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Dienstag, 13. August 2019

Der Kinderflüsterer von Alex North

Inhalt: Tom will nach dem Tod seiner mit seinem Sohn einen Neuanfang und kauft ein Haus in der kleinen Stadt Featherbank. Tom hofft, das sich dort die Beziehung zwischen ihm und Jack verbessert und das  das introvertierte Kind in der neuen Umgebung aus sich herauskommt.
Was Tom nicht weiß, vor 25 Jahren wurden 5 Kinder aus Featherbank verschleppt und vom Kinderflüsterer Frank Carter ermordet.
Zwar wurde Frank Carter gefasst und verurteilt doch er hat niemals verraten wo sich die sterblichen Überreste seines letzten Opfers befinden, das quält den Detektiv Pete Willis bis heute. Immer wieder besucht er den Mörder im Gefängnis um neue Informationen zu bekommen.
Dann verschwindet erneut ein Kind und Jack hört ein Flüstern.

Das hört sich wahnsinnig spannend an und das ist es auch, allerdings leider nicht durchgehend.
Immer wenn der Autor zum wiederholten Male von der schwierigen Beziehung zwischen Tom und dem 7jährigen Jack erzählt. Jack lebt sehr in seiner eigenen Welt, er malt lieber als das er mit anderen Kindern spielt und er hat nur eine gute Freundin, ein imaginäres Mädchen, das ihn vor dem Kinderflüsterer warnt. Tom hadert mit sich, seiner Schreibblockade, mit dem Leben an sich und doch versucht er sein Bestes.Das waren aber auch schon fast mein einziger Kritikpunkte, nicht die Tatsache das der Autor die Beziehung und Probleme zum Thema macht sondern das er es so oft wiederholt.

Einen habe ich dann doch noch, mir war sehr schnell klar, wer der neue Kinderflüsterer wohl sein wird, ab dem Zeitpunkt war dann eigentlich nur noch die Frage, wie dieser aufgehalten werden kann und was seine Motive sind.
Die einzelnen Kapitel sind eher kurz und jeweils aus der Sicht eines anderen Protagonisten geschrieben, das macht die Story interessant, bekommt man doch einen tieferen Einblick in das Seelenleben der handelnden Personen.
Der Kinderflüsterer ist ein Debüt und dafür ist es wirklich gut gelungen, ich bin gespannt was wir von dem Autor noch zu lesen bekommen.

  • Broschiert: 448 Seiten
  • Verlag: Blanvalet Verlag; Auflage: Deutsche Erstausgabe (29. Juli 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3764507101
  • ISBN-13: 978-3764507107



Mittwoch, 2. August 2017

Heartware von Jenny-Mai Nuyen

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Inhalt:
In einem bolivianischen Bootcamp für schwererziehbare Jugendliche, lernt Adam Eli, Willenya kennen und lieben. Nach ihrer Flucht aus dem Camp werden sie bei einem Einbruch erwischt und Willenya lässt Adam im Stich. Er verbringt 2 harte Jahre in einem bolivianischen Gefängnis.
Jahre nach seiner Rückkehr, hört er das erste Mal wieder etwas von Willenya, ihm wird die Aufzeichnung einer Therapiesitzung zugespielt mit dem Versprechen mehr zu erfahren wenn er sich auf die Suche nach Will macht, die den Prototyp einer künstlichen Intelligenz gestohlen haben soll.

Meine Meinung:
ich hätte das Buch nach den ersten Seiten fast wieder an die Seite gelegt. Der erste Satz des Klappentextes lautet: Adam Eli hat seine Chance genutzt: Er ist erfolgreicher Ghostwriter, tut alles, um seine kriminelle Jugend vergessen zu machen.
Adams Arbeit in der Gegenwart besteht darin, Bacheleorarbeiten und dergleichen für andere zu schreiben, das ist nicht minder kriminell als Medikamente verticken und Einbruch.
Aber nun gut, ich wollte doch wissen wie es weiter geht. Und das Buch konnte mich definitiv überzeugen, die Autorin konnte die Spannung zwar nicht immer halten, aber dies glich sie durch die Beschreibung der Charaktere wieder aus, immer wieder erzählt sie von den einzelnen Personen, so das ich immer mehr wissen wollte und unbedingt erfahren musste wie alles zusammenhängt, ob Adam Willenya noch liebt oder ob er nur einem längst vergangenen Traum nachjagt und nur noch erfahren kann warum sie ihn im Stich ließ. Jenny-Mai Nuygen verwebt die Schicksale vieler Charaktere miteinander und man muss sehr aufpassen und konzentriert lesen um nicht den Überblick zu verlieren, ich werte das als Pluspunkt, seichte Literatur die ohne größere Anstrengung zu lesen ist gibt es genug und seicht ist das Buch nicht, es beschäftigt sich mit einem Thema, dass schon seit langem ein kleiner Menschheitstraum ist: Künstliche Intelligenzen, ein Thema, über dass man sicher endlos diskutieren kann und das diesem Buch eine von mir so nicht erwartete Tiefgründigkeit verleiht. Mit kleinen Abzügen, wegen der erwähnten Längen und dem meiner Meinung nach nicht stimmigen Klappentext, halte ich das Buch für wirklich lesenswert.

Mit einem Klick auf das Cover gelangt ihr direkt zur Verlagsseite.

  • Broschiert: 416 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag; Auflage: 1 (21. Juli 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499267071
  • ISBN-13: 978-3499267079

Samstag, 8. April 2017

Demut von Mats Olsson

Zur Verlagsseite
Inhalt: Der Ex Journalist Harry findet, nach einer missglückten Verabredung im Nachbarzimmer seines Hotelzimmers ,die Leiche einer Frau neben dem völlig betrunken Musiker Tommy Sandall.
Die Polizei kommt nicht so recht voran in dem Fall und Harry behält einige informationen für sich. Als es zu einem ähnlichen Mord kommt, ist sich Harry sicher das ein Serientäter sein Unwesen treibt.

