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Mittwoch, 2. November 2011

Das dänische Mädchen von David Ebershoff




Die amerikanische Malerin Greta Waud führt mit ihrem Mann, dem dänischen Landschaftsmaler Einar Wegener, ein bewegtes Künstlerleben im Kopenhagen der Zwanziger Jahre. Die Ehe der beiden ist glücklich. Bis sich eines Tages ihr Leben für immer verändert: Als Gretas Modell verhindert ist, bittet sie ihren Mann, einzuspringen und sich als Frau verkleidet von ihr ablichten zu lassen. Einar imitiert das weibliche Geschlecht so perfekt, dass Greta tief beeindruckt der gespielten Person den Namen 'Lili' gibt. Noch ahnt sie nicht, dass ihr Mann Einar bald den Entschluß fasst, endgültig Frau sein zu wollen. Ohne Zögern unterzieht er sich schließlich einer riskanten Geschlechtsumwandlung. Der 1969 in Kalifornien geborene David Ebershoff entdeckte durch Zufall eine kleine Notiz über Einar Wegener und stieß bei weiteren Nachforschungen auf die Tagebücher von Lili Elbe alias Einar Wegener. Sein Debütroman erzählt von diesem für seine Zeit unerhörten Schicksal.
copyright 3sat online

Meine Meinung:
Ich habe keine Quellen gefunden die die Geschichte 100% bestätigen,allerdings tut das dem Lesevergnügen keinen Abbruch. Sie erzählt die bedingungslose Liebe einer Frau zu ihrem Mann, der auch lieber eine Frau sein will, die ihn, in allem was er tut unterstützt und immer für ihn da ist. Zu der Zeit ist Einars Lebensweise ein Skandal, krankhaft und degeneriert, dieser Aspekt der Geschichte wird allerdings nur kurz angesprochen, der Leser kommt fast nur mit Menschen in Kontakt die Verständnis aufbringen, für Einar/Lili. Der Autor schafft es allerdings ohne pathetisch zu sein, die innere Zerissenheit Einars dazustellen und gleichzeitig seinen Mut den er aufbringen muss um sich als Lili in der Öffentlichkeit zu präsentieren.


  • Taschenbuch: 384 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (21. Dezember 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442472792
  • ISBN-13: 978-3442472796
  • Originaltitel: The Danish Girl

Sonntag, 30. Oktober 2011

Ein Hauch von Bittermandeln


 von Kathy Hepinstall

Die Geschwister Alice und Boone leben in der dauernden Angst, von ihrem Stiefvater Simon vergiftet zu werden. Beim Essen verständigen sie sich mit geheimen Zeichen: Der Reis ist okay, den hat Simon nicht zubereitet, zweimal zwinkern. Vorsicht aber mit dem Huhn! Danach liegen die beiden im Kinderzimmer und warten auf den Tod - sämtliche Gifte und ihre Symptome sind ihnen aus einschlägigen medizinischen Werken bekannt... Skurrile Ideen zweier phantasiebegabter Kinder? Die Sache sieht plötzlich anders aus, als eines Abends die Mutter panisch ins Zimmer stürmt und nur zwei Worte flüstert: „Rennt weg!“
Eine eigentlich spannende Geschichte, die in Texas um das Jahr 1968 spielt. Die labile Meg wird von ihrem Mann verlassen und verfällt in Tiefe Lethargie, aus der sie erst die Bekanntschaft mit Simon herausholt einem dubiosen Mann mit zweifelhafter Vergangenhei, der sich selbst als Megaphon Gottes bezeichnet und dabei Megs Kinder in Angst und Schrecken versetzt, eine Angst die sich als berechtigt herausstellt, leider steht der Schreibstil dem Lesevergnügen etwas im Wege, es dauerte etwas bis ich mich in die Geschichte rein fand. Für Leser die häufiger *altmodische* Bücher lesen, wird das Buch das reine Vergnügen sein.

Mittwoch, 24. August 2011

Raum von Emma Donoghue



Für Jack ist Raum die ganze Welt. Dort essen, spielen und schlafen er und seine Ma. Und dort versteckt sie ihn im Schrank, wenn Old Nick kommt … »Raum« trifft mitten ins Herz und wurde in den USA über Nacht zum Bestseller.


