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Donnerstag, 3. September 2026

Rezension: Alles wird Asche von Nele Neuhaus (Taunuskrimi 12)



"Alles wird Asche“ fühlt sich ein bisschen an wie ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Nach zwölf Bänden ist das keine Selbstverständlichkeit, und trotzdem schafft Nele Neuhaus auch diesmal wieder eine gute Mischung aus Vertrautem und neuen Überraschungen.

Der neue Fall für Pia Sander und Oliver von Bodenstein

Pia Sander kehrt vorzeitig aus ihrem Sabbatical zurück. Die gemeinsame Zeit mit ihrem Mann Christoph im Naturreservat Bwabwata ist nicht ganz so verlaufen, wie sie es sich vorgestellt hatte. Damit ist die Ermittlerin allerdings genau zur richtigen Zeit wieder im Einsatz. Ihr Ex-Mann Henning Kirchhoff holt sie vom Flughafen ab, doch bevor er sie nach Hause bringen kann, wird er zu einem Einsatz gerufen: Ein Toter liegt auf einer Hochhausbaustelle. Kurzerhand erklärt er Pia zu seiner Assistentin, sodass sie ihn begleiten darf.
Im Mittelpunkt steht ein Fall, der zunächst wie zwei schreckliche Unglücke aussieht. Ein Investor stirbt qualvoll, kopfüber im Rohbau eines Hochhauses hängend. Fast gleichzeitig kommt eine Frau in ihrer brennenden Villa in Kronberg ums Leben. Dass dahinter eine eiskalt geplante Mordserie steckt, ahnen Oliver von Bodenstein und Pia Sander schon früh. Wer allerdings genau dahintersteckt und welche alten Verbindungen dabei eine Rolle spielen, bleibt lange im Dunkeln.

Zwischen High-Tech und menschlichen Abgründen

Die Spur führt zurück zu einem tödlichen Unfall am Mount Everest, bei dem Jahre zuvor der Tech-Milliardär Patrick Brinkhoff ums Leben kam. Brinkhoff war ein genialer Kopf und hatte eine bahnbrechende KI entwickelt. Sein Unternehmen und seine Familie bilden ein dichtes Geflecht aus Loyalitäten, Verletzungen und wirtschaftlichen Interessen.
Künstliche Intelligenz ist damit zwar ein wichtiges Thema, steht aber nicht ständig im Mittelpunkt. Viel interessanter sind für mich die menschlichen Motive dahinter: Gier, Neid, Rache und die Frage, wem ein Lebenswerk eigentlich gehört, wenn sein Schöpfer nicht mehr da ist.
Was mir an diesem Band besonders gefällt, ist weniger die Technik als das Umfeld. Neuhaus bewegt sich sicher in der Welt der Wohlhabenden, in der nach außen alles perfekt aussieht und die Fassade nach und nach Risse bekommt. Genau darin ist sie nach wie vor stark: Menschen verstecken sich hinter Fassaden, Beziehungen werden zur Belastung und ein Unternehmen wird zum Schauplatz alter und neuer Konflikte.

Mehr Privatleben im 12. Taunuskrimi

Pias Privatleben bekommt in diesem Band deutlich mehr Raum als sonst. Für mich gehört das nach zwölf Bänden einfach dazu – ich möchte schließlich auch wissen, was mit den Figuren außerhalb der eigentlichen Ermittlungen passiert. An manchen Stellen hätte dieser Teil für meinen Geschmack trotzdem etwas kürzer ausfallen dürfen. Und das Ende? Da gibt es eine Überraschung die ich euch natürlich nicht verraten werde, die mir aber außerordentlich gut gefallen hat.

Mein Fazit zu „Alles wird Asche“

Alles wird Asche erfindet die Reihe nicht neu, aber das muss es meiner Meinung nach auch gar nicht. Es ist ein sorgfältig aufgebauter und ziemlich weit verzweigter Fall mit vielen Figuren, (da hilft das Personenregister und der Stammbaum auf den ersten Seiten wirklich sehr), der aktuelle Themen aufgreift, ohne gleich zum Technikthriller zu werden.
Für Fans der Reihe ist das Buch ein klares Muss. Neueinsteiger können der Geschichte ebenfalls gut folgen, auch wenn manche Details aus dem bisherigen Serienkosmos erst nach und nach verständlich werden. Ich habe mich jedenfalls sehr über diesen neuen Krimi der Reihe gefreut und kann ihn allen empfehlen, die klassische Krimis mit vielen Figuren, Spannung und ein wenig gesellschaftlicher Reflexion mögen. 


  • Herausgeber ‏ : ‎ Ullstein Hardcover
  • Erscheinungstermin ‏ : ‎ 27. August 2026
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe ‏ : ‎ 560 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3550202261
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3550202261

Samstag, 7. Januar 2017

Das Walmesser von C.R. Neilson





Das Walmesser von C. R. Nelson

John Callum kam aus Schottland auf die Faroer Inseln um ein neues Leben zu beginnen. Als ein Mord geschieht, gerät er schnell unter Verdacht, denn Callum ist nicht wirklich ein angenehmer Zeitgenosse, er trinkt, er ist aggressiv und neigt zu Gewalttätigkeiten und auch in der Vergangenheit scheint etwas geschehen zu sein, was John bis in seine Träume verfolgt.

Das er am Morgen nach dem Mord, ohne Erinnerung an die vergangene Nacht, mit einem blutigen Messer in der Tasche aufwacht, ließ auch mich an seiner Unschuld zweifeln.