Samstag, 12. September 2026

Rezension: Hashtag Glückskinder: II. Hochmut von Lupo Lito (Autor)



Werbung-Rezension

 Nachdem mich der erste Band #Glückskinder schon überzeugt hat, war ich natürlich sehr gespannt, was mich im zweiten Teil #Hochmut erwartet: Was würde ich noch über die Welt erfahren, in der der namenlose Protagonist lebt?

Die Handlung: Nahtloser Anschluss und tiefere Einblicke

Der dystopische Roman „#Hochmut“ schließt nahtlos an den ersten Teil #Glückskinder an. Der Namenlose, so werde ich ihn jetzt immer nennen, denn ohne Namen ist es schwierig für mich, über einen Menschen zu sprechen, will immer noch verhindern, dass seine Kollegin Aurora weiter in der Firma beschäftigt wird. Nach und nach erfahren wir aus seiner Gedankenwelt, warum er so handelt. Hier verrate ich nur, dass es sich um etwas sehr Persönliches handelt: um eine Liebe zu einer Frau, die er Kid‑Kad nennt. Kid‑Kad ist eine Figur aus einem Kinderbuch, deren echten Namen er zunächst nicht einmal kennt. Dass er diesen Namen auf eine reale Person überträgt, zeigt schon, wie sehr er sich an dieser Figur festhält und welche Bedeutung sie für ihn hat.

Doch bevor es zum entscheidenden Gespräch mit „Captain“, seiner Vorgesetzten, kommt, sucht er Sonja auf, eine frühere Bekannte, die auf einem abgelegenen Hof unter ständiger Bewachung lebt und mit der er nach einem zunächst nicht erzählten Grund keinen Kontakt mehr hatte. Wir erfahren endlich so einiges über den „Umbruch“, der gleichzusetzen ist mit dem Ende der Demokratie, wie wir sie kennen, und über die Auswirkungen, die dieser Umbruch auf das Leben der Menschen hatte. 

Gesellschaftskritik: Wenn die Demokratie fällt

Eine Schlüsselszene, die die willkürliche Gewalt aufzeigt, ist die, in der der Namenlose mitbekommt, wie eine Mutter und ihr Kind von Polizisten behandelt und grundlos festgenommen werden, weil den Beamten das Verhalten des Kindes nicht gefällt. Und wir erfahren, was unter anderem dazu geführt hat, dass der Namenlose unter Ängsten leidet und nicht einmal darüber nachdenken möchte, was um ihn herum geschieht, was ihm allerdings nicht wirklich gelingt.

Im Angesicht der heutigen politischen Lage ist die Glückskinder-Reihe erschreckend aktuell, denn im Buch wird die Demokratie mit ihren eigenen Waffen geschlagen.

Mein Fazit zur Dystopie-Fortsetzung

Diese Lektüre brachte mich ganz nah an den Namenlosen heran. Das ist der Erzählweise geschuldet. Der Autor lässt seine Leserinnen und Leser immer an seinen Gedanken teilhaben. Manchmal war mir das zugegeben etwas zu viel, am Ende aber wohl notwendig. Es bleiben auch hier Fragen offen. Die Rolle, die „Captain“ spielt, bleibt in meinen Augen noch undurchsichtig, besonders was die Kuppel betrifft, die auch in diesem Teil natürlich noch Thema ist. So bleibt es spannend, und ich freue mich auf den nächsten Teil der Reihe.


  • Herausgeber ‏ : ‎ BoD – Books on Demand
  • Erscheinungstermin ‏ : ‎ 12. Mai 2025
  • Auflage ‏ : ‎ 1.
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe ‏ : ‎ 256 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3819264051
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3819264054

