Samstag, 31. August 2019

Fünf Lieben Lang von André Aciman

Inhalt:
Den Inhalt dieses Buches wiederzugeben ist mir fast nicht möglich. Wie beschreibt man die Liebe?
In fünf Episoden erzählt André Aciman von den 5 Lieben Pauls.
Paul lernt schon früh die Liebe kennen ohne das Gefühl das ihn beherrscht benennen zu können und das doch sein Verhalten für den Rest seines Lebens prägt.
In fünf Kapiteln lernen wir die Menschen die Paul zu lieben glaubt kennen und mit ihnen erschließt sich auch Paul Wesen immer mehr.
Meine Meinung:
Ich musste dieses Buch lesen, nach Call me by your Name, das mich damals vollkommen gefangen nahm, blieb mir nichts anderes übrig.
Meine Erwartungen waren immens hoch und wurden zunächst nicht enttäuscht, die Sprache derer sich Aciman bedient ist weit mehr als die Aneinanderreihung einzelner Worte die einen Satz ergeben, ich konnte die Gefühle die der Autor beschreibt fast körperlich spüren, sie sind kraftvoll und gleichzeitig sanft. Könnte ich sie in genaue Worte fassen, würde ich Bücher schreiben.
Und dann: Peng, zerstört der Autor all diese Gefühle, diese Wärme mit einem einzigen Kraftausdruck, der so gar nicht passt. Absicht des Autors oder nicht gelungene Übersetzung? Ich weiß es nicht. Aber von der Stelle des Buches an, las ich anders, immer in der Furcht das wieder ein Kraftausdruck, die wunderbare Stimmung zerstört.
Soweit zum Schreibstil.
Die Geschichte Pauls ist recht schnell erzählt, er ist immer auf der Suche nach der einen großen Liebe
er genießt die Zeit des Werbens, des Annäherns, die Zeit der zufälligen und nicht immer unabsichtlichen Berührungen, er vergeht fast vor Sehnsucht nach einem Wort, einem Zeichen desjenigen in den er sich verliebt hat. Ist die Zeit der ersten Verliebtheit vorbei und Paul in einer Beziehung, dauert es nicht lang und er verliebt sich neu und das Spiel beginnt von vorn.

Im Pressetext heißt es:

Er liebt bedingungslos und ohne Kompromisse, gibt sich seinem Gegenüber vollkommen hin.

Ich glaube nicht das Paul zu tieferen Gefühlen fähig ist, nicht einmal als er glaubt, dass seine Partnerin ihn betrügt, er sie heimlich beobachtet und sich dabei einredet, dass sie mit ihrem Gegenüber flirtet hatte ich das Gefühl, das er sie liebt und vielleicht ein wenig eifersüchtig sein könnte, allerdings sind seine Gedanken auch schon längst wieder bei jemand anderem.

 Über Jahrzehnte begleiten wir ihn, er scheint nicht wirklich Erwachsener zu werden, bis er sich am Ende des Buches eingestehen muss, das die Zeiten des Flirtens vorbei sind, das es vielleicht keinen weiteren Versuch geben wird, das es nie wieder von vorn beginnen würde.
Ein trauriges Ende? Vielleicht. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden, meiner Meinung nach ist Paul endlich angekommen.

Mein Fazit: Ich musste das Gelesene erst einmal verarbeiten, die Geschichte hinter den wunderschönen Worten finden, die wirklich traurige Geschichte eines Mannes auf der Suche nach der Liebe.

Fünf Lieben Lang von André Aciman ist durchaus lesenswert.


  • Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (23. August 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423281952
  • ISBN-13: 978-3423281959


Freitag, 30. August 2019

Washington Black von Esi Edugyan

Der Klappentext hört sich so gut, das Cover ist so schön.
Damit ihr nachvollziehen könnt was ich meine bekommt ihr den Klappentext zu lesen:

Die Flucht ist nur der Anfang

Barbados, 1830: Der schwarze Sklavenjunge Washington Black schuftet auf einer Zuckerrohrplantage unter unmenschlichen Bedingungen. Bis er zum Leibdiener Christopher Wildes auserwählt wird, dem Bruder des brutalen Plantagenbesitzers. Christopher ist Erfinder, Entdecker, Naturwissenschaftler – und Gegner der Sklaverei. Das ungleiche Paar entkommt in einem selbst gebauten Luftschiff von der Plantage. Es beginnt eine abenteuerliche Flucht, die die beiden um die halbe Welt führen wird. 

