 |
| Zur Verlagsseite |
Inhalt: Man könnte den Eindruck gewinnen, das alles was in unseren Gärten so wächst und gedeiht, dafür geeignet ist unliebsame Zeitgenossen um die Ecke zu bringen. Schon zum 4. Mal haben sich Pflanzenliebhaber zusammengefunden um ihre Leser mit tödlichen Anleitungen zu unterhalten. Ausgewählt hat diese Geschichten, Andreas M. Sturm und das ist ihm wirklich gut gelungen, dieses Mal gab es nicht eine Geschichte die mir nicht gefallen hätte, von der einen oder anderen hatte ich zwar etwas anderes erwartet, aber auch in diesen war die Auflösung immer stimmig.
Meine Meinung:
Mein Fazit zuerst, falls ich in den kurzen Texten zu den einzelnen Geschichten vielleicht zu viel verrate. Es gab dieses Mal nicht eine Geschichte die nicht mindestens 4 Sterne bekommen hätte würde ich Sterne vergeben. Andreas M. Sturm hat sich dieses Mal selbst übertroffen, mir gefielen schon die Vorgänger Bände sehr gut, von diesem bin ich begeistert. Jede Geschichte für sich ist in sich stimmig und spannend. Das eine oder andere Motiv hat mir nicht so ganz gefallen, aber dafür können ja die Autoren nichts. Protagonisten machen ja schließlich was sie wollen.
Wurmkur (Wurmfarn) von Angela Temming
Die Arbeit einer Erzieherin wäre um so vieles leichter, gäbe es nicht so viel Bürokratie und gäbe es nicht die Eltern, die meinen das sich die Kindergartenwelt nur um das eigene Kind zu drehen hätte, selber hat man schließlich keine Zeit um alle Bedürfnisse des Kindes zu befriedigen. Eva leitet einen Kindergarten in dem zu allem Stress nun auch noch Würmer aufgetreten sind. Evas Liebling, der kleine Tim, blieb bisher verschont, nur seine garstige Mutter hat es erwischt. Gut das Eva ein Hausmittel kennt.
Ich habe mal kurz in einem Kindergarten gearbeitet und Mordgedanken gegenüber den Eltern kamen da schon mal vor.
Thujalula (Lebensbaum) von Connie Roters
Lebensbaum, das klingt so gar nicht tödlich und doch bringt er richtig angewendet den Tod und das weiß auch Claire, die mit einem Tee ihre Frau Luna beseitigen will, die sich wie ein Parasit bei ihr eingenistet hat und das Leben der Krimiautorin völlig durcheinander bringt.Sie kann so nicht arbeiten.
Alles hundert Prozent Bio (Sadebaum) von Martina Arnold
Doreen die sich Zula nennt, hat sich aufs Land zurückgezogen, ihr selbst angebautes Gemüse und Heilkräuter verkauft sie auf dem Wochenmarkt des Dorfes in dem sie lebt und sie ist verliebt in Frieder. Frieder ist schon richtig erwachsen, mindestens 30 Jahre alt ist der Mann der sie in allem unterstützt und er ist Geheimagent.
Ich konnte mir Zula bildhaft vorstellen, die atemlose Naivität einer jungen Frau, die ziemlich unsanft in die Realität zurückgeholt wird und sich auf ihre Fähigkeiten als Kräuterfrau besinnt.
Todeskuss (Schneeball) von Bernd Köstering
Was lange währt wird endlich gut? Das was die Thekenbekanntschaft mit dem langzeit Studenten vor hat, wird zwar lange dauern aber sicher nicht gut enden.
Ihr Motiv ist zwar verständlich, aber vielleicht hätte man mal drüber reden können?
Tuffels (Kartoffel) von Ulrike Bliefert
Eine Geschichte mit historischen Hintergrund, die mir sehr gut gefallen hat. Gespickt mit einer Prise Humor erzählt sie von einem missglückten Mordanschlag auf den Preußenkönig Fritz und dem anschließenden Siegeszug der Kartoffel.
Sicher ist Sicher (Efeu) von Andreas M. Sturm
Brittas Plan geht auf den ersten Blick gründlich schief. Aber manchmal hat das ja auch etwas Gutes.
Diese Geschichte hat übrigens meine Vorurteile gegen Campingplätze bestärkt, wenn also jemand fragt warum ich niemals Urlaub auf so einem Platz machen würde: Andreas M.Sturm ist schuld.
