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Dienstag, 13. August 2019

Der Kinderflüsterer von Alex North

Inhalt: Tom will nach dem Tod seiner mit seinem Sohn einen Neuanfang und kauft ein Haus in der kleinen Stadt Featherbank. Tom hofft, das sich dort die Beziehung zwischen ihm und Jack verbessert und das  das introvertierte Kind in der neuen Umgebung aus sich herauskommt.
Was Tom nicht weiß, vor 25 Jahren wurden 5 Kinder aus Featherbank verschleppt und vom Kinderflüsterer Frank Carter ermordet.
Zwar wurde Frank Carter gefasst und verurteilt doch er hat niemals verraten wo sich die sterblichen Überreste seines letzten Opfers befinden, das quält den Detektiv Pete Willis bis heute. Immer wieder besucht er den Mörder im Gefängnis um neue Informationen zu bekommen.
Dann verschwindet erneut ein Kind und Jack hört ein Flüstern.

Das hört sich wahnsinnig spannend an und das ist es auch, allerdings leider nicht durchgehend.
Immer wenn der Autor zum wiederholten Male von der schwierigen Beziehung zwischen Tom und dem 7jährigen Jack erzählt. Jack lebt sehr in seiner eigenen Welt, er malt lieber als das er mit anderen Kindern spielt und er hat nur eine gute Freundin, ein imaginäres Mädchen, das ihn vor dem Kinderflüsterer warnt. Tom hadert mit sich, seiner Schreibblockade, mit dem Leben an sich und doch versucht er sein Bestes.Das waren aber auch schon fast mein einziger Kritikpunkte, nicht die Tatsache das der Autor die Beziehung und Probleme zum Thema macht sondern das er es so oft wiederholt.

Einen habe ich dann doch noch, mir war sehr schnell klar, wer der neue Kinderflüsterer wohl sein wird, ab dem Zeitpunkt war dann eigentlich nur noch die Frage, wie dieser aufgehalten werden kann und was seine Motive sind.
Die einzelnen Kapitel sind eher kurz und jeweils aus der Sicht eines anderen Protagonisten geschrieben, das macht die Story interessant, bekommt man doch einen tieferen Einblick in das Seelenleben der handelnden Personen.
Der Kinderflüsterer ist ein Debüt und dafür ist es wirklich gut gelungen, ich bin gespannt was wir von dem Autor noch zu lesen bekommen.

  • Broschiert: 448 Seiten
  • Verlag: Blanvalet Verlag; Auflage: Deutsche Erstausgabe (29. Juli 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3764507101
  • ISBN-13: 978-3764507107



Donnerstag, 21. Juni 2018

Lucky Lawyer von Ulrich Mannsfeld

  • Nach §2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diesen Beitrag als Werbung
Inhalt: Der Anwalt Jochen Ehring stirbt bei einem vermeintlichen Unfall auf der Autobahn, mit seinem Porsche rast er auf dem Rückweg von einem Mandanten gegen einen Brückenpfeiler. Paul Balmer einer der Partner in der Kanzlei in der auch Ehring arbeitete beginnt schon bald daran zu zweifeln das es sich wirklich um einen Unfall handelte und er beginnt auf eigene Faust zu recherchieren.

Meine Meinung:
Trotz einiger Länger ist Lucky Lawyers ein wirklich spannendes und interessantes Buch, das die Leser hinter die Kulissen einer Anwaltskanzlei blicken lässt. Der Autor lässt seinen Hauptprotgonisten Paul Balmer erzählen und dieser verliert sich leider manchmal in seinen Ausführungen, typisch Anwalt eben, die hören sich gern selber zu 😊.
Ulrich Mannsfeld gibt seinem Roman einen terroristischen Hintergrund, so wird aus einem Stoff, der vielleicht etwas trocken wäre, eine hochbrisante Geschichte. Hier erkennt man vielleicht meine Vorurteile gegenüber der Juristerei, diese Arbeit besteht ja wohl Hauptsächlich aus dem Studium von Akten und dem Wälzen dicker Fachbücher, das ist dem Autor wohl auch bewusst, denn schon im Prolog lässt er seinen Protagonisten erklären warum er die Geschichte als Roman und nicht als reinen Tatsachenbericht niederschrieb und wie ich schon schrieb, das hat er gut gemacht. Soweit ich das beurteilen kann ist die Story in sich stimmig, der Schreibstil ist flüssig und die Wortwahl entgegen meiner Befürchtungen, Ulrich Mannsfeldt ist Anwalt, nicht mit juristischen Fachausdrücken gespickt.

