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| Werbung-Rezension |
Nachdem mich der erste Band #Glückskinder schon überzeugt hat, war ich natürlich sehr gespannt, was mich im zweiten Teil #Hochmut erwartet: Was würde ich noch über die Welt erfahren, in der der namenlose Protagonist lebt?
Die Handlung: Nahtloser Anschluss und tiefere Einblicke
Der dystopische Roman „#Hochmut“ schließt nahtlos an den ersten Teil #Glückskinder an. Der Namenlose, so werde ich ihn jetzt immer nennen, denn ohne Namen ist es schwierig für mich, über einen Menschen zu sprechen, will immer noch verhindern, dass seine Kollegin Aurora weiter in der Firma beschäftigt wird. Nach und nach erfahren wir aus seiner Gedankenwelt, warum er so handelt. Hier verrate ich nur, dass es sich um etwas sehr Persönliches handelt: um eine Liebe zu einer Frau, die er Kid‑Kad nennt. Kid‑Kad ist eine Figur aus einem Kinderbuch, deren echten Namen er zunächst nicht einmal kennt. Dass er diesen Namen auf eine reale Person überträgt, zeigt schon, wie sehr er sich an dieser Figur festhält und welche Bedeutung sie für ihn hat.
Doch bevor es zum entscheidenden Gespräch mit „Captain“, seiner Vorgesetzten, kommt, sucht er Sonja auf, eine frühere Bekannte, die auf einem abgelegenen Hof unter ständiger Bewachung lebt und mit der er nach einem zunächst nicht erzählten Grund keinen Kontakt mehr hatte. Wir erfahren endlich so einiges über den „Umbruch“, der gleichzusetzen ist mit dem Ende der Demokratie, wie wir sie kennen, und über die Auswirkungen, die dieser Umbruch auf das Leben der Menschen hatte.
Gesellschaftskritik: Wenn die Demokratie fällt
Eine Schlüsselszene, die die willkürliche Gewalt aufzeigt, ist die, in der der Namenlose mitbekommt, wie eine Mutter und ihr Kind von Polizisten behandelt und grundlos festgenommen werden, weil den Beamten das Verhalten des Kindes nicht gefällt. Und wir erfahren, was unter anderem dazu geführt hat, dass der Namenlose unter Ängsten leidet und nicht einmal darüber nachdenken möchte, was um ihn herum geschieht, was ihm allerdings nicht wirklich gelingt.
Im Angesicht der heutigen politischen Lage ist die Glückskinder-Reihe erschreckend aktuell, denn im Buch wird die Demokratie mit ihren eigenen Waffen geschlagen.
Mein Fazit zur Dystopie-Fortsetzung
Diese Lektüre brachte mich ganz nah an den Namenlosen heran. Das ist der Erzählweise geschuldet. Der Autor lässt seine Leserinnen und Leser immer an seinen Gedanken teilhaben. Manchmal war mir das zugegeben etwas zu viel, am Ende aber wohl notwendig. Es bleiben auch hier Fragen offen. Die Rolle, die „Captain“ spielt, bleibt in meinen Augen noch undurchsichtig, besonders was die Kuppel betrifft, die auch in diesem Teil natürlich noch Thema ist. So bleibt es spannend, und ich freue mich auf den nächsten Teil der Reihe.
- Herausgeber : BoD – Books on Demand
- Erscheinungstermin : 12. Mai 2025
- Auflage : 1.
- Sprache : Deutsch
- Seitenzahl der Print-Ausgabe : 256 Seiten
- ISBN-10 : 3819264051
- ISBN-13 : 978-3819264054
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