprache. Seine Schwester Amal wurde als orientalische Tänzerin ausgebildet und zu einer Berühmtheit, bis gegen sie die Fatwa verhängt wird. Sie flieht nach London. Mehmet leidet fortan unter Tourette. Während des arabischen Frühlings spielt er bei Demonstrationen Musik von Beethoven. Sein Stadtviertel wird von islamistischen Kämpfern besetzt und sein Klavier zertrümmert. Zusammen mit seinem afghanischen Freund Ahmet flieht er nach Deutschland. 

Die Flüchtlingskrise, wie die Ereignisse von 2015 genannt werden, ist schon fast in Vergessenheit geraten oder eher gesagt, sie wird von der Pandemie und dem Krieg in der Ukraine in den Hintergrund gedrängt. Aber die Schicksale all dieser Menschen, die auf der Flucht vor islamistischen Fanatikern alles verloren und um ihr Leben fürchten, sollten nicht vergessen werden. 

Franzpeter Messmer hat in seinem Buch Tanz auf der Brücke nicht nur die Situation der Menschen eindrucksvoll beschrieben, er zeigt auch, welche Umstände dazu führen können, dass sich Menschen radikalisieren.

Mehmet ist ein begnadeter Musiker, der gemeinsam mit seinem Vater, einem bekannten Oud Spieler (ein Oud ist eine kurzhalsige Laute) auf Hochzeiten und anderen Feierlichkeiten auftritt, bei denen seine Schwester Amal tanzt. Mehmet lernt gegen den Willen seines Vaters Klavierspielen und lernt von einem seiner Lehrer Deutsch. Als sich die Zustände in seiner Heimat  verschlechtern, flieht seine Schwester, gegen die die Fatwa (in ihrem Fall ein Todesurteil) verhängt wird, flieht die junge Frau nach London und Mehmet macht sich mit seinem afghanischen Freund Ahmet auf den beschwerlichen Weg nach Deutschland. Ihre unterschiedlichen Schicksale führen sie erst spät wieder zusammen. Nachdem Ahmet das Asyl in Deutschland verweigert wird, entzieht er sich durch eine erneute Flucht der Abschiebung und schließt sich islamistischen Freunden an, während Mehmet als Musiker Karriere macht.

Der Musikwissenschaftler Franzpeter Messmer hat ein beeindruckendes Buch geschrieben, das berührend und spannend auch zum Nachdenken anregt. Die Geschichte rückt das Schicksal dieser Menschen wieder in den Fokus der Aufmerksamkeit, wir dürfen die Menschen die in unserer Mitte leben nicht vergessen, die Integrationsbemühungen müssen verstärkt werden, denn jeder Mensch egal woher er kommt, egal welche Hautfarbe er hat oder welcher Religion er angehört hat das Recht auf ein menschenwürdiges Leben und wir haben die Pflicht dieses auch zu ermöglichen.

  • Herausgeber ‏ : ‎ Edition Moosdiele - parlando-media; 1. Edition (14. April 2022)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Taschenbuch ‏ : ‎ 288 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3982439205
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3982439204

Samstag, 14. Mai 2022

Eisflut 1784 von Marco Hasenkopf

 


Ein faszinierender Kriminalroman inmitten der größten Naturkatastrophe der frühen Neuzeit. Cöln 1784: Mitten im härtesten Winter seit Menschengedenken geht ein Serienmörder in der Stadt um. Amtmann Henrik Venray und die eigenwillige Apothekerwitwe Anna-Maria Scheidt begeben sich auf die Jagd nach ihm und müssen nicht nur gegen eine Bestie in Menschengestalt, sondern auch gegen Kälte und Hunger kämpfen. Zu allem Überfluss droht eine Schmelzwasserflut von unvorstellbarem Ausmaß über Cöln und das Rheinland hereinzubrechen. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Nach einem Vulkanausbruch auf Island hat sich auch das Wetter in Deutschland geändert, waren die klimatischen Bedingungen sowieso schon hart, mit langen kalten Wintern und kurzen viel zu kühlen Sommern, spitzt sich die Lage im Winter 1784 noch weiter zu. Die Menschen sterben an Kälte und Hunger. Auf dem Rhein türmen sich die Eismassen und drohen im herbeigesehnten Frühjahr, mit der Schmelze des Eises die Stadt zu überfluten.