Eine Geschichte von Selbstfindung und Verrat, von Liebe und Erlösung. Und eine Geschichte über die Frage: Was bedeutet Freiheit? 

Der Roman beginnt vielversprechend, die Autorin berichtet von dem harten Leben des Washington Black als Feldsklave auf der Plantage Faith auf Barbados, sie berichtet von Misshandlungen und der brutalen Willkür der Aufseher und des Plantagenbesitzers Erasmus, von dem Aberglauben der Sklaven, die in der Hoffnung leben, nach ihrem Tod wieder in der Heimat aufzuwachen. Mit jedem Wort das die Autorin schreibt, spürt man die Hoffnungslosigkeit und die Angst der Sklaven.
Die Hauptfigur, der Sklave Washington Black, genannt Wash hat das unwahrscheinliche Glück in den Focus von Christopher *Titch* Wilde zu geraten, der Wissenschaftler ist ein Gegner der Sklaverei und bringt dem Kind lesen und rechnen bei und bestärkt ihn sein Zeichentalent zu vertiefen. Titch baut an einem Luftschiff und als sich die Ereignisse überschlagen fliehen Titch und Wash in diesem Luftschiff von der Insel.
Und von da an ging es leider bergab. 
Über dem offenen Meer gerät das Luftschiff in einen Sturm und stürzt ab, direkt auf das Deck eines Schiffes und das bleibt nicht die einzige Unwahrscheinlichkeit in dem Buch, Reisen die zu der Zeit eher Wochen wenn nicht Monate dauern würden bewältigen die Protagonisten in kürzester Zeit.Das wäre für einen Abenteuerroman vollkommen OK, aber es handelt sich nicht um einen solchen. Zwar begleiten wir Titch und Wash in die entlegensten Winkel der Welt, aber diese Episoden hätten auch an einem Ort stattfinden können.

Ich kann nur vermuten was die Autorin mit diesem Buch bezweckt, eine Geschichte der Selbstfindung sollte es sein, aber dafür entwickeln sich die Charaktere leider nicht genug. 
Titch lässt den jungen Wash eines Tages zurück ohne hinreichende Erklärung, dachte man doch das Titch und Wash so etwas ähnliches wie Familie sind und Wash macht sich auf die Suche nach dem vermeintlichen Freund, als entlaufener Sklave ist er immer in Gefahr aufgespürt zu werden. Hier erwartet man Angst zu spüren, hinter jeder Ecke könnte ein Sklavenjäger lauern, aber auch das bleibt aus.
Nicht einmal die Liebe die Wash zu der Tochter eines Meeresbiologen entwickelt lässt sich spüren, man weiß sie ist da, aber das sind nur Worte.
Alles in Allem lässt mich das Buch ratlos zurück. Meine Erwartungen waren hoch, nach den lobenden Stimmen zu der Originalausgabe wohl zu hoch.

  • Gebundene Ausgabe: 512 Seiten
  • Verlag: Eichborn; Auflage: 1. Aufl. 2019 (30. August 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3847906658
  • ISBN-13: 978-3847906650


Donnerstag, 29. August 2019

Schrammstein von Frank Goldammer

Inhalt: Der Dresdner Hauptkommissars Falk Tauner erhält überraschend Besuch von seinem Bruder Ralf. Das Verhältnis der Beiden ist seit Ralfs Flucht in den Westen kurz vor der Wände angespannt, was sich auch nach der Wiedervereinigung nicht änderte, Falk fühlte sich seitdem von seinem Bruder, der ihm immer ein Vorbild war im Stich gelassen. Während einer Wanderung, auf der es zum Streit zwischen den Brüdern kommt, haut Ralf einfach ab und wird kurz darauf tot aufgefunden, alles deutet zunächst auf einen Unfall hin.

