Donnerstag, 28. Februar 2019

Liebes Kind von Romy Hausmann

  • Nach §2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diesen Beitrag als Werbung
Inhalt: Lena lebt mit ihren Kindern Hannah und Jonathan in einer abgeschiedenen Hütte im Wald, allerdings nicht freiwillig. Sie wird von einem namentlich nicht genannten Mann seit Jahren in der Hütte gefangen gehalten, er versorgt sie mit allem lebensnotwendigen und er bestimmt jede Minute ihres Tagesablaufs. Während Lena immer wieder Fluchtpläne schmiedet, fühlen die Kinder sich wohl, sie kennen es nicht anders und ihr Vater kümmert sich um alles was sie brauchen und er sorgt dafür das sie immer eine Mutter haben.

Meine Meinung:
Ich habe schon lange keinen Thriller mehr gelesen bei dem ich atemlos Seite um Seite las und das Buch einfach nicht aus der Hand legen konnte.
Eigentlich ist damit schon alles gesagt.Romy Hausmann hat eine Atmosphäre geschaffen die bedrückender kaum sein könnte, fast körperlich spürt man die Bedrohung die von dem Vater ausgeht, die Angst der Mutter. Besonders erschreckend war für mich die Selbstverständlichkeit mit der die Kinder, besonders die 13 jährige Hannah die Situation hinnehmen, sie sind in der Hütte zuhause, sie kennen die Welt draußen nur aus den Erzählungen der Mutter.
Lenas Vater Matthias spielt ebenfalls eine große Rolle, seit dem Verschwinden Lenas vor 14 Jahren hat er nicht aufgegeben sie zu suchen, bis er eines Nachts den erlösenden Anruf bekommt: Eine Frau auf die Lenas Beschreibung passt, wurde gefunden und befindet sich in einem Krankenhaus nahe der tschechischen Grenze. Ich mochte ihn nicht immer, die Gründe dafür erfahrt ihr wenn ihr das Buch lest, aber vielleicht habt ihr ja mehr Verständnis für sein Verhalten.
Viel mehr möchte ich eigentlich nicht schreibe, ich würde viel zu viel verraten, es gibt einige überraschende Wendungen, mit denen ich so nicht gerechnet hatte, ich hatte grenzenloses Mitleid mit den Kindern, darum hier die Warnung, für zartbesaitete ist dieses Buch nicht geeignet. Blut fließt allerdings kaum, das wird aber auch nicht gebraucht, der Schrecken ist hier viel subtiler.

Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung.

EUR 15,90 € [DE], EUR 16,40 € [A]
dtv premium
Originalausgabe, 432 Seiten, ISBN 978-3-423-26229-3
28. Februar 2019

Montag, 25. Februar 2019

Die verborgenen Stimmen der Bücher von Bridget Collins


Inhalt:

Kurz nachdem er eine lange Krankheit überstanden hat, wird Emmet von seinen Eltern zu einer Buchbinderin in die Lehre geschickt. Für Emmet kommt das einer Bestrafung gleich, denn Bücher sind in seiner Welt verpönt und die Kreuzzüge gegen Buchbinder sind noch nicht allzu lange her. Als Emmet seine Lehre bei der Buchbinderin Seredith beginnt, lernt er zunächst nichts über das Buchbinden, seine Lehrmeisterin lässt ihn nicht einmal in die Nähe eines fertigen Buches. Emmet lernt wie man Bücher veredelt und Geduld, denn Seredith vertröstet ihn immer mit "Später" wenn er Fragen stellt.

Meine Meinung: So wie Emmet stand ich auch vor einem Berg von Fragen, die erst langsam und dann auch nicht gleich komplett beantwortet wurden. Die Autorin hält sich nicht lange mit Beschreibungen der Zeit, in der sie ihr Buch spielen lässt, auf. England in einer Zeit, in der es kaum Technik gibt, in der sich die Menschen mit der Kutsche oder zu Pferd fortbewegen und Magie gibt es nur in Form des Bindens. Mehr Informationen gibt es nicht, da ist dann die eigene Fantasie gefragt und wenn ich ehrlich bin, es hat mich nicht sehr gestört. Störender fand ich schon das über das Binden an sich und die Vergangenheit, die Kreuzzüge, nicht mehr erzählt wurde.

Gemeinsam mit Emmet erfahren wir was es in groben Zügen mit dem Binden auf sich hat, das es Bücher gibt, welche die wahren Erinnerungen beinhalten und deshalb unter Verschluss gehalten werden müssen, eine nette Anekdote ist, dass es auch Fälschungen gibt, sogenannte Romane, Geschichten, die sich irgendwer ausgedacht hat. Na sowas.

Es gibt auch eine Liebesgeschichte, zwischen wem und was die mit dem Binden zu tun hat, das verrate ich hier nicht. Mich konnte sie aber leider nicht überzeugen, ich spürte kein Knistern zwischen den Liebenden, zwar wurden Spannungen beschrieben, aber der Funke sprang nicht über.

"Die verborgenen Stimmen der Bücher" zu lesen macht wirklich Spaß, trotz meiner oben stehenden Kritik, ihr Schreibstil ist wirklich schön, sie führt ihre Leser durch das Buch und man kann sich der Geschichte nicht entziehen, da sind natürlich auch die Fragen die sich stellen und auf deren Beantwortung man hofft. Die Fragen werden zwar beantwortet, aber für meinen Geschmack nicht ausführlich genug. Ich bin wirklich hin- und hergerissen zwischen "ein wunderschönes Buch", was es durch den Schreibstil und die behutsame Art mit der die Autorin ihre Leser durch das Buch geleitet auf jeden Fall ist und "das reicht mir nicht".

Das Buch ist wunderschön gestaltet, der blaue Schnitt, ein rotes Lesebändchen, Blüten die die einzelnen Abschnitte und den Kapitelanfang zieren, machen es zu einem Schmuckstück in jedem Regal,

Gebundene Ausgabe: 467 Seiten
Übersetzung:  Ulrike Seeberger
Originaltitel: The Binding
Verlag: Rütten & Loening; Auflage: 2. (15. Februar 2019)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 335200921X
ISBN-13: 978-3352009211



Sonntag, 24. Februar 2019

Endland von Martin Schäuble

Inhalt: Die Story ist schnell erzählt. Anton und Noah absolvieren ihren Militärdienst in einer Kaserne in der Nähe der polnischen Grenze. Während Anton hinter der Politik der Regierung steht, die keinerlei Flüchtlinge in das Land lassen will und Deutschland schon fast komplett abgeriegelt hat, zweifelt Noah am System und an den Zielen der Alternativen.

In Äthiopien kämpft die junge Fana darum ihre Ziele zu erreichen, sie will Ärztin werden, da sie aber ihre Eltern unterstützen muss und das wenige was sie verdient nicht auch noch für ein Studium reicht, lässt sie sich recht schnell von der deutschen Ärztin Karla überreden nach Deutschland zu gehen und dort zu versuchen als Flüchtling anerkannt zu werden und irgendwann Medizin studieren zu können.

Meine Meinung: Zu wissen, dass vieles von dem was in Endland Realität, das ist was sich Menschen in unserem Land wünschen, ist schon erschreckend.

