Sonntag, 20. August 2017

UNORTHODOX von Deborah Feldman

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Inhalt:
Die Autorin Deborah Feldman, erzählt in ihrem Buch von ihrer Kindheit und ersten Erwachsenenjahren als orthodoxe Jüdin in Williamsburg/New York. Einem Leben zwischen Tradition und dem Drang nach Freiheit. Als Chassidische Jüdin in der Satmar Gemeinde, ist sie den Regeln einer der strengsten Gemeinden innerhalb des Judentums unterworfen, jede Verfehlung wird bestraft, Bildung für Mädchen erfolgt nur insoweit das den Mindesanforderungen der staatlichen Schulbehörde Genüge getan wird. Das einzige Ziel im Leben eines Mädchens ist es zu heiraten und ihrem Mann zu dienen.
Deborah Feldman, beschritt einen harten Weg um dem Leben das ihr vorbestimmt war zu entfliehen.

Meine Meinung:
Das letzte Mal als ich mich mit Religion, gleich welcher Art beschäftigt habe, war zu Schulzeiten, uns wurden die unterschiedlichen Glaubensrichtungen aufgezeigt, da war die  Einteilung allerdings recht einfach: Christen,Juden, Moslem,Buddhisten. Fertig. Das sich diese Glaubensrichtungen allerdings immer weiter verzweigen und verästeln und dabei für mich unverständliche Blüten treiben können, lernte ich erst nach meiner Schulzeit, durch Bücher und was man so aufschnappt.
Durch das Buch Unorthodox, habe ich eine dieser Blüten kennengelernt. Mitten in der Millionenstadt New York, lebt eine große Gruppe Menschen, abgeschottet vom Rest der Stadt, nach ihren eigenen Gesetzen und Regeln, immer in der Angst etwas zu tun das nicht Gottgefällig ist, wobei es durchaus legitim ist, Verbrechen vor dem Gesetz zu vertuschen um das Ansehen einer Familie nicht zu beschmutzen. Und immer kann es sein, das der Rabbiner eine neue Regel aufstellt, die alle zu befolgen haben.
Deborah wächst in dieser Umgebung bei ihren Großeltern auf, ihr Vater scheint gesundheitlich nicht in der Lage sich um die Tochter zu kümmern und ihre Mutter hat die Familie und die Gemeinde verlassen. Das Mädchen fühlt sich allein und ungeliebt, obwohl ich persönlich nicht einmal glaube das dies von ihrer Familie auch so gesehen wurde, sie wurde mit allem versorgt, musste nie Hunger leiden, aber sie war auch das Kind, dessen Eltern, die Erwartungen nicht erfüllten, das Kind das aneckte und sich nur widerwillig den Regeln beugte. Deborah liest verbotene Bücher zu denen Anne of Green Gables , Stolz und Vorurteil oder Mathilda gehören, Bücher aus denen sie im Endeffekt ihre Kraft zieht.
Als sie mit 17 Jahren mit Eri verheiratet wird, erhofft sie sich ein besseres Leben. Nach sehr schwierigen Startbedingungen in die Ehe ( die jungen Leute haben keinerlei Ahnung was in der Hochzeitsnacht auf sie zukommt) scheint sich diese Hoffnung nach einem Umzug zu erfüllen, Deborah macht den Führerschein und sie beginnt ein Studium. Und je mehr sie lernt und je mehr sie das Leben kennenlernt, desto mehr hinterfragt sie, bis sie die Kraft findet sich von ihrem Mann zu trennen und ein neues Leben zu beginnen.

Ich weiß nicht, wie viel bei der Übersetzung des Buches verloren ging, vieles wurde mir nicht genau genug erklärt, ich hatte häufig das Gefühl, das nur Deborah ihr Leben hinterfragte, allen anderen schien der Weg den ihr Leben nimmt als vorgezeichnet und unabänderlich zu sein.
Etwas das ich mir nicht vorstellen kann, schließlich lebte Deborah nicht irgendwann im 18. oder 19. Jahrhundert sondern im jetzt und heute.
Auch hätte ich mir einen Blick von außen auf die Gemeinde gewünscht, wie sehen andere das Leben der Juden in Williamsburg, wie kann es sein, das schon von vornherein klar zu sein scheint, das eine Frau die ihren Mann verlässt auch automatisch das Sorgerecht für ihr Kind verliert? Deborah konnte das abwenden, aber wie genau wird leider nicht beschrieben.
Deborah Feldmans Schreibstil ist anfangs etwas Gewöhnungsbedürftig, sie schreibt als würde sie ihrem Gegenüber ihre Geschichte erzählen, so das ich ganz nah bei ihr war, viele ihrer Schilderungen gingen mir persönlich sehr nah.
Alles in Allem gebe ich für das Buch eine Leseempfehlung und werde sicherlich auch das zweite Buch der Autorin lesen.

Mit einem Klick auf das Cover kommt ihr direkt zur Verlagsseite.

  • Taschenbuch: 384 Seiten
  • Verlag: btb Verlag (19. Juni 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442715342
  • ISBN-13: 978-3442715343
  • Originaltitel: Unorthodox





Donnerstag, 17. August 2017

Immerstill von Roman Klementovic

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Inhalt: Seit Lisa von ihrem Heimatdorf Grundendorf nach Wien gezogen ist, hat sie den Kontakt zu ihrem Vater und ihrer kleinen Schwester Maria, fast völlig verloren, erst als sie die Nachricht erhält das Maria verschwunden ist, kehrt sie zurück und erfährt das nicht nur Maria sondern auch ihre beste Freundin Nathalie vermisst wird.  Im Dorf werden Erinnerungen wach, denn vor genau drei Jahren verschwanden schon einmal zwei Jugendliche, die nie gefunden wurden.

Meine Meinung:
Intensiv beschreibt der Autor die bedrückende Atmosphäre in Lisas Elternhaus, die Lethargie in die ihr Vater schon nach dem Tod seiner Frau verfallen war und die sich nun nach dem verschwinden der Tochter noch verstärkt, er scheint kaum interessiert daran seine Tochter zu finden. intensiviert wird diese Stimmung noch durch den Erzählstil, Lisa erzählt die Geschichte, wir können an jedem ihrer Gedankengänge teilhaben, ihre Sorgen und ihre Ängste bekommen wir hautnah mit.Dadurch wird eine Spannung aufgebaut, die zum immer weiterlesen zwingt. Im Laufe der Story, erfahren wir mehr über Lisa, über ihre Beweggründe nach Wien zu gehen und ihren Freund Patrick zu verlassen, ihr Leben als Galeristin und über ihren Freund Tom. Diese Informationen lockern die Handlung etwas auf und vielleicht erklären sie ein wenig den Umstand, das Lisa nicht beharrlicher den Kontakt zu ihrer Familie aufrecht erhalten hat.
Durch das gesamte Buch hindurch stellt sich natürlich die Frage, wer für das Verschwinden der Jugendlichen verantwortlich ist, irgendwann hatte ich jeden in Verdacht, der Autor präsentiert seine Protagonisten allerdings auch in einem sehr schlechten Licht, hinter fast jedem Dorfbewohner den er vorstellt, steckt ein dunkles Geheimnis oder sie sind so unsympathisch dargestellt, das ich ihnen alles zutraute, das war vielleicht ein bisschen viel des Guten. Es ging soweit, dass ich auch hinter den wenigen sympathischen, den oder die Täter vermutete. Auf die wahren Hintergründe, beider Entführungen war ich allerdings nicht im geringsten gefasst, die Auflösung und auch das Ende des Buches haben mich wirklich überrascht.
Ich vergebe für Immerstill eine Leseempfehlung und freue mich auf das nächste Buch des Autors.

Mit einem KLICK kommt ihr zu meiner Rezension von Verspielt und mit einem Klick auf das Cover gelangt ihr direkt zur Verlagsseite.