Auch seinen fünften Geburtstag feiert Jack in Raum. Raum hat eine immer verschlossene Tür, ein Oberlicht und ist 12 Quadratmeter groß. Dort lebt der Kleine mit seiner Mutter. Dort wurde er auch geboren. Jack liebt es fernzusehen, denn da sieht er seine »Freunde«, die Cartoonfiguren. Aber er weiß, dass die Dinge hinter der Mattscheibe nicht echt sind – echt sind nur Ma, er und die Dinge in Raum. Bis der Tag kommt, an dem Ma ihm erklärt, dass es doch eine Welt da draußen gibt und dass sie versuchen müssen, aus Raum zu fliehen …



Über den Inhalt des Buch will ich nicht mehr verraten als in der Leseprobe steht. Der 5jährige Jack lebt seiner Geburt, mit seiner Mutter in einem kleinen Raum, der nur das Nötigste enthält, sie leben nach einem geregelten Tagesablauf und eigentlich ist Jack glücklich, er hat seine Ma, seine Freunde im Fernseher, er kann lesen und schreiben, das Einzige was er nicht hat, ist die Freiheit zu gehen wohin er will, aber da er das nicht kennt vermisst er nichts. Für ihn sind nur die Dinge und Menschen im Raum real, alles andere ist nur Fernsehen, nicht echt. So wie auch Old Nick, der regelmäßig kommt den Müll entsorgt, Lebensmittel und manchmal Kleidung und so weiter bringt und wegen dem Jack im Schrank schlafen muss.

Raum ist ein Buch das den Leser bis ins Herz trifft, sobald man sich einlässt auf die Geschichte die durchgehend von dem kleinen Jack erzählt wird, lässt sie einen nicht mehr los, man muss wissen wie es weitergeht und was vorher geschah. Feinfühlich berichtet die Autorin von einer ungewöhnlichen Mutter Kind Beziehung, die die Beiden stark macht um ihr Schicksal gemeinsam zu meistern. Wie ich schon in meinem Leseeindruck schrieb, ist diese Geschichte etwas das jederzeit und überall geschehen kann auch in unserer direkten Nachbarschaft, da bleibt nur zu hoffen, das die wirklich betroffenen nur halb so stark sind wie Jack und Ma.

Ein kurzes Wort zu dem ungewöhnlichen Schreibstil.

*Ich springe auf Stuhlschaukel, damit ich Uhr sehen kann*

Ein wenig hat mich gestört, das die Mutter, die im Rahmen ihrer begrenzten Möglichkeiten viel Wert auf Bildung und Erziehung legt, immerhin kann Jack schon lesen und schreiben, zu lässt das er die Artikel einfach weg lässt, möglich das die Autorin diese Sprachweise genutzt hat um dem Leser noch eindringlicher zu vermitteln, das es sich bei Jack um ein noch sehr kleines Kind handelt, aber das wäre nicht nötig gewesen.

Mein Fazit, ein beeindruckendes Buch, das ich sehr gern gelesen habe und auch gerne weiterempfehle.


  • Taschenbuch: 416 Seiten
  • Verlag: Piper Taschenbuch (12. November 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492301290
  • ISBN-13: 978-3492301299
  • Originaltitel: Room


Freitag, 2. Oktober 2009

Das Leben der Wünsche / Thomas Glavinic

Klappentext:

Stellen Sie sich vor, Ihre geheimsten Wünsche würden wahr. Die innersten, dunklen Wünsche, von denen Sie selbst bisher nichts ahnten.


So ergeht es Jonas, dem ein Unbekannter eines Tages ein unerhörtes Angebot macht: "Ich erfülle Ihnen drei Wünsche." Der Ehemann, Vater, Werbetexter und leidenschaftliche außereheliche Liebhaber lässt sich auf das Spiel ein. Bis seine Frau eines Abends tot in der Badewanne liegt. Weiß die Nacht etwa mehr von Jonas' Wünschen als er selbst? Unverwechselbar erzählt der in Wien lebende Schriftsteller Thomas Glavinic die Geschichte eines ganz normalen Mittdreißigers, der genau das bekommt, was er sich wünscht. Und noch ein bisschen mehr.