Meine Meinung:
Mats Olssons Debütroman Demut, kann ich mit Fug und Recht als gelungen bezeichnen, zwar dauert es etwas bis die Handlung richtig Fahrt aufnahm, aber als es dann soweit war, bescherte mir das Buch Spannung pur.
Harry, ist ziemlich sarkastisch und da der Autor es geschafft hat, dies sehr natürlich rüber zubringen, gefiel mir das sehr. Der Schreibstil des Autors ist sehr ausführlich, da er seine Worte aber sehr geschickt wählt, wird das nicht langweilig oder langatmig, ich konnte mich treiben lassen, solange ich mich gleichzeitig auf das was ich las konzentrierte. Vielleicht hätten es weniger Seiten auch getan, vielleicht wäre noch mehr Spannung aufgekommen, wenn Mats Ollson auf einige Bildreiche Beschreibungen verzichtet hätte, aber wahrscheinlich hätte ich dann etwas vermisst. Ich mag den Schreibstil.Das Thema ist vielleicht nicht für jeden etwas, lässt Ollsons uns doch teilhaben an den sexuellen Vorlieben Harrys, die ihn mit dem Mörder verbinden.
Von mir bekommt das Buch eine Leseempfehlung.
Wenn ihr mehr über den Autor und sein Buch erfahren wollt, ein Klick auf das Cover bringt euch direkt zum Verlag.

  • Broschiert: 736 Seiten
  • Verlag: btb Verlag (27. Februar 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • Übersetzer:Leena Flegler
  • ISBN-10: 3442714648
  • ISBN-13: 978-3442714643
  • Originaltitel: Straffa och låta dö

Mittwoch, 22. Mai 2013

Nebelflut von Sarah Wedler und Nadine d`Arachart




Vor 19 Jahren verschwand die kleine Amy Namara aus ihrem Elternhaus, ohne das die Polizei verwertbare Spuren fand, als die blutigen Kleider der Kleinen gefunden werden, rollen die Polizisten Sean, der damals schon ermittelte und Brady ein ungestümer Neuling, den Fall neu auf, und entdecken auf einer abgelegenen Farm eine grausam zugerichtete Leiche, nur der Beginn einer Mordserie die mit Amys Verschwinden zusammenhängen zu scheint.
Schnell gerät Patrick, Amy älterer Bruder in Verdacht, die neuen Morde aus Rache an den Entführern seiner Schwester begangen zu haben.
Immer mehr Beweise gegen ihn tauchen auf, die er nicht wirklich entkräften kann.

Nadine d Arachart und Sarah Wedler, haben in perfekter Harmonie einen Thriller geschaffen, der von der ersten bis zur letzten Seite absolut fesselnd ist, von der Beschreibung der irischen Landschaft,   den Feinheiten der Personenbeschreibungen und  den Ermittlungen der Polizei bis zu der schlüssigen und logischen Auflösung der Mordfälle und dem Verschwinden Amys, kam nicht eine Sekunde Langeweile auf, im Gegenteil, das Buch ist ein absoluter Pageturner.
Ich kann hier eine uneingeschränkte Leseempfehlung aussprechen, für ein Buch das den Titel *Thriller* absolut verdient und das dem Leser etwas bietet was in diesem Genre nicht unbedingt gegeben ist, eine intelligente Geschichte geschrieben von einem Autorenduo, dem man die Freude am Schreiben auf jeder Seite anmerkt und von dem man hoffentlich noch viel mehr lesen kann.

  • Broschiert: 219 Seiten
  • Verlag: Telescope (22. März 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3941139525
  • ISBN-13: 978-3941139527

Montag, 6. Mai 2013

Stirb, mein Prinz von Tania Carver



Klappentext:

Ein altes Haus soll abgerissen werden. Da entdecken die Arbeiter etwas Grauenhaftes im Keller: einen Käfig aus Menschenknochen. Und darin ein verwahrlostes Kind. Wer ist dieser Junge? Wer hat ihm das angetan? Mit ihren Ermittlungen stören Kommissar Phil Brennan und Profilerin Marina Esposito einen kaltblütigen Menschensammler, der seit mehr als dreißig Jahren einem grausamen Ritual folgt. Und dieser Killer duldet keine Einmischung. Er will den Jungen zurück.

Meine Meinung:
Zuerst mal, wer sich den deutschen Titel ausgedacht hat, gehört geschlagen über 500 Seiten und kein Bezug zum deutschen Titel, im Gegensatz zum Originaltitel
Cage of Bones, besser wäre gewesen den Titel direkt zu übersetzen oder beim Original zu bleiben, nun egal,  dem Lesevergnügen steht der Titel nicht im Weg das Buch ist absolut fesselnd geschrieben, es hat ein schockierend realistische Story und bietet einen Blick in die Abgründe der menschlichen Seele, ein Blick auf Wahnsinn und Gier.

Zum Inhalt. Bauarbeiter besichtigen ein Abbruchhaus doch was als Routinejob beginnt endet in einem grausamen Kriminalfall, ein kleiner Junge wird in einem Käfig aus Knochen gefangen gehalten und alle Spuren in seinem Gefängnis deuten darauf hin das er nicht das erste Opfer eines Serienkillers sein sollte, der ein seit Jahrzehnten, immer wiederkehrendes Ritual durchführt.

Ein schwieriger Fall für den Ermittler Phil Brennan und sein Team, die gemeinsam mit der Psychologin Marina Esposito in allen Gesellschaftsschichten bis in die Kreise der Polizei nach dem Täter suchen und dabei einem Verbrecherring auf die Spur kommen der aus einer Visionären Idee, eines Mannes entstand, der das Leben für alle eigentlich verbessern wollte.
Erschwerend für die Ermittlungen kommt hinzu, das Phil während der Ermittlungen unter Angstattacken leidet, schnell wird dem Leser klar, das sein Leben untrennbar mit Fall verbunden ist.
Normalerweise für mich ein Punkt an dem ich ein Buch abbreche, ich will keine Helden mit privaten Problemen die sie bis in ihre Arbeit verfolgen und diese beeinträchtigen, Tania Carver allerdings hat es geschafft, das Leben Phils so geschickt mit dem Fall zu verweben, das das Buch ohne Phils Geschichte nur halb so spannend gewesen wäre und sie hat es geschafft, das seine Vergangenheit seine Arbeit nicht im mindestens beeinträchtigt.
Tania Carver, zeigt auf wozu Menschen fähig sein können wenn sie vom Wahnsinn oder von der Gier nach Macht und Geld gefangen sind.
Stirb mein Prinz, erhält von mir eine absolute Leseempfehlung.
Ich danke dem Verlag für das Leseexemplar.
  • Gebundene Ausgabe: 576 Seiten
  • Verlag: List Hardcover (14. Mai 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3471350780
  • ISBN-13: 978-3471350782
  • Originaltitel: Cage of Bones