  • Taschenbuch: 309 Seiten
  • Verlag: Gmeiner-Verlag; Auflage: 3., 2016 (3. Februar 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3839218888
  • ISBN-13: 978-3839218884
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 18 Jahren
  • Größe und/oder Gewicht: 11,8 x 3 x 19,8 cm

Dienstag, 15. August 2017

Alternativen von Leif Tewes

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Inhalt:
Nachdem Thomas auf dem Nachhauseweg von Asylbewerbern überfallen wird, überredet ihn seine Freundin Marion, keine Anzeige zu erstatten. Die junge Frau arbeitet aktiv in der Flüchtlingshilfe und befürchtet einen Shitstorm, wenn der Vorfall Public wird. Doch in Thomas wächst die Angst und so lässt er sich von einem Arbeitskollegen überreden, die Bürgerversammlung der neuen Partei "Die besseren Deutschen" zu besuchen und lässt sich vorerst anstecken von der Vision eines sicheren Deutschlands. Schnell steigt er in der Partei zum Referenten für Berlin auf Ein Terroranschlag in Frankfurt der dem IS zugeschrieben wird, öffnet ihm die Augen,denn Thomas kennt die wahren Hintergründe.
Desweiteren lernen wir Farim kennen, einen jungen Tunesier, der von einem besseren Leben träumt und dem dafür jedes Mittel recht ist und Alex, Marions Bruder, der keine Demonstration gegen Rechts versäumt und den besseren Deutschen ein Dorn im Auge ist.

Zitat: U2 Sunday,bloody,sunday

*I can't believe the news today 
Oh, I can't close my eyes 
And make it go away*


Meine Meinung:
Ich weiß nicht wirklich, wie ich meine Eindrucke beschreiben schreiben soll, kein Wort kann auch nur annähernd meine Emotionen während des Lesens beschreiben, meine Wut und meine Angst. Es wäre viel einfacher, würde es sich um eine vollkommen fiktive Geschichte handeln, wüsste ich nicht, das all das, was Leif Tewes in seinem Buch beschreibt, erschreckende Realität ist.
Eingebettet in diese Handlung ermittelt Kommissar Berg gemeinsam mit seinem Team in einem vermeintlichen Mordfall, der Spediteur Friedrich Keller, Parteimitglied der dbD, rast nach einer Bürgerversammlung frontal gegen einen Baum. Wie auch schon in Blutzucker, besticht Berg durch seine unkonventionellen Ermittlungsmethoden und durch seine Menschlichkeit, die ihn durchaus auch schon mal in Schwierigkeiten bringen.
Natürlich gibt es mittlerweile unzählige Bücher zum Thema Rechtsradikalismus in Deutschland, die allerdings meist mit erhobenem Zeigefinger versuchen die Menschen zum Nachdenken zu bewegen. Genau diese Art von fehlender Belehrung ist es, was Leif Tewes Buch so besonders macht. Er erzählt die Geschichte von Thomas, einem ganz normalen Mann aus der Mittelschicht, gebildet mit einem guten Job, einer netten Freundin und mit  Angst vor der Zukunft. Und diese Angst ist es, die ihn in die Arme der besseren Deutschen treibt, er lässt sich mitreißen von der Propaganda der Parteiführer, von den Versprechungen auf eine gute und sichere Zukunft, bis der Blick hinter die Kulissen ihn eines Besseren belehrt.
Jetzt könnte man sagen: ist ja klar, dass ein gebildeter Mensch irgendwann merkt, das Nationalsozialismus nicht die Lösung für die Probleme eines Landes ist, dass es nicht damit getan ist, Menschen die Hilfe benötigen an den Grenzen abzuweisen und wieder in ihre zerstörten Heimatländer zu schicken.
Nur sind es gerade die von denen man denken sollte, sie wüssten es besser, die den Hass mit geschickter Rhetorik schüren, die von oben die Fäden ziehen und mit haltlosen Versprechen diejenigen an die Wahlurnen locken, die sich zurecht vergessen fühlen von den Politikern, die zwar versprechen alles in ihrer Macht stehende zu tun, damit es Deutschland gut und besser geht, damit aber nicht den einzelnen Menschen meinen sondern doch eher nur die Wirtschaft. 
Thomas hatte meiner Meinung nach das Glück, nicht nur über einen gesunden Menschenverstand zu verfügen sondern auch seine Freundin Marion an seiner Seite zu haben, die im immer wieder vor Augen führt, dass die Menschen nach Deutschland kommen, die Hilfe brauchen, deren Leben in Gefahr ist und das davon die wenigsten Straftäter oder gar Terroristen sind.
Terroristen: Das Stichwort um von Thomas auf Farim zu kommen, dem jungen Tunesier der in Wolfsburg aufgewachsen ist, mit Religion nichts am Hut hat und sich doch radikalisieren lässt. Farim ließ sich verführen von der Aussicht auf sehr viel Geld. Er nimmt die Ausbildung zum Dschihad in Kauf, auch er ist einer derjenigen die sich Vergessen vorkommen, abgehängt von der GesellschaftEr nimmt die Ausbildung zum Dschihad in Kauf, weil auch er einer ist, der sich vergessen und von der Gesellschaft abghängt fühlt. Hier zeigt Leif Tewes die verschiedenen Beweggründe auf, die Menschen zum Islamismus bringen, ist es bei Farim die Aussicht auf Geld, so lässt sich der junge Achmed von Farim mit der Aussicht auf das Paradies zum Terrorismus verführen.
Alternativen, ließ (lässt) mich sprachlos zurück, entsetzt, schockiert und auch traurig. Vor allem ließ es mich nachdenklich zurück, es ist nicht alles schwarz oder weiß, das Leben hat viele Schattierungen und wir alle sollten versuchen uns so gut wie es uns möglich ist zu informieren. 
Und zum Schluß noch ein persönliches Anliegen von mir: Lest dieses Buch. Jetzt! Sofort!
Es wird euer Leben nicht verändern, es wird die Welt nicht ändern und sicherlich wird das Geschriebene nicht die zur Vernunft bringen, die dieses Land zu einem schlechtern Land machen wollen, aber es wird vielleicht den einen oder anderen dazu bringen, nicht aufzugeben im Kampf gegen Rechts und gegen Terror.


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Mit einem Klick auf das Cover, könnt ihr euch über den Autor und sein Werk informieren.

Weitere Stimmen zum Buch:
Cat Loves Books schreibt:
Ohne aufzubauschen, ist der Roman sehr spannend und Thomas ein Protagonist, mit dem man sich gut identifizieren kann.

Chrissi von der bunten Lesecouch meint:
Dieser Roman lebt von der Realität, die diese Geschichte an den Tag legt. 

  • Taschenbuch: 300 Seiten
  • Verlag: Größenwahn Verlag; Auflage: 1 (3. August 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3957711622
  • ISBN-13: 978-3957711625


Samstag, 12. August 2017

Longmire von Craig Johnson

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Inhalt: Als Walt Longmire die Meldung bekommt das eine Leiche entdeckt wurde, hält er das zunächst für einen schlechten Scherz und schickt seine Mitarbeiterin Vic, zum Fundort von was auch immer, nur leider stellt sich heraus, es gibt diese Leiche tatsächlich. Cody Pritchard wurde in der Nähe des Indianerreservats erschossen. Jagdunfall oder Mord? Cody hatte vor einigen Jahren die Cheyenne Melissa, gemeinsam mit einigen Kumpanen, brutal vergewaltigt und gefoltert.