Dadurch das der Autor die nahe Zukunft für seine Geschichte gewählt hat, ohne die häufigen Zutaten für eine typische Dystopie: Gedankenkontrolle, selbst denkende Maschinen, ist sie so realistisch. Alles, was er beschreibt, ist denkbar und die Konsequenzen, aus dem was die herrschende Partei beschließt und durchsetzt, sind für jeden denkenden und fühlenden Menschen nur logisch.

Der Autor hat sich dafür entschieden vieles, von dem was eine bestehende Partei in ihr Wahlprogramm geschrieben hat, aufzugreifen und weiterzudenken und vielleicht ist das Buch gerade deswegen auch für Menschen geschrieben die dieses Wahlprogramm gern umgesetzt sehen würden.

Die Sprache die Martin Schäuble verwendet, ist recht einfach, es gibt fast nur schwarz und weiß, gut und böse. Mir fehlten ein bisschen die Zwischentöne, die Stimmen der Menschen die auch heute laut von ihren Ängsten vor dem Unbekannten und vor der eigenen Zukunft sprechen.

Selbst Anton, der ja voll hinter dem Regime steht, verliert nie seinen gesunden Menschenverstand und auf einem Geheimauftrag auch nie seine Menschlichkeit, das ist seiner Freundschaft zu Noah geschuldet.

Ich habe schon viele Stimmen gehört die dieses Buch als Schullektüre empfehlen und ich darf ihnen zustimmen, allerdings eher für Schüler, ab der fünften bis zur siebten Klasse, davor sind sie zu jung und danach sind sie im Idealfall bereit für komplexere Lektüre.

Trotz meiner Kritik, ich hätte auch gern mehr von den Lebensumständen und den Reaktionen der anderen Länder gelesen, bekommt Endland eine absolute Leseempfehlung von mir.

  • Broschiert: 224 Seiten
  • Verlag: Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG; Auflage: 2 (24. Juli 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 9783446257023
  • ISBN-13: 978-3446257023
  • ASIN: 3446257020
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre

Samstag, 23. Februar 2019

Finsterwald von Judith Winter

Inhalt: Ein Serienkiller hinterlässt Spuren auf den Körpern seiner Opfer, die die Ermittlerinnen Em und Mai zunächst nicht deuten können, doch um das letzte Opfer zu retten müssen sie die Botschaften des Killers entschlüsseln.

Meine Meinung:
Hier war ich dem Ermittlerduo Em und Zhou ein klein wenig voraus, die Hinweise, die der Mörder hinterlässt, waren schon sehr deutlich und auch wer der Killer sein könnte, ahnte ich schon bald. Das lag eindeutig an den Charakterbeschreibungen der Protagonisten.
Das Buch war nicht schlecht, die Story ist sehr interessant, die Ermittlungsarbeiten sind recht spannend und Em und Zhou sind sehr sympathisch, sie arbeiten mittlerweile hervorragend zusammen.
( Finsterwald ist das vierte Buch um Emilia Capelli und Mai Zhou).
Judith Winter beginnt mit einer bedrückenden Szene um einen kleinen Jungen, der eingesperrt und halb erfroren in einem Keller sitzt und wechselt dann in die Gegenwart um hier von den Opfern und den Ermittlungsarbeiten zu erzählen.
Ich mag den Schreibstil der Autorin, er ist leichtfüßig und locker. Ich konnte mir sowohl die Personen als auch die Orte lebhaft vorstellen, gerade die Orte die sie beschreibt sorgten für den einen oder anderen Gänsehaut Moment.
Alles in Allem ist Finsterwald ein solider Krimi, den man gut lesen kann ohne die vorigen Bücher zu kennen.

  • Taschenbuch: 496 Seiten
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (31. Januar 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423217480
  • ISBN-13: 978-3423217484

Freitag, 22. Februar 2019

Wollt ihr Musik, oder was? von Oliver Zils

Die ganze Geschichte der Rodgau Monotones.



Heute habe ich eine Buchvorstellung für Fans und für die die es noch werden wollen. Oliver Zils erzählt die Geschichte der Rodgau Monotones, der hessischen Rockband aus Rodgau.
Ich gebe zu, ich habe von der Band noch nie etwas gehört, als die sechs Rodgauer ihre Band im Jahr 1977 ihre Band gründeten, war ich 12 und lebte weltenweit weg in NRW. Als sie 1978 ihren ersten Auftritt hatten, hörte ich Baker Street von Garry Rafferty und Mull of Kintyre der Wings. Rock und besonders Rock aus Deutschland stand nicht auf meiner Playlist.
Auch wenn sich mein Musikgeschmack im Laufe der Zeit erweitert hat, die hessische Rockband hat sich immer vor mir versteckt, aber nicht ganz, das hier kannte ich doch.

Erbarme die Hesse komme

https://www.youtube.com/watch?v=F3uAGhWdrxo

Und natürlich kannte ich auch
"Nackt im Wind"
Dem deutsche Beitrag zum Live Aid Konzert



Nun wollte ich auch wissen wer hinter den zum Teil recht amüsanten Texten steht und da kam mir der Bildband von Oliver Zils gerade recht.
Der Titel des Buches bezieht sich auf das 1982 im Rockport-Verlag erschienene gleichnamige Album "Wollt ihr Musik, oder was?"
In den ersten Jahren Coverten die Bandmitglieder Stücke bekannter Musiker mit deutschen Texten. Das erste Mal im Radio vertreten waren sie mit Ei Gude, einer Singleauskopplung vom Album "Fluchtpunkt Dudenhofen" ihren ersten Lifeauftritt hatten sie im Roxy in Offenbach als Pausenfüller. Pausenfüller blieben sie nicht lange, kamen zu Beginn 2000 Musikbegeisterte um sie zu hören, eröffneten sie schon bald Festivals auf den Größen wie Meat Loaf und Bob Dylan spielten.

Mir ist also wohl wirklich etwas entgangen, die Rodgau Monotones spielen keine Faschingsmusik, wie meine erste Befürchtung war ( ich lebe mittlerweile in BW und habe Dinge gehört...), sondern Partyrock, mit dem ich mich in der nächsten Zeit wohl näher beschäftigen werde.

  • Gebundene Ausgabe: 176 Seiten
  • Verlag: Societäts-Verlag; Auflage: 1 (4. Oktober 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3955423034
  • ISBN-13: 978-3955423032

Dienstag, 19. Februar 2019

8 Fragen 8 Antworten: Ein Interview mit Stefan Sprang

Heute möchte ich euch, einen der beteiligten Autoren des langen Tags der Bücher genauer vorstellen.

Stefan Sprang, den ihr in der Bildmitte seht.


Das Bild wurde mir von Christiane Busch zur Verfügung gestellt
Wie lernt man einen Menschen am Besten kennen? In dem man sich mit ihm unterhält. Ich hatte auf der Veranstaltung "Der lange Tag der Bücher" ganz kurz die Gelegenheit  mit Stefan Sprang zu sprechen.
Zur Verlagsseite
Sein biografischer Roman über Joseph Schmidt "Ein Lied in allen Dingen", erzählt vom Schicksal des Schlager und Opernsängers, der in den 1920er Jahren zum Radiostar wird, die Welt liegt dem knapp über 1,50 Meter großen Sängers zu Füßen. As die Nazis die Macht übernehmen, verpasst Joseph Schmidt den richtigen Zeitpunkt zur Flucht, wie so viele Opfer glaubt er wohl das ihm nichts passieren wird, schließlich war Goebbels einer seiner Fans. Außerdem ist Schmidt sehr an seine Familie gebunden, Stefan Sprang erzählte während der Lesung, dass Schmidt während einer Amerikatournee, täglich mit seiner Mutter telefonierte.
Jetzt aber zu den Fragen, die ich dem sympathischen Autor im Vorfeld per Mail stellte.