Meine Meinung:
Falk Tauner und ich werden keine Freunde und das liegt nicht daran, das es bei Schrammstein um den 3. Teil einer Reihe handelt, aber ich muss die Protagonisten nicht mögen, besonders wenn sie sonst einen guten Job machen und das kann man Falk nicht absprechen, wie ein Terrier verbeißt er sich in die Aufgabe den Tod seines Bruder aufzuklären und scheut nicht davor zurück sein eigenes Leben in Gefahr zu bringen und das nicht nur bei seinen Ermittlungen in Dresden auch in der  Sächsischen Schweiz trügt die Idylle, sie dient als Kulisse für Mädchenhandel und Bandenkriege und je tiefer Falk gräbt, desto mehr muss er erkennen das sein Bruder ganz oben in der Hierarchie eines Mädchenhändlerrings stand.

Wie ich es von Frank Goldammer gewohnt bin, sprechen seine Protagonisten für sich, er muss nicht lang und breit die Charaktere erklären, sie stellen sich durch ihre Handlungen und Gedanken selber vor. In diesem Fall Pech für Falk Tauner, ich kann nicht wirklich in Worte fassen, warum ich ihn nicht sonderlich mochte, vielleicht ist er mir zu nachtragend und zu störrisch, er ist nicht wirklich gewillt seinem Bruder zuzuhören und sich dessen Motive für dessen Republikflucht anzuhören, er sieht auch nach fast 30 Jahren immer noch nur seine Seite der Geschichte. Aber wie ich schon schrieb, ich muss ihn nicht mögen und kann trotzdem Spaß an der Geschichte haben und das ist hier definitiv der Fall.
Der Autor hat einen spannenden Fall in einer wunderschönen Umgebung angesiedelt, er konfrontiert seine Leser mit Verbrechen von denen jeder weiß, die man sich aber selten ins Bewusstsein ruft. Manchmal scheint der Kampf gegen das organisierte Verbrechen ein Kampf gegen Windmühlen zu sein.

Mein Fazit: Schrammstein ist wirklich lesenswert, mit überraschenden Wendungen.


  • Taschenbuch: 306 Seiten
  • Verlag: Gmeiner-Verlag; Auflage: 2019 (12. Juni 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3839224799
  • ISBN-13: 978-3839224793




Dienstag, 27. August 2019

Die Erben Abaddons 1 Nimmerland

Inhalt: Die 19jährige Wendy lebt in einem von der restlichen Welt abgeschieden Dorf in einer Schlucht, die man nur mit einer Händlererlaubnis verlassen darf, denn außerhalb der Schlucht ist es lebensgefährlich.*Sei niemals von oben sichtbar* so lautet eine der obersten Regeln in der Schluchtensiedlung. Die junge Frau stiehlt sich ab und zu davon um einen Blick auf den freien Himmel zu genießen und die Umgebung zu erkunden. Bei einer dieser Erkundungstouren geschieht das Unvermeidliche.In einem unachtsamen Augenblick muss Wendy mit ansehen wie ihr kleiner Bruder Yoris und sein bester Freund Pit entführt werden. Kopf- und Planlos macht sie sich auf die Suche nach den Kindern.

Meine Meinung:
Ich habe mich, wie so oft vom Cover und dieses mal auch vom Titel zum Lesen verführen lassen um es genau zu sagen vom Untertitel

Nimmerland

dieser Titel brachte die Erinnerung an das wunderbare Buch über Peter Pan und seine verlorenen Jungs hervor.
Gleichzeitig machte diese Erinnerung mich ein bisschen skeptisch, eine Märchenadaption? Was wenn die Autoren die Geschichte Peter Pans einfach in die Zukunft verlagert haben und sie plump nacherzählen? 
Ich hätte es von vornherein besser wissen müssen, schließlich hatte ich von jedem der Autoren schon etwas gelesen und noch nie etwas das mir nicht gefallen hätte.