Meine Meinung:
Staubige Straßen, weite Landschaften, einsame Helden mit weißen Hüten und die Bösewichte in schwarz, das waren die Western meiner Kindheit und die kannte ich auch nur aus Groschenromanen in denen die Helden zumindest in meiner Erinnerung immer Heldenhaft waren.
Walt Longmire ist anders, übergewichtig und immer noch voller Trauer über den Tod seiner Frau, kehrt er Abend für Abend in das halbfertige Haus zurück, in dem er den Rest seines Lebens mit seiner Frau verbringen wollte und in dem er nun zwischen Umzugskartons lebt. Jetzt könnte man denken, wieder so ein verkorkster Ermittler, dessen Privatleben die Arbeit beeinflusst, aber dem ist nicht so, Longmire ist einer der besten und sympathischsten Sheriffs die mir in meinem Leserleben untergekommen sind, man muss ihn einfach mögen.
Der 1961 geborene Autor Craig Johnson vermochte es die Landschaft Wyomings vor meinem inneren Augen entstehen zu lassen, die Berge die sich Longmire in Vietman geschworen hatte täglich anzusehen wenn er wieder nach Hause kommt, waren zum Greifen nah.
Johnson lässt es gemächlich angehen, er stellt seine Protagonisten vor und lässt sie quasi nebenher in dem Mord ermitteln, bis er gegen Ende an Tempo zulegt. Das Buch wird allerdings trotz der eher ruhigen Erzählweise niemals langweilig, im Gegenteil, ich habe mich sehr wohl gefühlt in Absaroka County, mit seinen skurrilen Menschen, ich habe wirklich mit ihnen gefühlt. Und mir ist wirklich etwas passiert, worauf ich bei Krimis absolut keinen Wert lege, ich habe gelacht, nicht durchgehend natürlich, aber so manche Situation oder Unterhaltung war wirklich amüsant und hier muss sicherlich dem Übersetzer ein großes Lob ausgesprochen werden, er hat einen fantastischen Job gemacht.


Ich gebe für Longmire von Craig Johnson eine absolute Leseempfehlung, er hat es geschafft die Atmosphäre eines klassischen Westerns in die heutige Zeit zu transportieren, er hat gezeigt das Freundschaft  ohne viele Worten sondern von Taten lebt. Ich bin gelinde gesagt, hin und weg und freue mich auf die nächste Begegnung mit Walt Longmire.


Mit einem Klick auf das Cover kommt ihr direkt zum Festa Verlag, wenn ihr euch traut, denn Lesen kann zur Mutprobe werden.

Hier findet ihr noch mehr begeisterte Leserstimmen:

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  • Taschenbuch: 512 Seiten
  • Verlag: Festa Verlag (27. Juli 2017)
  • Originaltitel: The Cold Dish
  • Übersetzer: Patrick Baumann
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3865525504
  • ISBN-13: 978-3865525505


Donnerstag, 10. August 2017

Das Mädchen das schwieg von Trude Teige

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Inhalt: Die Journalistin Kajsa lebt mit ihrem Mann Karsten und ihren 3 Kindern auf einer kleinen Insel vor der Küste Norwegens. Kajsa hat sich eine Auszeit genommen und Karsten kuriert seine Verletzungen aus, die er als Polizist während eines Einsatzes erlitten hat, diese Verletzungen sind nicht nur körperlich, Karsten hadert sehr mit seinem Schicksal und belastet damit seine Ehe bis an die Grenze des erträglichen. Als eine Frau ermordet aufgefunden wird, nimmt Kajsa den Auftrag einer Zeitung an über den Fall zu berichten. Kurz darauf verschwindet ein junges Mädchen spurlos.

Meine Meinung:
Die Autorin Trude Teige  verwebt geschickt Begebenheiten aus der Vergangenheit mit den Taten und Beweggründen ihrer Protagonisten in der Gegenwart. Sissel, die ermordete junge Frau war nicht das erste Opfer, im Jahr zuvor wurde ihr Vater der Prediger Peder tot und misshandelt aufgefunden, der Mörder wurde nie gefasst und Sissel konnte oder wollte nicht viel zur Aufklärung beitragen und da sie nur schriftlich kommunizierte, gestalteten sich die Befragungen sehr schwierig. Die vielen verschieden Themen die die Autorin aufgreift, machen es mir gerade schwer, nicht zu viel zu verraten, denn die vielen verwobenen Handlungstränge aufzulösen bedeutet gleichzeitig, Verdächtige auszuschließen, Hinweise zu geben die zwangsläufig den Täter verraten. Im nachhinein war es vielleicht etwas viel des Guten, während des Lesens allerdings machten mir die vielen Tatverdächtigen großen Spaß, immer wenn ich dachte *Der wars* kam bald ein Indiz zu Tage, das ihn wieder komplett ausschloss.

Das Mädchen das schwieg, ist der zweite Fall in dem die Journalistin Kajsa ermittelt und so findet man in dem Buch einige Verweise auf die früheren Geschehnisse, das gefiel mir ganz gut, so hatte ich ein etwas besseres Bild der Protagonisten Kajsa und Karsten vor Augen, ich konnte mich gut in ihre Situation hineinversetzen, in Kajsas Verzweiflung, ihren Mann, der in Selbstmitleid und Selbstaufgabe zerfließt und die damit an ihrer Ehe zweifelt und in Karsten, der durch den Fall den nötigen Antrieb wieder findet, aus der beginnenden Depression herauszufinden.

Das Mädchen das schwieg, bekommt von mir eine Leseempfehlung.
Mit einem Klick auf das Cover seid ihr wie immer direkt auf der Verlagsseite.

Trude Teige, Jahrgang 1960, war Journalistin und gehört zu den erfolgreichsten Krimiautorinnen Norwegens. Im Aufbau Taschenbuch sind ihre Romane „Totensommer“ und „Das Mädchen, das schwieg“ lieferbar.


  • Taschenbuch: 368 Seiten
  • Übersetzung: Andreas Brunstermann
  • Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1 (14. Juli 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3746632919
  • ISBN-13: 978-3746632919
  • Originaltitel: Jenta som sluttet å snakke

Mittwoch, 2. August 2017

Heartware von Jenny-Mai Nuyen

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Inhalt:
In einem bolivianischen Bootcamp für schwererziehbare Jugendliche, lernt Adam Eli, Willenya kennen und lieben. Nach ihrer Flucht aus dem Camp werden sie bei einem Einbruch erwischt und Willenya lässt Adam im Stich. Er verbringt 2 harte Jahre in einem bolivianischen Gefängnis.
Jahre nach seiner Rückkehr, hört er das erste Mal wieder etwas von Willenya, ihm wird die Aufzeichnung einer Therapiesitzung zugespielt mit dem Versprechen mehr zu erfahren wenn er sich auf die Suche nach Will macht, die den Prototyp einer künstlichen Intelligenz gestohlen haben soll.

Meine Meinung:
ich hätte das Buch nach den ersten Seiten fast wieder an die Seite gelegt. Der erste Satz des Klappentextes lautet: Adam Eli hat seine Chance genutzt: Er ist erfolgreicher Ghostwriter, tut alles, um seine kriminelle Jugend vergessen zu machen.
Adams Arbeit in der Gegenwart besteht darin, Bacheleorarbeiten und dergleichen für andere zu schreiben, das ist nicht minder kriminell als Medikamente verticken und Einbruch.
Aber nun gut, ich wollte doch wissen wie es weiter geht. Und das Buch konnte mich definitiv überzeugen, die Autorin konnte die Spannung zwar nicht immer halten, aber dies glich sie durch die Beschreibung der Charaktere wieder aus, immer wieder erzählt sie von den einzelnen Personen, so das ich immer mehr wissen wollte und unbedingt erfahren musste wie alles zusammenhängt, ob Adam Willenya noch liebt oder ob er nur einem längst vergangenen Traum nachjagt und nur noch erfahren kann warum sie ihn im Stich ließ. Jenny-Mai Nuygen verwebt die Schicksale vieler Charaktere miteinander und man muss sehr aufpassen und konzentriert lesen um nicht den Überblick zu verlieren, ich werte das als Pluspunkt, seichte Literatur die ohne größere Anstrengung zu lesen ist gibt es genug und seicht ist das Buch nicht, es beschäftigt sich mit einem Thema, dass schon seit langem ein kleiner Menschheitstraum ist: Künstliche Intelligenzen, ein Thema, über dass man sicher endlos diskutieren kann und das diesem Buch eine von mir so nicht erwartete Tiefgründigkeit verleiht. Mit kleinen Abzügen, wegen der erwähnten Längen und dem meiner Meinung nach nicht stimmigen Klappentext, halte ich das Buch für wirklich lesenswert.