Ich vergebe für Lucky Lawyer eine Leseempfehlung.


  • Taschenbuch: 392 Seiten
  • Verlag: SCO.Publishing (15. Januar 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3946926002
  • ISBN-13: 978-3946926009
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 16 Jahren



Dienstag, 21. März 2017

Seele in Fesseln von Eva Lirot

Zur Leseprobe
Inhalt: Nach seinem letzten Fall der Jim Devcon und Tatjana nach Kanada führte, freut sich der Kommissar auf eine kurze Sturmfreie Zeit, Tatjana ist mit ihrer Freundin Sybille zu einem Kurzurlaub nach Mallorca gereist, damit sich diese von den traumatischen Erlebnissen in British Columbia erholen kann. Doch aus den ruhigen Abenden vor dem Fernseher wird es nichts, die Leiche eines alten, ausgemergelten Mannes wird gefunden, nur mit einem Krankenhaushemd bekleidet, liegt der Mann vor dem ehemaligen Polizeigebäude Frankfurts. Bei ihm finden die Ermittler ein Schild, auf dem geschrieben steht:
*SIE MÜSSEN ES VERSTEHEN*
Für Jim beginnt eine schwierige Ermittlungsarbeit ohne viele Hinweise auf den Täter oder das Motiv.
Einzig Tatjanas SMS aus dem Urlaub, heitern ihn etwas auf.

Montag, 20. März 2017

The couple next door von Shari Lapena


Inhalt: Als Anne und Marco von einem Essen bei den Nachbarn Cynthia und Graham, zurückkommen, müssen sie feststellen das ihr kleine Tochter verschwunden ist, irgendjemand muss sie kurz zuvor aus ihrem Bettchen entführt haben. Trotz eingeschaltetem Babyphone und der Tatsache das sie alle halbe Stunde nach dem Baby gesehen haben, haben weder sie noch die Nachbarn etwas gemerkt. Hat die Cynthia, die nicht wollte das Anne und Marco ihre Tochter mit zur Party, etwas mit dem Verschwinden der Kleinen zu tun?

Sonntag, 5. März 2017

Der Mörder und das Mädchen von Sofie Sarenbrant

Zur Leseprobe bei Amazon
Inhalt: Nur noch einen Tag muss Cornelia gemeinsam mit ihrer kleinen Tochter  Astrid aushalten, dann bekommt sie die Schlüssel zu ihrer neuen Wohnung und kann sich endlich endgültig von ihrem gewalttätigen Mann trennen. Wenn dann auch noch das gemeinsame Haus verkauft ist, beginnt für sie ein neues, angstfreies Leben. Doch soweit kommt es nicht, in der Nacht vor ihrem Umzug wird Hans im Gästezimmer ermordet und Cornelia gerät unter Mordverdacht, doch wer war der Mann der Astrid in der Nacht des Mordes über die Wange gestreichelt hat? Hat die Kleine nur geträumt?

Samstag, 28. Januar 2017

Operation Zagreb von Philip Kerr

Hier geht es zur Leseprobe
Inhalt: Der Ermittler Bernie Gunther wird in Band 10 der Reihe beauftragt die Schauspielerin Daria Dresner zu finden und zu Goebbels zu schaffen, denn der Reichsminister möchte die Schauspielerin unbedingt für einen Propagandafilm verpflichten und wenn der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda etwas möchte, dann wird ihm der Wunsch erfüllt, im Jahre 1942. Doch Daria stellt eine Bedingung, sie verlangt von Gunther, das er ihren Vater findet und so reist Bernie auf den Balkan, um dort festzustellen, dass Darias Vater ein Verbrecher der übelsten Sorte ist.

Samstag, 7. Januar 2017

Das Walmesser von C.R. Neilson





Das Walmesser von C. R. Nelson

John Callum kam aus Schottland auf die Faroer Inseln um ein neues Leben zu beginnen. Als ein Mord geschieht, gerät er schnell unter Verdacht, denn Callum ist nicht wirklich ein angenehmer Zeitgenosse, er trinkt, er ist aggressiv und neigt zu Gewalttätigkeiten und auch in der Vergangenheit scheint etwas geschehen zu sein, was John bis in seine Träume verfolgt.

Das er am Morgen nach dem Mord, ohne Erinnerung an die vergangene Nacht, mit einem blutigen Messer in der Tasche aufwacht, ließ auch mich an seiner Unschuld zweifeln.

