Donnerstag, 29. November 2018

Mord eines anderen von Klaus Heimann

  • Nach §2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diesen Beitrag als Werbung

Inhalt: Sigi Siegbert erzählt in seiner Stammkneipe von einem Mord der sich 2010 ereignete, während sich das Ruhrgebiet auf zwei Großereignisse freut, der  Still-Leben Ruhrschnellweg und der Loveparade in Duisburg, wird der Geschäftsführer einer Essener Firma in seinem Büro ermordet.
Meine Meinung:
Ich mag das Konzept das Klaus Heimann verwendet, er lässt Sigi in der gemütlichen Kneipenatmosphäre erzählen, was passiert ist, wie die Ermittlungen verliefen, wie eins zum anderen führt und alle Spuren und Informationen Schlussendlich zum Mörder.
Sigi und sein Team hatten es diesmal mit einem kniffeligen Fall zu tun, die Spurenlage ist sehr dünn, es gibt kaum Verdächtige und wenn ist ihr Motiv so klar, das ich mir nicht vorstellen konnte den Mörder vor mir zu haben, ob ich recht hatte müsst ihr schon selber lesen.
Als Leser begleiten wir Sigi auf jedem Schritt, er lässt uns an jedem Ermittlungsschritt teilhaben, manchmal sogar gefühlt in Echtzeit, eine Fahrradfahrt, die ihn von zu Hause zum Tatort führte, war mir einen Ticken zu genau beschrieben, aber das nur am Rande, denn im Großen und Ganzen habe ich es sehr genossen die Ermittlungen so nah verfolgen zu können.
Natürlich kam auch Sigis Privatleben nicht zu kurz, seine Frau Lotte ist einfach herrlich, sie hat ihren Sigi fest im Griff und er hat gelernt was eine gute Ehe nach so langer Zeit ausmacht. Das müsst ihr lesen, ich habe doch tatsächlich die eine oder andere Situation wieder erkannt. 😊Diese kleine Anekdoten, lockern die Atmosphäre etwas auf und das tut dem Buch gut und macht das Lesevergnügen mit aus.
Sigis Teamkollege Erich hat sich zu seinem Besseren verändert, zwar guckt er immer noch jeder hübschen Frau nach und spart auch nicht mit doofen Kommentaren, aber er ist seßhaft geworden und steht kurz vor der Hochzeit mit der Kollegin Möhrchen, die ihm die Kommentare wohl auch noch abgewöhnen wird. Der Tonfall der Protagonisten ist flapsig, manchmal etwas zu flapsig für meinen Geschmack aber das Ende bzw. das was Sigi am Ende sagt ( das darf ich euch wieder nicht verraten) hat mich wirklich versöhnt.
Mord eines Anderen ist ein spannender Krimi mit echten Schmunzel und Gänsehauteffekten und bekommt von mir ein Lesempfehlung.

  • Taschenbuch: 250 Seiten
  • Verlag: edition oberkassel; Auflage: 1 (15. November 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3958131549
  • ISBN-13: 978-3958131545

Dienstag, 27. November 2018

Zombie Zone Germany: Blutzoll von Matthias Ramtke

Zur Zombie Zone
Inhalt: Während der Zombieapokalypse schufen die Brüder Ben und Niklas in einer Kleinstadt eine sichere Zuflucht für Überlebende. Eden. Gemeinsam erträumten sie sich eine friedliche Zukunft, doch der Traum zerplatzte als die Brüder sich zerstreiten und Eden unter sich aufteilen. Während auf einer Seite der Stadt fast so etwas wie Normalität herrscht, hungern die Menschen auf der anderen Seite.
Meine Meinung:
Ich habe mich riesig auf Neuigkeiten aus der Zombie Zone gefreut, ich bin total begeistert von der Idee die Apokalypse in Deutschland geschehen zu lassen und ich wurde wieder einmal nicht enttäuscht.
Vor allem weil das Hauptaugenmerk  einmal mehr nicht auf Fressorgien und Zombie Schlachtungen liegt, sondern die Probleme, Sorgen und Nöte der Menschen die überlebten und weiterhin ums überleben kämpfen stark im Vordergrund stehen. Aber keine Angst, auch der Horror kommt nicht zu kurz.
Im Mittelpunkt stehen Niklas und Ben, Niklas der auf seiner Seite von Eden für seine Anhänger ein fast normales Leben aufgebaut hat, mit Handel und Zerstreuung war mir von Beginn an unsympathisch, Frauen und Alkohol sind das was ihm wichtig scheint, er erfüllte auf den ersten Blick das Klischee eines egoistischen Anführers, der auf Kosten seiner Anhänger lebt, ob dem so ist müsst ihr schon selber lesen. Und dann ist da Ben, auf seiner Seite der Stadt herrscht an allem Mangel und die Menschen sind in Lethargie verfallen, ohne Aufgaben ist der Aufbau einer Gesellschaft schwierig. Ben hat nur ein Ziel, er will seine Frau finden, die am Tag ihrer Hochzeit gebissen wurde und er will sie heilen, erst dann will er sich um mit aller Kraft um den Aufbau Edens kümmern. Was für ein Weicheim, versunken in Selbstmitleid, "Ich habe meine Frau im Stich gelassen, ich bin schuld, ich armer" hätte sein Text sein können, erkennt er die Katastrophe nicht auf die die gesamte Stadt zusteuert, denn der Winter naht und die Vorräte reichen nicht für alle.
In einem Satz, ich bin begeistert und ich könnte mich stundenlang über Ben und Niklas aufregen. Ob es noch Hoffnung für Eden gibt? Auch das müsst ihr selber lesen.
Mit einem Klick auf das Coverbild gelangt ihr direkt in die Zombie Zone, aber Achtung Deutschland ist Speerzone, ihr kommt vielleicht nicht wieder hinaus.