1. Für die Leser die Sie noch nicht kennen, beschreiben Sie sich doch bitte in 5 Worten.

Sentimental
Sprachverliebt
Humorvoll-schlagfertig
Hartnäckig
Kulturverrückt

2. In Ihrem Buch: Ein Lied in allen Dingen, erzählen sie von dem Operntenor Joseph Schmidt. Wie kamen sie gerade auf ihn?

Eine verrückte Geschichte. 1992 zog ich mit einem Studienkumpel in eine neue Wohnung in Berlin Neukölln. Wie so oft: Der Vormieter hatte das alles recht fluchtartig hinterlassen. In einer Kammer fanden wir allerlei Dinge: Alte Schlittschuhe, Mörtel – und ein Doppelalbum mit Joseph Schmidts „Hits“. Aus Neugier habe ich mich bald durch die Platte gehört. Und war sofort hin und weg. Diese wirklich engelgleiche Stimme. Weder war ich damals großer Opernfan, noch waren alte und neue Schlager Bestandteil meines Plattenschranks. Aber dieser der Stimme konnte ich mich nicht entziehen. Selbst aus Kitsch machte Schmidt wie tief empfundene seelenvolle Musik. Alles klang zugleich so leicht und uneitel und einfach mitreißend. Ich dachte sofort: „Der liebt das bedingungslos, was er da macht. Und der liebt die Menschen, für die er da singt.“ Und dann las ich auch noch im Plattencover den Abriss von Schmidts bewegt-tragischer Lebensgeschichte. Damals wusste ich: Irgendwann will ich daraus „was machen“. Und einen biographischen Roman habe ich dann schlussendlich draus gemacht mit wirklich langem Anlauf.


3. Glauben Sie das Ihr Buch etwas in den Lesern bewegt, den einen oder anderen vielleicht auch zum Umdenken bewegt?

Ja, doch, die Hoffnung ist ja immer da. Bewegen wird diese Geschichte, allein weil Schmidts Leben so früh und tragisch endet. So oft will man ihm zurufen: „Bring dich in Sicherheit, bleibe in Amerika“. Er kehrt zurück nach Europa. Was das Umdenken bewegt. Na ja, mit dem Schriftsteller und seinem Publikum ist es ja eigentlich wie mit dem Pfarrer und der Kirchengemeinde. Diejenigen, die meinen Roman lesen werden, sind sicher allermeistens tolerante weltoffene neugierige Menschen. Aber, das kann Literatur dann schon. Die Leserinnen und Leser darin bestärken, tolerant zu bleiben, offen zu bleiben, neugierig zu bleiben und menschenfreundlich. So, wie Joseph Schmidt ein großer Menschenfreund war, einer, der nicht geklagt und aus egoistischen Motiven gehandelt hat.

4. Was macht Stefan Sprang, wenn er nicht schreibt?

Geld verdienen muss sein, das geht mit der Literatur nun leider nicht. Ich bin freier Hörfunkjournalist beim Hessischen Rundfunk und dort bei der Hörfunkwelle hr1 als Redakteur und Autor von ganz unterschiedlichen Beiträgen. Aber ich koche auch gerne, gehe gerne Essen – Küche, Kochen, leckere Speisen und Rezepte aus aller Welt, das ist so meine weitere Leidenschaft. Vielleicht, weil Kochen ja durchaus viel mit Schreiben gemeinsam hat. Es braucht Kreativität, konzentriertes Vorgehen, die richtig abgestimmten Bestandteile. Dazu die individuelle Note, der „Stil“. Und, klar, ich höre reichlich Musik. Oper und klassische Musik mag ich, aber mein absoluter Favorit ist und bleibt Jazz. Da höre ich jeden Tag Platten, suche bei YouTube-Konzerte raus oder höre einfach meinen polnischen Jazzsender. Dann gehe ich so oft wie möglich zu Sessions und Konzerten. Mein erster Roman dreht sich ja auch um diese „Lebensmusik“. „Fred Kemper und die Magie des Jazz“. Denn können aber auch Menschen genießen, die sich mit Jazz überhaupt nicht auskennen. Zumal es auch um die Geschichte eines Mannes geht, der ein unglaubliches Talent hat als Musiker, dann aber aufhört, weil er das Risiko eines Jazzerlebens scheut. Manchmal muss man auch einfach nur die Wohnung putzen – oder sich auf der Couch lümmeln und eine Serie bei „Netflix“ gucken. Es stimmt, da laufen so gute Produktionen, die machen der Literatur wirklich Konkurrenz …

5. Was lesen Sie um abzuschalten?

Ne, Krimi nicht mehr so. Als Teenager habe ich die aber sehr gemocht. Raymond Chandler, Dashiell Hammett. Jetzt lese ich zum Abschalten tatsächlich Klassiker. Romane, Erzählungen aus den alten Zeiten. Gerade habe ich „Das Adelsgut“ von Iwan Turgenjew gelesen, eine tragische Liebesgeschichte. Mein Lieblingsbuch ist „Die Liebe am Nachmittag“ von dem Ungar Ernö Szép. Überhaupt, da gibt es eine tolle Generation von ungarischen Schriftstellern. Aber auch alles von Truman Capote habe ich verschlungen. Und woran ich hartnäckig arbeite: Bis zur Rente in sechzehn Jahren will ich mit Proust „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ durch sein. Aber das ist echt kein Spaß. Manchmal kann man dabei abschalten, aber manchmal auch nicht, weil es so vertrackt ist. Auf jeden Fall mag ich das olle Zeug. Und manchmal denke ich: „Früher war nicht alles besser, aber die Literatur dann doch ziemlich oft.“

6. Sie veröffentlichen im Größenwahnverlag, sind Sie auch etwas größenwahnsinnig oder wie kamen Sie gerade auf den Verlag?

Ach, ich bin Jungfrau-Geborener. Und die sind ja zurückhaltendere Typen. Manchmal wünsche ich mir mehr „Größenwahn“. Oder einfach Mut. Dann könnte ich als Schriftsteller vielleicht schon weiter sein. Hätte mehr Aufmerksamkeit und vielleicht auch schon ein oder zwei Bücher mehr. Zu „Größenwahn“ und seinem tollen sympathischen Team bin ich gekommen durch eine Einladung. Der Verlag macht mit bei einem großartigen Format, der „Tea Time“. Literaturfreundinnen und -freunde vom Redakteur bis zur Buchhändlerin besprechen am Sonntagnachmittag bei Tee und reichlich Gebäck und Schnittchen Bücher und Hörbücher. Ich bin ja auch der Literaturonkel von hr1. Und in der Funktion war ich zweimal dabei. So ist der Kontakt entstanden.