Freitag, 11. September 2026

Rezension: „Voll im falschen Film“ von Wiebke Lorenz

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Werbung Rezensionsexemplar 
Heute darf ich euch meine Rezension zu dem neuen, unglaublich intensiven Roman „Voll im falschen Film“ von Wiebke Lorenz zeigen.
Voll im falschen Film – Darum geht es in dem Buch 
Nora ist seit drei Jahren trockene Alkoholikerin, als sie niedergeschlagen und entführt wird. Sie erwacht in einem Partykeller, der sie an den Keller ihres Elternhauses erinnert, inklusive der Poster an den Wänden. Für Essen ist gesorgt: Ein üppiges Buffet mit Käseigeln und Frikadellen steht bereit. Nur bei den Getränken wurde nicht an ihr Wohl gedacht: Es gibt ausschließlich Alkohol.
Als Nora nach vier Tagen in einem Park wieder zu sich kommt, weiß sie sofort, was passiert ist: Sie hat einen erzwungen Rückfall. Nun muss sie schnell wieder trocken werden. Ihr Exmann will das alleinige Sorgerecht für die Zwillinge beantragen und hätte gute Chancen das auch zu bekommen außerdem stehen, wichtige Dreharbeiten  an und Nora darf dort auf keinen Fall betrunken erscheinen, in ihrem Vertrag hat sie zugesichert nüchtern zu bleiben. Gleichzeitig möchte sie herausfinden, wer sie entführt und warum man sie gezielt zum Trinken gebracht hat.
Meine Meinung: Lohnt sich das neue Buch von Wiebke Lorenz?
Nora weiß, dass sie krank ist und Hilfe braucht. Trotzdem hat sie nach ihrem ersten Entzug die Anonymen Alkoholiker nicht mehr besucht. In einer Talkshow sagte sie damals, dass sie keine „Kalendersprüche“ brauche, um gesund zu werden.
Nora ist schlagfertig, selbstbewusst und doch verletzlich. Sie kann arrogant und anstrengend sein, trifft fragwürdige Entscheidungen und ist nicht immer sympathisch. Gerade dadurch wirkte sie auf mich aber sehr menschlich und authentisch. Man schüttelt beim Lesen zwar oft den Kopf über sie, aber genau das macht sie menschlich.
Besonders gut hat mir gefallen, wie eindringlich Wiebke Lorenz die Alkoholsucht beschreibt. Der Rückfall wird nicht als persönliche Schwäche dargestellt, sondern als der Kampf einer kranken Frau, die genau weiß, was mit ihr geschieht, es aber trotzdem nicht einfach verhindern kann. Suchtdruck, Scham und Verzweiflung wirken glaubwürdig, ohne dass der Roman belehrend wird. Die Geschichte hat mich an mehreren Stellen wirklich schlucken lassen.
Ein zentraler Bestandteil des Buches ist auch der Humor. Die Autorin schafft den Spagat zwischen dem ernsten Thema und einer gehörigen Portion schwarzem Humor, ohne dass es albern wirkt. Nora erzählt ihre Geschichte mit einer gewissen Selbstironie, sodass sich das Buch trotz der schweren Thematik flüssig liest.Auch die Spannung kommt nicht zu kurz. Gemeinsam mit Nora fragt man sich, wer hinter der Entführung steckt und warum ihre Alkoholsucht gezielt gegen sie eingesetzt wurde. Die Mischung aus Entführungsgeschichte, schwarzem Humor und dem ernsten Thema Alkoholsucht hätte leicht schiefgehen können, hat für mich aber ausgesprochen gut funktioniert. Am Ende konnte ich die Beweggründe der Täter tatsächlich ein wenig nachvollziehen, auch wenn die Art und Weise wie sie handelten auf gar keinen Fall gutzuheißen ist.
Mein Fazit:
Wiebke Lorenz verzichtet auf den moralischen Zeigefinger. Sie erzählt eine ehrliche und bewegende Geschichte über eine Suchterkrankung, die durch die unperfekte Hauptfigur und den humorvollen Ton lange im Kopf bleibt. Wer Bücher mit psychologischem Tiefgang und unkonventionellen Charakteren mag, für den ist dieser Roman absolut lesenswert.


