Mittwoch, 27. Juni 2018

Final Girls von Riley Sager

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Inhalt: Quincy ist die einzig Überlebende des Pine Cottage Massakers, dem vor 10 Jahren alle ihre Freunde zum Opfer fielen. Mittlerweile lebt die junge Frau mit ihrem Freund in einer schicken New Yorker Wohnung, betreibt einen Backblog und hat die Erinnerung an den schlimmsten Tag ihres Lebens mehr oder weniger erfolgreich verdrängt. Bis sie die Nachricht vom Tod eines weiteren Final Girls, so nennt die Presse die einzigen Überlebenden der drei größten Massenmorde in der jüngeren Vergangenheit, erreicht. Lisa soll sich umgebracht haben, ausgerechnet die Frau, die alles daran setzte um Quincy und der dritten Überlebenden Sam zu helfen mit dem erlebten fertig zu werden. Getroffen haben sich die drei Frauen nie, bis Sam plötzlich vor Quincys Tür steht und sich bei ihr einnistet.

Meine Meinung:
Die Rollen sind klar verteilt:
 Quincy eine junge Frau, die sich nur Bruchstückhaft erinnern kann, die klug, sensibel und verletzlich ist, die man von der ersten Minute an schützen will, so wie Coop der Polizist der die junge Frau zufällig nach dem Massaker fand und ihr Leben heute noch begleitet.
 Sam, die undurchsichtige, die der man nicht trauen kann, weil sie aufbrausend ist und übergriffig versucht Teil von Quincys Leben zu werden, sie ist so unsympathisch dargestellt das meine Meinung von ihr sehr schnell feststand.
Jeff, ist der verständnisvolle Freund, so lange sein Leben wie er es sich vorstellt nicht von Quincys Vergangenheit durcheinander gebracht wird. So ist es nicht verwunderlich, das er Sam mehr als skeptisch gegenübersteht, als diese plötzlich bei Quincy auftaucht.
Ich kannte nicht mehr als den Klappentext und des Cover des Buches, da ich keine Leseproben lese, war mein Wunsch es zu lesen wieder mal reines Bauchgefühl. Ich wollte mal wieder so richtig eintauchen in einen Thriller. Und wie so oft hat mein Bauchgefühl mich nicht enttäuscht. Final Girls ist von der ersten bis zur letzten Seiten spannend. Alles von dem ich dachte, das es vorhersehbar wäre, entwickelte sich dann doch anders. Ich müsste jetzt Spoilern, um das genauer zu erklären.

Ich vergebe für Final Girls eine absolute Leseempfehlung.

  • Taschenbuch: 416 Seiten
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (31. Mai 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423217308
  • ISBN-13: 978-3423217309
  • Übersetzer: Christine Blum
  • Originaltitel: Final Girls



Donnerstag, 21. Juni 2018

Lucky Lawyer von Ulrich Mannsfeld

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Inhalt: Der Anwalt Jochen Ehring stirbt bei einem vermeintlichen Unfall auf der Autobahn, mit seinem Porsche rast er auf dem Rückweg von einem Mandanten gegen einen Brückenpfeiler. Paul Balmer einer der Partner in der Kanzlei in der auch Ehring arbeitete beginnt schon bald daran zu zweifeln das es sich wirklich um einen Unfall handelte und er beginnt auf eigene Faust zu recherchieren.

Meine Meinung:
Trotz einiger Länger ist Lucky Lawyers ein wirklich spannendes und interessantes Buch, das die Leser hinter die Kulissen einer Anwaltskanzlei blicken lässt. Der Autor lässt seinen Hauptprotgonisten Paul Balmer erzählen und dieser verliert sich leider manchmal in seinen Ausführungen, typisch Anwalt eben, die hören sich gern selber zu 😊.
Ulrich Mannsfeld gibt seinem Roman einen terroristischen Hintergrund, so wird aus einem Stoff, der vielleicht etwas trocken wäre, eine hochbrisante Geschichte. Hier erkennt man vielleicht meine Vorurteile gegenüber der Juristerei, diese Arbeit besteht ja wohl Hauptsächlich aus dem Studium von Akten und dem Wälzen dicker Fachbücher, das ist dem Autor wohl auch bewusst, denn schon im Prolog lässt er seinen Protagonisten erklären warum er die Geschichte als Roman und nicht als reinen Tatsachenbericht niederschrieb und wie ich schon schrieb, das hat er gut gemacht. Soweit ich das beurteilen kann ist die Story in sich stimmig, der Schreibstil ist flüssig und die Wortwahl entgegen meiner Befürchtungen, Ulrich Mannsfeldt ist Anwalt, nicht mit juristischen Fachausdrücken gespickt.