  • Broschiert: 160 Seiten
  • Verlag: Amrun Verlag; Auflage: 1 (19. Oktober 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3958692699
  • ISBN-13: 978-3958692695
  • Herausgeber: Piper Marou



Blogtour Tag 3 Rigor Mortis



Interview mit Faye Hell
Liebe Faye,
vielen Dank, dass du dich meinen Fragen stellst, im realen Leben würde ich dir jetzt Kaffee und Kekse anbieten, hier geht das leider nicht, also fangen wir am besten gleich an.
Und damit ihr wisst, mit wem ich mich unterhalten habe.


1. Magst du dich meinen Lesern die dich vielleicht noch nicht kennen kurz vorstellen?
Wer ist Faye Hell?

Mhhmmm … keine Kekse. *seufz*
Faye Hell? Nun, das bin ich!
Mag jetzt banal und dämlich klingen, ist es aber nicht. Als ich begonnen habe zu schreiben, habe ich mir ein Pseudonym gesucht. Unter anderem auch deshalb, weil ich ja Lehrerin bin und es in diesem Zusammenhang nicht immer gut ankommt, wenn man ein Horror-Nerd ist. Ich habe mir überlegt, wie diese Faye zu sein hätte … nur um draufzukommen, dass Faye vielmehr die Person ist, die ich eigentlich bin, als zum Beispiel mein Lehrer-Ich. Fast so, als hätte ich Faye erschaffen, um mich wahrhaftig ausleben zu können. Ein blödes Beispiel: Ich war knappe zwanzig Jahre alt, als mir mal jemand gesagt hat, ich könne nicht mehr lange so ein Gothic-Outfit tragen, ohne lächerlich zu sein. Faye kann!
Also, Faye ist Horrorautorin, Horrorfan und Horrorliebhaberin. Ein Leben ohne Horror – egal ob als Buch, Film oder Serie – ist für mich seit meinem elften Lebensjahr undenkbar.

                          

2. Wissen deine Kollegen und vor allem deine Schüler, dass du schreibst und vor allem was du schreibst und wenn ja, was sagen sie dazu?

Die meisten Kollegen wissen es. Vor den jüngeren Schülern versuche ich es (soweit wie möglich) geheimzuhalten. Das ist nicht (nur) meine eigene Entscheidung. Die äußeren Umstände haben das mit sich gebracht und eine gewisse Art von Geheimhaltung notwendig gemacht. Denn nein, es ist nicht selbstverständlich, dass eine Lehrerin eben nicht nur eine Lehrerin ist, sondern sogar ein Privatleben hat. Und sich darüber hinaus vielleicht sogar noch für Horror begeistert! Gott behüte! Eine Horrorautorin als Lehrerin ist für einige Eltern undenkbar. Diese Erfahrung habe ich leider machen müssen.

3. Deine Bücher. Keine Menschenseele und Tote Götter wurden mit Preisen ausgezeichnet, kannst du den Moment beschreiben als du erfahren hast, das du tatsächlich gewonnen hast?

Nahezu alle Menschen werden von Zweifeln geplagt. Im Autorenumfeld bekomme ich häufig den Eindruck, dass sich Autoren dieses Quäntchen mehr quälen als andere. Der Zweifel ist ein fieses Vieh, das nur darauf wartet, dir ins Ohr zu flüstern, dass deine Arbeit nichts wert ist, sich sowieso niemand dafür interessiert und du am besten alles hinwerfen solltest. Ich denke nicht, dass mich irgendeiner der Preise objektiv wirklich weitergebracht hat in meiner (nennen wir es halt mal so …) Karriere. Aber Preise sind richtig gut darin, dem Zweifelsuntier fest in den Arsch zu treten. Und ja, ich habe mich jedes Mal höllisch gefreut. Es ist eine Form der Anerkennung und ich weiß es total zu schätzen, dass mich meine Leser immer so grandios unterstützen.