Mein Fazit:

Jonas, Werbetexter, verheiratet, Ehebrecher, 2 Kinder, wünscht sich so vieles, wie wohl die meisten Menschen, nur im Gegensatz zu anderen Menschen bekommt er die Chance seine Wünsche in Erfüllung gehen zu lassen, weil sich ihm nämlich eine gute Fee nähert die ihm die drei berühmten Wünsche, die wir alle aus Märchen kennen offeriert, davon das die Fee aussieht wie ein Mann und nach Bier stinkt und im weiteren Verlauf des Buches nicht weiter vorkommt, sollten sich die Leser nicht weiter irritieren lassen, wie man auch so manch anderes in dem Buch wohl nicht unbedingt verstehen soll, sonst hätte uns der Autor sicherlich darüber aufgeklärt was es mit so manchen seltsamen Begebenheiten die in dem Buch geschehen so auf sich hat. Einige Wünsche erfüllen sich, z.B. wird ihm die Entscheidung abgenommen, welche Frau denn nun die Richtige für ihn ist, in dem seine Ehefrau in der Badewanne zu tode kommt, andere wiederum werden ignoriert, so wie es aussieht werden nur solche Wünsche erfüllt die er wirklich und wahrhaftig verspürt *Weltfrieden* gehört wohl nicht dazu.

Es bleibt viel Raum für Spekulationen und eigene Interpretationen, ich habe mir eine eigene Lösung für all die Rätsel zusammen gebastelt und fand den Roman mit dem Hintergrund dann sogar verständlich, das war vielleicht nicht im Sinne des Autoren, aber ohne meine eigene Erklärung, wäre das Buch eine unverständliche aneinanderreihung obskurer Erlebnisse gewesen.

Dies war mein erstes Buch von Thomas Glavinic, sein Schreibstil gefällt mir, seine Art die Leser im unklaren darüber zu lassen was genau nun eigentlich Wirklichkeit ist und was nur eingebildet, gefällt mir gar nicht.

Ich gebe dem Buch 3 Punkte für den Schreibstil und dem Raum für Fantasie und 0 Punkte für Null Erklärung.

Dienstag, 7. Juli 2009

Kuchen backen in Kigali von Gaile Parkin

Zu diesem Roman fehlen mir fast die Worte, ich bin absolut begeistert und musste mich bremsen das Buch nicht an einem Stück zu lesen sondern es langsam und in Ruhe zu genießen.

Angel verdient mit dem Verkauf selbst gebackener Kuchen, etwas zum Lebensunterhalt ihrer großen Familie dazu, gemeinsam mit ihrem Mann, zieht sie ihre 5 Enkelkinder auf, deren Eltern, wie so viele andere dieser Generation schon gestorben sind. Sie verkauft aber nicht nur Kuchen an Einheimische und Ausländer, sie gibt auch theoretische und praktische Lebenshilfe, so sammelt sie Geld für ein Liebespaar die beide keine Familie mehr haben, um ihnen den Start ins Eheleben zu erleichtern.

Gaile Parkin hat es geschafft ernste und teilweise sehr traurige Geschehnisse in eine Rahmenhandlung einzubauen die locker und leicht erzählt wird. Ich habe einiges über Ruanda und den Bürgerkrieg erfahren das mir fremd war und mich, weil so weit weg, auch nicht sonderlich interessierte. Sie erzählt vom Tod und Leid in seinen unterschiedlichen Formen und schafft es doch das ich als Leserin am Ende mit einem Lächeln zuklappte, denn sie erzählt auch vom Sieg des Lebens und der Freude daran. Ich wünsche mir mehr Bücher von Gaile Parkin, mehr Geschichten die Hoffnung machen darauf das das Leben so schwer es auch sein mag immer etwas gutes in sich birgt.

Freitag, 12. Juni 2009

Alles wegen Werner von Bettina Haskamp

Für Clara wird ein Alptraum wahr, als Ehemann Werner sich in eine junge Brasilianerin verliebt und nach dreißig Jahren die Scheidung verlangt. Na gut, die Ehe war eine Katastrophe und Clara konnte das Leben an Werners Seite nur mit viel Alkohol ertragen, aber was soll jetzt aus ihr werden?