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  • Broschiert: 416 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag; Auflage: 1 (21. Juli 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499267071
  • ISBN-13: 978-3499267079

Montag, 31. Juli 2017

Verspielt von Roman Klementovic

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Inhalt: Als der Anwalt Martin abends nach Hause kommt, ist die Wohnung leer, von seiner Freundin Maria fehlt jede Spur und auch telefonisch ist sie nicht zu erreichen. Ebenso verschwunden ist Christina die Schwester des windigen Autohändlers Klaus. Die einzigen Anhaltspunkte sind Briefe die die beiden Männer erhielten,diese Briefe enthalten die Regeln zu einem perfiden Spiel. Halten sie sich nicht an die Regeln müssen die Frauen sterben. Kommissar Mück, ermittelt eigentlich in einem anderen Fall, er wurde von der Mordkommission zur Drogenfahnung strafversetzt und stolpert zufällig über die Entführungen.

Meine Meinung:
Mein erstes Buch von Roman Klementovic, aber sicher nicht das letzte. Von der ersten Seite an, habe ich überlegt was hinter den Entführungen der Frauen stecken könnte, für die der Entführer aus seiner Sicht einen berechtigten Grund hatte, es gab sehr lange keinerlei Hinweise ob dieser Grund in der Vergangenheit der Frauen, Maria und Christine, lag oder doch etwas mit Martin und dem Autohändler Klaus zu tun hatte. Möglich schien alles. Äußerst interessant waren die Unterschiede der Hauptprotagonisten.
 Martin der erfolgreiche Anwalt, der gerade realisiert das er die Beziehung zu seiner eher introvertierten Freundin Maria, aufs Spiel setzt, wenn er weiter so viel arbeitet, ist recht sympathisch, und ich nahm ihm die Sorge und Angst um Maria zu jeder Minute ab, im krassen Gegensatz dazu steht Klaus, ungehobelt, kriminell, fett, erfüllt er voll und ganz das Klischee eines Gebrauchtwagenhändlers. Klaus glaubt, das die Entführung etwas mit seinen kriminellen Geschäften zu tun hat und eigentlich sucht er zuerst, auch nur deshalb nach seiner Schwester.
Kommissar Mück, seine weitere Entwicklung muss ich wirklich noch abwarten, in diesem Buch stolperte er ja nur zufällig in den Geschichte und genauso zufällig findet er Hinweise die die Zusammenhänge aufdecken, von gezielter Ermittlungsarbeit kann also nicht die Rede sein. Mück wird dem Leser erst einmal nahe gebracht, er ist, wie leider so oft, ein Mann mit viel emotionalem Gepäck, ich hoffe das er einen Teil davon im nächsten Buch wieder abwirft., es gibt genügend gebrochene und sich mühsam wieder aufrappelnde Ermittler, die sich nicht immer an die Regeln halten um der Gerechtigkeit zu dienen, das Ende des Buches ließ mich aber hoffen.
Au die Identität des Täters wäre ich im Leben nicht gekommen, er blieb größtenteils im Hintergrund, in kurzen Passagen erzählt er von sich und wenn man aufmerksam liest, erfährt man etwas zum Hintergrund der Tat. (Jetzt kribbelt mir ein Spoiler in den Fingern), zwischenzeitlich hatte ich jemand anderen in Verdacht, aber auch dazu kann ich nicht mehr sagen, die Personenliste ist doch sehr überschaubar.
Zum Schreibstil des Autors, kann ich eigentlich nur sagen, das er mir sehr gut gefällt, ein paar Schimpfwörter weniger hätten es vielleicht auch getan, wobei ich mir bei dem einen oder anderen Ausdruck nicht sicher bin ob es sich wirklich um Schimpfwörter handelte, der Krimi spielt in Wien und das merkt man auch. Bis ich realisierte was eine *Schnalle* ist dauerte es etwas. (Jetzt dürft ihr raten was Schnalle bedeutet). Vom berühmten Wiener Schmäh, ist allerdings nichts zu spüren und das ist auch gut so.

Ich gebe für das Buch eine Leseempfehlung und freue mich auf das nächste Buch des Autors.
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  • Taschenbuch: 312 Seiten
  • Verlag: Gmeiner-Verlag; Auflage: 1., 2015 (1. Juli 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3839217970
  • ISBN-13: 978-3839217979
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 18 Jahren


Samstag, 29. Juli 2017

Engelskinder von Elly Griffith

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Inhalt: Ein spektakulärer Knochenfund beschäftigt die forensische Anthropologin Elli Griffiths, sie findet das Grab Jemima Greens, genannt Mother Hook, diese soll mehrere der ihr anvertrauten Kinder getötet haben. Elly und der amerikanische Historiker Frank, der gemeinsam mit ihr für die Fernsehreihe "Mörderische Frauen" engagiert wurde, zweifeln an der Schuld der Frau.
DCI Nelson, hat es währenddessen mit dem Tod eines Kindes in der Gegenwart zu tun, der kleine David starb wie zuvor schon seine Brüder plötzlich und unerwartet. Tragische Zufälle oder doch Mord? Kurz darauf wird die kleine Poppy aus dem Elternhaus entführt und dann verschwindet auch noch Michael, der Sohn einer Kollegin DCI Nelsons.

Samstag, 22. Juli 2017

VOX DIABOLI von Rosa Leber, Arthur Gordon Wolf und Sören Prescher

K&K Books
Ich spare mir die Inhaltsangabe zu den einzelnen Stories, die wären so schnell gespoilert wie erzählt und das würde euch das Lesevergnügen ja nun gründlich verderben.

VOX DIABOLI I, enthält drei Kurzgeschichten, dreier Autoren, die fast völlig ohne Splatter auskommen, kein spritzendes Blut, keine vorquellenden Gedärme, keine Folterszenen. obwohl ich auch gern mal Bücher aus dem Splatterbereich lese, hat mir diese Anthologie nicht weniger gut gefallen.

Freitag, 21. Juli 2017

Besondere Umstände von Gabriela Kasperski

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Inhalt:
Ein Baby wird entführt und taucht wieder auf, eine Frau verzweifelt an ihrem Schreikind, eine andere wünscht sich sehnlichst ein eigenes Kind und würde alles dafür tun und die Agentur Premium Baby verspricht unkomplizierte, wenn auch teure Lösungen.
Der Mord an der Sozialarbeiterin Ruth Haldimann, ruft den Ermittler Meier auf den Plan. Ruth arbeitete seit kurzem mit Jugendlichen die auf die schiefe Bahn geraten waren und so ist schnell ein Tatverdächtiger gefunden. Zeitgleich bereiten er und seine Freundin Zita sich auf die Geburt ihres ersten Kindes vor. In einer Gewitternacht kommt der kleine Finn zur Welt und mit Zita entbinden alle Teilnehmerinnen des Mam Yoga Kurses, doch diese freudigen Ereignisse werden überschattet von der Entführung der kleinen Maud, die unbemerkt vom Pflegepersonal aus ihrem Bettchen gestohlen wird.