7.Nach dem Buch, ist vor dem Buch. Woran arbeiten Sie gerade?

Es soll eine Art Kammerspiel werden. Eine Mann-Frau-Geschichte der etwas anderen Art, alles in der Gegenwart. Keine ausufernden Recherchen, in denen man sich verlieren kann, wenn man einen historischen Stoff bearbeitet. Das ist spannend, man lernt viel. Aber ich bin sehr detailverliebt und will keine Fehler machen (mache ich dann trotzdem). Da kann man dann schon mal zwei Stunden damit verbringen, zu gucken, wann welche Straße wie hieß oder wie teuer eine U-Bahnkarte 1925 war. Oder ob man in der Schweiz auf einer bestimmten Bahnstrecke 1942 schon elektrische Lokomotiven hatte. Außerdem soll der neue Roman deutlich kürzer werden. Es soll gehen um Einsamkeit, aber auch um die Kommerzialisierung unserer Lebensverhältnisse.
Aber ich habe auch noch die Idee für einen Theatermonolog in der Nachfolge meines Stücks „helden: tot“. Da wäre das große Schlagwort: „Würde“.

8. Was wünschen Sie sich von Ihren Lesern?



Bitte lesen, lesen, lesen. Neugierig und der Literatur treu bleiben, aber auch mal gnädig in der Kritik. Schreiben ist schön, aber auch schrecklich. Es dauert. Und es ist so einsam. Darum beneide ich die Jazzmusiker so. Da gibt es abends eine Session. Einer kommt aufs Podium, da wird sich kurz ausgetauscht. Die Standards kennt man. Schon geht es los. Und vielleicht erst am Ende stellt der Neue sich den anderen vor: „Ich bin übrigens …“ Aber gut, ich kann nicht mal Noten lesen. Bleibt nur das Schreiben.

Und hier habe ich noch den Link zu einem sehr interessanten Podcast auf HR1 für euch.
https://www.hr-inforadio.de/podcast/kulturlust/index.html

Ich bedanke mich herzlich für Gelegenheit dieses Interview zu führen, ich hatte mir doch recht spontan überlegt, die Fragen per Mail zu stellen, zu deren Beantwortung Stefan Sprang sofort bereit war.
Wenn ihr neugierig auf das Buch geworden seid, mit einem Klick auf das Cover gelangt ihr direkt zur Verlagsseite.

Meine Rezension zu diesem besonderen Buch:

Klappentext:

Sein Leben war selbst wie eine große tragische Oper. Der jüdische Tenor Joseph Schmidt wird Ende der 1920er Jahre zum Radiostar und Liebling des Publikums, nicht nur in Deutschland. Ob als Opernsänger, Schlagergott oder Filmheld, er hat weltweit Erfolg – und viele Liebschaften und Affären. Als die Nazis die Macht übernehmen, unterschätzt Schmidt die Gefahr für sein Leben. Statt sich rechtzeitig in die USA abzusetzen, beginnt er eine Flucht durch Europa, die in der Schweiz tragisch endet. Stefan Sprang (hr) erzählt in atmosphärisch dichten Szenen und mit einem musikalisch-poetischen Sound einen Roman über das menschliche Schicksal. Eine Hymne an den Künstler, der mit Leidenschaft Welterfolge gesungen hat wie »Ein Lied geht um die Welt«, »Heut´ ist der schönste Tag in meinem Leben« oder »Ein Stern fällt vom Himmel«.


Joseph Schmidt war ein Star seiner Zeit – ein Publikumsliebling, dessen außergewöhnliches Talent ihn sowohl als Opernsänger als auch als Schlagerstar berühmt machte. Selbst Joseph Goebbels schätzte seine Stimme und war bei der Uraufführung des Films »Ein Lied geht um die Welt« am 9. Mai 1933 anwesend. Dieser Film stellte einen Höhepunkt in Schmidts Karriere dar und ließ ihn glauben, dass er durch Goebbels' Unterstützung vor der Verfolgung durch die Nationalsozialisten geschützt sei. Diese Annahme erwies sich jedoch nach seiner Rückkehr aus Amerika schnell als Trugschluss.


In seinem biografischen Roman hat Stefan Sprang eindringlich das Leben dieses Ausnahmekünstlers beschrieben – ohne in Pathos oder Kitsch abzudriften. Er schafft es, Schmidts innere Konflikte und seine tragische Realität während der NS-Zeit authentisch darzustellen.

 Sprangs Schreibstil zeichnet sich durch eine eindringliche Sprache aus, die es dem Leser ermöglicht, die emotionale Tiefe von Schmidts Leben nachzuvollziehen. Die Mischung aus Fakten und Fiktion ist ihm sehr gut gelungen.  Der Roman ist ein bedeutendes Werk, das an die Vergangenheit erinnert. Ein Roman gegen das Vergessen, dem ich gern eine absolute Leseempfehlung ausspreche.



    Montag, 18. Februar 2019

    Der lange Tag der Bücher am 17.02.2019 im Haus am Dom


    Als ich vor einigen Wochen eine Mail des Größenwahnverlags bekam, ob ich Lust hätte vom Langen Tag der Bücher zu berichten, war mein erster Gedanke: "Oh wie toll, was ist das?" und mein zweiter war "Frankfurt ist ja schon ziemlich weit weg. "
    Nach kurzer Überlegung und Rücksprache mit meiner Tochter, die mich gern begleiten wollte, habe ich dann doch zugesagt.
    Im Laufe der nächsten Tage, bekam ich reichlich Buchpost, fast alle der teilnehmenden Verlage haben mir ein Rezensionsexemplar des von ihnen vorgestellten Buches zugeschickt. Die Bücher stelle ich euch in den nächsten Tagen noch vor.

    Der Scharlachrote Wolf von Goderdsi Tschocheli übersetzt von Anastasia Kamarauli (Frankfurter Verlagsanstalt)
    Wir haben keinerlei Kompromisse geschlossen von Ingrid Fuchs (Heinrich Editionen)
    Ein Lied in allen Dingen von Stefan Sprang (Größenwahnverlag)
    Ich würde es wieder tun von Raquel Erdtmann (Fischer Verlag)
    Die Bestimmung der Eisscholle von Astrid Rupper (Axel Dielmann-Verlag)
    Die rote Hand von Jürgen Heimbach (weissbooks.w)
    Wollt ihr Musik, oder was? von Oliver Zils (Societäts-Verlag)

    Die Veranstaltung begann um 11 Uhr mit der Lesung aus dem Buch "Wir haben keinerlei Kompromisse geschlossen" von Ingrid Fuchs. Das Buch gibt einen guten Eindruck in die Arbeit der Anna-Schmidt-Schule zur Zeit der Nationalsozialisten, die von Käthe Heisterberg gegründet wurde und in der auch "nicht arische Schülerinnen" bis zum Ende des Nationalsozialismus in einem geschützten Umfeld lernen konnten.
    Die Autorin Ingrid Fuchs zeichnet ein eindrucksvolles Bild von Käthe Heisterberg, die es in all der Zeit schaffte mit kleinen und größeren Tricks ihre Schülerinnen zu schützen.