Das Autorentrio Vanessa Kaiser,Thomas Lohwasser und Thomas Karg, siedeln den Auftakt der Reihe Die Erben Abaddons im Jahr 2303 in einer postapokalyptische Welt an, in der Gefahren der unterschiedlichsten Arten lauern. Auf ihrer Suche nach den Kindern trifft Wendy auf ihr völlig fremde Dinge der untergegangen Hochtechnologie, deren Überreste für so manche Überraschung sorgen und sie trifft auf Verbündete wo sie und ich, sie nicht erwartet hätten. Ich würde euch so gern mehr erzählen, aber das geht nicht, das Buch hat gerade mal 154 Seiten und jede Episode die erzählt wird ist von enormer Wichtigkeit, alles was ich im einzelnen erzählen würde wäre ein böser Spoiler.

In Rückblenden die mit Tag der Schuld übertitelt sind erfahren wir, was genau zu der Entführung Yoris und Pits geführt hat und damit erfahren wir auch mehr über Wendy und ihren Charakter, diese Rückblenden erklären mehr als tausend Worte warum die junge Frau manchmal etwas eigenartig handelt, wobei eigenartig nicht ganz das richtige Wort ist aber ein anderes fällt mir gerade nicht ein.
Überhaupt werden die einzelnen Protagonisten nicht mit vielen Worten vorgestellt, ich glaube der richtige Ausdruck dafür ist *Show don't tell* (vielleicht aber auch nicht, ich habe ja keine Ahnung) spätestens wenn ihr Zacharias kennen lernt versteht ihr sicher was ich meine.

Mein Fazit: Lesen und dann gespannt auf die Fortsetzung warten, so wie ich. 

Das tolle Cover und die Gestaltung der Seiten gehen auf das Konto Christian Günthers.

  • Taschenbuch: 156 Seiten
  • Verlag: Low, Torsten; Auflage: Erstausgabe (14. Juni 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3966290006
  • ISBN-13: 978-3966290005








Montag, 26. August 2019

Amrûn Horror Tour

 Zur Zombie Zone

Heute startet die Amrûn Horror Tour und ich möchte euch in die 

Zombie Zone Germany 

entführen.

Gewinnspiel Ende und den Gewinner findet ihr hier:
https://astishexenwerk.blogspot.com/2019/09/blogtour-amrun-horror-tour-gewinner.html?fbclid=IwAR2NeKFi2Mq8I83cvUkf8syLYfTnei0iDvkeqHr0orbE8TorZtONWr7sml4

Am Ende des Beitrags stelle ich euch eine Gewinnspielfrage. 

Deutschland wurde von Zombies überrannt, plötzlich waren sie da. Gefräßig und ohne Mitleid fielen sie über die Menschen her und verwandelten sie ebenfalls in Zombies.............

Ja hatten wir schon.
Zombies gibt es schon immer und sowohl im Film als auch in der Literatur wurden sie bis zum Geht nicht mehr ausgeschlachtet.
Und auch im Aberglauben haben sie einen festen Platz, besonders auf Haiti im Voodoo Glauben, dort töten Voodoo Priester, scheinbar, gesunde Menschen und erwecken sie wieder zum Leben, die dann als Sklave missbraucht werden.
Ein klassischer Zombiefilm ist z.B. The white Zombie aus dem Jahr 1932, der im Gegensatz zu den Filmen, die es später in die Kinos schafften mehr als harmlos ist.
Meine persönliche Zombiefilmkarriere war mit
Dawn of the Dead von George A.Romero,
den ich als Teenager im örtlichen Kino sah beendet,hingeguckt habe ich nur selten (ich hätte den gar nicht sehen dürfen, aber der Kinobetreiber sah das nicht so eng).
Nun sind Bücher aber ganz etwas anderes als Filme, das Kopfkino lässt sich doch recht gut steuern und eines der erstes richtigen Zombiebücher war tatsächlich die Anthologie

Zombie Zone Germany 


Als roter Faden zieht sich die Infektionsquelle durch alle Geschichten: Maden, die den tödlichen Virus verbreiten. In diesen Geschichten kommt das Grauen, das die Zombies verbreiten nicht zu kurz, die Autoren sparen nicht an Gewalt, Blut und Ekel, aber sie zeigen auch die andere Seite, die Angst der Überlebenden und auch die Hoffnung das sich vielleicht doch noch alles zum Guten wendet.
Besonders in den zu der ZZG gehörenden Novellen liegt das Augenmerk oft auf den Lebensumständen um Freundschaft und Vertrauen.