Dienstag, 18. Juli 2017

Hexensaat von Margaret Atwood

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Inhalt: Der exzentrische Theaterregisseur Felix ist der Star eines bedeutenden Festivals, seine Inszenierungen locken die Massen in die Vorstellungen. Bis nach dem Tod seiner Frau und dem kurz darauf folgenden Tod seiner kleinen Tochter, sein engster Vertrauter gegen ihn intrigiert und er noch vor der Uraufführung seines nächsten Stückes "der Sturm" von Shakespear entlassen wird. Mit diesem Stück wollte Felix den Tod seiner kleinen Tochter Miranda verarbeiten, sein Kind ein stückweit unsterblich werden lassen.
12 Jahre später, in denen Felix allein in einer kleinen abgelegen Hütte lebt und mittlerweile als Schauspiellehrer unter dem Namen Mr. Duke, an einem Gefängnis arbeitet, bietet sich ihm die Gelegenheit zur Rache.

Sonntag, 16. Juli 2017

Blogparade- Du und Dein Blog nach einer Idee von angeltearz- steffies Bücherwelt




Das ist eine schöne Idee, die Steffi da hatte.
Mein Blog besteht zwar schon seit einer Weile, mit dem Vernetzen habe ich allerdings erst begonnen seit ich auch auf Facebook präsent bin, aber auch da tue ich mich relativ schwer, im Grunde genommen bin ich doch eher introvertiert.
Dem Aufruf nach mehr Miteinander statt Gegeneinander, möchte ich aber auf jeden Fall unterstützen, wir teilen ja alle das selbe Hobby und da sollte doch niemand seinen Computer einschalten und dann lesen müssen, das das was er tut oder wie er es tut in den Dreck gezogen wird.
Wobei ich persönlich, bisher nur Menschen getroffen habe, die unwahrscheilich hilfsbereit und liebenswürdig sind, das beste Beispiel hierfür sind Anja von http://www.nisnis-buecherliebe.de/ oder Elena vom Blog http://elenas-zeilenzauber.blogspot.de/ , keine Frage die ich hatte blieb unbeantwortet und gerade Anja hat Stunden ihrer Zeit für meinen Blog geopfert obwohl wir uns gar nicht kannten. Aber nun zu den Fragen:


Du und Dein Blog

1.Wer bist du? Stell dich vor!

Hinter dem Bücherhaus steht.
Manuela, zur Zeit 52, ein Mann, zwei Kinder, ein Hund und eine Katze.
Uns hat es vor fast 30 Jahren von NRW ins schwäbische verschlagen, erst in die Nähe von Stuttgart und mittlerweile sind wir mitten in der Provinz gelandet, eben in das Bücherhaus, das ursprünglich eine Schule und es gibt immer was zu tun in einem Haus das schon ein paar hundert Jahre auf dem Buckel hat. Hier stehen überall Bücher, außer im Keller, im Bad und in der Küche.

Das Bücherhaus


2. Seit wann bloggst du? Und wie bist du zum Bloggen gekommen?

Ich habe meinen Blog vor ungefähr 9 Jahren gestartet, erst nur für mich um einen Überblick über meine gelesenen Bücher zu behalten und um mir selber in Erinnerung rufen zu können, wie sie mir gefielen. Irgendwann haben andere meinen Blog entdeckt und ich habe überlegt wie ich den Blog für sie interessanter gestalten könnte (ich bin aber völlig unbegabt was Technik angeht, also verzichte ich auf all zuviel Schnickschnack und bunte Bildchen).

3. Weiß dein Umfeld davon das du bloggst? Wenn ja was sagen sie dazu? Wenn nein, warum nicht?

Doch natürlich wissen sie davon, das kann man ja auch schlecht verheimlichen, außerdem bin ich stolz auf mein Blogbaby. Ich habe bisher nur positives Feedback bekommen.

4. Nutzt du Social Media? Und wie kann man dir folgen?

Mir kann man auf FB folgen:
https://www.facebook.com/lesenswertesausdembuecherhaus/

5. Gibt es etwas, was dich an der Bloggerwelt stört? Und was würdest du dir wünschen? (trau dich und sei ehrlich)

Arroganz, die sich aus dem Erfolg des Blogs ergeben hat, das habe ich mir bis vor einiger Zeit nicht mal annähernd vorstellen können bis ich es selber erlebt habe und die Erfurcht die andere Blogger denen entgegen brachten, das nicht nicht nach Autogrammen gefragt wurde hat mich ja fast gewundert. Da stand ich dann nur kopfschüttelnd daneben.

6. Und was magst du an der Bloggerwelt?

Das genaue Gegenteil meiner Antwort zu Punkt 5, das überwog auf dieser Veranstaltung, eigentlich auf beiden, auf denen mir das auffiel, Blogger die ihr Wissen und ihre Tipps gern teilten ohne Konkurrenzdenken ohne Angst auch nur einen Krümel vom Bloggerkuchen abgeben zu müssen.

7. Liest du auch außerhalb deine Blogbereichs? Oder liest du als Buchblogger nur Buchblogs?

Zu 98% lese ich Buchblogs, da allerdings auch solche die nicht meine Genre bespielen, die restlichen 2% bedienen alles Mögliche außer Mode und Kosmetik, aber da bin ich nun wirklich nicht mehr die Zielgruppe ;o)

8. Vernetzen ist wichtig. Hast du Lieblingsblogs? Zeig mal

https://phantastische-fluchten.blogspot.de/
http://elenas-zeilenzauber.blogspot.de
http://www.nisnis-buecherliebe.de/
https://stuffed-shelves.de/
http://seehases-lesewelt.blogspot.de/
http://romantische-seiten.blogspot.de/
http://buch-leben.blogspot.de/
https://tillyjonesbloggt.blogspot.de/
http://www.pm-thinks.com/

und noch einige mehr.

Danke noch mal an Steffi von http://www.angeltearz-liest.de/ für die tolle Aktion.
Schaut doch mal bei ihr vorbei, da findet ihr auch noch mehr teilnehmende Blogs.




Freitag, 14. Juli 2017

Neonregen von James Lee Burke

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Inhalt: Dave Robicheaux wird zu einem zum Tode verurteilten Häftling ins Gefängnis gerufen. Johnny Massina hat mit dem Leben abgeschlossen und will einem der wenigen ehrlichen Männern die er kennt eine Warnung zu kommen lassen, jemand hat es auf Dave abgesehen. Robicheaux vermutet einen Zusammenhang mit dem Tod einer jungen Prostituierten die er vor einiger Zeit im Sumpf fand. Schon bald muss er erkennen das er sich irrt.

Meine Meinung:
Der erste Teil der Dave Robicheuax Reihe überzeugte mich, wie auch schon das Buch "Schmierige Geschäfte" durch die außergewöhnliche Erzählkraft des Autors, er vermittelte mir einen realen Eindruck der Menschen, der Umgebung und vor allem der vorherrschenden Temperaturen, das könnte allerdings auch daran liegen dass während ich das Buch las, auch hier das Wetter, warm, feucht und fast schon tropisch war.
Ich bin also, wie auch schon bei Glut und Asche und Schmierige Geschäfte, begeistert vom Schreibstil Burkes und somit auch von dem verantwortlichen Übersetzer, H.Harbort.
In Neonregen wird der Charakter Robicheaux ausführlich eingeführt, der Leser erfährt von seinem Alkoholproblem, seinen Erfahrungen in Vietnam, die ihn zu dem Mann machten der er ist: Schwierig, impulsiv, stur und löst Probleme auch gern mal mit Gewalt, während er auf der anderen Seite, sensibel und einfühlsam ist. Ein Mann seiner Zeit eben. Und ein Mann mit einem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, wohl wissend, das er eigentlich auf verlorenem Posten steht, nimmt er es mit Kriminellen auf, die durch ein korruptes System geschützt werden, so wie er den Tod der jungen Prostituierten aufklären will, den der zuständige Sheriff  als Tod durch Ertrinken zu den Akten legen.