  • Herausgeber : Pendragon Verlag
  • Erscheinungstermin : 7. September 2026
  • Auflage : 1.
  • Sprache : Deutsch
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe : 360 Seiten
  • ISBN-13 : 978-3949840593






Rezension: Entrissen!: Alles holt dich wieder ein von Winfried Lobe

 

Rezensionsexemplar

Frank, ein erfahrener Polizeiausbilder, wird unerwartet nach Chicago delegiert und sieht sich dort mit einer hochexplosiven Lage konfrontiert: Ein Drogendealer mit großen Ambitionen, ein eigenartiger Serientäter und ein überfordertes Polizeidepartment treiben die Handlung voran.

Grundsätzlich finde ich die Grundidee des Romans interessant: Das raue Chicago-Milieu, die Verflechtung von Drogenkriminalität, Gewalt und persönlichen Konflikten bietet viel Potenzial für einen packenden Thriller.

Allerdings fiel mir das Lesen stellenweise schwerer als erwartet. Die Wortwahl wirkt an manchen Stellen ungewöhnlich, und ich bin immer wieder über Formulierungen gestolpert, die für mich nicht ganz natürlich klangen. Der Schreibstil des Autors hat mich nicht durchgängig abgeholt; manchmal fühlte sich die Sprache eher konstruiert als flüssig an.

Positiv überrascht hat mich dagegen die Wendung in Franks Privatleben, insbesondere was seine Familie betrifft. Diese Entwicklung bringt eine emotionale Tiefe in die Geschichte, die ich so nicht erwartet hatte und die dem Plot gut tut.

Fazit

„Entrissen – Alles holt dich wieder ein“ ist ein Thriller mit einer spannenden Grundkonstellation und einigen überraschenden Momenten, besonders im privaten Bereich der Hauptfigur. Wegen des für mich stellenweise holprigen Schreibstils und der gewöhnungsbedürftigen Wortwahl kann ich das Buch jedoch nicht uneingeschränkt empfehlen. Wer bereit ist, über sprachliche Stolpersteine hinwegzulesen, könnte hier trotzdem einen interessanten, düsteren Thriller finden.

Gesamteindruck: solide Idee, interessante Ansätze, aber sprachlich nicht ganz rund für mich, daher nur bedingt empfehlenswert.


  • Herausgeber ‏ : ‎ Deutsche Literaturgesellschaft
  • Erscheinungstermin ‏ : ‎ 6. Juni 2026
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe ‏ : ‎ 383 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3038313785
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3038313786

Donnerstag, 10. September 2026

Rezension: Die Legende von Una Everlasting von Alix E. Harrow


Mit „Die Legende von Una Everlasting“ hat mich Alix E. Harrow nach einer kurzen Eingewöhnungsphase wirklich überzeugt. Es ist eine Geschichte über Legenden, Liebe und darüber, wie Geschichte geschrieben wird und was am Ende davon übrig bleibt.

Worum geht es in „Die Legende von Una Everlasting“?

Sir Una Everlasting ist eine Legende. Die Waise, die ein Schwert aus einer Eibe zog und zur größten Heldin des Königreichs Dominion wurde. Ihr Tod für Königin und Vaterland wurde besungen, in Kinderbüchern verewigt und schließlich auch für Regierungspropaganda genutzt.

Jahrhunderte später stößt Owen Mallory auf die Spur dieser Heldin. Er ist Historiker und Kriegsveteran und erhält ein lange verschollen geglaubtes Manuskript über Una. Die Kriegsministerin Vivian Rolfe schickt ihn daraufhin in die Vergangenheit. Seine Aufgabe: Er soll dafür sorgen, dass Una genau zu der Heldin wird, als die sie später in den Geschichtsbüchern bekannt sein wird.

Meine Eindrücke:

Ich muss ehrlich sagen, dass ich am Anfang etwas Mühe hatte, um in die Geschichte hineinzukommen. Der Erzählstil ist ungewöhnlich und auch die Struktur des Buches ist nicht unbedingt etwas, woran man sich sofort gewöhnt. Mit der Zeit bin ich aber immer besser hineingekommen und wollte dann doch wissen, wie die Geschichte weitergeht.

