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Es ist Adventszeit auf der Ostseeinsel Fehmarn. Der Wind ist rau, die See unruhig, der Himmel düster, die Strände und Straßen nass. Die Inselgäste müssen im Warmen bei Laune gehalten werden. Gut, dass im größten Hotel am Platz für eine Attraktion gesorgt wurde, auf die Touristen und Insulaner gleichermaßen närrisch sind. Es wird ein köstliches Dinner serviert, währenddessen Schauspieler einen Kriminalfall inszenieren. Wer es schafft, den Täter zu ermitteln, erhält einen hohen Geldpreis. Doch dann kommt es bei einer dieser Veranstaltungen zu einem Stromausfall. Als das Licht wieder angeht, liegt dieses Mal keine Attrappe, sondern eine echte Leiche am Boden. Einer der Gäste hat Blut am Schuh. Es ist das des Toten. Für die Menschen und Medien ist der Fall schnell gelöst und die Sensation perfekt. Der Verhaftete war auf der Insel bisher hochangesehen. Verzweifelt wie nie zuvor in seinem Leben, hofft er auf die Hilfe von Inselkommissarin Frieda Lieken.
Und wieder war ich auf Fehmarn. Kurz vor Weihnachten ist es kalt und nass auf der beliebten Ferieninsel. Für Kommissarin Frieda Lieken bedeutet das nach der Rückkehr von ihrer Hochzeitsreise auf die Malediven erst einmal einen deutlichen Temperaturunterschied. Doch so richtig gefallen hat ihr die Reise ohnehin nicht, denn Nichtstun ist weder etwas für sie noch für ihren Mann Martin. Dass sie gleich nach ihrer Rückkehr allerdings ein besonderer Fall erwartet, damit hätte sie natürlich nicht gerechnet.
Mord beim Krimidinner: Der Inhalt
Bei einem Krimidinner im größten Hotel des Ortes gibt es einen echten Toten und der Mörder muss auf den ersten Blick nicht erst lange ermittelt werden, er steht direkt neben der Leiche.
Für Frieda beginnt damit ein besonders heikler Fall, denn der Hauptverdächtige ist ihr Chef Eisler. Die Beweislage sieht schlecht für ihn aus und auf der Insel verbreiten sich Klatsch und Tratsch in Windeseile. Viele verurteilen Eisler, lange bevor seine Schuld endgültig bewiesen ist. Für Frieda wäre das natürlich die Gelegenheit, ihren cholerischen Chef endlich loszuwerden. Doch das wäre nicht Frieda. Sie weiß, dass Eisler trotz seiner oft unangenehmen Art immer zur Stelle ist, wenn es wirklich darauf ankommt. Deshalb lässt sie sich nicht davon abhalten, genauer hinzusehen.
Ermittlungsverbot für die Inselkommissarin
Offiziell darf sie den Fall allerdings nicht übernehmen. Wegen ihrer persönlichen Verbindung zu Eisler könnte sie befangen sein. Die Ermittlungen liegen deshalb bei Kollegen vom Festland, und die Anweisungen der Staatsanwältin Bendixen sind dabei mehr als unmissverständlich. Bei dieser Anweisung hörte ich in Gedanken ein deutliches „Pfft“ von Frieda. Denn wer sie kennt, weiß, dass sie sich von einem Verbot nicht abschrecken lässt, wenn sie überzeugt ist, dass etwas nicht stimmt.
Schnell merkt sie, dass hinter dem Mord mehr steckt als ein spontaner Totschlag beim Krimidinner. Zwischen Inszenierung und Realität weiß man wie gewohnt nie sicher, wer nur spielt und wer wirklich etwas zu verbergen hat.
Mein Fazit: Ostseeatmosphäre trifft Hochspannung
Eva Lirot verbindet wieder die Ostseeatmosphäre mit einem spannenden und leicht lesbaren Kriminalfall. Das Krimidinner ist ein gelungener Rahmen für die Geschichte. Auch die Figuren haben mir gut gefallen, besonders Frieda, die ihrer Spur folgt, auch wenn alle anderen sich längst eine Meinung gebildet haben. Das eine oder andere Mal war ich mir auch nicht sicher, was genau denn nun vorgefallen ist.
Der Band lässt sich gut auch ohne Vorkenntnisse lesen, da der Fall in sich abgeschlossen ist. Wer spannende Ostseekrimis mit sympathischen Ermittlern mag, wird hier wieder gut unterhalten. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.
- ASIN : B0HJHLR89X
- Herausgeber : Independently published
- Sprache : Deutsch
- Seitenzahl der Print-Ausgabe : 227 Seiten
- ISBN-13 : 979-8171191672
- Abmessungen : 12.7 x 1.32 x 20.32 cm