Ich war zugegebener Maßen, wieder einmal erstaunt, wie wenig es mich störte das das Buch eigentlich schon so alt ist (Erstauflage 1987), normalerweise stört es mich wenn die Helden erst einmal eine Telefonzelle suchen müssen, das war hier nicht der Fall, also hat entweder Burke von vornherein einen "Zeitlosen" Krimi geschrieben oder die Überarbeitung und Übersetzung durch den Pendragon Verlag ist einfach nur hervorragend.

Ich kann für Neonregen nichts anderes, als eine absolute Leseempfehlung geben, es ist immer ein Vergnügen die besonderen Bücher von Burke zu lesen.

Mit einem Klick auf das Cover kommt ihr direkt zum Verlag

  • Taschenbuch: 420 Seiten
  • Verlag: Pendragon (4. Juli 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • Übersetzer: H.Harbort.
  • Originaltitel:The Neon Rain
  • ISBN-10: 3865325483
  • ISBN-13: 978-3865325488

Montag, 10. Juli 2017

Blutschmuck von Petra Mattfeldt

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Inhalt:

Bei der Beerdigung ihrer Mutter, wird die Kommissarin Sarah Bischoff von einer Jugendfreundin der Verstorbenen angesprochen. Lisa Schönfeld. Diese reagiert panisch als sie an Sarahs Hals eine Bernsteinkette entdeckt und flüchtet. Sarahs Freund und Kollege der Profiler Falko Cornelson will nun unbedingt herausfinden, was die ältere Frau so verstörte und stößt dabei auf ungeklärte Morde der Vergangenheit.

Die Protagonisten:

Falko Cornelsen ist nicht nur ein guter Profiler, er ist auch sehr manipulativ, er manipuliert nicht nur die Menschen die er befragt, sondern auch mich als Leser, nach den ersten Sätzen die er über Sarah dachte, hatte ich ein klares Bild von ihr vor Augen: Eine klammernde, weinerliche, unselbständige Nervensäge. Während er doch nur ein Opfer seiner Kindheit ist, der Probleme mit sich selber ausmacht, weil seine Mutter ja nach dem Unfalltod seines Vaters und seiner Schwester viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt und sich nicht so um ihn kümmerte wie es sicher notwendig gewesen wäre. Ein egoistischer Macho eben.
Ich habe mich dann entschieden, mir selber ein Bild von den Beiden zu machen. Und das sah dann ganz anders aus. Sarah klammert vielleicht, aber sie hat auch viel mitgemacht in letzter Zeit und da ist es verständlich das sie Halt bei dem Menschen sucht, der ihr am nächsten steht.
Falko ist zwar tatsächlich Momentan nicht Beziehungsfähig, aber das hat weniger etwas mit seinem Wesen zu tun, sondern eher mit dem Scheitern seiner Ehe und damit das Sarah nicht die Richtige für ihn ist.Und er ist professionell genug um seine Probleme nicht seine Arbeit beeinflussen zu lassen.

Warum schreibe ich das so ausführlich? Weil ich es hasse, wenn das Privatleben der Ermittler im Vordergrund steht und ich auf den ersten Seiten die Befürchtung hatte, das es hier so sein könnte.
Diese Befürchtung wurde Gott sei Dank nicht bestätigt. ;o)

Meine Meinung:
Ich mag es sehr wenn Kriminalfälle ihren Ursprung in der Vergangenheit haben. Durch die Begegnung auf dem Friedhof, kommt Falko einem Mord auf die Spur der nie aufgeklärt wurde, so das er die Ressourcen der Polizei nutzen kann, ein weiterer Pluspunkt des Buches, er muss das nicht heimlich machen, wie so oft in Krimis. Nach und nach fördern seine Ermittlungen Dutzende von ähnlichen Fällen zutage, die sich nur in "Kleinigkeiten" unterscheiden.
In Rückblenden erzählt einer der Täter und ich erfuhr schnell, das er vollkommen einem religiösen Wahn verfallen war und seine wahren sexuellen Neigungen unterdrücken musste, eine üble Kindheit hatte und nach dem Krieg Halt bei einer obskuren, angeblich religiösen Gruppe, fand. Viel mehr möchte ich euch aber von ihm nicht berichten, er nimmt auch nicht zu viel Raum in der Story ein. Das Hauptaugenmerk legt die Autorin auf die Ermittlungen im Hier und Jetzt und das gefiel mir richtig gut.
Ich habe bei aller Begeisterung für das Buch allerdings auch einen Kritikpunkt, eine für mich wichtige Frage bezüglich eines weiteren Täters blieb offen und die Antwort wurde im Buch mit der Aussageverweigerung eines Täters begründet, das entlockte mir ein "Hmpf".
Nichtsdestotrotz gebe ich für das Buch eine Leseempfehlung, es ist spannend und lässt seine Leser in die Abgründe religiöser Wahnhaftigkeit blicken.

Mit einem Klick auf das Cover kommt ihr direkt zur Verlagsseite.


  • Taschenbuch: 276 Seiten
  • Verlag: Gmeiner-Verlag; Auflage: 1., 2017 (5. Juli 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3839221439
  • ISBN-13: 978-3839221433

Protagonistenvorstellung Christian aus Geist von Michael Barth



Hallo ihr Lieben, schön das ihr her gefunden habt, ich versuche mich heute mal an etwas für mich vollkommen Neues.Ich möchte euch einen Protagonisten aus dem Buch Geist von Michael Barth, das ich gerade beendet habe vorstellen.

https://www.amazon.de/Geist-Michael-Barth/dp/3743190680/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1499657576&sr=8-1&keywords=geist+barth
Hier geht es zu Amazon

Und wie immer, wenn ich etwas Neues versuche, denke ich mir gerade:
Was hat mich denn da geritten, ich kann das gar nicht. Aber ich kann es versuchen. ;o)
Ich möchte euch Christian vorstellen, die Hauptperson des Romans.
Christian ist 20 Jahre alt und Vollwaise, seine Eltern starben kurz nacheinander an Krebs.Seitdem lebt er von seiner Ausbildungsvergütung und der Vollwaisenrente die er erhält. Seine Ausbildung macht ihm zwar nicht übermäßig viel Spaß, aber sie sichert ihm sein Auskommen und er weiß schon das er als Geselle übernommen wird wenn er die Prüfung besteht.
Wie eigentlich jeder zwanzigjährige feiert Christian gern.

Zitat: Christian hielt es für ein Sakrileg, ohne Alkohol bei einem Hardrock Konzert aufzutauchen.
Dieser Umstand kostet seinen besten Freund Daniel indirekt das Leben. Für Christian der den Unfall bei dem sein Freund ums Leben kam, unbeschadet überstanden hat, beginnt mit der Rückkehr in seine Wohnung die schlimmste Zeit seines Lebens, die seltsamen Vorkommnisse lassen ihn und ließen mich an seinem Verstand zweifeln.
Zitat:Die deutlich wahrnehmbaren Schritte,endeten abrupt neben seinem Bett. Christian spürte wie sich etwas über ihn beugte.



Mir erschien er manchmal etwas unbeherrscht, auf gut gemeinte Ratschläge seiner Freunde reagiert Christian, völlig überzogen und  sogar feindselig, gleichzeitig macht er einen sehr verletzlichen und unsicheren Eindruck.
Seine Freundin Martina liebt er abgöttisch und so wie es scheint kann er sich durchaus vorstellen sein Leben mit ihr zu verbringen und er tut alles um sie von den seltsamen Vorgängen in seiner Wohnung zu überzeugen und sie gleichzeitig zu schützen.
Ich hoffe ich konnte euch ein klein wenig neugierig auf Christian und seine Geschichte machen.
Und würde mich freuen wenn ihr auch die anderen Teilnehmer der Blogtour besucht, denn dort könnt ihr noch viel mehr über das Buch und über den Autor Mario Barth erfahren.

