Montag, 23. Oktober 2017

Ein Reif von Eisen Die Königschroniken 1 von Stephan M. Rother

Ausnahmsweise bekommt ihr an dieser Stelle den Klappentext, würde ich mich an einer Zusammenfassung versuchen, ich würde mich gnadenlos verhaspeln. Zu viele Personen und Handlungsstränge finden sich auf gerade mal 384 Seiten zusammen.

Im Kaiserreich der Esche herrscht Unruhe. Die Blätter des heiligen Baumes beginnen zu welken – ein Machtwechsel steht kurz bevor. 
Stammesfürst Morwa sucht in der düsteren Zeit die Völker des Nordens unter seinem Banner zu einen. Nur einen Stamm gilt es noch zu besiegen. Eile ist geboten, er spürt sein Ende nahen. Einzig die Kräfte der Sklavin Ildris erkaufen ihm eine letzte Frist. Doch welchem seiner Söhne soll er den Reif des Anführers anvertrauen? Die falsche Entscheidung könnte die Welt in Dunkelheit stürzen.
Zur selben Zeit will die junge Leyken aus dem Oasenvolk des Südens einen Schwur erfüllen: Sie begibt sich auf die Suche nach ihrer Schwester und fällt dabei in die Hände von Söldnern. Kurz darauf findet sie sich in der kaiserlichen Rabenstadt im Netz höfischer Intrigen wieder. 
In der längsten und kältesten Nacht des Jahres spitzen sich die Ereignisse zu, das Schicksal der Welt liegt in den Händen dreier Frauen: Ildris’, die ein Geheimnis mit sich trägt, der ehrgeizigen Leyken und Morwas unehelicher Tochter Sölva. Können sie gegen die Dunkelheit bestehen? Kann eine von ihnen das Land aus der Dunkelheit führen?

Meine Meinung:

Stephan M. Rother, setzt bei seinen Lesern eine gewisse Konzentrationsfähigkeit voraus, wie man es selten findet, immer wieder wechselt er die Handlungsstränge und damit die Protagonisten, immer wieder musste ich mich auf neue Orte einstellen. Wie ein Bild, von dem man immer ein weiteres kleines Stück zu sehen bekommt aber nie das große Ganze.
Der Autor lässt seinen Protagonisten Zeit sich vorzustellen, nach und nach lernt man sie kennen, ihre Charaktereigenschaften, ihre Beweggründe so zu handeln wie sie es tun. Noch wird kein Hauptaugenmerk auf eine der Personen gelegt, sie alle kommen gleichberechtigt zu Wort um es einmal so auszudrücken, ich bin gespannt wie es im zweiten Teil des Buches weitergeht, ob sich einer der Charaktere als Hauptprotagonist herauskristallisiert oder nicht.
Ich kann auch noch keinen Lieblingscharakter benennen, sie alle haben ihre positiven Züge und in ihnen allen liegt ein Geheimnis verborgen, das sie teilweise nicht einmal selbst kennen.
Leider ist die Geschichte nicht in sich abgeschlossen, was ich persönlich sehr schade finde, gerade hatte ich mich etwas zurecht gefunden im Kaiserreich der Esche musste ich es auch schon wieder verlassen.


Mit einem Klick auf das Cover, könnt auch ihr euch auf die gefahrvolle Reise in das Kaiserreich der Esche machen.

  • Broschiert: 384 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag; Auflage: 1 (20. Oktober 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 349927356X
  • ISBN-13: 978-3499273568


Dienstag, 17. Oktober 2017

Tausend Teufel von Frank Goldammer

Zur Verlagsseite
Inhalt: Zwei Jahre nach Kriegsende leiden die Menschen im zerstörten Dresden bitterste Not. Lebensmittel,Medikamente und  Kohlen sind streng rationiert oder gar nicht erst zu bekommen, dementsprechend aufgeheizt ist die Stimmung gegen die sowjetischen Besatzungsmächte die in der Stadt, alles kontrollieren.
Als kurz nacheinander zwei sowjetische Soldaten tot aufgefunden werden steht Oberkommissar Max Heller vor der schwierigen Aufgabe, die Morde aufzuklären ohne dabei selber ins Visier der SMAD, der Sowjetischen Militäradministration in Deutschland zu geraten.
Als weitere Morde geschehen muss sich Heller auf ganz dünnem Eis bewegen um auf der einen Seite den Täter zu finden und auf der anderen Seite unschuldige Kinder vor den Besatzern zu schützen.

