Montag, 24. August 2026

Martas Gift Rezension: Gianpietro Montanos neuer Basilicata-Krimi

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Buchcover Martas Gift
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Mit „Martas Gift“ legt Gianpietro Montano den zweiten Band seiner packenden Achim-Crocco-Reihe vor. Wer den Vorgänger „Die Tote von Anglona“ kennt, ist mit der atmosphärischen Landschaft der italienischen Region Basilicata und mit Achims Lebensumständen bereits vertraut. Der neue Kriminalroman knüpft eng an den ersten Teil an,als Leser wird man förmlich mitten in die Geschichte hineingeworfen. Erfahre in dieser Rezension zu Martas Gift, ob der Umwelt-Krimi mit dem starken Debüt mithalten kann.

Worum geht es in „Martas Gift“? 


Zu Beginn reflektiert Ermittler Achim einen Zoom-Call mit seiner Tochter Jessica. Sie ist entsetzt darüber, dass in unmittelbarer Nähe eine Giftmülldeponie errichtet oder eine bereits bestehende Deponie erweitert werden soll. Dort sollen schädliche Abfallprodukte aus der Erdölindustrie gelagert werden. Im Roman wird schnell deutlich: Das Lagern ist für die Konzerne offenbar günstiger, als die Rückstände fachgerecht zu verwerten. Ein erschreckender Gedanke, der zeigt, dass es hier nicht nur um ein lokales Umweltproblem geht.

Achim würde Jessica gern in seiner Nähe wissen. Sie soll bei ihm ihre Doktorarbeit in Umweltwissenschaften schreiben und sich aber nicht mit den illegalen Vorgängen vor Ort beschäftigen. Doch je mehr Fragen gestellt werden, desto gefährlicher wird die Situation für Vater und Tochter. Bedrohung, Korruption und kriminelle Netzwerke spielen eine zentrale Rolle. Bald wird klar, dass die Mächtigen  im Hintergrund keinerlei Interesse daran haben, dass die Wahrheit jemals ans Licht kommt.


Wie schon im ersten Band beschreibt Gianpietro Montano die Landschaft, das Essen und den Wein Süditaliens sehr ausführlich. Dadurch entsteht eine dichte, packende Atmosphäre. Man spürt in jedem Kapitel, dass der Autor diese Region nicht nur als bloßen Schauplatz verwendet, sondern sie den Leserinnen und Lesern wirklich nahebringen möchte.
Allerdings waren mir manche Passagen gelegentlich etwas zu ausführlich geraten. Wenn beispielsweise ein großer Flughafen sehr detailliert geschildert wird, war das für meinen Geschmack stellenweise etwas zu viel des Guten, schließlich wissen wir im Allgemeinen alle, wie große Flughäfen aussehen.

Die interessante Handlung leidet darunter jedoch nicht dauerhaft. Die Spannung bleibt über weite Strecken erhalten, und die ausführlichen Landschafts- und Milieuschilderungen verleihen dem Roman gleichzeitig seinen ganz eigenen Charakter.



Besonders gelungen finde ich, wie der Autor die klassische Krimihandlung mit hochaktuellen Themen verbindet. Es geht in „Martas Gift“ nicht nur um persönliche Bedrohungen. Im Fokus stehen:
Illegale Umweltzerstörung in Italien, skrupellose wirtschaftliche Interessen und die Frage, welchen Preis wir Menschen bereit sind, für Profit zu zahlen


Dabei wird erschreckend realistisch deutlich, wie eng Korruption, Macht und kriminelle Strukturen in der Wirtschaft miteinander verbunden sein können.

Fazit: Für wen lohnt sich „Martas Gift“?

Wer den ersten Band „Die Tote von Anglona“ gelesen hat, wird sich in Achims Welt schnell wieder zurechtfinden. Bekannte Figuren und Schauplätze treffen auf neue Themen rund um Umweltwissenschaft und Erdölindustrie, die dem zweiten Band eine eigene Richtung geben.