Paso Doble (Tränendes Herz) von Lázló I. Kish
Entscheidungen zu treffen ist nicht Trevors stärkste Eigenschaft und als er es doch endlich einmal tut, ist es prompt die Falsche.
Wächterhaus ( Schlafmohn) von Frank Kreisler
Benno lebt allein und zufrieden in einem leicht heruntergekommenen Mietshaus, das ändert sich als eine Gruppe Studenten als sogenannte Wächter in das Haus ziehen, sie wohnen Mietfrei und verrichten als Gegenleistung kleinere Reparaturen um das Haus vor dem Verfall zu retten.
Nach und nach freundet sich Benno mit ihnen an und kann sich ein Leben allein bald nicht mehr vorstellen. Doch nach dem Studium zieht es die Studenten hinaus in die Welt.
Der Mensch ist nicht fürs allein sein gemacht.
Aus nichts anderem als Erlösung (Zypressen Wolfsmilch) von Franjo Terhart
Wie viele Demütigungen kann ein Mensch ertragen? Hermine Kusebauch steht vor Gericht, weil sie ihren Vorgesetzten ermordet haben soll. Der Staatsanwalt Dr. Stephan Pförtner scheint der einzige zu sein der ihre Beweggründe für die Tat hinterfragt. Für alle anderen ist die Hexe von Rüttenscheid, eine eiskalte Person.
Ich für meinen Teil, hatte vollstes Verständnis für Hermine.
Die tötenden Schönen (Nieswurz) von Jan Flieger
Ella muss sterben.
Das hat Christina-Marie beschlossen, denn bei einer Trennung würde Christina-Marie die geliebte Wohnung verlieren.
Wie so oft, paaren sich hier Eifersucht und Gier, zu einer tödlichen Mischung.
Zurück in die Vergangenheit (Blauregen) von Regine Röder-Ensikat
Diese Geschichte ist eine der traurigsten im Buch.
Karl König, will sich zur Ruhe setzen, er fühlt sich zu alt um weiterhin als Frauenmörder seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Auf der Suche nach einer Frau die ihm im Alter helfen kann und mit der er seinen Ruhestand genießen kann trifft er auf Wanda.
Um Wanda über seine früheren Taten nicht im unklaren zu lassen schreibt er seine Lebensgeschichte auf, nach seinem Tod soll sie alles erfahren. Doch Wanda findet die Lebensbeichte.
Eine Geschichte voller Missverständnisse.
Der letzte seiner Art (Virginischer Tabak) von Franziska Steinhauer
Es gibt eine Menge unangenehmer Menschen auf der Welt und Cowboy Joe ist einer davon, das meint zumindest die Stammtischrunde, die jedes Mal wenn Joe die Kneipe betritt unter seinen fiesen Kommentaren zu leiden haben. Ihre Frauen halten die Männer aber für nicht weniger unangenehm.
Der Tanz des Kohlweisslings (Kornrade)
Andreas ist der beste Konditor der Stadt, das er früher Andrea hieß und im Sportkader der ehemaligen DDR besonders unter dem Mann zu leiden hatte der heute für sein Lebenswerk ausgezeichnet werden soll, davon erzählt er bei einer Tasse Kaffee der Journalistin Rademacher, während seine Frau dem Funktionär Elmar Schulte eine ganz besondere Torte serviert.
Rache ist süß.
Rosenkrieg in Wassersuppe (Dieffenbachia) von Gisela Witte
Oh da haben sich ja zwei Furien getroffen.
Sowohl Jana als auch Stephanie haben ihre kriminelle Vergangenheit hinter sich gelassen um im kleinen Dorf Wassersuppe ein neues Leben zu beginnen. Der Höhepunkt des Dorflebens ist der alljährliche Rosenwettbewerb, den seit ihrem Zuzug Jana stets gewann, bis Stephanie auftaucht und in ihrem Garten eine besondere Rose gedeiht.
Es ist aber auch gemein, wenn jemand ohne eigenes Zutun die Lorbeeren einheimst.
Mit einem Klick auf das Coverbild seid ihr direkt auf der Verlagsseite.
- Broschiert: 248 Seiten
- Verlag: Verlag edition krimi; Auflage: 1 (14. Dezember 2018)
- Sprache: Deutsch
- ISBN-10: 3946734170
- ISBN-13: 978-3946734178