Meine Meinung: Was für ein Buch, was für eine Geschichte. Natürlich habe ich, wie wohl jeder von den Zuständen nach dem Krieg in Deutschland gehört, von dem Hass und der Angst die besonders den sowjetischen Besatzungsmächten entgegen schlugen, von den tausenden die an Hunger, Kälte und Krankheiten starben und von denen die plötzlich verschwanden und nie wieder auftauchten.
Aber das waren Berichte aus Geschichtsbüchern oder Bruchstücke aus Erzählungen von Verwandten, die eigentlich nicht über ihre Erlebnisse sprechen wollten. Außerdem war das ja im *Osten* bei den *Russen*.
Bevor ich mit dem Lesen begann, hatte ich eine relativ klare Vorstellung von dem was ich lesen würde, einen spannenden Krimi vor der Kulisse einer zerstörten Stadt, ein paar kleinere Schwierigkeiten die der Ermittler Max Heller mit den Besatzungsmächten zu lösen hätte und eine politisch korrekte Auflösung der Morde.
Bekommen habe ich etwas vollkommen anderes. Frank Goldammer führte mir ein Szenario vor Augen, das mir so manches Mal die Tränen in die Augen trieb, seine Beschreibungen der Lebensumstände der damaligen Zeit sind mehr als anschaulich. Ich konnte mir den ständigen Kampf ums Überleben der Erwachsenen und besonders der Kinder die alles verloren hatten recht gut vorstellen. Ich maße mir nicht an zu behaupten das ich nachfühlen konnte wie es damals war, denn das kann niemand, der nicht dabei war.
Zugegebener Maßen rückte der Kriminalfall ab einem bestimmten Punkt etwas ins Hintertreffen, ich wollte eigentlich nur noch wissen wie es den Kindern erging und ob Max Heller, der sich weigert in die SED einzutreten und sich vor allen Vorgesetzten für diese Weigerung rechtfertigen muss, unbeschadet aus allem hervorgeht.
Tausend Teufel, ist ein eindringliches Buch, eines das nicht so schnell aus den Köpfen der Leser verschwinden wird.
Und auch wenn die Krimihandlung für mich nicht immer hoch spannend war, ich habe mich ablenken lassen von den einzelnen Schicksalen es liegt also an mir, nicht am Buch, vergebe ich eine absolute Leseempfehlung.

Mit einem Klick auf das Cover seid ihr, wie immer, direkt beim Verlag.
  • Broschiert: 368 Seiten
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (13. Oktober 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423261706
  • ISBN-13: 978-3423261708

Sonntag, 15. Oktober 2017

Das Bücherhaus auf der FBM17 Teil 2

Ohne ein Bild der berühmtesten Eule der Messe, geht es nicht. Ich finde sie einfach total schön.

Aber nun weiter mit meinem Bericht. Nachdem mich Martina mit Kaffee versorgt hatte, war ich soweit wieder hergestellt das ich mich auf die Suche nach dem Papierverzierer Verlag, in der Hoffnung dort auf Mario Steinmetz zu treffen und vielleicht auch schon sein neues Buch Armageddon: Horror (Hell's Abyss 3)
erwerben zu können, denn wie ich mittlerweile erfahren hatte, wenn der Autor am Stand ist, darf man auch kaufen. Leider hatte ich Pech und es war nur ein Ansichtsexemplar da, also hieß es *Nur gucken, nicht mitnehmen* Schade aber nicht zu ändern und die nächsten 14 Tage werde ich eben mehr oder weniger geduldig ausharren. 
Dafür hat mir Mario etwas über seine nächsten Projekte erzählt, da kommt einiges auf uns zu.Und wenn ihr auf das Bild klickt, kommt ihr direkt zu Lucy, wenn ihr euch traut. Als e-book gibt es das Buch übrigens schon.


Zu Lucy

Um 15 Uhr war ich mit der wunderbaren Autorin Astrid Korten verabredet, die sich fast eine ganze Stunde Zeit genommen hat um mit mir und Kerstin Dorer von Seehases Lesewelt zu plaudern. Wie haben viel spannendes erfahren, neue aufregende Projekte sind in Planung und wir durften das Cover ihres neusten Thrillers sehen, ich kann euch sagen es ist ein Traum. Und wir sprachen über ihr aktuelles Buch, das Traubenzimmer von dem sie Kerstin und mir ein Exemplar geschenkt hat, Kuschelsocken bekam ich auch noch, für gemütliche Lesestunden, die sind nicht auf dem Bild, die habe ich gleich am Abend noch eingeweiht und drehen ihre erste Runde in der Waschmaschine. Mit einem Klick auf die Bilder, kommt ihr zur Autorenseite oder zu einer Leseprobe. Vielen vielen Dank liebe Astrid, es war so schön dich in Natura zu sehen.






Um 16 Uhr musste ich schon weiter, da sich ein Termin in Luft aufgelöst hatte, hatte ich Zeit um zum Bloggertreff des Gmeiner Verlags zu gehen. Eine gute Entscheidung, denn dort traf ich nicht nur auf die Verlagsmitarbeiter, die sich durch ihre freundliche und herzliche Art auszeichnen, sondern auch auf weitere Bloggerkolleginnen und kollegen, die ich bisher nur vom Lesen kannte. Die Mädels vom Blog  Nicht ohne Buch, sind so lieb und herzlich, so wünsche ich mir alle Begegnungen mit anderen Bloggern. Und ja es gibt sie, männliche Blogger, Roland Reis vom Blog Rolands Bücher, entpuppte sich auch als sehr angenehmer Gesprächspartner. Natürlich vergesse ich auch die anwesenden Autoren nicht, die ihre Bücher vorstellten und danach noch für Gespräche offen waren. Im nächsten Leben werde ich Reich, jawohl, dann wandern die Bücher nicht nur auf meine Wunschliste sondern gleich in meine Taschen.

Den Abschluss bildete das Bloggertreffen von Randomhouse, ab 17.30 trafen sich Blogger und Autoren zu einem gemütlichen Beisammensein, bei leckeren Häppchen und  Getränken, boten sich viele Gelegenheiten mit den Autoren und Bloggern zu plaudern.

Mein Fazit der fbm17. Schön war es, sehr informativ und total entspannt, aber der Messeblues, wie nach Leipzig stellte sich nicht ein.