„Martas Gift“ ist eine atmosphärische Fortsetzung mit einem brisanten Thema, interessanten Figuren und einer spannenden Handlung. Die ausführlichen Beschreibungen von Landschaft, Essen und Wein waren mir an einigen Stellen etwas zu lang. Insgesamt hat mich der Roman aber erneut in die Basilicata entführt und mit seinem Zusammenspiel aus Bedrohung, Korruption und Umweltproblematik überzeugt. Eine klare Empfehlung für Fans italienischer Kriminalromane!



📖 Buchdetails & Fakten zu „Martas Gift“

  • Titel: Martas Gift
  • Autor: Gianpietro Montano
  • Reihe: Achim Crocco (Band 2)
  • Genre: Kriminalroman / Italien-Krimi
  • Themen: Umweltkriminalität, Korruption, Mafia-Strukturen

Rezension: Das Buch der toten Namen von M.H.Steinmetz Packender Kosmischer Horror: Eine düstere Hommage an den Cthulhu-Mythos von H.P. Lovecraft!

 

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Als begeisterter Fan von Horrorromanen hat mich „Das Buch der toten Namen“ von M. H. Steinmetz sofort angesprochen. Dieser spannende Cthulhu-Roman reiht sich meisterhaft in den berühmten Cthulhu-Mythos ein jene legendäre Sammlung von Geschichten, die auf den unheimlichen Werken von H. P. Lovecraft beruhen. Im Mittelpunkt stehen auch hier die Großen Alten: uralte, außerweltliche Wesen, deren bloße Existenz das menschliche Verständnis übersteigt und den Verstand der Protagonisten unaufhaltsam zerstört. Wer klassischen kosmischen Horror sucht, wird hier fündig.

Die mitreißende Weird Fiction Story beginnt im Jahr 1917 im schlammigen Flandern mitten im Ersten Weltkrieg. Henry Anthony Wilcox erlebt dort als amerikanischer Beobachter das Grauen der Front hautnah. Doch die brutalen Kampfhandlungen sind bei weitem nicht das Schrecklichste, was ihm begegnet. Im krassen Kontrast dazu treffen wir im Jahr 2028 auf Zoe. Sie wird von grausamen Albträumen geplagt, leidet unter Psychosen und verletzt sich selbst. Genau wie ihr Urgroßvater erschafft sie düstere, verstörende Kunstwerke. Auf eine unerklärliche, übersinnliche Weise scheint sie mit Henry und den Geheimnissen des Necronomicon verbunden zu sein. Die geschickte Verknüpfung aus den historischen Schrecken des Weltkriegs, einer fremdartigen Dimension und düsteren familiären Geheimnissen verleiht diesem Horror-Buch eine enorme Tiefe.
M.H. Steinmetz führt uns tief in eine Welt des übernatürlichen Horrors, getragen von einer extrem spannenden Atmosphäre und vielschichtigen Charakteren. Der Schreibstil des Autors hat mir unglaublich gut gefallen. Er beschreibt die Szenerie schonungslos und nimmt absolut kein Blatt vor den Mund. Das erinnert an die kompromisslose Härte von Extrem-Horror-Romanen – das gefällt sicher nicht jedem und ist definitiv nichts für jüngere Leser und Leserinnen. Steinmetz erzeugt eine meisterhafte, klaustrophobische Stimmung, in der Realität, Albtraum und purer Wahnsinn fließend miteinander verschmelzen. Die dichte Geschichte hat mich rasend schnell in ihren Bann gezogen.
Eine kleine Kritik habe ich allerdings: Die Sexszenen waren für meinen Geschmack  etwas zu ausführlich geraten. Allerdings muss man fairerweise sagen, dass sie eine wichtige Funktion in der Handlung erfüllen. Sie dienen nicht bloß dem billigen Schockeffekt, sondern tragen aktiv zur düsteren, bedrohlichen Grundstimmung des Romans bei.
Mein Fazit:
„Das Buch der toten Namen“ ist eine absolute Leseempfehlung für alle, die modernen kosmischen Horror, den Cthulhu-Mythos und epischen Schrecken jenseits der menschlichen Vorstellungskraft suchen. Wer mit den teils sehr deutlichen und expliziten Szenen leben kann, bekommt eine hochspannende, dichte und atmosphärische Geschichte geboten. Nicht immer leichte Kost, aber durchgehend fesselnd. Und noch einmal als Warnung: Dieses Buch ist absolut nichts für Jugendliche!