Mittwoch, 23. Dezember 2015

Eiskalter Plan von Astrid Korten

Klappentext: Verlegerin Alma, erdrückt von Beruf, Familie und dem Desinteresse ihres Mannes, sucht nach radikaler Veränderung. Sie will ihren Mann loswerden. Alma sucht nach Gleichgesinnten und findet sie in einem Chatroom. Vier Frauen, ein gemeinsamer Nenner: Wut. Doch dann geschieht ein heimtückischer Mord, der wie ein Albtraum auf Almas Brust lastet. Als sie begreift, dass sie die Hauptfigur in einem perfiden Rachespiel ist, ist es zu spät.

Meine Meinung:
Alma versucht es jedem Recht zu machen, im Beruf in der Familie und merkt erst spät das das Leben so nicht funktionieren kann ohne das sie dabei auf der Strecke bleibt, in einem Chatroom trifft sie auf Gleichgesinnte, auf Frauen die zwar erfolgreich im Beruf sind, aber gefangen in lieblosen Ehen, die Gespräche drehen sich bald nicht nur um die eigenen Männer und die Frauen schmieden einen Plan  einen Pädophilen zur Verantwortung zu ziehen, stellvertretend für alle Männer doch eine der Frauen verfolgt ihren eigenen Plan.
Astrid Korten hat einen psychologisch spannenden Roman geschaffen, der mich nach anfänglichen Schwierigkeiten in seinen Bann gezogen hatten, ich bin nicht immer so der Freund von Ich Erzählungen, aber nach einigen Seiten war ich völlig im Geschehen gefangen. Besonders die Tragebucheintragungen eines Häftlings haben das Buch aufgelockert und mich immer wieder spekulieren lassen, wie es weitergeht, was genau nun geschehen.
Bei *Eiskalter Plan* handelt es sich nicht unbedingt um einen normalen Krimi, ich weiß gar nicht genau, wie ich es ausdrücken soll, am ehesten trifft das Wort *Gesellschaftsstudie*, ich habe mich die ganze Zeit gefragt, warum die Frauen ihre Männer nicht verlassen, warum bleiben sie in ihrer Ehe gefangen es gibt keinen Grund sie sind finanziell unabhängig und eigentlich starke Frauen.
Alles in allem gibt es eine Leseempfehlung von mir, trotz kleiner Abzüge die aber meinem persönlichen Lesegeschmack geschuldet sind.

Das Cover zeigt eine gezeichnete Spinne in einem mit Blutstropfen besudelten Spinnennetz durch die plakative Schrift des Titels verführt das Buch dazu es in einer Buchhandlung in die Hand zu nehmen, ich bin froh das das Cover gezeichnet ist, mit leichter Spinnenphobie ist es nicht leicht fotografierte Spinnen in die Hand zu nehmen, gezeichnete gehen ;o)

Die Autorin: (Amazon Autorenseite)
Geboren 1962 im niederländischen Heerlen, lebt Astrid Korten heute mit ihrer Familie in Essen. Sie studierte Wirtschaftswissenschaften an der Universität Maastricht. Nach dem Studium arbeitete sie viele Jahre als Geschäftsführerin renommierter Firmen. Ihre große Leidenschaft aber ist das Schreiben, das sie 2004 zu ihrem Beruf machte. Ihr Spezialgeiet: Suspence Thriller und Psychothriller. Bei ihrer akribischen Recherche lässt sie sich von Forensikern, Psychologen, Gentechnologen, Pathologen und Mediziner beraten.
Sie schreibt außerdem Biografien, satirische Kurzgeschichten, Romane, Dreh- und Kinderbücher. Über ihr bevorzugtes Genre, die Spannung, sagt Astrid Korten: "Psychopathen faszinieren mich. Sie leben außerhalb der Norm und meinen, über dem Gesetz zu stehen. Meine Feder kann genau so furchtbar und gnadenlos böse sein."
Ihre "eiskalten" Thriller erreichten 2014 und 2015 alle die Top-Ten Bestsellerlisten, darunter Eiskalte Umarmung und Tödliche Perfektion auf Platz 1.
Im November 2015 ist der hochbrisante Top-Thriller Eiskalte

Verschwörung erschienen, der die Gefahren der digitalen Überwachung skizziert, den Missbrauch von Drohneneinsatz und die Gedankenmanipulation mittels der ,Mindmachine.' 