Mittwoch, 24. Oktober 2012

Flammenkinder von Lars Kepler

  • Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Hardcover); Auflage: 2 (12. Oktober 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3785724632
  • ISBN-13: 978-3785724637
  • Originaltitel: Eldvittnet

Klappentext:
In einer Einrichtung für suizidgefährdete junge Mädchen im Norden Schwedens wird eine Zwölfjährige ermordet aufgefunden - aufgebahrt in einem Bett, mit beiden Händen vor dem Gesicht. In der gleichen Nacht wird eine Krankenschwester brutal erschlagen. Niemand hat etwas gesehen. Als in einem Zimmer ein blutverschmierter Hammer gefunden wird, scheint der Fall aufgeklärt, doch das Mädchen, das dort lebte, ist verschwunden. Ihm ist es gelungen, in einem Auto zu fliehen. Für die Polizei beginnt damit ein dramatischer Kampf gegen die Zeit, denn in dem Wagen saß ein kleines Kind. Das Auto wird kurze Zeit später in einem Fluss in der Nähe entdeckt, und die Mörderin gilt auf tragische Weise als überführt. Nur Kriminalkommissar Joona Linna ist skeptisch. Zu viele Fragen sind noch offen. Was war das Mordmotiv? Und warum wurde eines der Opfer so merkwürdig aufgebahrt?

Meine Meinung:
In einem Jugendheim für Mädchen geschehen zwei Morde, die Erzieherin Elisabeth und das Mädchen Miranda werden grausam erschlagen, ein Mädchen, Vicky, verschwindet.Um die örtliche Polizei zu unterstützen wird der Kriminalkommisar Joona Linna an den Tatort geschickt, obwohl er nur *Beraten* soll, lässt ihn der Fall nicht los und er beginnt zu ermitteln.
Dem Autoren Duo Kepler ist meiner Meinung nach ihr bisher bestes Buch gelungen, eine von vorne bis hinten ausgeklügelte Story, die zu keiner Zeit langweilig wurde, Handlungstränge die sich zum Ende schlüssig zusammenfügen und ein Ermittler wie man ihn sich wünschen würde käme man in irgendeiner Weise mit einem Verbrechen in Berührung, hartnäckig,klug und einfühlsam geht Jonna Linna trotz aller Widerstände von Seiten der zuständigen Beamten, jeder Spur nach um am Ende, den für mich völlig überraschenden Täter, zu stellen.Einen kleinen Kritikpunkt habe ich allerdings, alle Ermittler mit denen Joona Linna zu tun bekommt sind unfähig oder unwillig zur Kooperation, das zieht sich vom ersten Polizisten vor Ort bis zur Staatsanwaltschaft, dies mag dem Umstand geschuldet sein, Linna als Lichtgestalt dazustellen, war in dem Ausmaß allerdings etwas zu viel des Guten.
Der flüssige Schreibstil ließ das Buch kürzer erscheinen als es mit über 600 Seiten in Wahrheit ist. Durch einen kurzen Blick auf das was in Zukunft geschieht, wird der Leser auf das hoffentlich bald erscheinende nächste Buch gemacht.
Eine absolute Leseempfehlung von mir, auch da es meiner Meinung nach nicht zwingend nötig ist die Vorgängerbände zu lesen.

Donnerstag, 13. September 2012

Dunkler Wahn von Wulf Dorn

Dunkler Wahn
www.heyne.de
ISBN: 978-3-453-26705-3

 Klappentext:
Sie liebt. Sie lauert. Sie tötet
Ein Rosenstrauß ohne Absender. Geschenke vor der Haustür. Briefe unter dem Scheibenwischer ... Der Psychiater Jan Forstner wird von einer Unbekannten mit Liebesbezeugungen überhäuft. Anfangs glaubt Jan noch an die harmlose Schwärmerei einer ehemaligen Patientin. Doch dann bittet ihn ein Journalist um Mithilfe im Fall einer geistig gestörten Person und wird kurz darauf ermordet. Jan erkennt, dass er ins Visier einer Wahnsinnigen geraten ist. Und seine Verfolgerin schreckt vor nichts zurück.

Meine Meinung:
Der Schreibstil und die Wortwahl des Autors sind routiniert und ermuntern zum weiter lesen, allerdings hatte ich immer das Gefühl * das habe ich doch schon mal gelesen* Der dunkle Wahn birgt kaum eine Überraschung, weder das Thema noch die Umsetzung sind wirklich neu, dazu kommt das ich mich mit den Hauptfiguren nicht identifizieren konnte und auch nur wenig Sympathien aufbauen konnte.Des weiteren hatte ich immer das Gefühl, ich hätte den Vorgängerroman lesen sollen um die Personen kennenzulernen, es gab immer wieder Andeutungen auf Jans Vergangenheit, das Schicksal seines Bruders und die ersten Treffen mit Carla, seiner Freundin. Da hätte ich mir mehr Aufklärung gewünscht.
Warum ich das Buch dann trotzdem rezensiere und so gar eine Leseempfehlung ausspreche, ist dem Ende geschuldet.
 Nachdem Wulf Durn, seine Leser häufiger auf eine falsche Spur geschickt hat,es tauchen mehrere verdächtige Frauen auf, die Jan mehr oder weniger auffällig Avancen  machen, ist die Auflösung tatsächlich sehr überraschend und originell, niemals hätte ich mit der Person als Tätern gerechnet und auch nicht mit ihren Beweggründen, es deutete auch nichts auf diese Person hin, die weder in ihren Gedanken noch Taten verriet, das sie es sei die Jan stalkt und schon diverse Morde beging.
Aber mehr wird natürlich nicht verraten.