    Direkt im Anschluss ging es weiter, schon um 12 Uhr las Stefan Sprang aus seinem biografischen Roman "Ein Lied in allen Dingen",  das von dem Opernsänger Joseph Schmidt erzählt der nicht nur in Deutschland eine Berühmtheit war, was ihn aber nicht davor bewahrte von den Nazis verfolgt zu werden. Joseph Schmidt starb mit nur 38 Jahren in der Schweiz. (Dieses Buch lese ich gerade und die Rezension folgt bald, zusammen mit einem Interview das ich mit Stefan Sprang führen durfte)
    Das Interview findet ihr jetzt Hier

    Nach diesen zwei Lesungen brauchte ich erst einmal eine Pause um den Kopf freizubekommen und vor allem etwas zu essen, schließlich waren wir seit 7 Uhr Morgens unterwegs.
    Einen Bericht über die Lesung die ich dadurch leider verpasste findet ihr
    bei meiner lieben Bloggerkollegin Christiane, die ich beim Langen Tag der Bücher endlich persönlich kennen lernen durfte. Auf chrissisbuntelesecouch findet ihr viele tolle Bilder und sehr schöne Berichte über die Lesungen die ich verpasst habe.


    Während meiner Pause konnte ich feststellen, dass nicht nur die Lesungen sehr gut besucht waren, auch der Büchertisch der Verlage und der kleine aber feine Bücherflohmarkt wurden von den Besuchern gut angenommen.

    Weiter ging es um 14 Uhr mit der Lesung zum Buch "Der scharlachrote Wolf", hier hat nicht der Autor gelesen sondern die Übersetzerin Anastasia Kamarauli; Der georgische Autor Goderdsi Tschocheli verstarb schon 2007. Sein Roman erschien erstmalig 1983.
    Diese Lesung hat mir besonders gefallen, wann hat man schon die Gelegenheit den Übersetzer eines Buches zu hören und einen Einblick in diese anspruchsvolle Arbeit zu bekommen? Auch der Moderator Lothar Ruske war sichtlich begeistert von der jungen Frau.
    Im Anschuss an die Lesung hatte ich die Gelegenheit mich mit Frau Kamarauli zu unterhalten; Was als Interview geplant war, entwickelte sich bei einem Kaffee schnell zu einem sehr interessanten Gespräch mit einer sehr sympathischen jungen Frau, die soweit ich das beurteilen kann eine hervorragende Übersetzerin ist. 
    Um 17 Uhr kehrten wir zurück ins Haus am Dom und es war für meine Tochter und mich an der Zeit uns auf den Heimweg zu machen. Ich habe viel zu viele Lesungen verpasst, gern hätte ich auch die Vorstellung des Verlags der Autoren erlebt, die in der Broschüre die Frage stellt:"Was machen wir da eigentlich?". Ja, das hätte mich wirklich interessiert.

    Im nächsten Jahr weiß ich was mich erwarten wird und ich kann mich darauf einstellen, dass zwischen den Lesungen keine Pausen sind, denn das ist mein einziger Kritikpunkt. Aus diesem Grund konnte ich auch nicht jede Lesung besuchen, was ich gerne getan hätte. Eine kurze Pause zum durchatmen und vielleicht für einen Kaffee wäre für den ein oder anderen Besucher sicher toll gewesen.

    Ich muss mich auch bei den Autoren entschuldigen, deren Lesung ich nicht besuchen konnte, das war zeitlich einfach nicht zu schaffen.
    Mein besonderer Dank gilt aber Sewastos Sampsounis, dem Verleger des Größenwahn Verlags, welcher mich durch seine Einladung erst auf diese tolle Veranstaltung aufmerksam gemacht hat.


    Irgendwann muss ich auch einmal mehr Zeit für Frankfurt einplanen.


    Samstag, 16. Februar 2019

    Fiona Unten im Dunkeln von Harry Bingham

    Zur Verlagsseite
    Während eines Fortbildungsurlaubs, in dem sich Fiona auf ihre Prüfung zum Sergeant vorbereiten soll, stößt sie auf einen älteren Todesfall, den die Kollegen vom Dezernat für Schwerverbrechen als Unfall eingestuft hatte.
    Doch irgendetwas an den Umständen, lässt Fiona zweifeln.

    Fiona ist mir im Laufe der Zeit ans Herz gewachsen, sie ist so etwas wie das besondere Kind unter den Ermittlern. Eigensinnig, stur,beharrlich, seltsam, nervtötend,das sind nur einige Attribute die mir zu ihr einfallen und wahrscheinlich auch ihren Kollegen und Vorgesetzten. Aber genau wie ihre Vorgesetzten erkannte ich im Laufe der Zeit die Vorteile, die ihre Eigenschaften mit sich bringen, sie erkennt Zusammenhänge die andere nicht sehen und so führen die Ermittlungen bald tief unter das Meer, zu einem Fall von Datenklau ungeahnten Ausmaßes.
    Daten sind ein Milliardengeschäft und wenn jemand vor allen anderen über Käufe und Verkäufe Bescheid weiß und seien es auch nur Millisekunden früher, sprengt er jede Börse. Um an diese Informationen zu kommen, gehen die richtigen in diesem Fall natürlich die falschen Menschen über Leichen.
    Fionas Fall ist gewohnt spannend, Harry Bingham besticht wieder einmal durch seinen Detail verliebten Schreibstil, der seine Leser zwingt die Worte nicht nur zu lesen, sondern die Menschen, Orte und Situationen vor dem inneren Auge entstehen zu lassen.
    Ich empfehle die Vorgängerbände auch zu lesen, meiner Meinung nach ist das zwingend erforderlich. Man muss Fiona kennen lernen um sie zu verstehen.
    Mit einem Klick auf das Cover,gelangt ihr direkt zur Verlagsseite.

    • Taschenbuch: 608 Seiten
    • Verlag: Rowohlt Taschenbuch; Auflage: 1. (22. Januar 2019)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3499275112
    • ISBN-13: 978-3499275111
    • Originaltitel: This Thing of Darkness

    Dienstag, 12. Februar 2019

    Giftmorde 4 Brandneue tödliche Anleitungen

     Zur Verlagsseite
    Zur Verlagsseite
    Inhalt: Man könnte den Eindruck gewinnen, das alles was in unseren Gärten so wächst und gedeiht, dafür geeignet ist unliebsame Zeitgenossen um die Ecke zu bringen. Schon zum 4. Mal haben sich Pflanzenliebhaber zusammengefunden um ihre Leser mit tödlichen Anleitungen zu unterhalten. Ausgewählt hat diese Geschichten, Andreas M. Sturm und das ist ihm wirklich gut gelungen, dieses Mal gab es nicht eine Geschichte die mir nicht gefallen hätte, von der einen oder anderen hatte ich zwar etwas anderes erwartet, aber auch in diesen war die Auflösung immer stimmig.

    Meine Meinung:
    Mein Fazit zuerst, falls ich in den kurzen Texten zu den einzelnen Geschichten vielleicht zu viel verrate. Es gab dieses Mal nicht eine Geschichte die nicht mindestens 4 Sterne bekommen hätte würde ich Sterne vergeben. Andreas M. Sturm hat sich dieses Mal selbst übertroffen, mir gefielen schon die Vorgänger Bände sehr gut, von diesem bin ich begeistert. Jede Geschichte für sich ist in sich stimmig und spannend. Das eine oder andere Motiv hat mir nicht so ganz gefallen, aber dafür können ja die Autoren nichts. Protagonisten machen ja schließlich was sie wollen.