Ich vergebe für Lucky Lawyer eine Leseempfehlung.


  • Taschenbuch: 392 Seiten
  • Verlag: SCO.Publishing (15. Januar 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3946926002
  • ISBN-13: 978-3946926009
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 16 Jahren



Mittwoch, 20. Juni 2018

Interview mit Dominique Stalder


Anlässlich der Week of Wanderer, durfte ich den Autor Dominique Stalder interviewen.


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Hallo Dominique,
vielen Dank das du dich meinen Fragen stellst, in der Realität würde ich dir erst mal einen Kaffee und Kuchen anbieten, leider geht das noch nicht per Mail, also fange ich gleich mit den Fragen an.


1.) Möchtest du dich den Lesern die dich noch nicht kennen, kurz vorstellen? Wer ist Dominique Stalder?
*grinst* Es gibt Leser, die mich noch nicht kennen? Skandal! *lacht*
Ich bin 39 Jahre alt und lebe im schönen Frankenland. Nach meinem Abi habe ich Technomathematik studiert, nur um dann über einen kleinen Umweg im Großrechnerumfeld zu landen. Schreiben war seit jeher ein kreativer Ausgleich und Jahre träumte ich davon mein Buch in den Händen zu halten. Ich höre gern Musik (solange ordentlich E-Gitarre vorhanden ist), liebe gutes Essen (sieht man leider) und kann keine Bücher wegschmeißen. Verkaufen geht so gerade noch, aber auch nur ganz selten.
2) Hattest du schon mal den Wunsch alles hinzuschmeißen und das Schreiben aufzugeben und was hat dich wieder motiviert weiterzumachen?
Solche Phasen währen immer nur kurz und werden seltener. Zu Beginn, als man noch zweifelte, kam das öfter vor, aber heute? Ich habe drei Bücher veröffentlicht und die nächsten stehen vor der Tür. Es gibt Leser, die mich zu ihren Lieblingsautoren zählen, was mich total ehrt und DAS fühlt sich irre an. Aber das sind auch die emotionalen Highlights, die mich motivieren – ständig.
3) Deine Wanderer Reihe hat im Schnitt nur 5 Sterne Bewertungen, was ist das für ein Gefühl? Konntest du vor der ersten Bewertung überhaupt ruhig schlafen?
Gott sei Dank habe ich einen guten Schlaf. Wenn es lange dauert, dann wird man schon nervös. Bei den ersten Rezensionen weiß ich ja, von dem die kommen, kann es ein wenig einschätzen. Das sind die Blogger, die gleich zu Beginn und vor dem offiziellen Start das Buch lesen dürfen. Da spricht man durchaus vorher mal darüber, wenn auch die Zahl der Sterne nicht klar ist. Man kennt dann den Inhalt nicht, aber man kann zumindest einschätzen, ob es gefallen hat.
Richtig neugierig und nervös war ich bei der letzten Leserunde auf Lovelybooks. Es ging um Madrak und ein Leser war dabei, der bekannte Fantasygrößen immer sehr kritisch bewertet hat. Peter V. Brett mit 3 Sternen und Brandon Sanderson mit „nur“ 4 Sternen. Dann kam die Rezension und sie war gigantisch… und ja, mit 5 Sternen.
Das ist also immer ein tolles Gefühl, ich freu mich über jede Lesermeinung.
3) Was liest du am Liebsten, hast du einen oder mehrere Lieblingsautoren?
Ich lese hauptsächlich Fantasy. Wobei ich drei Autoren tatsächlich vergöttere. Das sind Wolfgang Hohlbein, Michael Ende und J.R.R. Tolkien. Was aber nicht heißt, dass ich nichts anderes lese. Hier und da gönne ich mir einen Ausflug in ein anderes Genre und auch ein Rosamunde Pilcher Roman war auch schon dabei (Karussell des Lebens). Mittlerweile achte ich sogar darauf, mal genrefremd zu lesen.
4) Wie kommst du auf die Ideen zu deinen Büchern?
Es gibt immer einen Anker. Beim Wanderer war es „Leere“. Diese hatte ich nach dem Beenden von Nebularion verspürt. Bei Nebularion war es „Nebel“, bei Seelenkriege habe ich 2 Stunden lang den gleichen Song gehört (Elan von Nightwish). Und aus diesem Funken baut sich dann eine Idee auf. Mal sind es Bilder, mal Gedanken. Beim Wanderer wollte ich die Leere in den Helden transferieren. Damit war die Idee der Erinnerungslosigkeit entstanden. Danach kamen eben die Fragen. Warum hat er keine Erinnerungen? Was war davor? Was macht er nun?
5.) Welchen deiner Protagonisten magst du am Liebsten?
Drakatia. Die liebe ich. Ja, ihre Rolle ist besonders in Haric nicht unbedingt positiv, aber je mehr ich diese Figur erstellte, desto mehr habe ich sie lieb gewonnen. Sie wurde nicht so geboren, sie ist Opfer und Täterin, verzweifelt und doch voller Hoffnung… aber das werdet ihr sicher noch erfahren.
6.) Wenn man dich fragt: Warum sollte ich gerade deine Bücher lesen? Was antwortest du?
Das ist mit eine der gemeinsten Fragen, die man mir bisher gestellt hat. Meine Bücher sind spannend und was den Wanderer angeht düster. Sie beschäftigen sich mit zentralen Fragen des Hier und Jetzt, sollen auch zum Nachdenken anregen und ziehen den Leser in eine Welt, die er fühlen, schmecken und riechen wird.
7.) Nach dem Buch ist vor dem Buch. Woran arbeitest du gerade?
An (fast) zu vielen Dingen. Da wäre natürlich der nächste Wanderer „Tirdas“, dazu überarbeite ich einen SciFy-Roman „Alastor“ und beende „Seelenkriege I“. Dann ist da noch ein Co-Autoren Projekt und ich plane bereits die nächsten Bände für Seelenkriege und Wanderer. Über allem thront dann noch mein Baby „Nebularion“, was ich immer wieder schleife…

