Von der Verlagsseite:
Zwei Schwestern. Die eine kämpft für die Freiheit. Die andere für die Liebe.
Zwei Schwestern im von den Deutschen besetzten Frankreich: Während
Vianne ums Überleben ihrer Familie kämpft, schließt sich die jüngere
Isabelle der Résistance an und sucht die Freiheit auf dem Pfad der
Nachtigall, einem geheimen Fluchtweg über die Pyrenäen. Doch wie weit
darf man gehen, um zu überleben? Und wie kann man die schützen, die man
liebt?
In diesem epischen, kraftvollen und zutiefst berührenden Roman erzählt
Kristin Hannah die Geschichte zweier Frauen, die ihr Schicksal auf ganz
eigene Weise meistern.
Nun habe ich das Buch beendet und ich habe keine der 600 Seiten bereut.
Es geht sicher nicht nur mir so, ab einer gewissen Seitenzahl bin ich etwas skeptisch, schafft der Autor es mich über die gesamte Zeit zu unterhalten oder verliert er sich in endlosen und langweiligen Beschreibungen nur um die Seite zu füllen und trotzdem stürze ich mich in ein Buch sobald der Klappentext mich überzeugt und diesmal hatte ich Schwierigkeiten mich loszureißen, die Nächte sind zu kurz für dieses Buch, Kristin Hannah entführte mich in die jüngere Geschichte eines mir völlig fremden Landes das doch so eng mit der deutschen Geschichte verknüpft ist mir war natürlich klar das Frankreich recht früh kapitulierte aber die Folgen für die Bevölkerung waren mir nicht bewusst. Die hat mir die Autorin am Beispiel der Schwestern Vianne und Isabelle, die unterschiedlicher nicht sein könnten, die als Kinder ihre Mutter verloren hatten und schon damals unterschiedlich auf den Verlust reagierten, während Vianne angepasst und ruhig wird, rebelliert Isabelle gegen alles und jeden und kämpft um die Liebe des Vaters und der Schwester.
So ist es nicht verwunderlich das auch der weitere Lebensweg der jungen Frauen verschieden ist, Vianne hält sich zurück, sie arrangiert sich mit den deutschen Besatzern, tut alles um nicht aufzufallen um ihre Tochter zu schützen. Isabelle hingegen setzt alles aufs Spiel um die Deutschen zu bekämpfen.
Trotz eingestreuter geschichtlicher Fakten, ist Die Nachtigall zu keiner Zeit langweilig im Gegenteil sie tragen viel zum Verständnis des Romans und den Handlungen der Frauen bei.
Trotz aller Emotionen, ist Die Nachtigall niemals kitschig und das ist mir persönlich sehr sehr wichtig.
Ich gebe für dieses Buch eine absolute Leseempfehlung.
Übersetzt von
Karolina Fell
Gebunden mit Schutzumschlag, 608 Seiten
Rütten & Loening
978-3-352-00885-6
Verfügbar ab: 19.09.2016
Deine Aufgabe besteht nun darin, ein Elfchen zum Roman „Die
Nachtigall“ zu schreiben, auf deinem Blog zu veröffentlichen und mir den
Link zum Artikel zuzuschicken. Du könntest beispielsweise ein Gefühl
aufnehmen, das in dem Buch vorkommt oder das dir ausgelöst wurde. Oder
schreibe ein Elfchen über die Nachtigall, oder oder oder … bestimmt
fällt dir etwas geeignet ein.
Damit bin ich ja eigentlich hoffnungslos überfordert, ich kann nicht reimen ;o) Gut das sich Elfchen nicht reimen müssen
Also ein „Elfchen“ ist ein Gedicht, das sich aber nicht reimen muss.
Ein Elfchen besteht aus elf Wörtern und 5 Zeilen.
Hoffnung
die unsterbliche
verweht im Wind
lässt bittere Tränen zurück
Verzweiflung
na gut nicht schön, aber so völlig talentfrei wie ich bin, lasse ich das für mich mal gelten ;o)
Spoilerwarnung - bitte beachte, dass in den Fragen zentrale Inhalte des Buches verraten werden.
1.
Die Schwestern Isabelle und Vianne gehen ganz unterschiedlich damit
um, dass Krieg herrscht. Isabelle reagiert mit Wut und Protest und
riskiert ihr Leben, um sich der Résistance und dem Kampf gegen die
Nazi-Okkupation anzuschließen. Bei Vianne dominieren hingegen Angst und
Vorsicht, schon allein um ihrer Kinder willen bemüht sie sich, jegliche
Konflikte zu vermeiden. Welches Verhalten beeindruckt dich mehr, welchen
Weg findest du für dich persönlich besser nachvollziehbar oder
verständlicher?
Ich kann beide Schwestern verstehen. Ungebunden und ohne die Verantwortung für Kinder dazu noch jung, würde ich hoffentlich auch alles was mir möglich ist, die Nazis bekämpfen. Vianne hingegen, darf nicht im Großen denken, sie muss ihre Familie schützen, besonders die Kinder, denn wenn ihr was passiert, wer kümmert sich um die Kinder, als Mutter von kleinen Kindern würde ich auch alles tun um nicht aufzufallen.
2.
Die beiden Schwestern erleben und leben die Liebe ganz
unterschiedlich. Vianne liebt wie eine erwachsene Frau, als Ehefrau und
Mutter, die für ihre Familie sorgt; Isabelles Liebe hingegen ist
stürmisch und impulsiv, mehr der Traum eines jungen Mädchens denn
schlichte Realität. Wie hat Isabelle wohl das Gefühl, in der Kindheit
verlassen worden zu sein, geprägt? Inwiefern führt Viannes mütterliche
Liebe sie zu Mut und Tapferkeit, zur Rettung der jüdischen Kinder? Was
lässt die beiden Schwestern wieder zueinander finden, ist es die Liebe –
oder der Krieg?
3.
Nimm dir Zeit, um über Beck nachzudenken. Ist er ein Charakter, der
bei dir Sympathie ausgelöst hat? Hattest du den Eindruck, dass er ein
guter Mensch war, oder wollte er einfach nur Vianne verführen? Was
denkst du über sein Ende?