  • Taschenbuch: 293 Seiten
  • Verlag: CW Niemeyer Buchverlage GmbH; Auflage: 1. (2. März 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3827194318
  • ISBN-13: 978-3827194312

Mittwoch, 11. März 2015

Todesschwestern von Arwyn Yale



Klappentext:
Die Presse nannte sie »Die Todesschwestern«. Noelle und Joss waren sechzehn und siebzehn, als sie beschlossen, sich gemeinsam das Leben zu nehmen. Nur Joss überlebte. Ein Jahr später ist sie spurlos verschwunden. Privatdetektiv Nathan O’Brian soll das labile Mädchen finden. Zunächst scheint es sich um die gewöhnliche Suche nach einem fortgelaufenen Teenager zu handeln. Doch schon bald wird klar, dass nichts an dem Auftrag gewöhnlich ist, denn Joss verfolgt ein mörderisches Ziel.
Meine Meinung:
Normalerweise schreibe ich kurz noch etwas zum Inhalt, dieses Mal aber lasse ich das, weil das Buch so kurz ist, das sehr schnell zu viel verraten ist.
Todesschwestern war das erste Buch, das ich von Arwyn Yale gelesen habe, aber sicher nicht das Letzte.In ihrem Krimi um den Privatdetektiv Nathan O`Brian  schafft es die Autorin auf gerade mal 176 Seiten, eine schlüssige und spannende  Story zu entwickeln, ihr Schreibstil ist fesselnd und die Beschreibungen der handelnden Personen und der Örtlichkeiten sind bildhaft, ohne den Leser mit zu vielen Details zu langweilen.
Häufig versuchen Autoren auf wenigen Seiten möglichst viele Informationen unterzubringen, sie geben ihren Charakteren und der Handlung nicht den Raum sich zu entwickeln, als Leser hat man dann oft das Gefühl sie hätten nur eine begrenzte Seitenzahl zur Verfügung und quetschen alles zusammen was ihnen in den Sinn kommt, nur wenige haben wohl das Talent Arwyn Yales, alles Wichtige und dazu noch interessante Randinformationen so zu schreiben, das beim Leser keine Hektik aufkommt.

  • Taschenbuch: 176 Seiten
  • Verlag: Amazon Publishing (13. Januar 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 147782913X
  • ISBN-13: 978-1477829134

Freitag, 23. Januar 2015

Tod eines Revisors von Olaf Jahnke

Jens Scherer, Innenrevisor einer renommierten Bank, beruflich erfolgreich, glücklich verheiratet soll in einer Psychiatrischen Klinik Selbstmord begangen haben, mit einer tödlichen Dosis eines Medikamentes das zur Behandlung von ADHS eingesetzt wird, doch seine Frau glaubt nicht an die Selbstmordtheorie, aufgrund derer die Polizei nicht ermittelt. Sie schaltet den Privatermittler Roland Bernau ein.

Meine Meinung: Mit Roland Bernau begegnen wir einem Privatdetektiv der einem Philip Marlowe alle Ehre macht, der sich gegen alle Widrigkeiten in seinen Fall verbeißt und auch mal seine eigene Gesundheit und sogar sein Leben riskiert und natürlich darf auch an Bernaus Seite eine schöne Frau nicht fehlen, hier ist es die Journalistin Julia, die vor Scherers Tod eine Akte zu gespielt bekam, in der Beweise für Geldwäsche in Zeiten der Wende dokumentiert sind, als sich dann noch herausstellt das Scherer seine Kollegen erpresst hat, gibt es zwar mehrere Motive für einen Mord aber immer noch keinen greifbaren Beweis, geschweige denn einen Täter.
Olaf Jahnke bedient sich eines sehr interessanten Schreibstils, der Leser ist immer auf dem selben Stand wie Bernau, er begleitet ihn und kann so Stück für Stück die Verstrickungen von Politik, Finanzen und Industrie entwirren, erlebt jeden Rückschlag und jeden noch so kleinen Erfolg mit, so das auf keiner Seite Langeweile aufkommt. Langsam baut sich die Spannung auf, um die Story in einem logischen Finale enden zu lassen.
Der Autor beschreibt seine Charaktere lebendig und realistisch, die Beschreibungen der örtlichen Gegebenheiten ist bildhaft genug so das sich auch Ortsfremde die Umgebung gut vorstellen können und Ortskundige nicht gelangweilt weiterblättern.