Vielen Dank, für dieses tolle Interview, es hat mir wirklich Spaß gemacht.
Und wenn ihr mehr über Dominique Stalder und seine Bücher erfahren möchtet, besucht doch einmal seine Autorenseite:
https://www.dominique-stalder.de/
oder folgt ihm auf Facebook
https://www.facebook.com/autordomsta/

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Und hier stelle ich euch kurz das aktuelle Buch vor.

Der Wanderer: Madrak: Band 2



Die Suche des Wanderers führt ihn in die Stadt Kar’Duk. Hier erhofft er im Schwarzen Tempel neue Spuren und Hinweise über seine Vergangenheit oder dem Verbleib von Myrael zu finden. 

Doch in den Gassen der Stadt streiten Diebe, Priester und Unterirdische um die Vorherrschaft und der Wanderer sieht sich einem undurchsichtigen Geflecht von Verstrickungen gegenüber. Welche Rolle spielen die drei Weisen? Kann er der Unterirdischen namens Kaliana trauen? Und warum jagen alle ein Artefakt, welches im Tempel versteckt sein soll?

Aber auch ein alter Bekannter taucht wieder auf, denn Herzog Kastanir marschiert mit seinem Heer auf die Stadt zu und es ist nur eine Frage der Zeit, bis die mächtigen Mauern Kar’Duks sich dem Angriff des Adeligen stellen müssen
Erschienen ist das Buch am 18.01..2018 im Sadwolf Verlag und es verspricht eine Menge Spannung wie man es von Dark Fantasy erwarten kann.



