Kurzbeschreibung:
Leonard ist ein Loser. Dabei beginnt sein Leben gar
nicht mal so schlecht. Er studiert Literatur und veröffentlicht sogar
eine Kurzgeschichte. Doch dann geht es bergab: Leonard will einen Film
drehen und klaut einfach das nötige Equipment. Doch weil er halt ein
Loser ist wird er verhaftet und ins Gefängnis gesperrt. Dort wird er
täglich missbraucht, doch er hält durch und nach seiner Entlassung gerät
er an Kredithai Rocco, der ihm seinen Film finanziert. Doch schon knapp
nach der Fertigstellung muss Leonard feststellen, dass Rocco mehr von
ihm will – er soll für ihn Filme drehen. Abartige Filme, in denen Tiere
und Frauen die Hauptrolle spielen.
Alex Meinung:
Was
uns Edward Lee hier präsentiert ist ganz große Abartigkeit. Sex mit
Tieren, Folter und Qual – vor nichts schreckt der Meister des Horrors
zurück. Lee will schocken! Und das gelingt ihm mit diesem Buch ganz
exzellent. Noch nie habe ich dermaßen viele Abartigkeiten auf einem
Haufen gelesen. Dabei schockt nicht Splatter, nein, hier schocken Penetration mit Tieren, Großwüchsigen und Abhängigen. Und mitten unter
ihnen Leonard, der doch nur einen meisterhaften Film drehen wollte.
Leonard
macht eine Wandlung durch, seine Zeit im Gefängnis, das Beobachten des
Vaters beim Sex und letztendlich die Erpressung durch die Mafia – das
alles macht aus einem scheinbar normalen jungen Mann einen Dämon, der
sich nicht mehr unter Kontrolle hat und am Ende nicht einmal mehr seinen
großen Triumpf bewusst miterleben kann. Diese Wandlung ist erschreckend
dargestellt, sind es doch eher die Lebensumstände von Leonard, die ihn
dazu bringen, nicht sein ursprüngliches Wesen.
Lee
schockt, aber Lee bringt auch zum Schmunzeln, durch perfide
eingestreute Äußerungen, wie zum Beispiel von dem Epiphanier „Toaster
sind böse“ oder durch seine originellen Filmtitel „Ich habe pfertig“ und
„Nachmittags vor die Hunde gegangen“. Lee will den Leser also nicht
nur zum Würgen bringen , sondern vor allem eins: Unterhalten. Und das
gelingt ihm mit dem vorliegenden Buch sehr gut.
„Das Schwein“ ist aus der Extrem-Reihe von Festa und wird ohne ISBN und nur direkt über den Verlag vertrieben.
http://www.festa-verlag.de
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Verkauf erst ab 18.