  • Verlag: fhl Verlag Leipzig; Auflage: 1 (10. November 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3958486002
  • ISBN-13: 978-3958486003

Samstag, 27. April 2013

Der Mann der kein Mörder war von Michael Hjorth & Hans Rosenfeldt




Klappentext:
Sebastian Bergman, Kriminalpsychologe: Hochintelligent. Unausstehlich. In einem Waldstück bei Västerås wird die Leiche eines Jungen entdeckt – brutal ermordet, mit herausgerissenem Herzen. Roger war Schüler eines Elitegymnasiums, ein sensibler Junge. Die Polizei vor Ort ist überfordert, und so reist Kommissar Höglund mit seinem Team aus Stockholm in die Provinz. Dort trifft er überraschend einen alten Bekannten: Sebastian Bergman, ein brillanter Kriminalpsychologe und berüchtigter Kotzbrocken. Er bietet Höglund seine Hilfe an. Das Team ist wenig begeistert, doch schon bald wird der hochintelligente Bergman unverzichtbar. Denn in Västerås gibt es mehr als eine zerstörte Seele.

Meine Meinung:
Ich war ja skeptisch, was das Buch anging da mir eine Freundin davon abgeraten hatte es zu lesen, aber die Neugier war doch größer, die Neugier die allein schon durch den Titel hervorgerufen wurde.
Und ich wurde nicht enttäuscht.
Es ist ein steiniger Weg, den der Ermittler Torkel und sein Team gehen müssen um dem Mörder des 16jährigen Roger auf die Spur zu kommen, nur wenig ist über den Jungen der als Mobbingopfer die Schule wechselte und der nur wenige Freunde hatte bekannt und die die ihn kannten sind nicht sofort bereit zu helfen, so das das Team  nur langsam und mit Hilfe des Kriminalpsychologen Sebastian Bergmann ein Puzzlestück zum anderen fügen kann. Bergmann allerdings hat ganz private Motive, die ihn dazu bringen dem Team beizutreten und seine Persönlichkeit ist um es höflich auszudrücken *schwierig*.
Der Autor Michael Hjorth, schafft es den Leser auf über 600 Seiten bei der Stange zu halten, sein Erzähltempo ist bedächtig, die Beschreibung seiner Charaktere genau aber nicht zu detailreich, immer im richtigen Moment gibt er dem Fall ein Wendung die der Leser so nicht unbedingt erwartet hat und die es weiter spannend machen und kaum denkt man, der Täter ist überführt ändert sich noch mal alles und es bleibt spannend.
Intelligent geschrieben und bis auf den eigentlich Mord absolut unblutig ist der *Mann der kein Mörder war* eine Leseempfehlung ohne Einschränkung. 

Montag, 15. April 2013

Albträume von Andreas M. Sturm

Albträume
Albträume
  • Verlag: Fhl Verlag Leipzig; Auflage: 1., Auflage (4. März 2013)
  • ISBN-13: 978-3942829472

Klappentext:
In Dresden werden mehrere brutale Verbrechen verübt. Karin Wolf und ihre Kollegen befürchten, dass es sich bei dem Täter um einen Serienmörder handeln könnte, der nach einem bizarren Ritual mordet. Als eine junge Frau entführt wird, beginnt der Kampf um das Leben der Studentin

Der zweite Fall der Dresdner Ermittler Karin Wolf und Sandra König sind auf der Jagd nach einem Serienmörder, der seine Opfer passend zu den 10 Geboten mordet, sein erstes Opfer lässt er verdursten *verschmachten* weil er gegen das Gebot *Du sollst Vater und Mutter ehren* verstieß. Parallel dazu befasst sich das Ermittlerteam mit einem Fall von Stalking gegen eine junge Frau, erst zum Ende des Romans führen alle Fäden zusammen.

Andreas M. Sturm, hat es geschafft einen von der ersten Seite an, fesselnden Roman zu schreiben, geschickt falsche Spuren gelegt und am Ende alle Handlungsstränge logisch zusammengeführt, dies war mein erstes Buch des Autors, aber sicher nicht mein letztes.
Natürlich gibt es ja meist kein Lob ohne Kritik und so auch diesmal, das Privatleben der Protagonisten Wolf und Sturm nahm mir fast ein wenig zu viel Raum ein, auch wenn die eine oder andere Szene im Nachhinein für die Handlung wichtig war. Da es aber nicht nötig ist das Vorgängerbuch gelesen zu haben um in das Buch hineinzufinden, gebe ich trotzdem die volle Punktzahl