4. Im November erscheint dein neuestes Buch: Rigor Mortis, kannst du uns schon ein bisschen was verraten?

Ich glaube, Rigor Mortis könnte mein bisher bestes Buch sein. Aber mein Freund und Autorenpartner M. H. Steinmetz hat mir mal gesagt, dass das so sein muss. Wenn dem nämlich nicht so wäre, dann könnte man aufhören zu schreiben. Da hat er sicher recht!
Ich habe vor allem sehr viel Recherchearbeit in diesen Roman investiert, da ja einer der Handlungsstränge im Yukon Territory/in Alaska zur Zeit des Goldrausches spielt und es war mir sehr wichtig, dass ich die Geschichte zwar zu meiner eigenen mache, in den zentralen Punkten aber historisch korrekt bleibe. Dazu habe ich auch direkt vor Ort recherchiert und Sekundärliteratur besorgt. Diese Reise hat den Roman ungemein beeinflusst, nicht nur, was die Fakten angeht. Zum Glück ist es mir gelungen, die Magie dieser besonderen Region treffend zu Papier zu bringen. Und alle Orte, die in Rigor Mortis erwähnt werden, habe ich tatsächlich selbst besucht!
Auch musste ich das erste Mal in meiner Autorenlaufbahn ein Vorwort schreiben, da ich einen Ich-Erzähler erschaffen habe, vor dem mir wahrhaft selbst graut. Er ist meine wahrscheinlich abstoßendste, aber auch vielschichtigste und durchdachteste Figur. Richard Darius ist ein modernes Monster, ein Zerrspiegel unserer Zeit.



Zum Klappentext und zum Cover und zu einer Überraschung, klickt mal auf das Coverbild.

(Das Buch erscheint als E-Book am 02.12.2018, Printliebhaber wie ich müssen noch etwas länger warten)

5. Nach dem Buch ist vor dem Buch: Woran arbeitest du gerade?

Gerade arbeite ich gemeinsam mit M. H. Steinmetz an einem Old-School-Hardcore Roman, der Sommer nächsten Jahres bei Redurm erscheinen wird. Das ist für mich ein neues Genre, auch wenn in all meinen Büchern auch bisher schon Hardcoreszenen zu finden sind. Es ist eine Herausforderung, aber auch saugeil! Mal so richtig auf den Putz klopfen, bis Scheiße und Blut spritzen. Mal etwas weniger literarisch. Und es macht unfassbar viel Spaß, mit einem Kollegen und Freund an einem Roman zu arbeiten. Steinmetz und Hell, das harmoniert. Wie bereits die Anthologie Ghost Stories of Flesh and Blood beweist. Klar gibt es jetzt schon Stimmen, die behaupten, ich würde für ein derartiges Buch meinen guten Namen verkaufen. Aber ich vertraue auf die Mündigkeit meiner Leser und darauf, dass diese selbst erkennen werden, dass dieses Buch wohl von meiner üblichen Schiene abweicht. Steinmetz/Hell ist ja auch so etwas wie eine Marke innerhalb der Marke.
Nebenbei feile ich an meinem zweiten Infotainment Buch. Und an der Idee zu einer Novelle, die ich auch demnächst umsetzen werde. Einen vierten, eigenständigen Roman habe ich auch schon im Sinne und recherchiere eifrig.

6. Hattest du schon mal den Wunsch alles hinzuschmeißen und das Schreiben aufzugeben und was hat dich motiviert weiterzumachen?

Ja, hatte ich. Mehrfach sogar. Niemand ahnt, wie viel Zeit und Herzblut in diese Arbeit fließen und wie wenig oft zurückkommt. Ganz im Gegenteil, oftmals kommt sehr viel Ablehnung auf einen zu. Schnell mal wird man als Horrorautorin als pervers oder abartig abgestempelt. Und ich bin noch nicht so abgebrüht, dass ich das als Adelsprädikat anerkennen könnte. (grins) Es kann hart sein, einem Traum hinterherzujagen und teilweise erschreckend ernüchternd. Was mich grundlegend motiviert, ist die Liebe zur Sache. Der Horror, die Schreiberei. Vincent Voss hat mir in einer Situation des Zweifelns mal gesagt: „Du wirst nicht aufhören. Du wirst schreiben. Du kannst gar nicht anders.“ Besser könnte ich es nicht sagen. Der Drang zu schreiben steckt in mir, seit ich schreiben kann. Wenn ich zweifle, habe ich mein schreibendes Umfeld, das mich aufbaut. Und Mister Hell und Mama Hell. Kein Mensch ist eine Insel, auch Autoren nicht.

7. Diese Frage passt vielleicht zur vorigen. Was rätst du Menschen die davon träumen zu schreiben und vor allem auch zu veröffentlichen?

Genau das, was man mir ganz am Anfang geraten hat: Du brauchst einen langen Atem! Weiterführend: Wer beim ersten Hindernis umdreht, beim ersten Gegenwind die Ohren anlegt und abtaucht, der wird es nicht schaffen. Und tritt die verdammte Eitelkeit in die Tonne! Ich weiß, du bist überzeugt von deiner Arbeit. Das ist die Grundvoraussetzung und schwer genug! Das heißt aber nicht, dass es alle anderen auch sofort sein werden. Absagen sind kein Grund weinend im Selbstmitleid zu versinken und aufzugeben oder (das andere Extrem) aufs Hohe Ross zu steigen und diejenigen schlechtzumachen, die einen abgelehnt haben. Nein, genau dann heißt es sich schütteln wie ein nasser Hund und einfach weitermachen. Und wenn du damit fertig bist, dann machst du weiter. Und weiter. Und weiter. Bis du ein Ziel nach dem anderen erreicht hast. Und übrigens: He Leute, wenn ich das hingebracht habe, dann schafft ihr das auch!