Montag, 23. April 2012

Schnitt. Marc Raabe

 
 
 
 
 
 
 
Ullstein
ISBN: 9783548284354

 

 

Der 11jährige Gabriel beobachtet im Keller seiner Eltenhauses, etwas das sein Leben und das seiner Familie für immer verändert und zerstört. 30 Jahre später, Gabriel hat die Vorkommnisse verdrängt und beginnt langsam sich ein normales Leben mit seiner Freundin Liz aufzubauen, wird Liz entführt  muss sich Gabriel , ihr Entführer will Rache nehmen an Gabriel und um sie zu retten muss er sich erinnern und seiner Vergangenheit stellen.

Meine Meinung:
Das war ein beeindruckendes Erstlingswerk, nach und nach führt uns der Autor in Gabriels Leben in sein jetztiges und in seine Vergangenheit. Was die Leseprobe versprach hält der Roman mühelos, Spannung auf jeder Seite,  eine atemberaubende Story, die sich völlig anders entwickelt als ich Aufgrund der Leseprobe erwarten hatte (dafür gibts von mir ein extra Sternchen) und deswegen ein für mich unerwartetes Ende wie es spannender kaum sein konnte.Marc Raabe bringt seinen Lesern die handelnden  Personen sehr nah, wie ich schon in meinem Leseeindruck schrieb,stand ich mit dem 11jährigen Jungen auf der Kellertreppe und spürte seine Angst und dieses Gefühl der Nähe blieb mir während des gesamten Buches erhalten.
Alles in Allem ein absolut empfehlenswertes Buch, von einem Autor den ich sicher im Auge behalten werde.

Sonntag, 26. Februar 2012

Das Alphabethaus von Jussi Adler OLsen

  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423248947
  • ISBN-13: 978-3423248945
  •  
Der Absturz zweier britischer Piloten hinter den feindlichen Linien …
Ein Krankenhaus im Breisgau, in dem psychisch Kranke als Versuchskaninchen für Psychopharmaka dienen …
Die dramatische Suche eines Mannes nach seinem Freund, den er dreißig Jahre zuvor im Stich gelassen hat …
»Eine unfassbare Geschichte: die Schrecken des Krieges und das Schicksal psychisch zutiefst beschädigter Patienten einer Nervenheilanstalt auf der einen Seite, die Freundschaft zweier englischer Piloten und die Suche nach einem Verschwundenen auf der anderen, gehört zum Besten, was Jussi Adler-Olsen je geschrieben hat. Wie er das groteske Elend der Patienten einer Nervenklinik als Folge des Krieges schildert, ist anrührend und beklemmend zugleich. Man liest das Buch mit allen Sinnen.« Ingrid Brekke in ‚Aftenposten‘ 

Meine Meinung:
Jussi Adler-Olsens Roman über die schrecklichen Erlebnisse zweier britischer Piloten, in einem deutschen Lazarett ist berührend und schlafraubend, man will das Buch nicht mehr aus Hand legen, weil man einfach wissen muss, wie es Bryan und James ergeht, die sich nach dem Absturz ihres Flugzeuges in einen Lazarettzug retten konnten und über Monate als Simulanten in einem Freiburger Krankenhaus um ihr Leben kämpften, die von ihnen gestohlenen Papiere weisen sie als hochrangige SS Offiziere aus, die mit einem psychischen Schaden von der Front kamen, das rettet ihnen das Leben und stürzt sie direkt in die Hölle aus Medikamentenversuchen und Mitpatienten, die nur auf das Ende des Krieges warten um gestohlene Beutekunst verkaufen zu können und James und Bryan verdächtigen zu viel zu wissen.
3o Jahre später kreuzen sich die Wege der *Simulanten* wieder.

Freitag, 4. November 2011

Mein wirst du bleiben von Petra Busch

 Weltbild
ISBN-10: 3868009884
ISBN-13: 9783868009880

Miriam will ihre Mutter Thea ganz für sich, schon immer, um jeden Preis. Als diese bei einem schweren Unfall das Gedächtnis verliert, geht Miriam ganz in der Pflege auf. Auch wenn Thea von ihrer Tochter nichts mehr weiß. Hauptsache, Thea bleibt immer bei ihr in der Wohnung, dann kann nichts passieren. Dann wird Miriam nicht verlassen. Doch zwei Morde in der Nachbarschaft zerstören das erzwungene Idyll. Dass Hauptkommissar Ehrlinspiel das Leben der Opfer und Nachbarn durchleuchtet, macht Miriam ganz nervös. Als Thea aus ihrem goldenen Käfig ausbricht und in brütender Hitze durch Freiburg irrt, ahnt sie nicht, dass sie in großer Gefahr schwebt.

Meine Meinung:
Ja meine Meinung, was halte ich von einem Buch, in dem viele Menschen sterben, und in dem einiges an überflüssigem steht, so viel das, als ich aus versehen 50 Seiten überschlagen hatte, das erst mal nicht merkte ?
Das Buch ist nicht schlecht, also die Idee, an der Umsetzung könnte man noch feilen, aber der Autorin sei zugute gehalten, das es sich erst um ihren 2 Roman handelt und sie vielleicht zu viel auf einmal wollte.

Schnell wird dem Leser klar, das mit Thea etwas nicht stimmt, zu schnell ging ihre Genesung aus dem Wachkoma, also um etwas zu verraten, Thea ist nicht Thea aber das wird erst ziemlich zum Schluß aufgeklärt, das ihre vermeintliche Tochter Miriam geistig mehr als verwirrt ist, ist dem Leser schon bald klar und das diese Verwirrtheit etwas mit ihrer schweren Kindheit zu tun hat auch.
Die Personen sind zwar alle gut und ausführlich beschrieben, aber sie kamen mir doch nicht nahe, ich konnte zu den Hauptpersonen keine Beziehung aufbauen, außer zu denen die mich genervt haben, was auch an den vielen Wiederholungen lag, ich hatte spätestens beim dritten Mal begriffen, das einer der Ermittler ein fauler, dicker Hund war, das die Hausmeisterin eine nervige Ziege und die Sprechstundenhilfe (ebenfalls zu dick) eine vereinsamte Alkoholikerin ist.Den Handlungsstrang mit der Sprechstundenhilfe fand ich am überflüssigsten, er trug weder zur Auflösung noch zum Spannungsaufbau bei.