Gottesgericht Ki und die Schatten der Vergangenheit von Cornelia Lotter






  • Verlag: Fhl Verlag Leipzig; Auflage: 1., Auflage (3. März 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 978-3942829496
 Klappentext:
»Sie hatte gerade die zweite Lampe auf dem Weg er­­reicht, als sie merkte, dass sie verfolgt wurde. Viel­leicht hatte ER sie schon auf der Lützner Straße ins Visier genommen, oder hatte sich vom McDonalds aus an ihre Fersen geheftet. Sie spürte, wie das Adrenalin in ihren Adern zu pulsieren begann. Würden ihr jetzt die vielen Arnis-Trainingsstunden helfen? Doch vor allem wollte sie wissen, wer er war, warum er sie verfolgte.« Kirsten Stein, genannt Ki, lebt versteckt in einer alten Fabrikhalle und verdient ihr Geld als Detek­tivin. Als sie zwei ihrer Klienten ermordet in deren Wohnung findet, schnappt sie sich die verwaiste Katze und flüchtet vom Tatort. Wenige Tage später ist auch die Katze tot - ge­kreuzigt an der Tür jener Galerie, in der Ki in Kürze ihre Foto-Ausstellung eröffnet. Spätestens jetzt beginnt Ki sich zu fragen, was das alles mit ihr zu tun hat - und welche Rolle ihre Vergan­genheit dabei spielt.

 >Gottesgericht< vereint die Elemente des Psycho-Thrillers und der klassischen Kriminalgeschichte aufs Trefflichste. (Jury des 1. Leipziger Krimipreises.)

Meine Meinung:
Klappentexte sind ja immer mit Vorsicht zu genießen, besonders wenn, wie in diesem Fall auch noch ein Lob und der Hinweis auf einen gewonnenen Preis dabei steht. Dieses Mal jedoch, kann ich mich dem Lob nur anschließen und eigentlich ist mit dem Selben auch alles gesagt und der 1. Platz sicherlich wohlverdient.
Ich versuche aber trotzdem mein Urteil noch etwas zu ausführlicher zu begründen.
Die Autorin hat mit Ki eine Romanfigur geschaffen, die nicht dem gängigen Klischee entspricht, sie geht auf die 40 zu, hat eine Vergangenheit als Prostituierte ist Kontaktscheu und sie mag keine Tiere, Frauen in Romanen lieben immer Tiere, besonders Katzen und sie kann sich selbst verteidigen und das was sie an Kampfkunst gelernt hat, kann sie auch anwenden.
Als ihre Vergangenheit sie einholt und in ihrem Umfeld 2 Morde geschehen, braucht aber auch sie Hilfe, die sie mit dem Ermittler Martin Bender bekommt.
Jede Person ist sehr gut beschrieben, detailliert genug um ihre Beweggründe zu verstehen aber nicht so langatmig das ich weiterblättern wollte, weil das Privatleben der Ermittler mich nicht so brennend interessiert, hier war alles was man erfuhr wichtig um sich einfühlen zu können und die Handlungen besser zu verstehen.
Dazu war die Story sehr fesselnd, die Beweggründe des Täters und seine Anstrengungen Ki zu verfolgen sind sehr interessant beschrieben und Nachvollziehbar aufgelöst.
Hier spreche ich gern eine Leseempfehlung aus.

Dienstag, 3. Juli 2012

Engel aus Eis von Camilla Läckberg

Das kleine Fjällbacka ist in Aufruhr: Der pensionierte Geschichtslehrer Erik Frankel wurde ermordet. Die Schriftstellerin Erica Falck vermutet das Motiv in Frankels Vergangenheit. Gemeinsam mit ihrer Mutter hatte er im Zweiten Weltkrieg den Widerstand gegen die deutschen Besatzer unterstützt, und diese Spur bringt Erica mitten ins Visier des Mörders.


http://www.ullsteinbuchverlage.de
ISBN: 9783548610634

Leider stimmt der Klappentext nicht so ganz, nicht die Mutter Ericas und der Geschichtslehrer Erik haben aktiv den Widerstand  unterstützt sondern Eriks Bruder Axel. Da ich aber den Klappentext nicht gelesen hatte bevor ich ihn hier her kopierte, störte mich das  nicht sonderlich.

Zum Inhalt: Erica lebt gemeinsam mit ihrem Mann Patrick und ihrer kleinen Tochter im Haus ihrer verstorben Eltern, beim Sichten des Nachlasses ihrer gefühlskalten Mutter stößt sie auf deren Tagebücher, einen Naziorden und Babykleidung, Erica macht sich auf die Suche nach der Vergangenheit ihrer Mutter und dem Grund für deren Lieblosigkeit, denn das Tagebuch zeichnet das Bild eines mitfühlenden, sanften jungen Mädchen.
Sie übergibt den gefundenen Naziorden an Erik, der als Experte auf dem Gebiet des Nationalsozialismus gilt, doch bevor sie Antworten erhält, wird Erik ermordet, schnell wird ein Zusammenhang zwischen dem Nachlass Elsys, Erikas Mutter und den Vorfällen vor 60 Jahren klar.