8. Welchen Liebesroman hast du gelesen und geliebt? (Irgendeine Leiche hat doch jeder im Keller).

Hihihi. Das fragst du doch nur, weil du das bereits weißt! (grins) Ja, ich lese auch mal Liebeskram. Sehr selten. So gut wie nie. Weil ich einfach schrecklich unrund werde, wenn Klischees plattgetreten werden. Etwas, dass die Liebe und der Horror übrigens gemein haben, wenn es um die kommerzielle Nutzung geht. Weil die Rezipienten teilweise auf Klischees bestehen! Wenn ich Rezensionen lese, in denen sich ernsthaft Frauen darüber beschweren, dass das „dicke Mädchen“ aus dem Roman wohl niemals so einen klasse Kerl abbekommen würde und dass die Autorin da gewiss nur ihre eigenen Sehnsüchte verarbeitet hat … dann werde ich so aggressiv, dass ich gleich wieder ein paar schöne Hardcoreszenen schreiben muss.
Mein liebster Liebesroman ist von Phoebe Ann Miller „Auf die andere Art“. Kein Klischee, echte Gefühle, viele Tränen!

Danke für das Interview und wehe, du bringst mir in Leipzig keine Kekse ….
(Schnurrrrrrrrrr from Hell)



Ich habe zu Danken, für Deine Zeit und dieses tolle Interview, ich freue mich schon auf ein Wiedersehen in Leipzig, mit Keksen.

Zur Facebook Veranstaltung mit einem tollen Gewinnspiel klickt einfach hier.
Dort findet ihr auch weitere Links zu interessanten Beiträgen.

Montag, 26. November 2018

Berlin Rostiges Herz von Sarah Stoffers

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Inhalt:
Während des Lesens kam mir das Buch gar nicht so kompliziert vor, der Schreibstil ist locker und bildhaft, die Story scheint simpel. Die Erfinderin Mathilda ist seit Jahren in die Tochter des obersten Zauberers verliebt und will ihr diese Liebe nun endlich gestehen, Rosas Geburtstagsfest scheint die richtige Gelegenheit zu sein, doch bevor sie dazu kommt, erfährt sie, das sie in dem Zauberer Fidelio einen Konkurrenten um Rosas Liebe hat und er will Rosa einen Heiratsantrag machen. Doch bevor auch nur einer der Beiden die Chance hat sein Vorhaben in die Tat umzusetzen geschieht ein Mord und Mathilda muss fliehen.
Das ist der einfache Teil der Geschichte, aber Berlin Rostiges Herz ist mehr als ein Lady Thriller im Steampunk Kleid. Steampunk ist für mich immer noch ein neues Genre, ich weiß nicht viel darüber, aber das die Geschichten in der Zukunft angesiedelt sind und das neben Erfindungen auch Zauberei eine Rolle spielt ist meiner Ansicht nach, vollkommen neu. Darum bekommt ihr noch eine alternative Inhaltsangabe.
800 Jahre nach dem Untergang des ersten Zeitalters, in dem sich die Menschheit durch Umweltverschmutzung, Klimaerwärmung und Kriege fast selber auslöschte und nur durch das Auftauchen der Zauberer gerettet werden konnte, leben Erfinder und Zauberer in einem brüchigen Frieden nebeneinander, der durch einen feigen Mord endgültig zu zerbrechen droht. Die Erfinder haben die Einschränkungen die ihnen von der Zaubergilde auferlegt wurden satt und sie scheinen einen Aufstand zu planen. Ist der Mord der Beginn einer Revolte?
Meine Meinung:
Diese Mischung aus Fantasy, Dystopie, Steampunk, Krimi und dem Hauch einer Liebesgeschichte ergibt am Ende ein tolles Lesevergnügen, das auch noch eine Botschaft enthält: Geht achtsam miteinander und mit eurer Umwelt um. Nehmt euch und andere an wie sie seid, eure Herkunft ist egal ihr seid alle Menschen.
Der Schreibstil der Autorin ist  sehr bildhaft, ich konnte mir sowohl die Türme der Zauberer als auch die "Bretterbuden" der Erfinder gut vorstellen die das nebeneinander der Gilden gut beschreiben. Ich mochte ihre Hauptcharaktere Mathilda und Fidelio, wobei mir Fidelio etwas näher war, er hat im Laufe des Buches eine erstaunliche Wandlung durchgemacht, vom verspielten und etwas verantwortungslosen Zauberlehrling zum Erwachsenen.
Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung.
Wie üblich seid ihr mit einem Klick auf das Cover direkt beim Verlag.
Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar bekommen, das hat auf meine Rezension allerdings keinen Einfluss. Ihr müsst auf das Print also noch etwas warten, als E-Book könnt ihr es aber schon erwerben.