In letzter Plan von Jenny Wood 

geht es um die Normalität des Lebens inmitten der Katastrophe, wenn das Grauen kurz in den Hintergrund rückt, weil Rachepläne gegen den EX gerade doch wichtiger sind.
Gerade diese Geschichte beweist, das Storys die zwar in der Zombieapocalypse spielen nicht nur bluttriefend sein müssen.

Asti von Astis Hexenwerk hat eine Rezension zu

Blutzoll

geschrieben, die gut trifft was auch ich empfand,

so wie Patrick von

Kopfgestöber 

 der über die ZZG sagt: 
Zombie Zone Germany sei jedem ans Herz gelegt, der ein Faible für gute Zombiegeschichten aus deutscher Feder hat! Diese Anthologie ist ein Kleinod in der heimischen Horrorliteraturlandschaft!


Es geht in erstaunlich vielen Geschichten um das Miteinander und oft auch um das Gegeneinander der Menschen.

Der Mensch ist der schlimmste Feind des Menschen.
Das bestätigt auch der Autor Thomas Williams, als ich ihn fragte ob er mir einen Klitzkleinen Satz aus der Novelle:

Fressen oder gefressen werden

 die im Oktober beim Amrûn Verlag erscheinen wird verraten könnte.
*Was ich sagen kann ist, dass die Menschen in meiner Novelle das größere Übel als die Zombies sind*
Mehr ließ sich ihm für euch nicht entlocken.
Ich bin schon sehr gespannt, ein bisschen was hat er mir verraten und das ist sehr vielversprechend, was genau ist natürlich streng geheim.

Bisher erschienen sind
Zombie Zone Germany Eine Anthologie
Tag 78 von Vincent Voss
Letzter Plan von Jenny Wood
Blutzoll von Matthias Ramtke
Trümmer von Simona Turini
Zirkus von Carolin Gmyrek
XOA von Lisanne Surborg

Jede dieser Novellen kann unabhängig von den anderen gelesen werden, jede hat ihre eigene Thematik, eines aber haben sie alle gemeinsam
Es gibt keine absolute Sicherheit in der Zombie Zone Germany.

Klickt auf das Tourbanner und ihr seid direkt in der Zombie Zone.
Wenn ihr euch traut.
Morgen geht es weiter bei
https://www.facebook.com/LadysofWonderland/posts/513990579363785
Zombiefilm, Zombiebuch oder lieber gar keine  Zombies? Was ist euch am Liebsten?

Zu gewinnen gibt es ein Wunschbuch, direkt vom Verlag im Wert von bis zu 20 Euro, wenn ihr also hier auf dem Blog kommentiert, dann bitte nicht anonym (oder schreibt mir gleichzeitig eine Nachricht an die im Impressum hinterlegte Adresse)

 und das Kleingedruckte, wichtig. LESEN.
Teilnahmebedingungen
- den Beitrag auf dem Blog und/oder auf Facebook kommentieren
- jeden Tag könnt ihr so ein "Los" sammeln (im besten Fall also 5 Lose)
- Teilen wäre lieb, ist aber kein Muss
- Teilnahme ab 16 (oder mit Erlaubnis der Eltern) und mit Wohnsitz in Deutschland
- Kein Ersatz, wenn der Postbote lieber selbst das Buch lesen möchte
- Der Rechtsweg ist ausgeschlossen und eine Barauszahlung nicht möglich
- Die Adresse wird nur für den Versand des Buches an den Verlag weitergegeben
- Das Gewinnspiel steht in keiner Verbindung zu Facebook
- Teilnahme ist bis zum 31.08.2019 23:59 möglich, am 02.09.2019 wird der Gewinner auf dem Blog „Astis Hexenwerk: https://astishexenwerk.blogspot.com/ und der Facebookseite „Astis Hexenwerk“ bekannt gegeben. Bitte melde dich dann bis zum 09.09.2019, danach wird neu ausgelost