Meine Meinung:
Camilla Läckberg, schafft es mühelos den Leser von der ersten Seite an zu fesseln durch die Rückblenden in Elsys und Eriks Vergangenheit, die gemeinsam mit ihren Freunden, Frans, Britta und Axel während des 2. Weltkrieges aufwachsen und sich kurz vor Kriegsende mit dem norwegischen Flüchtling Hans anfreunden, fügt sich das Puzzle Schritt für Schritt zusammen um am Ende nicht nur den Mörder zu erkennen sondern auch die Gründe für Elsys Verhalten.
Engel aus Eis ist der 5 Band einer Reihe um Erica und Patrick, die als Schriftstellerin und Polizist im kleinen Örtchen Fjällbacka leben und arbeiten, es wäre von Vorteil die Bücher in  chronologischer Reihenfolge zu lesen um ihre Geschichte nachvollziehen  zu können, die parallel zu den aufzuklärenden Morden erzählt wird, wen es allerdings nicht stört, nicht zu wissen wie Ericas und Patricks leben beisher verlief, der wird diesen unblutigen und trotzdem spannenden Krimi lieben.

Sonntag, 18. März 2012

Die Burg von Hiltrud Leenders, Michael Bay, Artur Leenders

http://www.rowohlt.de/buch/Michael_Bay_Die_Burg.613935.html

Klappentext:
Mord beim Historienspektakel - das KK 11 ist zurück! Eine englische Historiengruppe stellt in Kleve eine Schlacht aus dem 80jährigen Krieg nach. Unter Kanonendonner, Musketensalven und dem Klirren von Lanzen wird die Schwanenburg gestürmt. Hunderte von Zuschauern verfolgen begeistert das Spektakel – bis unter der Tribüne eine echte Bombe detoniert. Die Soko, die Hauptkommissar Toppe vom Klever KK11 einberuft, steht vor einem Rätsel: ein Terroranschlag - in einer Kleinstadt? Oder galt das Attentat einer bestimmten Person? Das Klever KK11 bedient sich ungewöhnlicher Methoden, und bald erweist sich: die Spur führt nach England .Mord beim Historienspektakel - das KK 11 ist zurück! Eine englische Historiengruppe stellt in Kleve eine Schlacht aus dem 80jährigen Krieg nach. Unter Kanonendonner, Musketensalven und dem Klirren von Lanzen wird die Schwanenburg gestürmt. Hunderte von Zuschauern verfolgen begeistert das Spektakel – bis unter der Tribüne eine echte Bombe detoniert. Die Soko, die Hauptkommissar Toppe vom Klever KK11 einberuft, steht vor einem Rätsel: ein Terroranschlag - in einer Kleinstadt? Oder galt das Attentat einer bestimmten Person? Das Klever KK11 bedient sich ungewöhnlicher Methoden, und bald erweist sich: die Spur führt nach England .


Ich habe erst spät angefangen, deutsche Krimis zu lesen und auch dieser wäre wohl lange in den Tiefen meines SuB geblieben, hätte ich nicht eine Freundin die meine SuB LIst als Bibliothek nutzen darf und die dieses Buch gerne lesen möchte. Ein kleiner Dank dafür.
Die Handlung ist schnell erzählt, es geht um die Aufklärung eines Bombenattentats in einer Kleinstadt während eines *Rollenspiels* mit Zuschauern, es gibt viele Opfer zu beklagen und da es kein Bekennerschreiben gibt, ist die Motivfindung und damit auch die Suche nach dem Täter eine Herausforderung, der besonderen Art, für die Ermittler.
Gut gefallen haben mir die eingeschobenen Tagesbucheintragungen des Täters, da ich als Leser so etwas mehr wusste als die Ermittler und anhand des Motivs auch Sympathien für den Täter entwickeln konnte.
Das Autorentrio schafft es auf wenigen Seiten, den Leser zu fesseln und mit den Hauptfiguren vertraut zu machen, so das es nicht zwingend erforderlich ist die Vorgängerbände gelesen zu haben.