  • Taschenbuch: 428 Seiten
  • Verlag: Amrun Verlag; Auflage: 1 (15. Oktober 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3958693733
  • ISBN-13: 978-3958693739


Donnerstag, 22. November 2018

Stephen King: Erhebung

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  • Nach §2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diesen Beitrag als Werbung
  • Inhalt: Tag für Tag steigt Scott auf die Waage und täglich zeigt sie weniger an. Was normalerweise für die Meisten ein Grund zur Freude ist, ist für Scott erschreckend, denn er hat weder etwas an seiner Lebensweise geändert noch macht seine Kleidung oder das was er in den Händen hält einen Unterschied. Ob er nun nackt ist oder sich die Taschen mit Gewichten vollstopft, die Waage zeigt immer dasselbe und täglich weniger. Weder er noch ein befreundeter Arzt haben eine Erklärung dafür. Aber fast noch mehr als das Phänomen stören ihn die Hunde der neuen Nachbarinnen die fast täglich ihr Geschäft auf seinem Rasen verrichten und die Art wie die beiden Frauen darauf reagieren
    Das ist nun nicht viel mehr als der Klappentext verrät, aber die Geschichte wird auf gerade mal 144 Seiten erzählt, ruck zuck ist zu viel verraten. 
    Meine Meinung:
    Als ich mich das erste Mal mit dem Inhalt des Buches beschäftigte, kam mir natürlich der Gedanke: Das hatten wir doch schon mal, Billy Halleck der Anwalt aus Der Fluch, wurde ja auch immer dünner ohne zunächst eine Erklärung dafür zu haben, wer glaubt denn schon an Flüche?Aber der Meister, wäre nicht der Meister wäre diese Geschichte nicht völlig anders, es geht nicht um Rache oder Schuld, es geht um Toleranz und ein friedliches Miteinander um Freundschaft und vielleicht auch ein klein bisschen daraum sein Schicksal anzunehmen.
    Ich habe immer mehr das Gefühl, das es dem Autor in seinen Novellen mehr darum geht seinen Lesern eine Botschaft zu vermitteln als sie das Gruseln zu lehren, die übersinnlichen Phänomene sind eher schückendes Beiwerk und machen die Story natürlich ungleich spannender.
    Ich vergebe für Die Erhebung eine absolute Leseempfehlung.
    Mit einem Klick auf das Cover seid ihr direkt auf der Verlagsseite.

    • Gebundene Ausgabe: 144 Seiten
    • Verlag: Heyne Verlag (12. November 2018)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3453272021
    • ISBN-13: 978-3453272026
    • Originaltitel: Elevation

Craig Russel: Wo der Teufel ruht

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Inhalt:In den 30er Jahren wird Prag durch eine brutale Mordserie erschüttert, die in ihrer Grausamkeit an die Taten Jack the Rippers erinnert.Viktor ein junger Arzt will mit einer neuen Methode den Teufel in brutalen Mördern finden und tritt eine Stelle in Hrad Orlů an, wo in der modernsten Irrenanstalt des Landes die "Satanischen Sechs" untergebracht sind, die gefährlichsten Mörder, die die Welt seit langem gesehen hat. In der Anstalt will er mit Medikamenten unterstützter Hypnose tief in die Psyche der Patienten eindringen. Zeitgleich ermittelt Lukas Smolak in Prag um den Killer den alle nur "Lederschürze" nennen endlich zu erfüllen.

Meine Meinung:
Der Gedanke einen Thriller zu lesen, der die Anfänge der Psychiatrie zum Thema hat, reizte mich schon sehr: Ich musste allerdings schon bald feststellen, das ich keine Ahnung habe, ob das was Craig Russell geschrieben hat, auch nur ansatzweise den Tatsachen entspricht und da mir auch die Zeit fehlte das zu recherchieren, nahm ich das Geschriebene ohne es zu hinterfragen, so hin und ergab mich ganz dem Lesevergnügen. Ich tauchte ein in die verstörenden tiefen der Psyche der Satanischen Sechs, deren Taten sie unter Hypnose in allen brutalen Einzelheiten selbst preisgaben. Ebenso interessant war der Einblick in die damals noch junge Geschichte der Tschechoslowakei, die junge Republik kämpft im Schatten des nationalistischen Deutschlands  um ihre Identität, ein Aspekt des Buches, dem ich irgendwann nachgehen werde, um mehr über diese Zeit zu erfahren.  
Ich mochte den Schreibstil Craig Russels, er ist flüssig und sehr bildhaft, Wo der Teufel ruht, erinnert stellenweise mehr an einen Roman als an einen Thriller, darauf muss man sich nach einlassen wollen um die kompletten 500 Seiten genießen zu können, denn darunter leidet manchmal die Spannung.Die Bezeichnung Thriller trifft es also nicht ganz, die Geschichte Roman zu nennen wäre auch nicht richtig, wahrscheinlich muss für dafür noch ein Untergenre erfunden werden.
Im Großen und Ganzen vergebe ich aber für Wo der Teufel ruht eine Leseempfehlung.

Mit einem Klick auf das Cover gelangt ihr direkt zur Verlagsseite.

  • Taschenbuch: 544 Seiten
  • Verlag: Rütten & Loening; Auflage: 1. (14. September 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 9783352009174
  • ISBN-13: 978-3352009174
  • ASIN: 3352009171
  • Originaltitel: Where The Devil Hides

Dienstag, 20. November 2018

Nadine d´Arachart und Sarah Wedler – Ein Spiel für Gewinner

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Inhalt: Nach ihrem letzten Fall werden die Hamburger Star Ermittler Alexander Dornfeld und sein Kollege Daniel Schwarzer von dem Ex Junkie Kilian Kaiser angesprochen, der den Selbstmord seiner Freundin Emila nicht verwinden kann und nicht akzeptieren will, das ihr Suizid freiwillig geschah. Daniel glaubt ihm nicht und versucht ihn abzuwimmeln, bis ein weiterer Selbstmord die Stadt erschüttert und die Ermittler einsehen müssen: Ein Spiel für Gewinner hat längst begonnen und es wird tödlich enden.