📊 Fakten zum Buch: 

Titel: Das Buch der toten Namen: Ein Cthulhu-Roman 

Autor: M.H. Steinmetz

Details: 393 Seiten 

Independently published Erscheinungstermin: 1. August 2025 

 Sprache: Deutsch 

ISBN-13: 979-8285474067 | ASIN: B0FK39ZMFF


Sonntag, 23. August 2026

Rezension: Axt & Krone - die Saxonen Saga Teil 1 – Claudius Crönert

 

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In meiner Rezension zu Claudius Crönerts historischem Roman „Axt & Krone“ erfährst du, wie mir der Auftakt der  Saga gefallen hat.

Der historische Roman führt uns ins Jahr 772 und in das Gebiet zwischen Weser und Elbe. Dort geraten die lebenden Saxonen immer stärker unter den Druck der christlichen Franken. Schon zu Beginn wird es spannend: Nach einer Jagd geraten Wigmar und sein Schwager Albion in die Hände fränkischer Soldaten. Die beiden können sich jedoch befreien und in ihr Dorf zurückkehren. Von diesem Ausgangspunkt an entwickelt sich eine Geschichte über Bedrohung, Freiheit und den schwierigen Versuch, die untereinander uneinigen sächsischen Stämme zusammenzuführen.

Wigmar wird zu Widukind

Marigard, Wigmars Schwester, nennt ihren Bruder „Waldkind“ auf sächsisch „Widukind“. Dieser Spitzname begleitet ihn fortan und bleibt ihm, wie wir wissen, sein ganzes Leben erhalten. Und so wird aus  dem jungen Wigmar, im Laufe der Geschichte die historische Gestalt Widukind.

 Widukind ist nicht von Anfang an der große Anführer, als den man ihn aus der Geschichte kennt. Stattdessen erlebt man ihn zunächst als jungen Mann, der seinen Platz finden muss. Er muss nicht nur gegen die Franken bestehen, sondern sich auch mit den unterschiedlichen Vorstellungen und Streitigkeiten innerhalb der eigenen Reihen auseinandersetzen. 


Die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven

Gut gefallen hat mir außerdem, dass die Geschichte nicht nur aus der Sicht der Saxonen erzählt wird. Auch die fränkische Seite bekommt Raum. So begleitet man beispielsweise Rutger auf seinem Weg zum Reichstag nach Worms, wo er König Karl seine Treue bekunden soll.

Dieser Perspektivwechsel hat mir gut gefallen, weil man dadurch nicht nur eine Seite des Konflikts kennenlernt. Man bekommt auch einen Einblick in die Gedanken und Beweggründe der Menschen auf der jeweils anderen Seite.

Neben der eigentlichen Geschichte erfuhr ich auch viel über das Leben der Menschen zu dieser Zeit. Ich bekam einen Eindruck davon, wie sie unterwegs waren, wie lange Reisen dauern konnten und wie schwierig es damals war, Nachrichten über größere Entfernungen weiterzugeben.

Gerade solche Dinge machen die Zeit für mich lebendig. Heute ist es selbstverständlich, dass man schnell irgendwohin kommt oder innerhalb von Sekunden eine Nachricht verschicken kann. Damals war das ganz anders. Reisen dauerten lange, Nachrichten gingen verloren, das Leben im Allgemeinen war hart und Claudius Crönert beschreibt Alltagssituationen so, dass ich eine gute Vorstellung davon hatte.


Für mich hatte „Axt & Krone“ allerdings noch eine ganz besondere persönliche Seite.