Ohne die Luxusvilla an der portugiesischen Algarve, ohne richtigen Beruf, ohne Mann? Was ihr noch geblieben ist, sind Verzweiflung, Rotwein und ein übergewichtiger Hund. Verzweifelt nimmt sie Zuflucht in einem Häuschen irgendwo im einsamen Alentejo, bunkert Rotwein, Zigaretten und Hundefutter für den treuen Tom und gibt sich ihrem Kummer hin. Da kommt Hilfe von unerwarteter Seite, und auf einmal sieht Clara ein Licht am Horizont. Mit viel Selbstironie und ein paar guten Freunden macht sich Clara auf die Suche nach dem ihrem eigenen Leben, dem Leben nach Werner. Ein hinreißend komischer Roman über eine Frau, die durch den größten anzunehmenden Unfall in ihrem Leben zu sich selbst findet.


Meiner Meinung nach, verläuft Claras Leben nach der Trennung von ihrem Mann Werner viel zu glatt um auch nur annähernd realistisch zu sein, es sei denn man lebt ein Leben ohne finanzielle Probleme, denn dann kann man sich wie Clara nur auf sich selber konzentrieren.

Nach 30 Jahren Abhängigkeit und ein paar Wochen tiefster Depression inkl. Alkohol und Vernachlässigung der körperlicher Pflege, bricht Clara auf in ein neues Leben. Sie kauft sich eine Hütte in einer auf den ersten Blick unwirtlichen Region Portugals , baut sich dort ein neues Leben auf und trifft Menschen, die in kürzester Zeit zu ihren besten Freunden und Seelenrettern werden.Unter anderem einen kurzzeit Liebhaber, der ihr das Gefühl gibt immer noch begehrenswert zu sein, doch auch er verlässt sie wieder und erst nach einem Besuch in Deutschland um sich endgültig scheiden zu lassen, erkennt sie das sie in Portugal im wahrsten Sinne des Wortes Zuhause ist.

Mein Fazit.

Zu schnell lösen sich kleinere und größere Probleme in Luft auf und am Ende bleibt ein perfektes Leben in einer perfekten Welt, in der natürlich auch eine neue Liebe nicht fehlen darf.

Ein feines Buch für einen netten Nachmittag im Garten, schnell gelesen und schnell vergessen. Der Schreibstil Bettina Haskamp gefällt mir sehr gut, sie hat es mit ihrer lockeren und leichten Schreibweise geschafft das ich das Buch an einem Nachmittag gelesen habe, besonders ihre Beschreibungen der portugiesischen Landschaften hat mir sehr gefallen. Deswegen 3 Sterne.

Donnerstag, 28. Mai 2009

Die Hütte von William P. Young

Ein Wochenende mit Gott,mit dem ich leider nichts anfangen konnte, aber es hieß ja schon auf einer der ersten Seiten das das Buch nicht unbedingt für mich geschrieben wurde.

Mack hat seine Tochter durch ein schreckliches Verbrechen verloren, er und seine Familie trauern und zerbrechen innerlich fast an dem Schmerz den der Tod der Tochter und Schwester verursacht.

Eines Tages erhält Mack einen Brief der ihn an den Ort des Verbrechens einlädt, Mack folgt der Einladung und trifft auf drei Personen von denen eine behauptet Gott zu sein, Gott präsentiert sich als große Afroamerikanerin die sich selber *Papa* nennt, so nennt auch Macks tiefreligiöse Frau, Gott. Die beiden Anderen Personen sind Jesus und der heilige Geist.

In vielen Gesprächen bekommt Mack Antworten auf all seine Fragen er findet für sich Trost und lernt sich selbst zu vergeben.

Für mich persönlich trägt das Buch, mit seinem Tenor von Gottes allumfassender Liebe und Güte, zu dick auf.

Ich hatte etwas mehr Kritik erwartet, etwas mehr Wut von Macks Seite, ich bin beim Lesen teilweise sehr wütend geworden, in einer Szene erzählte Jesus das er die ganze Zeit von Missy Leidenszeit an ihrer Seite war und sie sehr tapfer gewesen sei, Mack nimmt diese Aussage dankbar hin, für mich völlig unverständlich.

Der Schreibstil des Autors ist sehr gut, er erzählt in einer bildreichen und poetischen Sprache, die seine tiefe religiösität zum Ausdruck bringt, vielleicht kann man zu einem anderen Thema nochmals etwas von ihm lesen.