  • Taschenbuch: 348 Seiten

    • Verlag: SadWolf Verlag; Auflage: 1 (8. Januar 2018)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3946446590
    • ISBN-13: 978-3946446590




    Freitag, 15. Juni 2018

    Die Expansion von Christoph Martin



    Inhalt:
    Für Max Burns wird  ein Traum wahr, als sein ehemaliger Schulfreund Godfredo ihm einen Job als leitender Ingenieur für die Ausarbeitung eines Konzepts und dessen Überwachung zur Erweiterung des Panamakanals anbietet. Max gibt alles auf, seine Stelle in der Firma seines Schwiegervaters in Spe und seine Verlobte, er ahnt nicht das er mitgerissen wird von einem Strudel aus Machtgier, Korruption, Geld und Mord.

    Meine Meinung:
    Ein Thriller vor dem realen Hintergrund der Erweiterung des Panamakanals, das hörte sich für mich sehr interessant an. Ich sah die Bilder vor mir, die herrlichen Landschaften Panamas im Kontrast zu der Großbaustelle, der Klappentext hörte sich auch gut an, also ließ ich mich verleiten das Buch zu lesen.
    Der Beginn ist recht behäbig, so das ich mich so manches mal etwas zwingen musste weiterzulesen. Ab dem 2. Drittel nah die Handlung allerdings Fahrt auf, teilweise überschlugen sich die Ereignisse regelrecht.
    Der Autor hat, soweit ich es beurteilen kann, ein recht realistisches Szenario geschaffen das aufzeigt was um so eine gigantische Ausschreibung wie beim Panamaprojekt alles geschehen kann und wozu Menschen fähig sind wenn sie ihre Interessen durchsetzen wollen.
    Das ist von der Thematik wirklich spannend, man erfährt auch einiges über die Hintergründe des Kanals und seine wirtschaftliche und politische Bedeutung.
    Wahrscheinlich lag es an mir das mich das Buch nicht wirklich fesseln konnte, bzw. am ersten Drittel des Buches, normalerweise lege ich ein Buch zur Seite wenn die ersten 50 Seiten mich nicht überzeugen, die Neugier trieb mich dann doch an weiterzulesen.
    Aber es gibt keine Aussage von mir ob ihr das Buch lesen solltet oder nicht, wenn ihr Wirtschaftskrimis mögt, dann solltet ihr ihm eine Chance geben.
    Die Stimmen auf Goodreads von Lesern die wohl das englische Original gelesen haben, sind fast alle voll des Lobes.

    • Taschenbuch: 368 Seiten
    • Verlag: Books on Demand; Auflage: 1 (11. Mai 2018)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3752832819
    • ISBN-13: 978-3752832815

    Freitag, 8. Juni 2018

    Unter blutrotem Himmel von Mark Sullivan

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    Inhalt: Pino Lella wächst in Mailand auf, sein Leben ist trotz des Krieges recht unbeschwert bis die Bomben der Alliierten auch seine Heimatstadt erreichen und er auf Geheiß seiner Eltern die Stadt verlassen muss . In der Casa Alpina die von einem katholischen Geistlichen geleitet wird, findet er Unterschlupf und eine Aufgabe die sein Leben verändert und das vieler anderer rettet.

    Meine Meinung:
    In der letzten Zeit habe ich einige Bücher gelesen die während des zweiten Weltkriegs spielen, manchmal beschäftigt ein Thema mich über längere Zeit. So war es nahe liegend  das Unter blutrotem Himmel auch von mir gelesen werden musste. Da es auf den Lebenserinnerungen Pino Lellos basiert, waren meine Ansprüche an das Buch höher als bei einem rein fiktiven Roman, denn normalerweise kann man das was im Buch erzählt wird recherchieren und zumindest teilweise auf ihren Wahrheitsgehalt prüfen, das scheint hier allerdings nicht so einfach zu sein, wie der Autor zu Beginn schreibt, in Italien schien nach dem zweiten Weltkrieg eine Vergessenskultur geprägt worden zu sein.

    Zitat: Niemand spricht in Italien über den zweiten Weltkrieg, weshalb sich auch niemand daran erinnert.