Ich bin selbst in der Nähe der heutigen Orte aufgewachsen, die mit Widukind verbunden sind, den wir allerdings Wittekind nannten, und kenne die Sagen und Geschichten rund um diese historische Figur deshalb schon seit meiner Kindheit. Es war spannend, eine Figur, deren Geschichte mir durch meine Heimat schon lange vertraut ist, auf diese Weise neu kennenzulernen, als jungen Mann, der sich in einer gefährlichen Zeit behaupten muss und erst nach und nach in seine spätere Rolle hineinwächst.


Mein Fazit

Claudius Crönert verbindet historische Ereignisse mit einer spannenden Romanhandlung und vermittelt gleichzeitig ein Gefühl dafür, wie unsicher und gefährlich das Leben im 8. Jahrhundert gewesen sein muss.

Für mich war die Story mehr als nur ein historischer Roman über Widukind und die Zeit Karls des Großen. Es war auch eine interessante neue Begegnung mit einer historischen Figur, deren Name und Geschichte mir durch meine eigene Verbindung zu dieser Region schon lange bekannt sind.

Wer historische Romane mag und sich für die Saxonen, Widukind und die Zeit Karls des Großen interessiert, findet mit „Axt & Krone“ einen gelungenen Auftakt zu einer neuen Saga.


📊 Fakten zum Buch: Titel: Axt & Krone (Die Saxonen-Saga 1) | Autor: Claudius Crönert (Website)
Details: 368 Seiten | Independently published | ISBN: 979-188945756
Bewertung: ⭐⭐⭐⭐⭐ (5/5 Sterne)

Samstag, 22. August 2026

Rezension: Porto Vintage – Mord am Douro (Portugal-Krimi von Mario Lima)

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Heute darf ich euch meine Rezension zu dem spannenden Portugal-Krimi „Porto Vintage: Mord am Douro“ von Mario Lima zeigen.
Porto Vintage – Darum geht es im neuen Portugal-Krimi (Inhalt)

Fast fünf Jahre sind seit dem letzten Fall der Mordkommission Porto vergangen, und in der Zwischenzeit ist viel geschehen. Chefinspektor Fonseca ist im wohlverdienten Ruhestand, und Ana Cristina Santos ist nach einer Fortbildung zur Chefinspektorin aufgestiegen. Ihr erster Fall führt sie in die Weinbaugegend rund um den Douro. Mitten während der Weinlese wird am Stauwehr von Régua die Leiche eines jungen Mannes aus dem Fluss geborgen. Er wurde durch mehrere Messerstiche ermordet.

Ana Cristina und ihr Team übernehmen den Fall als Amtshilfe für die Kollegen vor Ort. Die Ermittlungen werden nicht nur durch den Hochbetrieb auf dem Weingut erschwert, auf dem der junge Mann als Student gearbeitet hat. Tiago ist morgens nicht zur Arbeit erschienen, was laut seiner Professorin Maria de Lurdes Macedo, der Önologin des Weinguts Quinta do Monjardim, überhaupt nicht zu ihm passte. Deshalb meldete sie ihn mit einiger Verzögerung als vermisst. Auch die alten Traditionen und das Schweigen der Beteiligten machen ihre Arbeit nicht unbedingt leichter.

Meine Meinung: Lohnt sich das neue Buch von Mario Lima?

Ich habe mich sehr gefreut, endlich wieder, wenn auch nur in Gedanken, nach Porto reisen zu dürfen und dabei vertraute Personen wiederzutreffen. Nicht nur Ana Cristina ist weiterhin Teil des Teams, auch Tété und Dinis sind wieder mit dabei und sorgen mit ihrer sympathischen Art für vertraute Momente. Um sie näher kennenzulernen, gibt es kurze Abschnitte, die ihre Lebenssituation beschreiben. Auch das hat mir gut gefallen, da es nicht zu ausschweifend ist. 