Montag, 5. Januar 2009

Sehnsucht nach Elena/Joel Haahtela

Klappentext:
Poetisch und spannungsvoll – am besten zu lesen an einem traumverlorenen Sommertag: Nach seinem federleichten Roman »Der Schmetterlingssammler« erzählt der Finne Joel Haahtela auch in seinem neuen Buch von der Liebe: Auf der Suche nach der geliebten Frau stellt ein Mann sich seiner schmerzvollen Vergangenheit.
160 Seiten, 16.00 € (D), gebunden
ISBN:
978-3-492-05238-2
Piper Verlag

»Ich weiß fast nichts über sie. Nur ihren Namen. Elena. Ihr Gang ist mir vertraut, die Art, wie sie sich kleidet. Ich habe ihr Gesicht gesehen, das die Welt zu einem besseren Ort macht.« In einem Park sieht er die schöne junge Frau zum ersten Mal. Diese zufällige Begegnung reißt den alten Mann aus seinem einsamen Alltag. Sofort erscheint ihm Elena seltsam vertraut, seine Sehnsucht nach ihr wächst mit jedem Tag. Er möchte ihr nah sein, sie hören und fühlen. Die tiefempfundene Zuneigung zu ihr lässt ihn schließlich ungeahnte Kräfte entwickeln: Er tritt eine Reise an, die ihn nicht nur zu Elena ans Meer führt, sondern in seine eigene, schmerzliche Vergangenheit, die das Geheimnis seiner Sehnsucht birgt.


Nach der Leseprobe hatte ich einen Roman in der Art von:

Er trifft sie, Missverständnisse, Trennung, Happy End, erwartet, so eine Geschichte hätte mir in diesem Schreibstil sicherlich auch gefallen. Aufgrund der Erzählweise mochte sich die Idee, die Hauptfigur könne ein Stalker sein, nicht in in mir festsetzen.

Erst kurz vor Schluss eröffnete sich der wahre Inhalt der Geschichte, die Geschichte einer vergangenen Liebe und nicht die einer aktuellen.

In schönen klaren Worten und kurzen Kapiteln führt uns der Autor durch sein Buch, das leider nur ca.150 Seiten umfasst und darum auch nicht viel Raum lässt etwas dazu zu sagen, ohne zu viel zu verraten.

Alles in Allem ist es ein Buch das mich bewegt hat und das ich gerne weiterempfehle

Montag, 27. Oktober 2008

Das Haus in den Wolken von Judith Lennox

Klappentext:
Bei einer Autopanne an der Küste Devons begegnet Richard Finborough Isabel Zeale, einer jungen Frau von kühler Schönheit aus kleinen Verhältnissen. Umso erstaunter ist der Frauenschwarm und einzige Sohn eines irischen Gutsbesitzers, als sie ihn zurückweist. Fast gegen seinen Willen verliebt er sich; eine Liebe, die gegen die Konventionen ist und dennoch in eine Ehe mündet, die viele Höhen und Tiefen überdauern wird. Isabel und Richard bekommen drei Kinder, Richards Geschäfte florieren – bis der Erste Weltkrieg der glücklichen Zeit ein Ende zu setzen droht. Und längst hat Isabel den richtigen Augenblick verpasst, um ihrem Mann ihr Geheimnis anzuvertrauen. Es belastet sie, seit sie vor Jahren eine falsche Entscheidung traf. Es verfolgt sie, wenn sie am wenigsten daran denken will. Und eines Tages wird es sie und diejenigen, die ihr am wichtigsten sind, einholen.

Die Autorin:
Die Bestsellerautorin Judith Lennox, 1953 in Salisbury geboren, wuchs in Hampshire auf. Mit ihren mittlerweile 14 Büchern, die die Tradition des englischen Gesellschaftsromans erfolgreich in die Gegenwart führen und alle bei Piper vorliegen, hat sie auf Deutsch schon 1,8 Millionen Leserinnen gewonnen. Judith Lennox lebt mit ihrer Familie in Cambridge und in einem Cottage in Sheffield. Zuletzt erschienen »Alle meine Schwestern« und »Der einzige Brief«.

Meine Meinung:
Für dieses Buch eine Rezension zu schreiben, fällt mir furchtbar schwer, weil mir zwar die Geschichte an sich sehr gut gefallen hat, die Art und Weise wie sie geschrieben wurde aber gar nicht.