    Wurmkur (Wurmfarn) von Angela Temming
    Die Arbeit einer Erzieherin wäre um so vieles leichter, gäbe es nicht so viel Bürokratie und gäbe es nicht die Eltern, die meinen das sich die Kindergartenwelt nur um das eigene Kind zu drehen hätte, selber hat man schließlich keine Zeit um alle Bedürfnisse des Kindes zu befriedigen. Eva leitet einen Kindergarten in dem zu allem Stress nun auch noch Würmer aufgetreten sind. Evas Liebling, der kleine Tim, blieb bisher verschont, nur seine garstige Mutter hat es erwischt. Gut das Eva ein Hausmittel kennt.
    Ich habe mal kurz in einem Kindergarten gearbeitet und Mordgedanken gegenüber den Eltern kamen da schon mal vor.

    Thujalula (Lebensbaum) von Connie Roters
    Lebensbaum, das klingt so gar nicht tödlich und doch bringt er richtig angewendet den Tod und das weiß auch Claire, die mit einem Tee ihre Frau Luna beseitigen will, die sich wie ein Parasit bei ihr eingenistet hat und das Leben der Krimiautorin völlig durcheinander bringt.Sie kann so nicht arbeiten.

    Alles hundert Prozent Bio (Sadebaum) von Martina Arnold
    Doreen die sich Zula nennt, hat sich aufs Land zurückgezogen, ihr selbst angebautes Gemüse und Heilkräuter verkauft sie auf dem Wochenmarkt des Dorfes in dem sie lebt und sie ist verliebt in Frieder. Frieder ist schon richtig erwachsen, mindestens 30 Jahre alt ist der Mann der sie in allem unterstützt und er ist Geheimagent.
    Ich konnte mir Zula bildhaft vorstellen, die atemlose Naivität einer jungen Frau, die ziemlich unsanft in die Realität zurückgeholt wird und sich auf ihre Fähigkeiten als Kräuterfrau besinnt.

    Todeskuss (Schneeball) von Bernd Köstering
    Was lange währt wird endlich gut? Das was die Thekenbekanntschaft mit dem langzeit Studenten vor hat, wird zwar lange dauern aber sicher nicht gut enden.
    Ihr Motiv ist zwar verständlich, aber vielleicht hätte man mal drüber reden können?

    Tuffels (Kartoffel) von Ulrike Bliefert
    Eine Geschichte mit historischen Hintergrund, die mir sehr gut gefallen hat. Gespickt mit einer Prise Humor erzählt sie von einem missglückten Mordanschlag auf den Preußenkönig Fritz und dem anschließenden Siegeszug der Kartoffel.

    Sicher ist Sicher (Efeu) von Andreas M. Sturm
    Brittas Plan geht auf den ersten Blick gründlich schief. Aber manchmal hat das ja auch etwas Gutes.
    Diese Geschichte hat übrigens meine Vorurteile gegen Campingplätze bestärkt, wenn also jemand fragt warum ich niemals Urlaub auf so einem Platz machen würde: Andreas M.Sturm ist schuld.

    Paso Doble (Tränendes Herz) von Lázló I. Kish
    Entscheidungen zu treffen ist nicht Trevors stärkste Eigenschaft und als er es doch endlich einmal tut, ist es prompt die Falsche.

    Wächterhaus ( Schlafmohn) von Frank Kreisler
    Benno lebt allein und zufrieden in einem leicht heruntergekommenen Mietshaus, das ändert sich als eine Gruppe Studenten als sogenannte Wächter in das Haus ziehen, sie wohnen Mietfrei und verrichten als Gegenleistung kleinere Reparaturen um das Haus vor dem Verfall zu retten.
    Nach und nach freundet sich Benno mit ihnen an und kann sich ein Leben allein bald nicht mehr vorstellen. Doch nach dem Studium zieht es die Studenten hinaus in die Welt.
    Der Mensch ist nicht fürs allein sein gemacht.

    Aus nichts anderem als Erlösung (Zypressen Wolfsmilch) von Franjo Terhart
    Wie viele Demütigungen kann ein Mensch ertragen? Hermine Kusebauch steht vor Gericht, weil sie ihren Vorgesetzten ermordet haben soll. Der Staatsanwalt Dr. Stephan Pförtner scheint der einzige zu sein der ihre Beweggründe für die Tat hinterfragt. Für alle anderen ist die Hexe von Rüttenscheid, eine eiskalte Person.
    Ich für meinen Teil, hatte vollstes Verständnis für Hermine.

    Die tötenden Schönen (Nieswurz) von Jan Flieger
    Ella muss sterben.
    Das hat Christina-Marie beschlossen, denn bei einer Trennung würde Christina-Marie die geliebte Wohnung verlieren.
    Wie so oft, paaren sich hier Eifersucht und Gier, zu einer tödlichen Mischung.

    Zurück in die Vergangenheit (Blauregen) von Regine Röder-Ensikat
    Diese Geschichte ist eine der traurigsten im Buch.
    Karl König, will sich zur Ruhe setzen, er fühlt sich zu alt um weiterhin als Frauenmörder seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Auf der Suche nach einer Frau die ihm im Alter helfen kann und mit der er seinen Ruhestand genießen kann trifft er auf Wanda.
    Um Wanda über seine früheren Taten nicht im unklaren zu lassen schreibt er seine Lebensgeschichte auf, nach seinem Tod soll sie alles erfahren. Doch Wanda findet die Lebensbeichte.
    Eine Geschichte voller Missverständnisse.

    Der letzte seiner Art (Virginischer Tabak) von Franziska Steinhauer
    Es gibt eine Menge unangenehmer Menschen auf der Welt und Cowboy Joe ist einer davon, das meint zumindest die Stammtischrunde, die jedes Mal wenn Joe die Kneipe betritt unter seinen fiesen Kommentaren zu leiden haben. Ihre Frauen halten die Männer aber für nicht weniger unangenehm.

    Der Tanz des Kohlweisslings (Kornrade)
    Andreas ist der beste Konditor der Stadt, das er früher Andrea hieß und im Sportkader der ehemaligen DDR besonders unter dem Mann zu leiden hatte der heute für sein Lebenswerk ausgezeichnet werden soll, davon erzählt er bei einer Tasse Kaffee der Journalistin Rademacher, während seine Frau dem Funktionär Elmar Schulte eine ganz besondere Torte serviert.
    Rache ist süß.

    Rosenkrieg in Wassersuppe (Dieffenbachia) von Gisela Witte
    Oh da haben sich ja zwei Furien getroffen.
    Sowohl Jana als auch Stephanie haben ihre kriminelle Vergangenheit hinter sich gelassen um im kleinen Dorf Wassersuppe ein neues Leben zu beginnen. Der Höhepunkt des Dorflebens ist der alljährliche Rosenwettbewerb, den seit ihrem Zuzug Jana stets gewann, bis Stephanie auftaucht und in ihrem Garten eine besondere Rose gedeiht.
    Es ist aber auch gemein, wenn jemand ohne eigenes Zutun die Lorbeeren einheimst.