Meine Meinung:
Das gleich zu Beginn des Buches ein Warnhinweis steht, der Menschen, die sich in einer Lebenskrise befinden davor warnt dieses Buch zu lesen, fand ich zunächst etwas übertrieben, doch je mehr ich las, desto sinnvoller wurde die Warnung und der Hinweis darauf sich Hilfe zu suchen bevor man so sehr verzweifelt, dass es keinen anderen Ausweg als Selbstmord zu geben scheint. Schon gar nicht konnte ich glauben, dass ein Internetspiel Menschen dazu bringen könnte sich das Leben zu nehmen. 15 Level heißt es zu überwinden und die letzte Aufgabe könnte lauten: 

Klettere über die Brüstung. 
Tritt bis ganz vorne an den Rand. 
Dann spring.

Wer tut denn so etwas? Wer lässt sich von einem Spiel soweit treiben sich selber zu verletzen  oder sogar zu töten? 
Antworten darauf gibt es im Buch, das weit mehr ist als ein mitreißender Thriller, es zeigt auf wie Menschen manipuliert werden können, wie sie Schritt für Schritt, fast schon behutsam auf ein Spielergebnis geführt werden können ohne das sie die Manipulation überhaupt bemerken. So geht es uns allen, wir werden auf Schritt und Tritt manipuliert, von den Eltern in der Schule, von Freunden und der Werbung, normalerweise schadet uns diese Manipulation nicht, manchmal scheint sie notwendig zu sein um ein harmonisches Miteinander zu gewährleisten, manchmal ist sie lästig weil sie uns dazu bringt Dinge zu kaufen die wir gar nicht brauchen oder die völlig überteuert sind. Das alles ist harmlos, bis jemand beginnt psychisch labile Menschen zu manipulieren. Ich könnte mich jetzt seitenlang darüber auslassen, welchen Manipulationen wir täglich ausgesetzt sind, was sie mit uns machen und besonders mit unglücklichen Menschen machen können, aber meine Küchenpsychologie findet sowieso keine Lösung, weder für den normalen Alltag und schon gar nicht für Extremsituationen.
Also kommen wir zu den wesentlichen Dingen. Hat mir Ein Spiel für Gewinner gefallen?
Ja, sehr. Der Schreibstil der Autorinnen ist wie gewohnt flüssig und hat sich im Laufe der Jahre weiterentwickelt, ich habe schon mehere Bücher aus der Feder Nadine d´Arachart  und Sarah Wedler gelesen und meiner Meinung nach werden sie von Buch zu Buch besser. Die Story ist brisant und wenn man sich ansieht wie wichtig das Internet für Alle mittlerweile geworden ist, nicht wirklich weit hergeholt.
Ich kann also guten Gewissens eine absolute Leseempfehlung aussprechen, ihr solltet aber nicht allzu zart besaitet sein. Ein Spiel für Gewinner ist stellenweise sehr brutal, es bohrt sich ins Gehirn und es dauert eine Weile bis man es aus seinen Gedanken wieder vertrieben hat.

Wenn ihr mögt, findet ihr hier ein Interview mit Nadine d´Arachart  und Sarah Wedler.
Weitere Rezensionen findet ihr auf

und

und wenn ihr mehr über die Autorinnen erfahren wollt, mit einem Klick auf das Cover seid ihr schon bei Ihnen.


  • Taschenbuch: 480 Seiten
  • Verlag: telescope (20. November 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 395915044X
  • ISBN-13: 978-3959150446

Montag, 12. November 2018

8 Fragen 11 Antworten:Ein Interview mit Nadine d`Arachart und Sarah Wedler

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Hallo Sarah, Hallo Nadine
vielen Dank das ihr euch meinen Fragen stellt, im richtigen Leben gäbe es jetzt erst einmal Kaffee und Kuchen ( stellt euch also eine Himbeer-Mascarpone Torte vor, die steht in meinem Kühlschrank), da ich die aber allein essen muss kommen wir am besten gleich zur Sache.

Sarah: Huhu Manuela und danke für deine Fragen Torte klingt himmlisch, wir müssen auch mal wieder dringend eine backen!

1. Vielleicht mögt ihr Euch für diejenigen unter meinen Lesern die Euch noch nicht kennen, kurz vorstellen: Wer sind Nadine d`Arachart und Sarah Wedler?

Foto von ©Olli Haas



Nadine: Wir sind zwei Thriller-Autorinnen aus dem Ruhrgebiet. Wir schreiben gemeinsam, seit wir 12 Jahre alt waren. Angefangen haben wir mit Drehbuchideen, dann kamen Kurzgeschichten und schließlich Fantasyromane sowie Krimis und Thriller. Bei den Thrillern sind wir dann hängen geblieben.


2. Wenn ihr nicht schreibt, was sind die zweiten Traumberufe von Nadine d`Arachart und Sarah Wedler?

Sarah: Studiert haben wir beide Sozialwissenschaft, aber eigentlich nur, um unsere Eltern zu beruhigen.  Früher haben wir mal mit dem Gedanken gespielt, Filmemacher zu werden. Ich denke, das wäre immer noch unser Plan B. Wir lieben es einfach, Geschichte zu erzählen.