Eine Familienchronik der ich mehr Raum gewünscht hätte, alles ging ganz furchtbar schnell.
Kennenlernen, Heiraten, Kinder, Weltkriege.
Im Jahr 1909 lernen sich der Geschäftsmann Richard und die Haushälterin Isabel kennen und lieben, nach kurzem Zögern willigt Isabel in eine Heirat ein,es folgt eine turbulente Ehe in der drei Kinder geboren werden.
Während des 1. Weltkrieges lernt Richard, Nicholas Chance ,kennen der ihm das Leben rettet und dessen Tochter Ruby,er aufnimmt, als Nicholas später spurlos verschwindet.Mit Ruby lernen wir auch ihre Mutter, deren herrische Schwester und eine Cousine kennen, die im Laufe des Romans auch noch eine wichtige Rolle beim verschwinden ihres Vaters spielen.
Leider immer nur kurz erfahren wir vom Leben der Kinder, die sich anders entwickeln als Richard und Isabel und sich das vorstellen und sich im Laufe der Geschichte immer mehr von ihren Eltern entfernen und schließlich von ihnen verstoßen werden.
Sara, die sich als einzige Tochter in den falschen Mann verliebt und dann um ihren Eltern zu gefallen einen Anderen heiratet ein Kind bekommt und später Beide verlässt um in London ihre einzig wahre Liebe wiederzufinden.
Phillip, der sich in eine ehemalige Freundin seines Vaters verliebt, sie gegen alle Widerstände heiratet, Kinder bekommt und glücklich wird.
Und Theodore, der um den Streitereien zu entgehen ins Ausland geht.


Als Isabel ihr dunkles Geheimnis beichtet, von dem zwar der Leser weiß, nicht aber Richard, trennen sich die Beiden und erst während des zweiten Weltkrieges findet die Familie wieder einen Weg zueinander.

All die Personen bleiben blass, sie bleiben mir fremd und so kann ich weder Trauer noch Freude mit ihnen teilen.Vielleicht wäre mehr in diesem Fall besser, mehr Zeit die Familie kennen zulernen.

Donnerstag, 4. September 2008

Vor mir den Tag unter hinter mir die Nacht. von J. Hein

Im Großen und Ganzen geht es wie so oft um die Liebe.Die Hauptperson versucht mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln seine Angebetete daran zu hindern zu gehen Und das kann er, indem er ihr von seiner Arbeit erzählt, dem Sammeln von verrückten, verworfenen Ideen und Romananfängen, die er aber eigentlich gar nicht will. Wie so oft im Leben führt aber das Ungewollte zum Erfolg und in dem er Rebecca, eine Geschichte erzählt in der eine Geschichte erzählt wird, bewegt er sie zum Bleiben. Die erste Geschichte erzählt von Sophie die immer weiß was andere brauchen und die dazu verdammt ist diese Wünsche zu erfüllen, sie führt uns vor Augen das es nicht von Vorteil ist immer zu wissen was andere brauchen und es ihnen auch zu geben weil man sich dann evtl auch selbst verliert. Die zweite Geschichte und meiner Meinung nach die Beste,erzählt von Heiner und Wolf, Heiner ist ein selbsternannter Wissenschaftler der auf der Suche nach dem Sinn des Lebens, kurz vor dem Ziel ist. Ihm fehlt nur nur noch ein kleines bisschen Zeit ohne Ablenkung und Wolf ist in der Lage ihm diese Ruhe zu verschaffen.Hier zeigte sich mal wieder. *Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.* Ein feines Buch für ein oder zwei gemütliche Lesenachmittage, das trotz des lockeren amüsanten Schreibstils zum Nachdenken anregt.

Freitag, 15. August 2008

Der nützliche Freund von Ulrich Wickert

Ich konnte mich mit dem Buch leider nicht so recht anfreunden obwohl ich es mit Spannung erwartet hatte.


Vielleicht lag es daran das es zu *französisch* ist, jemand der gar kein französsich spricht braucht ein Wörterbuch um die Aussprache nachschlagen zu können.

Vielleicht fehlte mir auch das Hintergrundwissen, Leuna Affäre u.s.w. ich hatte auch keine Lust mir das noch anzulesen.

Die Handlung an sich fand ich auch nicht gerade spannend und flüssig geschrieben.

Alles in Allem, leider kein Lesevergnügen für mich.