Freitag, 28. Oktober 2011

Cruel von Gregg Olsen

Klappentext:

Lodernder Hass Als das Haus ihrer Familie in Flammen aufging, war Hannah Griffin dreizehn Jahre alt. Im Garten machte die Polizei damals einen grausigen Fund: mehrere Leichen, darunter Hannahs Brüder und ihre Mutter. Zwanzig Jahre später – Hannah ist inzwischen glücklich verheiratet, Mutter einer Tochter und CSI-Detective – glaubt sich die junge Frau weit entfernt von den Schrecken der Vergangenheit. Bis sie eines Tages ein anonymes Paket zugestellt bekommt. Inhalt: ein Paar verkohlter Kinderschuhe. Hat der Killer noch eine Rechnung offen? Oder versucht jemand anders die brutale Wahrheit ans Licht zu zerren? 

Meine Meinung:

Ein durchaus spannender Thriller, der zwar keine wirklichen Überraschungen bereit hält, aber als Lektüre zwischendurch einige unterhaltsame Lesestunden bietet. Die Personen in Gregg Olsens Roman sind detailliert und liebevoll gezeichnet, Hannah ist eine sympathische Person, mit der man mitleidet und der man wünscht das sie ihre Vergangenheit ohne weiteren Schaden an Leib und Seele verarbeiten kann.

Donnerstag, 20. Oktober 2011

Level 9 von David Morrell

 Nachdem ich vor Ewigkeiten mal Creepers, den Vorgänger von Level 9 gelesen habe, dachte ich mir *So schlecht kann es nicht werden*



Level 9 von David Morrell
erschienen im Knaur Verlag

http://www.droemer-knaur.de/buecher/Level+9.190471.html

Frank Balenger kommt nicht dazu, sich von den traumatischen Ereignissen im Paragon Hotel zu erholen: Seine Freundin Amanda wird von einem psychopathischen Videospiel-Designer entführt und in
ein unzugängliches Hochtal in Wyoming verschleppt. Dort wird sie zusammen mit vier weiteren Opfern zu einem tödlichen Spiel gezwungen. Wer sich weigert, wird in die Luft gesprengt. Über neun Levels sollen sich die »Teilnehmer« bis zu einem mysteriösen »Grabmal der weltlichen Begierden« vorarbeiten und dessen Geheimnis enträtseln. Doch immer mehr »Spieler« bleiben auf der Strecke. Nur Frank kann Rettung bringen. Als Einziger hat er den teuflischen Plan durchschaut.

Kurz zum Inhalt:

Die Mitspieler fallen reihenweise dem Gamemaster, einem psychopathischen Videospielentwickler zum Opfer,oder auch sich selber indem sie zu fliehen versuchen oder sich gegenseitig umbringen. Der Gamemaster hetzt sie sie durch ein abgelegenes Tal , auf die Suche nach dem *Grabmal der weltlichen Begierden* einer Zeitkapsel die in der Nacht zum Jahr 1900 von einem verrückten Wanderprediger versteckt wurde.
Frank erhält Hinweise vom Gamemaster, die ihm den Aufenthaltsort der Gruppe verraten und eilt zu Hilfe.

Meine Meinung:

Nein es wurde nicht schlecht, gut das was passiert ist relativ vorhersehbar, aber der Schreibstil des Autors ist recht spannend und flüssig, die Auflösung des wieso,weshalb, warums, war meiner Meinung nach, sogar recht originell.

Sonntag, 16. Oktober 2011

Ohne jede Spur von Lisa Gardner

Ohne jede Spur von Lisa Gardner
  • Verlag: rororo; Auflage: 2 (1. August 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 349925557X
  • ISBN-13: 978-3499255571
Klappentext:

Das Böse schläft direkt nebenan ... Eine junge Frau verschwindet mitten in der Nacht – ohne jede Spur. Hübsch, blond, liebevolle Ehefrau und Mutter, Lehrerin, beliebt bei ihren Schülern. Als Detective Sergeant Warren das Haus in der idyllischen Vorstadtsiedlung Bostons betritt, scheint der Fall klar: Intakte Schlösser, keine Spuren eines Kampfes oder Einbruchs – Sandra Jones hat ihre Familie verlassen. Die Medien stürzen sich auf den Fall. Und schon bald sieht alles anders aus: Der Ehemann benimmt sich höchst verdächtig, die Tochter hütet ein Geheimnis, Nachbarn und Bekannte verstricken sich in Widersprüche. Und auch Sandra Jones’ Fassade bröckelt ...  

Meine Meinung:

Es dauert lange, bis der Leser dahinter kommt, worum es eigentlich geht, aus welchem Grund sich Sandra und ihr Ehemann Jason in ihrem Haus verriegeln und verrammeln und sich näheren Kontakten oder gar Freundschaften entziehen und bis es soweit ist, spekulieren die ermittelnden Beamten und die Leser, was genau passiert sein könnte.Langatmig und stellenweise langweilig führt Lisa Gardner uns durch die Geschichte immer wieder liest man wie kühl der Ehemann reagiert und wie wenig er die Suche nach seiner Frau unterstützt und wie missverstanden der 2. Verdächtige, ein in der Nachbarschaft wohnender verurteilter Sexualstraftäter doch wird.Jason macht sich, auch für den Leser verdächtig, indem er seinen Computer verschwinden lässt, und niemand etwas über seine Vergangenheit weiß.

Ich habe das Buch irgendwann nur noch quer und den Schluss gelesen, weil mir der Schreibstil nicht zusagte.

Donnerstag, 13. Oktober 2011

Die Hexen von Salem Falls von Jodi Picoult

Leider kein Bild

Die Hexen von Salem Falls

Jodi Picoult

  • Verlag: Kabel Verlag (2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3822505870
  • ISBN-13: 978-3822505878

Salem Falls, Neuengland - einst verbreiteten Hexenprozesse in dem verschlafenen Provinznest Angst und Schrecken. Als der Fremde Jack St. Bride auftaucht, zerbricht die trügerische Idylle aufs neue, und die Vergangenheit lebt noch einmal auf. Salem Falls, die weißen Türme kleiner Holzkirchen ragen in den Himmel. Nichts erinnert mehr an die dunklen Tage der berüchtigten Hexenjagden, die hier einst stattfanden. Als der Zufall Jack St. Bride in das malerische Provinzstädtchen verschlägt, möchte er nur eines - seine eigene Vergangenheit für immer begraben. In dem Cafe der alleinstehenden Addie Peabody findet er Arbeit, und schon bald wird Jack unentbehrlich in Addies Laden und in ihrem Leben. Doch dann erscheint die junge Gillian, der übersinnliche Kräfte nachgesagt werden und die sich okkultistischen Ritualen verschrieben haben soll. Mit ihr kehren die dunklen Schatten aus Jacks früherem Leben wieder zurück - und Salem Falls verwandelt sich noch einmal in den Schauplatz einer erbarmungslosen Hexenjagd, der Jack verzweifelt zu entkommen versucht.