Samstag, 17. August 2019

FAAR - Das versinkende Königreich: Die Aschestadt (Band 1): Fantasyroman von Christian Günther

Zur Verlagsseite
Als mir kurz nach erscheinen das Buch Die Aschestadt in die Hände fiel, lag mein Hauptaugenmerk bei Lesen noch auf Krimis und Thriller, Fantasy besonders mehrbändige, mussten schon ein besonderes Lesevergnügen versprechen, bevor ich sie zur Hand nahm. Beim ersten Lesen hatte ich so meine Schwierigkeiten mit dem Buch und legte es erst mal zur Seite, das ich es behalten habe zeigt aber das es mir lag nicht am Buch.
Jetzt endlich war es dann soweit, ich hatte die Ruhe und Muße und vor allem die Lust dazu mich nochmals nach Alaris zu begeben.
Die im Klappentext erwähnten Personen, Alix, Harmis und Gor, lassen allerdings zunächst auf sich warten. Zunächst lernen wir Hyron kennen, den Anführer der Söhne der Schande, einer Söldnertruppe, die für eine Handvoll Silberlinge ihre Schwerter in den Dienst eines jeden stellen der zahlen kann. Hyron und seine Männer und eine Frau wurden von den Meermenschen gefangen genommen, grauenvollen und brutalen Wesen die das Land terrorisieren.
Sie entkommen nur knapp mit der Hilfe von Syuk, einem Mischwesen das aus den Sümpfen stammt entkommen.Währenddessen rettet der junge Kartograf Harmis, Alix vor einem Unbekannten.
Es dauert etwas bis sich die Protagonisten treffen und gemeinsam hinter die Identität des Serienmörders und dessen Auftraggebers zu kommen versuchen.

Alaris ist kein Ort an dem man gern lebt, beherrscht wird er von der Bruderschaft, die jeden Kontakt mit ungeweihtem Wasser und natürlich den Meermenschen unter Strafe verbietet, schnell steht man unter dem Verdacht ein Verbrechen begangen zu haben und genauso schnell fällt das Urteil.
Die Stadt ist dreckig über allem liegt ein Hauch von Asche, es stinkt nach Unrat und Fäulnis.
Christian Günther beschreibt alles so bildhaft, das ich die engen Gassen vor Augen hatte und den Geruch in der Nase.
Vieles bleibt für lange Zeit ein Rätsel, manches ist von Beginn an für die Leser scheinbar offensichtlich und genau diese Mischung macht das Buch so spannend, auf jeder neuen Seite lauerten weitere Gefahren.
Die Protagonisten: Ja wen haben wir denn da. Die Söldnertruppe rund um Hyron besteht aus Faust, Arn und Sirra, die einzige Frau der Truppe. Sie sind, wie sich das gehört  voller Ehre, Loyal ihren Freunden gegenüber und skrupellos gegenüber ihren Feinden oder gegenüber den Feinden ihrer Auftraggeber, so erscheint es zumindest.
Gor der Seelenkrieger unbesiegbar und fast unsterblich wird getrieben von Mordlust, seine Geisteraxt will Schädel spalten und Fleisch zerfetzen, warum das so ist, erzähle ich euch natürlich nicht.
Harmis der Ziehsohn des Kartografen Cormas, ist noch sehr jung und hat doch in seinem Leben schon viel erlebt, er reift während der Geschehnisse enorm. Dann ist da noch Alix, die junge Frau ohne Gedächtnis, sie hat Fähigkeiten die sich auch ihr nur langsam erschließen.

FAAR - Das versinkende Königreich: Die Aschestadt

eine absolute Leseempfehlung und freue mich schon auf die Folgebände.

Das Buch und die weiteren Bände können direkt beim Verlag bestellt werden. Mit einem Klick auf das Coverbild, seid ihr direkt da.