Mittwoch, 28. Dezember 2011

Winterstarre von Joachim Rangnick

Winterstarre von Joachim Rangnick
  • Verlag: List Taschenbuch (9. Dezember 2011)
  • ISBN-13: 978-3548610757
Ein abgelegenes Hochtal in den Allgäuer Alpen – und ein grauenvoller Fund: In einer Hütte liegen mehrere Leichen. Wer sind die Toten? Der Rechtsmediziner stellt fest, dass die Leute mit einem bislang unbekannten Virus infiziert wurden. Kommissar Brunner gründet eine SOKO, der sich auch Walcher anschließt. Die Jagd nach einem Gegner, der an Gier und Grausamkeit kaum zu überbieten ist, beginnt.
So richtig überzeugen konnte mich der Roman nicht, viel zu vorhersehbar war die Handlung und irgendwie erinnerte sie mich an viele Bücher die ich schon gelesen hatte.Walcher mutiert immer mehr zu einem super Journalisten der die Fälle löst für die die Polizei zu doof ist und die Politik zu korrupt, und er ist der Einzige der den Überblick behält und die Zusammenhänge erkennt.
Nichts von dem was im Roman passiert ist auch nur annähernd realistisch, weder das verschleiern der vielen Toten bzw. deren Todesursache noch das Walcher wieder einmal in Todesgefahr gerät und natürlich unbeschadet daraus hervor geht.
Schade aber vielleicht habe ich schon zu viele Walcher Krimis gelesen, vielleicht kann nichts anderes passieren. Nichtsdestotrotz gefällt mir wie der Autor schreibt, nur das was ist nicht mehr meins.

Dienstag, 13. Dezember 2011

Bauernfänger von Joachim Rangnick




Klappentext:
In einer verlassenen Villa stößt Journalist Robert Walcher auf die Leiche eines Mannes. Neben dem Toten: Unterlagen über eine Lotto-Firma, die Millionen unterschlägt und dabei über Leichen geht. Walcher hat Lunte gerochen und stellt eigene Ermittlungen an. Mit der für ihn typischen Sturheit und viel Geschick kommt er einem Komplott auf die Spur, das weit über die Grenzen des Allgäus hinauszeigt.
Erschienen bei List
                                 ISBN-13: 978-3548610481


In einer scheinbar verlassenen Villa, findet der Journalist Walcher Unterlagen über eine Firma, die Milliarden Umsätze macht, auf den ersten Blick scheint es sich um eine Lottogesellschaft zu handeln, allerdings kann sich Walcher die Papiere nicht genau ansehen, denn neben den Papieren liegt eine Leiche, Walcher macht sich aus dem Staub, mit den Papieren, unerkannt wie es scheint, doch die folgenden Ereignisse belehren ihn eines besseren und bringen ihn und alle die ihm nahe stehen in Lebensgefahr.

Das Buch ist nicht ganz unspannend, aber meiner Meinung ist das alles zu weit hergeholt, zu konstruiert und viel zu unglaubwürdig, schade da ich die Romane um Walcher eigentlich sehr mag. Ein Pluspunkt für mich persönlich, ich weiß nun einiges aus Walchers Vorgeschichte z.B. wie er zu seiner Adoptivtochter gekommen ist, also war die investierte Lesezeit auf keinen Fall vergeudet.

Sonntag, 13. November 2011

Der Brandstifter von Jane Casey

Als Hardcover erschienen im Weltbildbildverlag



Wie findet man einen Mörder, der jede Spur in Asche legt?

Die Zeitungen nennen ihn den »Burning Man« – ein brutaler Killer, der bereits vier Frauen erst zu Tode prügelte und ihre Körper dann in abgelegenen Winkeln Londons zur Unkenntlichkeit verbrannte. Detective Constable Maeve Kerrigan ist Teil des Ermittlerteams, das den Täter zur Strecke bringen soll. Doch wie findet man einen Mörder, den niemand je zu Gesicht bekommen hat? Und der jede Spur hinter sich in Asche legt?

Geht doch, wenn die Autorin so weitermacht, lese ich das Buch sogar zu Ende.

Ich habe es zu Ende gelesen und es war gar nicht schlecht, etwas langatmig vielleicht, da die Autorin dazu neigt ihrem Leser dieselbe Tatsache häufiger zu erklären, aber im Rückblick war er durchaus spannend und auch die Auflösung war, wenn auch nicht Überraschend, so doch intelligent gelöst und plausibel erklärt. Für Fans dieser Art von Krimis, etwas ruhiger und nicht allzu blutig, absolut empfehlenswert.