J's Book Sight
Dukles Kapitel
Unter die Haut - Blog
Mo, Rabi und die Welt der Bücher

Und mit einem Klick:
 kommt ihr direkt zur Autorenseite.

Sonntag, 9. Juli 2017

Engel der Toten von Eva Lirot

Zur Autorenseite
Inhalt: Sadie Thompson lebt seit kurzer Zeit in dem kleinen beschaulichen Stätdchen Burton on the Water die Inhaberin eines kleinen Blumenladens lebt eher zurückgezogen und tut alles um nicht aufzufallen. Denn jemand ist auf der Suche nach ihr und er will ihren Tod. Als der Hutmacher des Ortes eines angeblich natürlichen Todes stirbt, gibt sie dem dem aus London stammenden Sergeant John Palmer, anonyme Hinweise, um ihn dazu zu bringen den Tod des Mannes zu untersuchen und gleichzeitig zu testen ob sie ihm trauen kann.Denn das Böse von dem sie gejagt wird, ist überall und es ist ihr auf der Spur.

Die handelnden Personen:
Engel der Toten, ist der Beginn einer Reihe um die junge Sadie Thompson, die die Gabe hat die Menschen zu verstehen, hinter ihre Maskerade zu blicken und die Abgründe zu erkennen.
Eva Lirot stellt ihre Protagonisten vor und enthüllt nach und nach das Geheimnis das Sadie umgibt, die Gründe ihrer Flucht entziehen sich völlig dem was sich ein Mensch vorstellen kann, so grausam und entsetzlich sind sie. Diese Umstände haben sie geprägt, sie ist vorsichtig und wachsam geworden und hat den Kontakt zu ihrem früheren Leben vollständig abgebrochen um die Menschen die ihr nahe stehen zu schützen.
Sergent John Palmer, wurde von London nach Burton on the Water  strafversetzt, weil er gegen jemanden ermittelte, gegen den er nicht ermitteln sollte da der Verdächtige einen einflussreichen Verwandten hat.In dem kleinen Ort, langweilt er sich zu Tode, seine Aufgabe besteht hauptsächlich darin, Ruhestörer und Parksünder aufzuschreiben, kein Vergleich zu der aufregenden Polizeiarbeit in London. John Palmer scheint etwas tollpatschig und unbeholfen zu sein, dieser Eindruck kann aber auch täuschen, da er von sich erzählt und sein Selbstbild etwas verzerrt zu sein scheint, der Eindruck den ich von ihm gewonnen habe, war eher freundlich, intelligent und integer. John Palmer ist fasziniert von Sadie, die er bisher nur vom Sehen kennt, ein Umstand der sicherlich förderlich für eine spätere Zusammenarbeit der Beiden ist.
Und dann gibt es noch den, der sich der Wolf nennt, vollkommen durchgeknallt, ist er Sadie auf der Spur, besessen von der Gier danach sie zu töten, geht er jedem Hinweis nach. Von ihm erfährt man, das er Teil eines "Rudels" ist, ein Rudel Wölfe,die Frauen gefangen nehmen, Foltern und missbrauchen. Auf welch perfide Art, verrate ich hier natürlich nicht, nur so viel, es könnte euch den Magen umdrehen.
Der Wolf ist durch und durch krank, schon von frühester Jugend an durch sein Umfeld verdorben, hat er nur ein Ziel. Leitwolf zu werden und dieses Ziel will er durch den Mord an Sadie erreichen. Ich würde ihn gern näher beschreiben, aber dazu müsste ich zu viel vom Inhalt des Buches verraten, seine Taten beschreiben und um das Vergnügen möchte ich euch nicht bringen.Als mir seine wahre Identität klar wurde, war ich allerdings sehr erstaunt.

Meine Meinung:
Ich bin sehr gespannt auf die Fortsetzung des Buches, die sicherlich alle noch offenen Fragen beantworten kann, auch die zum Tod des Hutmachers. Eva Lirots Schreibstil ist etwas anders als in der bekannten Jim Devcon Reihe, die Sätze sind kürzer, knapper gehalten. Teilweise für meinen Geschmack etwas zu knapp, da sie manchmal das Subjekt wegließ, zu Anfang stolperte ich darüber aber da dieser Umstand natürlich nichts verfälscht sondern eher eine Eigenart der Protagonisten darstellt, lasse ich das mal so stehen.
Es hat eine Weile gedauert, bis ich mich mit dem Wolf anfreunden konnte, das liest sich jetzt seltsam. Ich brauchte etwas um seine Besessenheit zu spüren, das Jagdfieber, die Gier danach zu töten, das liest sich jetzt besser. Und je mehr ich davon spürte, desto mehr konnte ich Sadies Angst nachempfinden. Die natürlicherweise sehr gegensätzlichen Gefühle der Protagonisten Sadie und des Wolfes, greifen perfekt ineinander, wie Zahnräder in einer Maschine.

Ich gebe sehr gern eine Leseepfehlung.
Und wenn ihr mehr über Eva Lirot erfahren möchtet, wie immer seid ihr mit einem Klick auf das Coverbild, schon auf ihrer Autorenseite.

  • Taschenbuch: 227 Seiten
  • Verlag: Independently published (2. Juni 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 1521353220
  • ISBN-13: 978-1521353226

Freitag, 7. Juli 2017

Überraschungspost

Manchmal,manchmal staune sogar ich.
Eine liebe Freundin, hat auf meiner Lieblingsbuchtauschbörse eine Aktion gestartet um Geld für eine Tierschutzorganisation zu sammeln.
Die Aktion hat riesigen Spaß gemacht, es gab Lose und dementsprechend Preise zu gewinnen und es gab Zwischenaktionen, die meist aus Rätseln bestanden. Da es sich um eine ungarische Tierschutzorgansisation handelte, bezogen diese sich meist auf Ungarn.
Logischerweise hätte die Antwort immer:

Gulasch und Paprika

lauten müssen, haben die anderen aber irgendwie anders gesehen. ts
Das zog sich als Running Gag, durch die ganze Woche. 
Da seht ihr auch, das nicht nur Paprika und Gulasch der Running Gag, waren sonder auch Ich. Immer auf die Kleinen.
Der Hammer und ein weiterer Grund warum ich TT so mag, bzw. die Menschen die da sind, kam heute mit der Post:






Danke Jingles, ich bin zu Tränen gerührt.Umknutsch

und wofür haben wir den ganzen Quatsch gemacht?


http://www.projekt-pusztahunde.de/index.php/204-uncategorised/1119-hilfe-der-anderen-art


Unter anderem haben wir eine Geschichte geschrieben, also es sollte eine werden. hat nicht ganz geklappt. 

Hoch zu Pferde ritt Bauer Joscha, durch die ungarische Puszta. Auf dem Weg nach Budapest zum berühmten Gulasch-Fest. Mit dabei auf seinem Pferd, begleitet ihn ein Dreibein-Herd. Er ritt so fröhlich vor sich hin, nur Gulasch im Kopf und im Sinn. Doch dann oh Graus oh Schreck, fällt der Bauer in den Dreck. Denn seine Frau die Danika vergaß die süße Paprika. Dahin ist nun das Festessen, heim er reitet stattdessen.

Heute gibt's ein großes Fest, darum fahre ich nach Budapest. 

Dort reite ich in die Puszta, denn mein Pferd, das muss mal. 

Danach gibt es Gulasch, das ist ein allbekannter Mischmasch. 