Meine Meinung:
Frau Picoult und ich werden keine Freunde, zumindest nicht was ihre Bücher angeht, ich werde zwar immer wieder von den Klappentexten ihrer Bücher verführt, aber nach spätestens 200 Seiten ist Schluss, so auch bei diesem, waren die ersten Seiten noch interessant verlor ich spätestens beim unvermeidlichen das Interesse.
Jack, der als zu unrecht verurteilter Kinderschänder in das kleine Städtchen Salem Falls zieht, dort Arbeit als Tellerwäscher findet und sich in seine leicht durchgeknallte Chefin verliebt,glaubt  unerkannt leben zu können doch als seine vermeintliche Tat ans Licht kommt versuchen die aufgebrachten Bewohner von Salem Falls ihn mit Gewalt aus der Stadt zu vertreiben und dann  gerät er auch noch ins Visier der minderjährigen Gillian einer durchtriebenen Freizeithexe die sich in ihn verliebt. Gillian und ihre Freundinnen betreiben Magie, mehr oder weniger erfolgreich. Als Gillian mit gestohlenem Belladonna einen Halluzinogenen Trank herstellt und ein Beltanerituale im Park durchführt bezichtigt sie Jack der zufällig Zeuge der Aktion wird, der Vergewaltigung.

 Ja und dann geht es eben los, Jack wird der Prozeß gemacht, ein paar wenige Freunde halten zu ihm, ein zugezogener Staranwalt übernimmt seine Verteidigung.
Jodi Picoult schreibt  gewohnt routiniert über ein brisantes Thema, ihrem Schreibstil kann ich durchaus etwas abgewinnen, aber ihre Bücher sind für mich zu vorhersehbar es gibt keine überraschenden Wendungen in diesem Buch für Fans der Autorin sicherlich ein Pageturner, für mich mehr oder weniger verlorene Zeit.

Donnerstag, 6. Oktober 2011

Der Augenjäger von Sebastian Fitzek



ISBN: 978-3-426-19881-0
Droemer
Kurzbeschreibung
Dr. Suker ist einer der besten Augenchirurgen der Welt. Und Psychopath. Tagsüber führt er die kompliziertesten Operationen am menschlichen Auge durch. Nachts widmet er sich besonderen Patientinnen: Frauen, denen er im wahrsten Sinne des Wortes die Augen öffnet. Denn bevor er sie vergewaltigt, entfernt er ihnen sorgfältig die Augenlider. Bisher haben alle Opfer kurz danach Selbstmord begangen. Aus Mangel an Zeugen und Beweisen bittet die Polizei Alina Gregoriev um Mithilfe. Die blinde Physiotherapeutin, die seit dem Fall des Augensammlers als Medium gilt, soll Hinweise auf Sukers nächste „Patientin“ geben. Zögernd lässt sich Alina darauf ein - und wird von dieser Sekunde an in einen Strudel aus Wahn und Gewalt gerissen ...
Über den Autor
Sebastian Fitzek wurde 1971 in Berlin geboren. Gleich sein erster Psychothriller "Die Therapie" eroberte die Taschenbuch-Bestsellerliste, wurde als bestes Debüt für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert und begeisterte Kritiker wie Leser gleichermaßen. Mit den darauf folgenden Bestsellern "Amokspiel", "Das Kind", "Der Seelenbrecher", "Splitter" und "Der Augensammler" festigte er seinen Ruf als DER deutsche Star des Psychothrillers. Seine Bücher werden in vierundzwanzig Sprachen übersetzt. Als einer der wenigen deutschen Thrillerautoren erscheint Sebastian Fitzek auch in den USA und England, der Heimat des Spannungsromans.

Mein Fazit:
Ich war ja erstaunt, dass mir dieses Buch tatsächlich gefallen hat nachdem ich den Vorgänger nach knapp 50 Seiten abgebrochen hatte und auch von den anderen Romanen nicht so überzeugt war, muss ich trotzdem, schon allein wegen der hohen Verkaufszahlen und auch wegen des aktuellen Romans sagen.

Sebastian Fitzek, ist zu Recht einer der erfolgreichsten deutschen Thrillerautoren,

seine Bücher sind immer wieder aufs neue spannend und wendungreich, der Leser kann nie sicher sein was ihn auf der nächsten Seite erwartet, welche Grausamkeit er seinen *Helden* widerfahren lässt, es ist nicht einmal sicher das die Guten ohne Schaden aus seinen Geschichten hervorgehen.

Obwohl der Autor nicht zu meinen Lieblingsautoren zählt, kann ich für dieses Buch nur 5 Sterne vergeben, ich hatte an keiner Stelle das Gefühl, mir fehlen wichtige Informationen aus dem Augensammler, den ich nicht gelesen habe und das ist ein eher seltenes Phänomen wenn Autoren Reihen schreiben und seien sie noch so kurz. Der Autor schreibt, das die Lektüre des Augenjägers den Spaß am Augensammler verderben kann, wenn man das 2. Buch zuerst liest, da könnte er recht haben.

Ich mag gar nichts zum Inhalt verraten, denn da könnte jedes Wort zu viel sein.

Mittwoch, 24. August 2011

Stirb von Hanna Winter

ich habe schon lange kein Buch mehr so schnell durchgelesen, wie dieses.

Hanna Winter schreibt flüssig und versteht es die Spannung bis zum Schluss aufrecht zuerhalten.

Lara, die eigentlich ein Cafe eröffnen wollte wird von einem Serienkiller verfolgt muss diesen Plan allerdings aufgeben und gemeinsam mit ihrer kleinen Tochter, die nach einem Angriff des Serienkiller traumatisiert die Sprache verlor fliehen.

