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Dienstag, 5. November 2013

Blow Out von Uwe Laub


 


Inhalt:

2052
Der Klimawandel hat die Erde voll im Griff, die Pole schmelzen ab, der Meeresspiegel steigt, die Küstenbewohner müssen ihre Häuser verlassen.
Die Ozonschicht löst sich in Nichts auf, obwohl der CO2 Ausstoß streng reglementiert ist. Obwohl es alternativen zum Erdöl gibt, erwärmt sich die Erde immer mehr.
Als die Botschaftsangehörige Emma, von ihrem Chef den Auftrag erhält, eine 40 Jahre alte Akte aus dem Archiv zu holen, kommt sie der Anweisung die sie für unter ihrer Würde hält nur widerwillig nach, was sie dann aber in der streng geheimen Akte liest, bringt nicht nur sie in tödliche Gefahr sondern alle denen sie davon erzählt und sie muss davon berichten, sie muss dafür sorgen das die Akte öffentlich gemacht wird, um zu retten was noch zu retten ist. Gemeinsam mit ihrem Ex Freund Nick, einem Öko Journalisten macht sie sich auf die gefährliche Suche nach weiteren Beweisen zu dem Inhalt der Akte steht, immer mit einem sadistischen amerikanischen Geheimdienstagenten auf den Fersen.

Meine Meinung:
Uwe Laub hat in seinem Öko Thriller ein brisantes Thema aufgegriffen, die Verknüpfung von Politik, Umweltschutz und Profitgier, auch wenn der Hauptteil der Handlung in der Zukunft spielt, ist das Szenario, das er erschaffen hat, durchaus vorstellbar, vielleicht sogar unabwendbar?
Mir schien der Roman außerordentlich gut recherchiert, einige Geschehnisse sind in jüngerer Zeit tatsächlich passiert, also nachprüfbar, anderes erschien mir logisch z.B. ein US amerikanischer Geheimdienst, SCS, dessen Existenz von den Behörden geleugnet wird und der Aufträge ausführt die sogar für die CIA zu schmutzig sind.
Bis zum Schluss weiß der Leser nicht, wem Emma trauen kann, die Motive ihres Vorgesetzten ausgerechnet ihr den Auftrag zu geben bleiben im Dunkeln.
Ein Roman wie ein Katastrophenfilm, schnell und hart, Verfolgungsjagden zu Wasser und an Land, sadistische Verhörmethoden  machen aus dem Öko Roman einen Öko Thriller.
Allerdings birgt das Katastrophenfilmszenario für mich auch die Schwachstelle des Buches.
Ich hatte zu keiner Zeit wirklich Sorge das Emma oder Nick ernsthaft etwas passiert, die Guten überleben fast immer und die extrem kurzen Szenen gefielen mir nicht so ganz, kaum wurde es spannend kam der nächste Cliffhanger, gut nach wenigen Seiten ging es weiter, trotzdem war ich erst mal raus.
Nichtsdestotrotz, das Buch ist spannend und lesenswert.
  • Taschenbuch: 512 Seiten
  • Verlag: Ullstein Taschenbuch (13. September 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 354828552X
  • ISBN-13: 978-3548285528

Montag, 16. April 2012

Das Geflecht von Andreas Laudan


  • http://www.rowohlt.de
  • Erscheint am 02.05.2012
  • ISBN-13: 978-3499258480
Klappentext:
Es lebt. Es wächst. Es tötet. Ein stillgelegtes Bergwerk: für Justin und seine Freunde der perfekte Ort, eine verbotene Party 
zu feiern. Was als Spaß begann, endet in einem Albtraum. Zwei der jungen Draufgänger stürzen in einen tiefen, engen Schacht. Nur eine Frau kann sie retten: Tia Traveen ist Höhlenforscherin, eine der besten – und sie ist blind. Doch kaum hat sie sich in die Tiefe abgeseilt, stürzt hinter ihr der Schachteingang ein. In dem finsteren Labyrinth beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Denn dort unten wächst etwas Tödliches. Und irgendjemand setzt alles daran, dass keiner überlebt, um davon zu erzählen.
Meine Meinung:
Trotz eines früheren Versprechens das sich der 17.jährige Justin selbst gegeben hat, niemals jemanden fahrlässig in Gefahr zu bringen, stiehlt der Junge die Schlüssel einer stillgelegten Salzmine aus dem Schreibtisch seines Vaters um mit Freunden dort seinen Schulabschluß zu feiern. Wie sich bald herausstellt eine schlechte Idee, denn seine Freundin und sein bester Freund stürzen in einen alten Müllschacht in dem das Grauen in Form eines schnell wuchernden Pilzes lauert, de Grund für das schnelle Wachstum des Pilzes versuchen Justins Vater Bringshaus und sein Geschäftspartner Böttcher, mit fast allen Mitteln zu verhindern, Böttcher würde dafür sogar über Leichen gehen.
Zum Glück für die Jugendlichen ist die Höhlenforscherin Tia für einen Vortrag in der Nähe und eilt zur Rettung, das sie blind ist, ist in der dunklen Höhle bald von Vorteil für die gesamte Rettungsaktion.
Andreas Laudan, schafft es seinen Leser zu fesseln, die Story ist außerordentlich spannend aufgebaut, der Leser kann sich bis zum Schluß nicht auf ein Happy End einstellen, denn immer wieder geschehen unerwartete Dinge,die die Rettung behindern. Die Charktere sind sehr liebevoll ausgearbeitet und der Autor schafft es dem Leser die einzelnen Personen nahezu bringen, so das man wirklich mit ihnen mitleidet und hofft und mit ihnen verzweifelt wenn sie an scheinbar nicht überwindbare Schwierigkeiten stoßen.
Auch die Auflösung der Geheimnisse in der Höhle ist konsequent logisch aufgeklärt und auch für Laien verständlich beschrieben, so das ich denke das der Autor gut recherchiert hat dies ist ein weiterer Pluspunkt für den Roman, auch die Beschreibung der Hauptperson Tia, ihre Art mit ihrer Blindheit umzugehen und sich in der für sie völlig normalen Dunkelheit zurecht zu finden ist fantastisch gelungen.
Ich freue mich schon auf weiter Bücher des Autors.