    Mit einem Klick auf das Coverbild seid ihr direkt auf der Verlagsseite.

    • Broschiert: 248 Seiten
    • Verlag: Verlag edition krimi; Auflage: 1 (14. Dezember 2018)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3946734170
    • ISBN-13: 978-3946734178






    Sonntag, 10. Februar 2019

    Sündengräber von Kristina Ohlsson

    Zur Verlagsseite
    • Nach §2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diesen Beitrag als Werbung
    Inhalt: Ein Mord nach dem anderen hält die Ermittler Frederika und Alex auf Trab. Zunächst wird ein Mann in seinem Sessel erschossen aufgefunden, dann eine Frau auf einem Tennisplatz verscharrt und das bleiben nicht die einzigen Toten. Ein Bestatter meldet seinen Bruder und seine Familie als vermisst, die eigentlich ein Jahr in Australien sein sollte, aus diesem Grund nimmt Polizei die Anzeige nicht ernst bis ein weiterer Mord geschieht und Zusammenhänge zu den anderen Morden auftauchen. Irgendwann trauen Alex und Frederika niemandem mehr: Jeder ist verdächtig, Freunde, Kollegen, Familie.

    Meine Meinung:
    Der 6. Band der Reihe um Alex Recht und Fredrika Bergman, soll wohl auch der letzte sein, was ich persönlich sehr schade finde, denn auch wenn ich nicht alle Bände gelesen habe,mag ich das Ermittlerduo sehr. Womit wir zu einem wichtigen Aspekt des Buches kommen, man kann es unabhängig von den anderen Büchern lesen, zwar gibt es den einen oder anderen Hinweis auf frühere Fälle, aber die fallen nicht sehr ins Gewicht.
    Als Leser weiß man nicht mehr als  die Polizei, es gibt keine Spuren und die Hinweise die der Täter gibt, verwirren mehr als das sie Licht ins Dunkel bringen. Zu Beginn des Buches gibt es mehrere Handlunsgstränge, dazu die etwas düstere Atmosphäre  machen den Einstieg in das Buch nicht gerade einfach und doch wollte ich dann immer wissen, wie es nun weitergeht, jeder kleine Hinweis trieb mich dazu weiter zu lesen bis ich die letzten 200 Seiten am Stück las. Ich musste einfach wissen wer hinter den Morden steckt und ob die Ermittler mit ihrem Verdacht recht hatten, ich selber hatte überhaupt keine Idee zum Täter, das war nach vielen Krimis in denen ich schon recht schnell eine Vermutung zum Geschehen und den Motiven hatte, eine willkommene Abwechslung.

    Ich vergebe für das Buch Sündengräber eine absolute Leseempfehlung.

    • Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
    • Verlag: Limes Verlag; Auflage: Deutsche Erstausgabe (14. Januar 2019)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3809026972
    • ISBN-13: 978-3809026976
    • Originaltitel: Syndafloder (06 Fredrika Bergman)

    Freitag, 8. Februar 2019

    Der scharlachrote Wolf von Goderdsi Tschocheli

    Heute bekommt ihr statt einer Inhaltsangabe von mir, einen Text  von der Verlagsseite:

    Luka, ein junger Schauspieler, stammt aus einem kleinen Bergdorf im Großen Kaukasus, wo die Natur rau und das Leben reich an Mythen und Sagen ist. Die Stadt Tbilissi erscheint ihm verheißungsvoll, doch schnell bringt er mit seiner ehrlichen Art die omnipräsente Miliz gegen sich auf. Er entschließt sich zur Flucht. Doch der Busfahrer, der ihn bis zu seinem Dorf bringen sollte, setzt ihn auf halber Strecke vor die Tür: Eine Weiterfahrt sei bei der Eisglätte lebensgefährlich. Luka kämpft sich allein durch den Schnee, aber es ist hoffnungslos, die Dunkelheit bricht herein. Das Heulen der Wölfe ruft Erinnerungen wach, bis sich Luka plötzlich von einem Wolfsrudel umzingelt sieht. 
    »Der scharlachrote Wolf« ist ein moderner Klassiker der georgischen Literatur. In atmosphärischen Bildern lässt Tschocheli eine archaische und zugleich moderne Welt lebendig werden, deren scharfe Kontraste die georgische Gesellschaft bis heute prägen. Menschen verwandeln sich in Wölfe und Wölfe in Menschen, heidnische und christliche Motive sowie alte und neue Erzähltraditionen gehen eine reizvolle Verbindung ein, sodass die Übergänge von Tradition und Moderne auf intellektuell anregende und sinnlich erfahrbare Weise greifbar werden.

    Meine Meinung:
    Ich durfte das Buch im Vorfeld des Langen Tags der Bücher am 17.02.2019 in Frankfurt lesen, geschrieben wurde es schon 1983, in der Frankfurter Verlagsanstalt erschien es 2018.
    Zu Beginn des Buches habe ich mich etwas schwer getan, mir war nicht ganz klar was der Autor mir überhaupt sagen wollte. Er erzählt von Luka, der als Student aus einem abgelegenen Bergdorf in die große Stadt zieht und dort überhaupt nicht zurecht kommt und nach einem Krankenhausaufenthalt die Stadt wieder fluchtartig verlässt. 
    Auf dem Weg in sein Dorf, kommen ihm Geschichten in den Sinn, die von Wolfsmenschen erzählen und den Gefahren die diese mit sich bringen. Luka trifft auf Tevdore, der ihn vor einem Wolfsrudel rettet und ihm berichtet, das auch er eine Zeit lang als Wolf lebte und noch heute die Menschen meidet, weil er die Wölfe in ihnen erkenne und damit könne er nicht leben.
    Nimmt man nur das geschriebene Wort, hat man einige sehr interessante, teilweise unheimliche Geschichten. Versucht man aber mehr in diesen Worten zu sehen, muss man sich ein bisschen in die Zeit zu der das Buch geschrieben wurde vertiefen. Die Wölfe könnten ein Sinnbild für die Kommunisten sein, die unter dem Sowjetischen Regime, jeden der keine Regimetreue bewies verrieten. Ich kenne mich aber in der Geschichte Georgiens oder der ehemaligen Sowjetunion nicht genug aus um das beurteilen zu können. Ich weiß aber, das mir die Geschichte an sich gefallen hat, Luka ist ein sympathischer junger Mann, der sich seinen Ängsten stellt und am Ende hoffentlich sein Heimatdorf nicht nur erreicht, sondern dort auch sein Glück und seine Bestimmung findet.

    Wer sich nicht scheut, sich auch mal mit schwieriger Literatur zu beschäftigen, dem kann ich 
    Der scharlachrote Wolf
    durchaus empfehlen.

    • Gebundene Ausgabe: 200 Seiten
    • Verlag: Frankfurter Verlagsanstalt; Auflage: 1 (31. August 2018)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3627002563
    • ISBN-13: 978-3627002565

    Mittwoch, 6. Februar 2019

    Eisige Tage von Alex Pohl

    Zur Verlagsseite
    Inhalt: Der Anwalt Makarow wird tot in seinem Auto aufgefunden, was sich zunächst als Routine Mordfall darstellt, führt die Ermittler Hanna Seiler und Milo Novic bald tief in die Abgründe der Leipziger Unterwelt. Der Tote trug auf seinem Handy das Foto eines minderjährigen Mädchens bei sich, das seit Tagen vermisst wird.