Mein Fazit:

Wie schon in den Vorgängerbänden verzichtet der Autor Mario Lima auf allzu bildlich dargestellte Gewalt, und das ist auch absolut nicht nötig. Er schafft es mit Leichtigkeit, seine Leserinnen und Leser mit einem spannenden Kriminalfall, überraschenden Wendungen und wunderbaren Landschaftsbeschreibungen zu fesseln. Dabei entsteht einmal mehr dieses besondere Gefühl, gemeinsam mit den Ermittlern in Portugal unterwegs zu sein.

Am Ende des Buches findet sich außerdem ein Glossar mit portugiesischen Ausdrücken, was mir persönlich sehr geholfen hat. 


  • Herausgeber ‏ : ‎ BoD – Books on Demand
  • Erscheinungstermin ‏ : ‎ 2. Juli 2026
  • Auflage ‏ : ‎ 1.
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe ‏ : ‎ 476 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3696388688
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3696388683


Donnerstag, 20. August 2026

Rezension: Zwei Leben - Solange ich atme (Astrid Korten)

Buchcover von Zwei Leben - Solange ich atme von Astrid Korten

In meiner heutigen Rezension möchte ich meine Meinung zu einem zutiefst bewegenden Buch teilen: Ich habe den neuen historischen Roman „Zwei Leben - Solange ich atme“ von Astrid Korten gelesen. Viele kennen die Autorin vor allem für ihre Psychothriller, doch mit diesem Buch beweist sie eindrucksvoll, wie feinfühlig sie emotionale Zeitgeschichte lebendig machen kann.

Die Geschichte führt uns ins Jahr 1941. Anna Schneider ist gerade einmal 18 Jahre alt, als sie als Jüdin gemeinsam mit ihrer Familie nach Minsk deportiert wird. Was sie dort im Ghetto erlebt, ist geprägt von Hunger, Gewalt und Angst. Sie begegnet Mischa, der im Widerstand aktiv ist. Und schließt sich ihm schließlich an.

Auf einer zweiten Zeitebene lernen wir Miriam und Lilly kennen, Annas Tochter und Enkeltochter. Lilly möchte die mittlerweile 80-jährige Anna für ein Schulprojekt zu ihrer Vergangenheit befragen und reißt damit alte Wunden auf, denn Anna hat ihre Erlebnisse vergessen wollen und mit ihrer Familie nie über ihre Vergangenheit gesprochen.

Besonders berührt hat mich, dass die Autorin nicht nur Annas Erlebnisse während des Krieges schildert. Sie zeigt auch, wie sehr diese Vergangenheit ein ganzes Leben prägen kann. Viele Jahre später hat Anna noch immer über das Erlebte geschwiegen. Erst durch ihre Enkelin wird sie dazu gebracht, sich ihrer Vergangenheit zu stellen. Dabei wird deutlich, wie schwer es sein kann, über traumatische Erfahrungen zu sprechen, und welchen Preis langes Schweigen haben kann.

Astrid Korten erzählt eindringlich , emotional und sehr feinfühlig. Sie lässt ihre Leserinnen und Leser vielleicht etwas besser verstehen, warum die Kriegsgeneration nicht über ihre Erlebnisse sprechen will, ob sie nun auf der Seite der Opfer waren oder auf der der Täter, wenn einem wie in diesem Roman vor Augen geführt wird, was Anna und ihre Familie stellvertretend für all die Millionen weiterer Opfer erleiden mussten.

Für mich sind Bücher wie dieses wichtig. Sie erzählen von einer Zeit, die wir niemals vergessen dürfen, und machen die Schicksale der Menschen dahinter sichtbar. Deshalb finde ich es wichtig, dass solche Geschichten erzählt und gelesen werden, damit die Erinnerungen nicht irgendwann verloren gehen.


  • ASIN ‏ : ‎ B0HCMBDR3T
  • Herausgeber ‏ : ‎ Independently published
  • Erscheinungstermin ‏ : ‎ 2. August 2026
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe ‏ : ‎ 382 Seiten
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 979-8190356489