  • Taschenbuch: 388 Seiten
  • Verlag: Amrun Verlag; Auflage: 1 (13. November 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3958692567
  • ISBN-13: 978-3958692565

Dienstag, 13. August 2019

Der Kinderflüsterer von Alex North

Inhalt: Tom will nach dem Tod seiner mit seinem Sohn einen Neuanfang und kauft ein Haus in der kleinen Stadt Featherbank. Tom hofft, das sich dort die Beziehung zwischen ihm und Jack verbessert und das  das introvertierte Kind in der neuen Umgebung aus sich herauskommt.
Was Tom nicht weiß, vor 25 Jahren wurden 5 Kinder aus Featherbank verschleppt und vom Kinderflüsterer Frank Carter ermordet.
Zwar wurde Frank Carter gefasst und verurteilt doch er hat niemals verraten wo sich die sterblichen Überreste seines letzten Opfers befinden, das quält den Detektiv Pete Willis bis heute. Immer wieder besucht er den Mörder im Gefängnis um neue Informationen zu bekommen.
Dann verschwindet erneut ein Kind und Jack hört ein Flüstern.

Das hört sich wahnsinnig spannend an und das ist es auch, allerdings leider nicht durchgehend.
Immer wenn der Autor zum wiederholten Male von der schwierigen Beziehung zwischen Tom und dem 7jährigen Jack erzählt. Jack lebt sehr in seiner eigenen Welt, er malt lieber als das er mit anderen Kindern spielt und er hat nur eine gute Freundin, ein imaginäres Mädchen, das ihn vor dem Kinderflüsterer warnt. Tom hadert mit sich, seiner Schreibblockade, mit dem Leben an sich und doch versucht er sein Bestes.Das waren aber auch schon fast mein einziger Kritikpunkte, nicht die Tatsache das der Autor die Beziehung und Probleme zum Thema macht sondern das er es so oft wiederholt.

Einen habe ich dann doch noch, mir war sehr schnell klar, wer der neue Kinderflüsterer wohl sein wird, ab dem Zeitpunkt war dann eigentlich nur noch die Frage, wie dieser aufgehalten werden kann und was seine Motive sind.
Die einzelnen Kapitel sind eher kurz und jeweils aus der Sicht eines anderen Protagonisten geschrieben, das macht die Story interessant, bekommt man doch einen tieferen Einblick in das Seelenleben der handelnden Personen.
Der Kinderflüsterer ist ein Debüt und dafür ist es wirklich gut gelungen, ich bin gespannt was wir von dem Autor noch zu lesen bekommen.

  • Broschiert: 448 Seiten
  • Verlag: Blanvalet Verlag; Auflage: Deutsche Erstausgabe (29. Juli 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3764507101
  • ISBN-13: 978-3764507107



Freitag, 9. August 2019

Vox Diaboli

Ich spare mir die Inhaltsangabe zu den einzelnen Stories, die wären so schnell gespoilert wie erzählt und das würde euch das Lesevergnügen ja nun gründlich verderben.
VOX DIABOLI I, enthält drei Kurzgeschichten, dreier Autoren, die fast völlig ohne Splatter auskommen, kein spritzendes Blut, keine vorquellenden Gedärme, keine Folterszenen. obwohl ich auch gern mal Bücher aus dem Splatterbereich lese, hat mir diese Anthologie nicht weniger gut gefallen.
Der Horror kommt hier auf leiseren Sohlen und niemand kann ihm entrinnen.
Ich kann nicht sagen welche der 3 Geschichten mir am Besten gefallen hat, jede war auf ihre Art wirklich lesenswert. Die Autoren haben jeweils ihren eigenen Schreibstil und gehen auf die unterschiedlichsten Arten an ihre Geschichte heran, gemeinsam ist ihnen, das sie sich klassischer Horrorelemente bedienen. Sie schüren die Angst vor dem Unbekannten, die Furcht davor die eingetreten Pfade des Lebens zu verlassen, verstärken den in den meisten von uns vorhandenen Aberglauben und der eine oder andere wird vielleicht den Wald vor seinem Haus mit anderen Augen sehen als bisher.
Gerade wollte ich noch schreiben, das es mich freut, das ein Klischee in diesem Buch nicht bedient wurde *Öffne niemals diese Tür* so ganz stimmt das nicht, es geht wohl nicht ohne,dafür war dann gerade diese Story, die die mir am meisten gefiel. ;o)
Vox Diaboli ist wirklich lesenswert und ich freue mich schon auf weitere Bände der Reihe. Es lohnt sich auch mal abseits der großen Verlag nach Lesestoff zu suchen, dann bekommt man solch Sahnestückchen ,wie dieses Buch vor die Augen.