    Meine Meinung:
    Mit eisige Tage, beginnt die neue Reihe um Hanna Seiler und Mio Novic und während der Leser einiges über Novic erfährt, über seine Herkunft die viele seiner Eigenheiten erklärt. Novic ist ein schwieriger Charakter, ich weiß noch nicht ob ihn mag, manche seiner Eigenheiten sind doch sehr speziell, in manch einer Situation handelt er so spontan, dass er sich und seine Partnerin in Gefahr bringt.Von Hanna Seiler wiederum erfährt man relativ wenig, sie ist allein erziehend und relativ besonnen, aus einem nicht näher beschriebenen Grund hat sie eine Verbindung zu dem russischen kriminellen Iwanow, die tiefer zu gehen scheint als es beruflich zu erklären wäre.
    Nun aber zu dem Kriminalfall den Seiler und Novic aufzuklären haben.
    Der Mord an Makarow, bringt Seiler und Novic auf die Spur verschwundener Mädchen, schnell war klar was mit den verschwundenen Mädchen geschieht und als die kleine Elise im Buch auftaucht, die unsterblich in Aljoscha verliebt ist, einem 15jährigen Russen, stockt wohl jeder Mutter, mit etwas Fantasie, der Atem und sie hofft das ihr kleines Mädchen niemals auf einen Loverboy hereinfällt. Elise ist noch klein, gerade mal 13. Ihr Elternhaus zeigt nach außen ein glückliches und sorgenfreies Gesicht, doch glücklich ist dort schon lange niemand mehr und so ist das Mädchen ein leichtes Opfer für Aljoscha.
    ich könnte euch jetzt das ganze Buch erzählen, so spannend war es. Ich hatte aber von Alex Pohl nichts anderes als atemlose Spannung und einen außergewöhnlichen Krimi erwartet, schließlich ist Alex Pohl der Mensch der hinter L.C. Frey steht, der sicher einigen von euch schon ein Begriff ist.
    Ich habe aber auch ein bisschen was zu meckern, die Handlung wird nicht chronologisch erzählt, sie springt vor und zurück und es ist nicht immer gleich klar welcher Tag gerade ist, daran musste ich mich erst gewöhnen und wurde so ein klein wenig in meinem Lesefluss gebremst.
    Nichtsdestotrotz, vergebe ich für Eisige Tage eine absolute Leseempfehlung und ich freue mich auf weitere Fälle mit Seiler und Novic.

    Mit einem Klick auf das Cover, gelangt ihr direkt zur Verlagsseite.

    Leseexemplar


    • Taschenbuch: 432 Seiten
    • Verlag: Penguin Verlag; Auflage: Originalausgabe (11. Februar 2019)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10:  3328103236
    • ISBN-13:  978-3328103233

    Freitag, 1. Februar 2019

    Seelenkämpfer von Rupert von Cölln

    Inhalt: Ich habe wirklich Schwierigkeiten den Inhalt des Buches wiederzugeben, deshalb bekommt ihr heute den Klappentext und ich erzähle im Meinungsteil sicher noch etwas mehr.
    Klappentext:
    In der Nacht zum Dreikönigstag 2011 verschwindet der Klöppel der großen St. Petersglocke im Kölner Dom. Aber nicht spurlos. Das Geschehen ist derart unheimlich, dass die Verantwortlichen den Umstand geheim halten wollen und vorgeben, die Halterung des Klöppels sei gebrochen. Der Dompropst, sein Freund von der Kriminalpolizei und eine hartnäckige Journalistin beginnen heimlich zu ermitteln und nehmen nicht wahr, dass sie durch plötzlich auftretende, mysteriöse persönliche Eitelkeiten behindert werden. - In einem anderen Teil der Stadt schwant dem Chronisten der Seelenwelt, Tiberius Schlagbaum, dass sich im Heiligen Köln eine Schlacht zwischen unbekannten Seelenmächten entwickelt, die die Menschen manipulieren. Einmischen darf sich der alte Mann aufgrund seines Amtes nicht. Aber sein Enkel Alvis und dessen Freund Jonas, werden - ob sie wollen oder nicht - in den Krieg hineingezogen.
    Ein gefährlicher und heimtückischer Kampf um die Seelen der Menschheit beginnt.

    Meine Meinung:
    Seelenkämpfer ist ein schwieriges Buch, das schon mal vorweg, ich konnte es trotz des sehr interessanten Themas nicht in einem Rutsch durchlesen.
    Seelenkämpfer besteht aus zwei Teilen, einem weltlichen, wenn man so sagen will und einem der sich mit den Seelen beschäftigt, im Laufe der Handlung erfährt der Leser vom Zusammenspiel der Handlungsstrecke und gegen Ende verknüpfen sich beide zu einem logischen Ganzen.
    Der "weltliche Teil" ist ein klassischer Krimi. Der Kölner Kommissar Längli, soll auf die Bitte seines Freundes des Dompropstes aufklären, was hinter der Zerstörung des Klöppels steckt vor allen Dingen natürlich wer, denn von allein fiel der Klöppel nicht aus der Glocke. Gemeinsam mit der Reporterin Klara Plump kommt er auf die Spur des Kriminellen Frost, der alles daran setzt den Kölner Dom zu zerstören.
    Dieser Teil des Buches ist einfach zu lesen, ein Krimi eben, der alles enthält was ein guter solider Krimi braucht.
    Kommen wir zu dem Teil, der das Buch wirklich schwierig macht, der Teil der sich mit den Seelen beschäftigt. Wir lernen Jonas, seinen Freund Alvis und dessen Großvater Tiberius kenne. Tiberius ist ein Chronist, der auf seinen Seelenreisen alles was in der Welt der Seelen und der Menschen bewahrt. Alvis ist sein Nachfolger und wurde schon von Kindesbeinen an auf sein zukünftiges Amt vorbereitet. Alvis darf im Gegensatz zu seinem Großvater, Informationen an Jonas weitergeben, der an seinem Verstand zweifelt, hat er doch seltsame Träume und er sieht seltsame Lichter am Kölner Himmel.Jonas ist ein Auserwählter.
    Gemeinsam und doch ohne voneinander zu wissen oder auch nur zu ahnen, versuchen Längli und Plump und auf der anderen Seite Jonas, Alvis und Tiberius, das schlimmste zu verhindern.

    Ich mag anspruchsvolle Bücher, aber dieses hier hätte gern etwas schlichter sein dürfen, zumindest der Teil der sich um die Seelenwelt und die Geschehnisse dort dreht, ich musste so manche Stelle zweimal lesen und bin sicher das ich nicht alle Hintergründe verstanden habe. Vielleicht lese ich das Buch nochmals und hoffe das sich mir dann alles erschließt.

    Seelenkämpfer bekommt also eine eingeschränkte Leseempfehlung, würde ich Sterne vergeben, wären es 3,5 von 5. Am Ende fügt sich ja alles zu einem Gesamtbild und das habe ich ja verstanden ;o)

    • Taschenbuch: 375 Seiten
    • Verlag: VERRAI-VERLAG; Auflage: 1 (30. November 2018)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3946834671
    • ISBN-13: 978-3946834670