Auf Rügen bauen sie sich ein neues Leben auf, an der Seite von Frank einem Pensionsbesitzer, beginnen sie den Alptraum der Vergangenheit zu überwinden, doch dann geschehen seltsame Dinge und schnell ist klar: Es ist noch nicht vorbei.

Die Autorin legt gerade gegen Ende einige falsche Spuren so das nie sicher war, wem Lara trauen kann und wem nicht und wie so oft liegt der Schlüssel zum Ganzen in der Vergangenheit.

Ich kann das Buch durchaus empfehlen,auch wenn es nicht ganz so blutig war wie die Leseprobe *versprach*

Sonntag, 30. Januar 2011

Das Schweigen der Toten von Todd Ritter

Ein gefesselter Mann, die Augen verbunden. Er lauscht in die Dunkelheit. Er hört Schritte. Er will schreien und kann es nicht.


Seit Menschengedenken hat sich in Perry Hollow kein Gewaltverbrechen ereignet. Doch an diesem Morgen wird ein Bürger des kleinen Ortes gefunden: in einem Sarg, die Lippen zugenäht, der Körper ausgeblutet. Während sich Kat Campbell, Sheriff der kleinen Stadt, an die Ermittlungen macht, geht bei der Perry Hollow Gazette der Text für eine weitere Traueranzeige ein. Todeszeit: in einer halben Stunde.

Ich hab das Buch von Vorablesen erhalten .

Ein Serienmörder geht um in Perry Hollow, einem kleinen eigentlich langweiligen Städtchen, in dem nichts passiert und die Polizei eine eher ruhige Kugel schiebt, bis eben auf der Straße ein Sarg gefunden wird, in dem Sarg die Leiche George Winnicks, der wie sich herausstellt, mehr schlecht als recht einbalsamiert wurde.

Schon bevor die Leiche gefunden wurde, erhält der örtliche Nachrufverfasser, Henty Goll, ein Fax, mit demTodeszeitpunkt des Opfers. George bleibt nicht das einzige Opfer und immer bekommt Henry ein Fax mit dem Todeszeitpunkt, der allerdings ganz kurz in der Zukunft liegt .Gemeinsam mit der Polizistin Kat und Nick einem Spezialagenten, versuchen sie den Mörder zu fassen.

Der Autor schafft es nicht ganz, die Personen seines Romans *lebendig* werden zu lassen sie bleiben etwas farblos, das sie alle sehr problembeladen sind ist es auch schwer mitzuleiden, denn das Mitleid muss angesichts der vielen Probleme nach dem Gießkannensystem verteilt werden, da bleibt für den einzelnen nicht viel übrig. Genauso ist es mit den Tatverdächtigen, im Laufe der Geschichte tauchen mehrere davon auf, und alle sind sie mehr oder weniger unsymphatisch und kaum setzt man sich mit einem der Tatverdächtigen etwas näher auseinander, präsentiert Ritter einen neuen. Meiner Meinung nach etwas zu viel des Guten. Der Showdown ist wie nicht anders zu erwarten Genretypisch, die Guten bringen den Bösen zur Strecke.Positv fand ich allerdings, das sich keine Liebesgeschichte zwischen Kat und einem der männlichen Hauptpersonen entwickelt, sollte der Autor vorhaben weitere Bücher mit diesen Personen zu schreiben, so hoffe ich das es dabei bleibt.

Mein Fazit: Nicht ganz der erwartete Pageturner, aber auch nicht so schlecht das man nicht weiterlesen möchte, für zwischendurch völlig OK.

Donnerstag, 18. März 2010

Entrissen von Tania Carver

Klappentext:

Der Serienkiller hat zum dritten Mal zugeschlagen. Die Wohnung ist in Blut getränkt,die Tote liegt gefesselt in ihrem Bett. Ihr Körper ist bizarr entstellt.


Wieder ist das Opfer eine schwangere junge Frau. Die Profilerin Marina übernimmt den Fall – und ist entsetzt von der Grausamkeit der Morde. Indizien deuten auf eine Täterin. Aber kann eine Frau so etwas tun? Plötzlich schlägt der Killer wieder zu. Für Marina beginnt ihr ganz persönlicher Alptraum.

Meine Meinung:

Ich bin zu 96% von dem Buch begeistert.

Ohne Vorwarnung stürzt uns die Autorin in die Abgründe des Horrors, mit klaren Worten und ohne Schnörkel beschreibt sie grausame Verbrechen, begangen an wehrlosen schwangeren Frauen, von einem Menschen der die Bezeichnung *Mensch* eigentlich nicht verdient hat, der im Auftrag eines weiteren Opfers ( das selber seit frühster Kindheit die Hölle erlebte) und aus purer Mordlust handelt.

Die Ermittlungen kommen nicht wirklich voran da das Ermittlerteam um Phil Brennan zuerst keine Verbindung der einzelnen Opfer untereinander findet.

Nach und Nach finden sich allerdings alle Handlungsstränge zusammen und als gesamtes ist der Thriller völlig schlüssig.

Besonders gut gefallen haben mir die Kapitel, die aus der Sicht des Mörders und denen des Auftraggebers geschrieben wurden, da diese einen besonders tiefen Einblick in die Hintergründe der Taten liefern.

Nicht ganz so gut gefiel mir die. wohl in Thrillern mittlerweile obligatorische, Liebesgeschichte zwischen Phil und der Psychologin Marina, die ebenfalls schwanger, von Phil, ins Visier des Mörders gerät, ich hatte am Ende das Gefühl das diese Liebesgeschichte nur eingebaut wurde um einen spannenden Schluss schreiben zu können, ich bin allerdings davon überzeugt das die Autorin das auch anders hin bekommen hätte.

Tania Carver ist eine Autorin von der wir sicherlich noch mehr lesen werden, ich freu mich drauf.

Donnerstag, 25. Februar 2010

Stumm von Sam Hayes

Klappentext:
Die Lehrerin Julia Marshall will ein neues Leben beginnen. Ihren Ehemann Murray, den sie seit ihrer Jugend kennt und mit dem sie zwei Kinder hat, hat sie vor kurzem wegen seines Alkoholismus vor die Tür gesetzt, ihre neue Liebe ist David, der freundliche, zuverlässige Arzt ihrer Mutter.


