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Liz Parkers „Die Hexen vom Honeysuckle House“ ist für mich zu einem typischen Herbstbuch geworden: cozy und witchy, aber mit einer spürbar düsteren Grundbedrohung. Im nebligen Burdock Creek hütet Evie Caldwell die Bienen von Honeysuckle House, während ihre Schwester Florence in der Stadt einen magischen Buchladen führt und dabei aber Magie strikt ablehnt.

Der Schwesternkonflikt und der Fluch von Honeysuckle House
Der Konflikt zwischen Florence und Evie trägt die Geschichte. Florence lehnt Magie ab, weil auf ihrer Familie ein Fluch lastet und sie alles daransetzt, weder selbst noch eine ihrer Liebsten zum Opfer zu fallen. Evie dagegen liebt Magie nach wie vor, erzieht ihre Tochter damit und vertraut darauf, dass sich der Fluch nur mit magischen Mitteln lösen lässt.
Zeitwechsel und atmosphärischer Schreibstil
Obwohl Bücher über Hexen, Tarot, Mystery und damit verbundene Familiengeheimnisse nicht zu meinen üblichen Lesegewohnheiten gehören, hat mir die Mischung hier sehr gut gefallen. Besonders mochte ich die Zeitwechsel in die Vergangenheit. In diesen Abschnitten erfährt man nach und nach immer mehr, und aus den einzelnen Bildern entsteht ein großes Ganzes, das am Ende vieles erklärt.
Auch der Schreibstil hat mir gut gefallen: klar, atmosphärisch und ohne überladene Beschreibungen. Die vielen Perspektivwechsel geben den Figuren zusätzliche Tiefe und halten die Spannung aufrecht, ohne dass die Handlung überfrachtet wirkt.
Atmosphäre, Schwesternkonflikt und die Art, wie Vergangenheit und Gegenwart ineinandergreifen, haben mir von der ersten Seite an gefallen. Ein schönes Buch für den Herbst, das ich gerne weiterempfehle, besonders wenn ihr eine cozy-witchy Stimmung mögt, aber trotzdem eine spürbare Bedrohung im Hintergrund schätzt.