Sehr gut gefallen hat mir die Aufteilung des Romans in zwei Teile. Der erste Teil, „Der erste Tod von Una Everlasting", wird aus Owens Perspektive erzählt, der zweite, „Der zweite Tod von Una Everlasting“, aus Unas Sicht. Dadurch  bekommt man beide Figuren noch einmal aus einem anderen Blickwinkel mit. Gerade bei Una fand ich das spannend, weil sie als Legende natürlich zunächst ganz anders wirkt als die Frau, die man im Laufe der Geschichte kennenlernt.

Una und Owen könnten dabei kaum unterschiedlicher sein. Una ist die Kämpferin, die andere beschützt und körperlich unglaublich stark ist. Owen ist dagegen eher der ruhige und nachdenkliche Historiker. Beide haben ihre Stärken, aber eben auch ihre Schwächen. Das hat sie für mich glaubwürdig gemacht. Vor allem Una mochte ich sehr, weil sie eben nicht die perfekte Heldin ist, sondern durchaus Fehler macht und ihre eigene Meinung hat.

Auch die Mischung aus Fantasy, Zeitreise und Liebesgeschichte hat für mich gut funktioniert. Die Liebesgeschichte ist zwar wichtig, nimmt aber nicht die komplette Handlung ein. Das war für mich genau das richtige Maß.

An den Schreibstil musste ich mich, wie gesagt, erst gewöhnen. Harrow schreibt sehr bildhaft und teilweise auch poetisch. Manche Stellen sind etwas ungewöhnlich formuliert, andere fand ich dafür wirklich schön. Die wiederkehrenden Motive und Schleifen im Text haben mir ebenfalls gefallen, weil sie gut zu den Zeitzyklen der Geschichte passen.

Am interessantesten fand ich aber eigentlich die Frage, wie aus einem Menschen eine Legende wird. Una ist in der Gegenwart die große Heldin, deren Geschichte jeder kennt. Aber je mehr man über sie erfährt, desto deutlicher wird, dass die bekannte Geschichte nicht unbedingt die ganze Wahrheit erzählt.

Das fand ich einen der stärksten Punkte des Romans. Es geht nicht nur darum, was damals passiert ist, sondern auch darum, wer später entscheidet, wie man sich daran erinnert. Und vor allem darum, was eine solche Legende für den Menschen bedeutet, der dahintersteht.

Auch die Beziehung zwischen Owen und Una hat mir gefallen. Sie ist für die Geschichte wichtig, ohne dass das Buch dadurch zu einem reinen Liebesroman wird. Gleichzeitig ist sie stellenweise sehr schön, aber auch ziemlich traurig. Besonders die Frage, ob man das Schicksal eines Menschen verändern kann, wenn man weiß, wie seine Geschichte enden soll, zieht sich für mich gut durch den Roman.

Fazit

„Die Legende von Una Everlasting“ ist keine ganz einfache Fantasygeschichte und sicher auch nicht für jeden etwas. Ich habe ein bisschen gebraucht, um mit dem Erzählstil und der Struktur warm zu werden. Danach hat mich die Geschichte aber zunehmend interessiert.

Besonders Una und Owen sind mir dabei im Gedächtnis geblieben. Aber auch die Idee, eine bekannte Heldengeschichte aus verschiedenen Perspektiven zu erzählen und dabei zu zeigen, was hinter einer solchen Legende steckt, hat mir gut gefallen.

Wer Fantasy mit Zeitreisen mag und Lust auf eine Geschichte hat, die sich auch mit Mythos, Erinnerung und Heldentum beschäftigt, könnte mit dem Buch viel Freude haben.


Erscheinungsdatum: 2026
Verlag: Goldmann Verlag
Seitenzahl: ca. 320 Seiten
ISBN-13: 978-3442302757

Dienstag, 8. September 2026

Rezension: Ein Leben in Songs von Mary Austin

 

Wer, wie ich, seit Jahrzehnten Queen-Fan ist, kommt an diesem Buch eigentlich kaum vorbei. Meine erste selbstgekaufte Platte war „We Are the Champions“ und seitdem ist die Musik von Queen ein Teil meines Lebens. Mary Austins „Ein Leben in Songs“ ist allerdings keine klassische Biografie. Das Buch ist eher ein persönlicher Blick auf Freddie Mercury und seine Arbeit. Und genau das fand ich interessant, denn Mary Austin war jemand, der ihn über viele Jahre sehr gut kannte und ihm besonders nahestand.