3. Ihr schreibt Eure Bücher gemeinsam, wie muss sich der Leser das vorstellen, habt ihr ein festes Konzept dafür oder entscheidet ihr von Kapitel zu Kapitel neu?

Nadine: Ein festes Konzept haben wir nicht. Entweder entscheiden wir das wirklich von Kapitel zu Kapitel oder wir teilen die Perspektiven unter uns auf. Manchmal schreibe ich beispielsweise den Ermittler und Sarah den Mörder, manchmal ist es umgekehrt.

Sarah: Ich bin immer froh, wenn ich aus Männersicht schreiben kann. Das macht mir irgendwie besonders viel Spaß.

Nadine: Und ich mag die Actionszenen.

4.Hattet Ihr schon mal den Wunsch alles hinzuschmeißen und das Schreiben aufzugeben und wenn ja, was hat Euch wieder motiviert weiterzumachen?

Sarah: Den hatten wir tatsächlich noch nie. Wahrscheinlich liegt das daran, dass wir zu zweit schreiben. Selbst wenn man mal nicht weiterkommt, ist da immer jemand, der einen motiviert und inspiriert.

5.Eure Bücher haben im Schnitt 5 Sterne Bewertungen, was ist das für ein Gefühl? Konntet Ihr vor der aller ersten Bewertung überhaupt ruhig schlafen?

Nadine: Nein. Überhaupt nicht. Auch wenn jetzt bereits unser 13. Buch erscheint, ist man immer wieder aufs Neue nervös, was die ersten Leser sagen. Man selber kann das überhaupt nicht einschätzen.

6. Im November erscheint Euer neuestes Buch : Ein Spiel für Gewinner.

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7. Wie kommt ihr an die Ideen zu Euren Büchern und seid ihr Euch immer einig worüber ihr als nächstes schreibt?

Sarah: Das ist ganz unterschiedlich. Oft haben wir die Ideen bei längeren Autofahrten und nutzen die Zeit dann gleich zum Plotten. Bei „Ein Spiel für Gewinner“ war es etwas anders. Wir haben online über die so genannte Blue Whale Challenge gelesen und das Thema hat uns nicht mehr losgelassen. Wir haben uns die Frage gestellt, was Menschen dazu treibt, ein Spiel zu spielen, das sie nur gewinnen können, indem sie sich das Leben nehmen. Und natürlich auch, was für ein Mensch man sein muss, um sich ein solches Spiel auszudenken. Und schon stand die Grundidee zum Roman.

Nadine: Der Rest ergibt sich dann meist von selbst. So war es für uns schnell klar, dass unser Protagonist diesmal nicht nur ein Ermittler sein sollte, sondern auch jemand, der Grund hat, sich auf das Spiel einzulassen. Auch der Schauplatz war schnell gefunden – wir lieben Hamburg einfach und haben dort genau die Atmosphäre gefunden, die wir uns für den Thriller gewünscht haben.


8. Das Buch „Die Muse des Mörders“ wurde verfilmt, das müsst ihr jetzt ganz ausführlich erzählen. Wie kam es dazu, kommt da ein Anruf? „Hey wir mögen das Buch und wollen es verfilmen“ oder wie muss man sich das vorstellen? Hattet ihr ein Mitspracherecht bei der Umsetzung? Wie fühlt es sich an, die Geschichte die man sich ausgedacht hat im TV zu sehen?

Sarah: Haha, das war total verrückt! „Die Muse des Mörders“ war unser erster Roman und gerade einmal seit ein paar Monaten draußen. Wir waren im Urlaub auf Mallorca und bekamen plötzlich eine Mail vom Verlag. Darin stand, dass eine Produktionsfirma das Buch verfilmen möchte und aller Voraussicht nach Christiane Hörbiger die Hauptrolle spielen wird.

Nadine: Wir konnten das gar nicht fassen und brauchten auf den Schreck erstmal einen Cocktail Dann begann ein ganz langer Prozess – von der Optionierung der Rechte bis zur Ausstrahlung des Films hat es sechs Jahre gedauert! Mitspracherecht hatten wir nicht, aber das war in Ordnung. Wir waren einfach total gespannt, was aus dem Buch gemacht wird. Den Film dann im Fernsehen zu sehen, war total unrealistisch für uns. Aber es hat Riesenspaß gemacht. Und wir haben uns sehr geehrt gefühlt, dass Christiane Hörbiger „unsere“ Madeleine gespielt hat.


Vielen Dank, das ihr Euch meinen Fragen gestellt habt, das hat mir wirklich Spaß gemacht, ich wünsche Euch noch viele tolle Ideen zu neuen Büchern, mit denen Ihr Euren Lesern spannende Stunden bescheren könnt.