Er verspricht ihr Sicherheit und Halt für die Zukunft. Julias Mutter Mary sagt seit einiger Zeit kein Wort mehr, David kümmert sich rührend um sie und versucht, den Grund für das Schweigen herauszufi nden. Da entdeckt Julia bei einem Spaziergang ihre Schülerin Grace nackt und schwer verletzt im Straßengraben. Das Mädchen kann nichts über ihren Angreifer sagen, es fällt ins Koma und stirbt einige Zeit später. Die Polizei fi ndet nur wenige Spuren, aber alle Indizien weisen darauf hin, dass David der Täter sein muss. Als David verhaftet wird, ist Julia entsetzt. Sie kann nicht glauben, dass ihr so rücksichtsvoller Geliebter einen Mord begangen haben soll. Mit allen Mitteln will sie um ihr Glück kämpfen und Davids Unschuld beweisen. Sie ahnt nicht, dass sie damit ihre Familie in tödliche Gefahr bringt.

Ullstein Taschenbuch
ISBN:
978-3-548-28038-7

Erscheint am 12. Februar 2010

Die Story beginnt, als Julia die übel zugerichtete Grace findet und schon ist der Leser mitten drin in... Ja in was eigentlich? Einem Thriller? oder doch eher einer Familiengeschichte?

Die Geschichte dreht sich um Julia ihre Kinder Alex und Flora ihre Mutter Mary, die nach dem Verbrechen an Grace plötzlich verstummt, ihren zukünftigen Exmann Mann Murray einem Alkoholiker und Anwalt und dem Arzt David.

Und lange Zeit hätte das Buch auch wirklich eine Familiengeschichte sein können, in der eben am Rande ein grausames Verbrechen geschah, bis sich im letzten Drittel die Fäden der einzelnen Personen zusammenfinden, die Gründe für Marys Schweigen zu Tage treten und der versoffene Murray alles tut um die wahren Hintergründe für den Überfall auf Grace zu verbergen um seine Familie zurückzugewinnen, was ihm auch gelingt. Auch wenn der wahre Täter dadurch *ungeschoren* davon kommt

Eher oberflächlich kommen die Charaktere daher, keiner hinterlässt einen bleibenden Eindruck bei mir, das letzte Drittel reicht leider nicht für einen WOW Effekt.

Interessant ist die Erzählweise, immer wieder wechseln die Ich-Erzähler, mal berichtet Mary, dann wieder Julia dann Murray immer im Wechsel, die die selben Ereignisse aus einer anderen Perspektive erzählen.

Alles in Allem verspricht der Klappentext, die Leseprobe und die Genrezuordnung mehr als das Buch halten kann. Schade.

Für das Ende gebe ich dem Buch 2 Sterne.

Freitag, 2. Oktober 2009

Erbarmen / Jussi Adler Olsen

Klappentext:
Und dann kam die Angst …wie ein schleichendes Gift. Sie horchte auf die verzerrte Stimme, die aus einem Lautsprecher irgendwo im Dunklen kam. „Herzlichen Glückwunsch zu deinem Geburtstag, Merete. Du bist jetzt hier seit 126 Tagen, und das ist unser Geburtstagsgeschenk: Das Licht wird von nun an ein Jahr lang eingeschaltet bleiben.


Es sei denn, du weißt eine Antwort: Warum halten wir dich fest?"- Am 2. März 2002 verschwindet eine Frau spurlos auf der Fähre von Rødby nach Puttgarden, man vermutet Tod durch Ertrinken. Doch sie ist nicht tot, sondern wird in einem Gefängnis aus Beton gefangen gehalten.

Wer sind die Täter? Was wollen sie von dieser Frau? Und: Kann ein Mensch ein solches Martyrium überleben?

Carl Mørck, Spezialermittler des neu eingerichteten Sonderdezernats Q bei der Kopenhagener Polizei, kämpft mit diesem Fall einen doppelten Kampf: Den Kampf um das Leben einer jungen Frau. Und den Kampf um die Rückkehr in sein eigenes früheres Leben. Denn dieses Leben ist nahezu ausgelöscht worden an dem Tag, an dem Carl und seine Kollegen bei einem Einsatz schwer verletzt worden waren. Doch sein syrischer Assistent Hafez el-Assad überrascht Carl nicht nur durch unkonventionelle Ermittlungsmethoden, sondern schafft es auch, Carl in die Realität zurückzuholen - in diesem atemlosen Wettlauf um das Leben einer Frau, die längst als tot gilt.

Mein Fazit:

Merete, ein junge aufstrebende Politikerin, verschwindet plötzlich und unerwartet von einer Fähre, die Polizei geht von Selbstmord oder einem Unfall aus, da nichts in ihrem Umfeld auf etwas anderes hindeutet. Der Fall wird zu den Akten gelegt. Fünf Jahre später, wird eine neue Sonderkommission gebildet, die ungelöste Fälle noch einmal aufrollen und bearbeiten soll, zu dieser Sonderkommission wird Carl versetzt, der bei einem Einsatz verletzt wurde und die Folgen davon noch nicht verarbeitet hat, er eckt bei allen Kollegen an und hat auch die Lust an der Arbeit verloren, so ist er auch nicht böse das die *Sonderkommission Q* nur aus ihm und einem Assistenten besteht und im Keller des Polizeikommissariats untergebracht ist.

Es kommt wie es kommen muss, durch Zufall rollt er den Fall *Merete* wieder auf und stellt fest das die Kollegen die vor Jahren den Fall bearbeiteten mehr als schlampig zu Werk gegangen sind.

Der Leser weiß natürlich das Merete noch lebt und unter schrecklichsten Bedingungen gefangen gehalten wird. Leider kann man sich schon recht schnelle die Antwort auf die Frage warum sie entführt wurde und von wem, beantworten.

Aber es bleibt das Mitleiden mit Merete, das Grauen das man empfindet, wenn man sich in ihre Situation hinein versetzt und es ist spannend wie Carl und sein syrischer Assistent Hafez el-Assad, den Tätern, durch teils recht unkonventionelle Methoden, immer näher kommen.

Ich bedauere nicht, diese Buch gekauft zu haben und kann es nur weiterempfehlen.