Der Amtmann Henrik Venray begibt sich nach Mülheim, um den Fortschritt eines Deichs zu verfolgen, der Mühlheim in Zukunft vor Hochwasser schützen soll. Bei der Begutachtung muss er feststellen, dass es kaum einen Baufortschritt gibt und er findet einen Toten, der auf den ersten Blick von Wölfen getötet wurde.
Doch der Tote wurde ermordet, wie Venray mithilfe der Apothekerwitwe Anna-Maria Scheidt, feststellt. Und es bleibt nicht bei einem Toten, ein Serienmörder treibt sein Unwesen und die Honoratioren der Stadt scheinen an der Aufklärung des Mordes nicht wirklich interessiert, Venray soll einen Täter präsentieren, egal ob schuldig oder nicht.

Auf gerade mal 336 Seiten lässt der Autor Marco Hasenkopf die Vergangenheit lebendig werden, er braucht gar nicht viele Worte, seine Beschreibungen der Orte und der Menschen projizierten Bilder in meinen Kopf. Der Leser erfährt von der Dekadenz der Reichen, die noch nicht so sehr unter den Umständen zu leiden haben und ausgelassen Karneval feiern oder Orgien veranstalten, bei denen sie ihre dunkelsten Fantasien ausleben. Er erzählt von der Feindschaft zwischen Mülheim und Cöln, von der Macht der katholischen Kirche, die Andersgläubige wie Juden und Protestanten aus Cöln vertrieben hat und mit Gebeten versucht, die unabwendbare Flut zu verhindern. Die Institution der katholischen Kirche kommt nicht wirklich gut weg in diesem Buch, die weltlichen Institutionen allerdings auch nicht.
Henrik Venray stößt mit seinen fortschrittlichen Ansichten auf Widerstand, doch er lässt sich nicht beirren, auch nicht, was seine Zusammenarbeit mit Anna-Maria betrifft, die Apothekerwitwe will die Geschäfte ihres verstorbenen Mannes weiterführen, doch auch das stößt auf Widerstand, nicht nur, weil sie eine Frau ist, sie will auch die Umstände unter denen die Menschen, besonders elternlose Kinder leben müssen ändern.

Zum Abschluss noch ein paar Worte zum Schreibstil, der ist zu Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, ihr habt euch vielleicht schon darüber gewundert wie ich Cöln schreibe. Der Autor hat sich an der damals üblichen Sprechweise orientiert, ebenso an der Ausdrucksweise, die damals üblich war. Nach wenigen Seiten habe ich das sehr geliebt, weil ich so komplett in die Geschichte eintauchen konnte.

  • Herausgeber ‏ : ‎ Emons Verlag (18. November 2021)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Taschenbuch ‏ : ‎ 336 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3740811692
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3740811693

Blogtour zur Shortlist des Goldenen Homers 2022

Der historische Krimi ist im Jahr 2022 auf der Shortlist der Preisverleihung zum Goldenen Homer. Alle zwölf nominierten Bücher werden mit einer Blogtour vorgestellt. Lest auch die anderen Rezensionen:

Bis zur Preisverleihung am 1. Oktober im Ingolstädter Altstadttheater werdet ihr noch einiges über die Bücher und Autoren auf Facebook, Youtube und verschiedener Buchblogs zu sehen bekommen.













Donnerstag, 12. Mai 2022

Im Gespräch mit Tina Skupin




Im Rahmen der Blogtour zu den Promillefiles aus dem Talawah-Verlag habe ich heute die Autorin Tina Skupin zu Gast, die mit einer Kurzgeschichte im Buch vertreten ist.

Hallo Tina, herzlich willkommen im Bücherhaus. Setz dich und bedien dich an Kaffee, Tee, Wasser, Saft und Keksen.
Ich kann dir aber auch alkoholisches anbieten, Wein, Gin Absinth , Pils.



Tina greift nach Pils und Absinth, das bietet sich ja auch an, da ihre Geschichte in Prag spielt und die Kneipenszene dort ist legendär. (Schlagartig senkt sich die Nacht über das Bücherhaus, ihr wisst ja: Kein Bier vor Vier)


Aber bevor wir keinen klaren Gedanken mehr fassen können, erzähl doch mal über dich.


Was machst du, wenn du nicht schreibst?

Eigentlich schreibe ich immer. Und wenn ich nicht schreibe, dann plotte ich, oder recherchiere ich, oder schaue Videos übers Schreiben. Na gut, oder ich schaue mir den Nachthimmel von Valheim an. Oder ich bin draußen und jage Pokemons. Ich liebe Legos und werde mich mit der neuen Miniserie zur Muppet Show ruinieren, bin erklärten Marvelfangirl und Metalheadine. Ich wohne in Stockholm, da trifft sich das mit Metal sehr gut- die meisten Bands kommen auf ihreen Touren bei uns vorbei! (Also in Stockholm, nicht bei uns zuhaus.)