Viel zu selten werden die Coverdesigner in Rezensionen erwähnt:
Azrael ap Cwanderay hat einen wirklich guten Job gemacht.

Die Stories:
Die Macht der Gewohnheit von Arthur Gordon Wolf
Der Schrumpfkopf von Rosa Leber
Die Eiche vor unserem Haus von Sören Prescher

Dienstag, 6. August 2019

Die Einsamkeit der Schuldigen Der Abgrund von Nienke Jos

Ein

Das müsst ihr lesen ebenso wie den ersten Teil.

Reicht nicht, aber das ist mein Fazit, das ich am Ende der Lektüre ziehe.

Ich mochte schon den ersten Teil: Die Einsamkeit der Schuldigen Das Verlies sehr, aber mit der Fortsetzung hat sich die Autorin Nienke Jos noch einmal selbst übertroffen. Wieder einmal lässt sie ihre vielen Protagonisten zu Wort kommen und man bekommt noch tiefere Einblicke in das Seelenleben der handelnden Personen. Wer ist Opfer? Wer ist Täter? Inwieweit sind die Täter schuld an dem was sie tun und wer ist gleichzeitig Opfer und Täter?

All diese Fragen zwingen zum weiterlesen. Seite um Seite. Und doch darf man nicht durch das Buch hetzen, Konzentration auf das Geschriebene ist zwingend erforderlich.

Achtung dieser Abschnitt könnte spoilern.

Junia muss das erlebte und den Tod ihres Geliebten noch verarbeiten, als auch sie zum Opfer wird und nicht nur ihre ganze Willenskraft aufbieten muss, um zu überleben.

Währenddessen versteht Ann Beck im Gefängnis nicht was sie eigentlich schlimmes getan hat, sie kam mir während des Lesens am nächsten, ich verstand ihre Einsamkeit ihr fast krankhaftes Verlangen nach Freundschaft, Liebe und Zuneigung, die Autorin lässt sie erzählen von ihrer Kindheit und ihrer Ehe, beides geprägt von Vernachlässigung. Ann erzählt all dies der Anwältin Leen Rogers, die eigene Ziele verfolgt und getrieben ist von ihrem Wunsch nach Rache an dem Psychiater Theodor Stein.

Und Berne, das Opfer aus dem ersten Teil? Berne will eigentlich nur nach Hause, zu ihrem Mann und ihrem Sohn, die noch immer auf sie warten als käme sie jeden Moment zur Tür herein, als wäre sie nur kurz fort gewesen. Herzzerreißend ist hier das einzige Wort, das mir einfällt.

Nienke Jos hat die Messlatte für weitere Bücher sehr hoch gehängt und nicht nur für ihre eigenen. Ich hätte nicht gedacht das es an der Art einen Krimi oder Thriller zu schreiben noch etwas Neues geben kann, Nienke Jos hat mich eines Besseren belehrt.

*Wenn man auf den Tod wartet, können sich Minuten schier unendlich hinziehen, während im Kampf ums Überleben jede Sekunde zählt. Kaum eine Autorin geht so gnadenlos mit ihren Protagonisten um, wie Nienke Jos es tut. Auch im lang ersehnten zweiten Teil stellt sie ihre Leser kompromisslos auf die Probe: kein Weiß, kein Schwarz, kein furioses Finale, stattdessen eine moralische Irrfahrt an den Abgrund der menschlichen Seele. Und wer noch glaubt, Jos habe etwas für die Guten übrig, wird hier meisterlich durch die Manege geführt. Ein gelungener Abschluss des spannenden Zweiteilers.*

Ausnahmsweise stimme ich dem Klappentext. s. o. ohne Vorbehalte zu.



Taschenbuch: 544 Seiten
Verlag: Gmeiner-Verlag; Auflage: 2019 (12. Juni 2019)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3839224497
ISBN-13: 978-3839224496