Dienstag, 6. November 2018

Kolonien - Welt unter Dampf : von Andre Skora (Herausgeber), Marco Ansing (Herausgeber)

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Inhalt:
In 13 Kurzgeschichten führen die Autoren Anja Bagus, Stefan Cernohuby, André Geist, Peter Hohmann, Vanessa Kaiser und Thomas Lohwasser, Ann-Kathrin Karschnick,Thorsten Küper, Kristina Lohfeldt, Niklas Peinecke, Chris Schlicht, Vincent Voss und Marco Ansing ihre Leser in das 19 Jahrhunderte, in eine Welt in der Dampfbetriebene Technik vorherrscht. Die meisten dieser Geschichten, die ich bisher kannte spielen  in England oder Deutschland um so gespannter war ich auf die Kombination Steampunk und Kolonialisierung. Schon vor dem Lesen stellte sich mir die Frage ob die Autoren einfach nur eine Story in ein fernes Land verlegten oder ob sie sich auch mit den speziellen Problemen in den Kolonien beschäftigten.
Meine Meinung:
Wie es eigentlich immer ist, steckt auch diese Anthologie voller Überraschungen, jede Geschichte entführt die Leser in eine eigene exotische Welt, oft trifft moderne Technik auf alte Traditionen und Legenden, die sich ergänzen wie in Shogun von Guido Krain oder die kombiniert, Unheil über die Menschen bringen werden, Vincent Voss erzählt das sehr anschaulich in: der Gott und die Maschine.
Hat sich meine Frage beantwortet, wurden auch die Probleme angesprochen die durch die Kolonialisierung entstanden? Die Antwort auf diese Frage kann nur Ja lauten. Ein Beispiel ist hier: Das Wüstenschiff von Stefan Cernohuby, in der der junge Mahmut wegen seiner Herkunft aufs übelste diskriminiert wird, ihm wird wie auch allen anderen einheimischen jegliche Intelligenz abgesprochen, er wird verhöhnt und ausgelacht und doch gibt er nicht auf, mit viel Fleiß und noch mehr Ehrgeiz entwickelt er eine Transportmöglichkeit die alle anderen übertrifft und doch scheint er zunächst den Kampf gegen die Vorurteile der Kolonialherren zu verlieren. Ob das gut ausgeht? Das müsst ihr natürlich selber herausfinden.
Ich mochte die meisten Geschichten, nicht jede hat ein Happy End, aber das wäre auch langweilig oder? Und so kann ich für Kolonien Welt unter Dampf eine Leseempfehlung geben.
Ich bedanke mich beim Amrûn Verlag für das Rezensionsexemplar.


Mit einem Klick auf das Cover seid ihr direkt beim Verlag.

  • Broschiert: 300 Seiten
  • Verlag: Amrun Verlag; Auflage: 1 (13. Oktober 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3958693679
  • ISBN-13: 978-3958693678

Montag, 5. November 2018

Dein Fleisch und Blut von Nicole Makarewicz

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Inhalt: Die freie Journalistin Leah arbeitet an einem Buch über Pädophilie, als sie eine anonyme Nachricht mit den Zugangsdaten zu einem Forum erhält in dem sich Pädophile austauschen.
Leah taucht immer tiefer in eine Welt, die für die meisten absolut unverständlich, sogar ekelerregend ist. Eine Welt in der Missbrauch und Menschenhandel an der Tagesordnung sind. Als Mitglieder des Forums ermordet werden kommt ihr der Verdacht, das sie tiefer in der Sache steckt als sie ahnt.

Meine Meinung:
Wie ihr sicher bemerkt habt, ich habe zum Inhalt nicht mehr verraten als der Klappentext hergibt und das aus gutem Grund. Mich hat das Buch mehr als erwartet erschüttert. Ich habe schon alles gelesen was die Krimi und Thriller Szene hergibt, eigentlich ist mir keine Grausamkeit fremd und doch reichte schon die Vorstellung daran, was manche Menschen Kindern antun um mir den Atem stocken zu lassen. Die Autorin erspart ihren Lesern  die Beschreibung der Details der Taten, sie verzichtet auf jede Effekthascherei und das ist auch gut so, ich hatte auch so schon genug Schwierigkeiten bestimmte Bilder nicht in meinem Kopf entstehen zu lassen. Nicole Makarewicz hat also ein brisantes Thema aufgegriffen, eines, das uns alle angeht, denn die Täter sind unter uns, jeder kann es sein und zumeist sind sie wohl im Familien und Freundeskreis zu finden: Väter, Onkel, Nachbarn.
Die Autorin hat einen angenehmen Schreibstil, die Handlung ist sehr spannend, die Charaktere sind  gut durchdacht und authentisch, ich mochte Leah und besonders ihre Halbschwester Mara sehr. Wäre ich nicht manchmal gezwungen gewesen das Buch aus der Hand zu legen, um den unerträglichen Bildern in meinem Kopf zu entfliehen, ich hätte es sicher an ein oder zwei Abenden durchgelesen.
Manchmal wünschte ich mir, ich könnte meine Empfindungen beim Lesen besser in Worte fassen, so müsst ihr euch selber ein Bild machen.

Am Ende des Buches sind verschiedene Links zu Beratungsstellen aufgeführt.

Dein Fleisch und Blut bekommt von mir eine absolute Leseempfehlung.

Mit einem Klick auf das Cover gelangt ihr direkt zur Autorenseite.

  • Taschenbuch: 224 Seiten
  • Verlag: Holzbaum Verlag; Auflage: 1 (1. Oktober 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 9783902980748
  • ISBN-13: 978-3902980748
  • ASIN: 3902980745
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 18 Jahren