Später fahre ich nach Afrika, denn dort gibt's mehr Paprika. 
Bei flirrender Hitze irrte das Tigerle seit Tagen durch die scheinbar endlose Weite der Puszta. Daheim in Budapest wartete die Familie angespannt auf seine Rückkehr, denn das Tigerle hatte großspurig versprochen, nicht eher wiederzukommen, bis es die ultimativen Gaben der Natur für ein Gulasch gefunden hätte. Ein Gulasch, das das heimische Restaurant vor dem Ruin bewahren sollte. Tage und Kilometer vergingen und das Tigerle füllte sein Säckchen mit allerlei Kräutern, Zwiebel und Paprika. Es fehlte nur noch eins: Fleisch! Da erspähte die wackere Abenteuerin am Horizont eine Herde wilder Noniusz-Pferde und.... dies war das letzte Mal, dass man das Tigerle sah, denn Pferde sind bekanntermaßen schneller als Kätzchen.
Gottlob sind Pferde aber Veganer und so kam es, dass ein TT-Suchtrupp mithilfe von Rex und Lassie die Tigerkatze in den Weiten der Puszta wiederfand. 
Sofort wurde die Tigerkatze wieder übermütig und bestand darauf, auch noch Tabakblätter für das Gulasch zu organisieren, was ihr auch gelang, da die Bauern das Wort Gulasch ja nicht verstanden und die Übersetzungs-Apps auf den zahlreichen Smartphones nutz-, da netzlos waren. 
TTler und Hunde zerrten die Katze, bevor ihr weitere dubiose Zutaten einfallen konnten, Richtung Budapest, kauften dort zwei große Dosen Hundefutter, und dann wurde gekocht - zwar salzlos, aber enorme Mengen Paprika, Zwiebeln und Knoblauch wurden verwendet. Dass das Gulasch gar kein Fleisch enthielt, sondern nur gehackten Tofu, fiel darum niemandem auf. 

Und die Moral von der Geschicht': 
Paprika und Gulasch taugt nur in Deutschland als Antwort auf alles - in Ungarn nicht! 
Es war einmal ein ungarischer Nobelpreisträger, der liebte Pferde und Gulasch über alles. 
Da wanderte er in die Puszta, und dachte ich versuchszt ma. 
An einem kleinen Haus schaute ein schubuli heraus, den fragte der Nobelpreisträger, ob 
er seinen Preis bei ihm lassen kann: "er wiegt soo schwer" und ich habe noch kein Pferd 
gefunden. Schubuli, ein weiser kluger Mann, nahm den Nobelpreis natürlich gerne 
in Verwahrung. Seine liebe Frau janarobi kochte dem freundlichen Mann ein kräftiges Gulasch, 
damit er seinen beschwerlichen Weg auf der Suche nach einem Pferd, gestärkt fortsetzen kann. 
In Budapest wurde der Nobelpreisträger...also der ohne Preis...fündig und erstand dort ein prächtiges Pferd. 
Auf seinem Heimweg kam der Mann wieder am Haus von schubuli und seiner Frau vorbei. 
Die beiden freuten sich sehr ihn wohlbehalten wieder zu sehen. schubuli gab ihm seinen Nobelpreis zurück und 
der Nobelpreisreiter schenkte janarobi zum Dank Paprika und Tabak. 
Und die Moral von der Geschicht....die verrate ich Euch nicht :o)

Karte1 und ihr Skipper schippern unermüdlich Paprika aus der Puszta vom Ostufer des Plattensees zum Westufer, wo unsere Gummiente sitzt und das Paprika auf die Pferde verlädt, die Toldi als Ungarische Post nach Budapest lenkt. Da verkocht sie das tigerle zu einem Gulasch, der wird eingeweckt und in dieser bekloppten Verlosung auf die Preisliste gesetzt. 
Rinderhirten brauchen Pferde, 
sonst entläuft vielleicht die Herde. 
Einmal hat ein Pferd vergessen, 
dass Tiere Paprika nicht fressen. 
Es konnte danach nicht mehr laufen, 
nur stehen und viel Wasser saufen. 
Auch Äpfel kamen nicht mehr raus, 
es sah mehr so wie Gulasch aus. 
Dem armen Hirten stank das sehr - 
es musste ein Ersatzpferd her! 
So brach er auf ins nächste Nest, 
das war das Städtchen Budapest. 
Er stapfte wütend durch die Puszta 
und murrte: Wieder mal kein Bus da! 
Dann hatte er doch großes Glück - 
er fand ein Pferd und ritt zurück. 
Und froh begrüßten ihn sein Hund 
und auch sein Pferd - es war gesund!

Einst trug es sich zu, dass der Schwiegervater per Pferd und Wagen Pferdeäppel geliefert bekam. Der Fuhrunternehmer kam zwar nie bis nach Budapest, aber mit dem Bauch voller Gulasch mit Paprika und einigem an Allolol kam er doch ganz schön rum. Leider kannten wir alle auch die Puzsta nicht sondern nur den Film Ich denke oft an Piroschka, der jedes Jahr seit 1955 in der Wiederholung lief, auch in der DDR. Nun ja, aber bevor wir den Fernseher anschalteten, wollten wir dann doch erstmal die Fuhre abladen. Gesagt, getan...Dann kam der Fuhrunternehmer zum gesellschaftlichen Teil und der Schwiegervater verschwand blitzartig. Der gesellschaftliche Teil bestand aus einer Schnapsflasche, jeder bekam einen Schluck. Wichtig war nur, dass man VOR dem Pferd dran war, denn das bekam auch etwas ab!

Da die Tigerkatze aber auch ganz teuflisch sein kann, kann sie sich aus dem Gulasch zurückverwandeln. Das viele Paprikapulver wird sie nicht ganz los, macht aber nichts, nun ist sie eben auch noch rotgetigert, außerdem schärft das _enorm_ die Krallen. Sie entsteigt mitten in der hektischer werdenden TT-Verlosung dem Einmachglas und rennt los in Richtung Ungarn, durchschwimmt den Balaton, entert ein Pferd und galoppiert nach Budapest, wo sie schubuli aus der nächsten Spelunke zerrt und in die Puszta entführt. Dort sucht sie einen abgelegenen Bauernhof und wirft schubuli auf den Misthaufen. 

Und die Moral von _dieser_ Geschicht': 
Man vergulascht Katzen nicht!

Liebste Arnika, 

schenk mir dein Paprika! 
Du bekommst mein Pferd 
und das Gulasch vom Gerd. 
Durch die Pustza reite ich zu dir, 
trinke zwischendurch mit tigercat ein Bier. 
Schau am Stand von Gummiente vorbei 
und sende dem internettchen 1 kg Salzbrei. 
Verkaufe jingles meinen Tabak, 
und mache mit Janarobi ein wenig Schabanack. 
Schubuli hält sich den Bauch fest, 
bald bin ich in Budapest! 

„Ich muß nach Budapest“ – das wußte eine junge Familienforscherin sicher. Schließlich gab es ein geheimes Familien-Gulasch-Rezept, immer von einer Mutter an die nächste Tochter weitergegeben. Man munkelte, das Original-Rezept käme zwar ursprünglich aus Polen, aber die Urahnin war nach einem Sturz von einem der edlen Wild-Pferde in der Puszta einfach nicht mehr dieselbe. Sie aß bis zu ihrem Lebensende jeden Tag nur noch gelbe Paprika!

Ein hungriger Vampir hatte beschlossen, in Zukunft die Menschen zu verschonen. Stattdessen wollte er sich nun nur noch von Gulasch ernähren. Das ging in Budapest ganz gut, aber ihm gingen die vielen Pferde auf die Nerven. Also reiste er in der Puszta hin und her und wollte wirklich weiter von Gulasch leben. Doch dann aß er eines Tages aus der Not Paprika und schon war es um ihn geschehen - er mutierte zu einem veganen Vampir!