Schade eigentlich, da hatte ich gerade coole Bilder im Kopf


Wie kam es dazu das du bei den Promillefiles dabei bist, was hat dich gereizt gerade bei dieser Anthologie dabei zu sein?



Ich bin für die Promillefiles eingeladen worden. Talawah hat ja immer diese tolle Anthologie-Ausschreibungen, und ich war bei den Phönix-Akten dabei, mit meinem altnorsischem Federviech. Auf der Buch Berlin hab ich den Verlag dann auch persönlich kennengelernt, und als ich gefragt wurde, ob ich bei den Files mitmachen will, hab ich direkt ja gesagt.Ich war in dem Jahr mit meinem Partner in Prag und ich fand die Stadt einfach nur unfassbar großartig, mit ihrem Nachtleben, Musik in allen Gassen, und den epischen Statuen. Wenn man in Prag unterwegs ist, hat man das Gefühl, in einer Urban Fantasy zu sein. Mir ging es jedenfalls so. Ich wollte diese Stimmung einfangen, und eine Geschichte schreiben über einen Geiger und den Golem von Prag. Und weil Prag für mich auch immer ein wenig Franz Kafka ist, kam noch eine große Portion Finsternis und Mentale Krankheit dazu.


Du lebst in Stockholm, wie bist du denn da gelandet?

Mein Partner wollte unbedingt an der Uni da studieren, und ich war grad mit meinem Doktor fertig, und wusste nicht, wohin mit mir, und dachte mir, "anderthalb Jahre in Ausland, ist doch eine gute Idee". Dann war er fertig mit dem Studium, und wir hatten noch nichts vom Land gesehen, also dachten wir, wir bleiben noch ein wenig länger. Das war vor 12 Jahren.

Das kenne ich, wir wollten vor 30 Jahren auch nur ein Jahr im Ländle bleiben.


Deine Kurzgeschichte "Prager Absinth" ist ja nicht deine erste Veröffentlichung, was können wir denn noch von dir lesen?

Ich schreibe fast immer Urban Fantasy, mit Ausflügen in benachbarte Genres, (Steampunk, Science Fiction), kehre aber immer wieder zur Urban Fantasy zurück. Meine Hauptreihe ist die Valkyrie-Reihe, eine Urban Fantasy in Stockholm, basierend auf der nordischen Mythologie. Mein Hauptcharakter ist Walküre Frida, die sich nach einem Unfall im modernen Stockholm wiederfindet. Asgard ist verschollen, die wenigen Norsen (nordische Sagenwesen) leben versteckt unter den Menschen und Frida muss rausfinden, was eigentlich passiert ist (da haben wir auch den Zirkelschluss zu den Promillefiles, die Antwort auf die Frage- major Spoiler laut nämlich: nicht saufen und gleichzeitig Fluchtafel schreiben!)




Ich bedanke mich sehr für deinen Besuch, lass uns noch einen trinken und du erzählst mir mehr über Golems und Fluchtafeln und hast du eigentlich Gargoyles gesehen in Prag? Aber das bleibt natürlich unter uns. Meine Leser sollen ja die The ‰-Files - Die Promille Akten und deine anderen Bücher selber lesen.


Fakten über die Akten:
11 im Vollrausch geschriebene Geschichten von Olivia Meyer, Thomas H. Demian, Laurence Horn, Hanna Nolden, Dennis Frey, Claudia Rapp, Tina Skupin, Mark G. Rummel, Anna Holub, Jörg Fuchs Alameda und Nele Sickel.

Der Verlag spendet außerdem alle Gewinne aus dem Verkauf dieser Anthologie für einen guten Zweck.
ISBN: 978-3947550647
Softcover: 222 Seiten
Ebook*: entspricht ca. 222 Seiten
Sprache: Deutsch

Fakten über Tina
Tina Skupin, Jahrgang 1977, wuchs in Völklingen an der Saar auf. Nach einem Zwischenstopp in Halle lebt sie mittlerweile mit Partner und Töchterchen in Stockholm. Sie schreibt vor allem Fantasy mit Schwerpunkt Urban Fantasy sowie Science Fiction. Ihre Hobbys (für die nie genug Zeit bleiben) sind mittelalterliches Schwertfechten (Langschwert) klettern (trotz Höhenangst) und lesen (natürlich