    Umso wichtiger findet ich es, die Erinnerungen zu bewahren, wie Mark Sullivan es getan hat, er hat es geschafft Pino Lellos Geschichte so aufzuschreiben, dass sie ihre Leser berührt und zum nachdenken anregt und dabei gleichzeitig unterhält. Ich kannte den Autor bisher nur durch seine Thriller und war angenehm überrascht, das er auch ernste und reale Themen umsetzen kann.
    Ich stelle es mir sehr schwierig vor, ein Buch zu schreiben das hauptsächlich auf Erzählungen beruht, aber Sullivan ist es gelungen, die Menschen und Örtlichkeiten vor meinem inneren Auge zum Leben zu erwecken. Ich mochte Pino, der ohne viel nachzufragen sein eigenes Leben riskiert um das anderer zu retten, er war nicht der Einzige, solche Menschen gab es überall und doch waren es leider zu wenige, vielleicht wäre der Menschheit ein großes Leid erspart geblieben, hätte es mehr Pino Lellos gegeben.

    Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung.


    Dienstag, 5. Juni 2018

    Nordland Hamburg 2059 - Freiheit von Gabriele Albers

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    Inhalt: Deutschland wie wir es kennen gibt es nicht mehr, es ist in einzelne Regionen zerfallen, die von der Wirtschaft regiert werden. Die Gesellschaft ist rigoroser in Arm und Reich getrennt als jemals zuvor.
    Nach der öffentlichen Hinrichtung eines Unschuldigen,regt sich in Nordland der Widerstand gegen das bestehende System. Unterstützung bekommen die Rebellen von Lilith der Tochter eines einflussreichen Senators, die auf der Flucht vor der Zwangsheiratung, Unterschlupf bei den Omegas findet, einer Widerstandsgruppe die mit friedlichem Protest gegen das System angeht. Lilith bleibt zunächst unerkannt und deckt gemeinsam mit dem Anführer der Omegas Bo,ein weiteres Verbrechen gegen die Bewohner Nordlands auf.

    Meine Meinung:  Nordland lag schon einige Zeit auf meinem *Will ich unbedingt lesen* Stapel, aber der Umfang hat mich etwas abgeschreckt, das war aber total unnötig, die 672 Seiten lesen sich weg wie nix, ohne das das Buch in irgendeiner Hinsicht trivial ist. Nordland ist ein schönes Beispiel wie sich der Traum von einer besseren Welt in einen Albtraum verwandelt. Denn Träume von einem besseren Leben hatten auch die Birds, die Oberschicht Nordlands, bevor sich diese durch Macht- und Geldgier für den Großteil der Bevölkerung ins Gegenteil verkehrten.
    Lilith die Tochter Davide Civettas kann ihr Leben im Wohlstand nicht genießen, sie darf ihrem Vater zwar bei seinen Geschäften helfen, als Hochsensible spürt sie alle Emotionen in ihrer Nähe, aber sie weiß auch das die Tage in relativer Freiheit gezählt sind, denn sobald sie verheiratet ist, ist sie der Besitz ihres Mannes. Für uns eine schreckliche Vorstellung, für die Männer in Nordland eine logische Konsequenz, die Begründung will ich euch nicht vorenthalten. In unruhigen Zeiten, gab es nicht genügend Polizeikräfte um zu jedem Notruf wegen häuslicher Gewalt Beamte zu schicken, also wurde beschlossen, das das OK ist, das Frauen ihren Männern untertan sind und wenn der sie verprügelt ist das sein gutes Recht, Frauen sind nur noch schmückendes Beiwerk und wehe sie versuchen sich dagegen zu wehren. Doch Lilith will sich damit nicht abfinden, nicht mit dem Leid und der Ungerechtigkeit. Ich könnte euch jetzt von ihrem Kampf erzählen und von dem Kampf der Omegas und von der unvermeidlichen Liebesgeschichte, aber ich bin dafür ihr macht euch selbst ein Bild, von diesem beeindruckenden Buch, dessen Atmosphäre sehr bedrückend ist, das Gefühl ich gar nicht genau erklären aber wenn ihr euch den Buchtrailer anseht, wisst ihr genau was ich meine: https://www.youtube.com/watch?v=z3et2WEDP90
    Nordland bekommt von mir eine absolute und uneingeschränkte Leseempfehlung.

    Mit einem Klick auf das Cover seid ihr direkt auf der Verlagsseite.

    • Taschenbuch: 672 Seiten
    • Verlag: Acabus Verlag; Auflage: Originalausgabe (27. Februar 2018)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3862825493
    • ISBN-13: 978-3862825493