Blick ins Freddie Mercury Archiv: Handgeschriebene Songtexte und Notizen

Schon beim ersten Durchblättern fiel mir auf, dass dieses Buch anders aufgebaut ist als viele andere Queen-Bücher. Auf mehr als 320 Seiten findet man jede Menge Material aus Freddies privatem Archiv: handgeschriebene Songtexte, Zeichnungen, Notizen, verworfene Ideen und Fotos. Vieles davon war mir tatsächlich neu. Besonders spannend fand ich die Seiten zu Songs wie „Bohemian Rhapsody“ oder „Don’t Stop Me Now“. Man kennt die fertigen Lieder natürlich seit Jahren, aber hier sieht man plötzlich frühere Textzeilen, Streichungen und kleine Anmerkungen. Dadurch bekommt man einen ganz anderen Eindruck davon, wie diese Songs entstanden sind.
Auch Mary Austins Art zu erzählen hat mir gefallen. Sie schreibt nicht distanziert über Freddie, sondern aus ihrer eigenen Erinnerung heraus. Dabei bleibt sie angenehm ruhig und drängt sich selbst nicht in den Vordergrund. Es geht um die Anfangszeit von Queen, um Freddies Solo-Projekte wie „Barcelona“, um Live Aid, aber eben auch um persönlichere Momente.
Für mich ist gerade diese Mischung das Besondere an dem Buch. Es gibt Informationen, die man als langjähriger Fan vielleicht schon kennt, aber durch die vielen Originaldokumente sieht man manches plötzlich mit anderen Augen.

Von „Killer Queen“ bis „Barcelona“: Der Aufbau des Buchs

Die Illustrationen und Faksimiles sind dabei für mich mehr als nur schöne Ergänzungen. Freddies Handschrift zu sehen, seine Korrekturen oder kleine Zeichnungen am Rand, fand ich erstaunlich persönlich. Man bekommt dadurch ein besseres Gefühl dafür, wie er an seinen Liedern gearbeitet hat. Gleichzeitig ist das Buch so aufgebaut, dass man nicht unbedingt alles von vorne bis hinten lesen muss. Die Kapitel orientieren sich unter anderem an Songs und bestimmten Stationen seines Lebens, zum Beispiel „Killer Queen“, „Bohemian Rhapsody“, „Live Aid“ oder „Barcelona“. Ich habe deshalb auch immer wieder einfach irgendwo aufgeschlagen und weitergelesen.

Mein Fazit: Keine Enthüllungsbiografie, sondern ein respektvoller Blick auf ein Genie

Natürlich sollte man keine Enthüllungsbiografie erwarten. Mary Austin erzählt nicht jede private Geschichte und geht auch nicht auf alles ein, was möglicherweise interessant oder spektakulär wäre. Sie setzt ihre Schwerpunkte klar auf Freddie als Musiker und Künstler. Mir hat das besonders gefallen. Dadurch wirkt das Buch für mich respektvoll und persönlich und nicht wie der Versuch, noch einmal möglichst viele Schlagzeilen aus Freddies Leben herauszuholen.
„Ein Leben in Songs“ hat mir vor allem noch einmal gezeigt, wie viel Arbeit hinter Freddies Musik gesteckt hat. Die fertigen Songs wirken oft so selbstverständlich, aber in den Notizen und Entwürfen sieht man, wie viel ausprobiert, verändert und wieder verworfen wurde.
Für mich als Queen-Fan war das Buch deshalb eine wirklich schöne Ergänzung zu dem, was ich über Freddie Mercury und Queen schon wusste. Wer sich besonders für die Entstehung der Songs interessiert oder einfach gerne einen Blick auf Freddies kreative Arbeit werfen möchte, dürfte mit diesem Buch viel Freude haben. 

  • Herausgeber ‏ : ‎ C.H.Beck
  • Erscheinungstermin ‏ : ‎ 1. September 2026
  • Auflage ‏ : ‎ 1.
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe ‏ : ‎ 320 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3406853315
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3406853319