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| Werbung-Rezensionsexemplar |
Produktinformationen und Triggerwarnung.
In diesem Spiel gibt es keine Zeugen – nur Täter und eine Frau, die nichts mehr zu verlieren hat.
Ein Klick hat ihr Leben zerstört. Ein Video hat sie zur Geächteten gemacht. Junyoung liebt es, zuzusehen, wie Frauen durch seine illegalen Kameras ihre Privatsphäre verlieren. Er wähnt sich sicher in seinem perversen Doppelleben, bis er Dahye ins Visier nimmt. Er erwartet Tränen, doch er bekommt Blut. Dahye verwandelt Scham in blinde Wut und startet einen gnadenlosen Rachefeldzug gegen ein System, das Voyeure schützt und Opfer vernichtet.
- Feminist Horror
- Female Empowerment
- Good for her
- Molka = mole camera/versteckte Kamera
Worum geht es in dem Buch?
Der IT-Mitarbeiter Junyoung installiert Minikameras auf Toiletten und in anderen Räumen des Bürogebäudes, in dem er arbeitet. Damit spioniert er die Mitarbeiterinnen skrupellos und vollkommen ohne schlechtes Gewissen aus. Fast zeitgleich lernen wir Dahye kennen. Die junge Frau hat vor einigen Jahren ihre Schwester Eunhye verloren. Sie und ihre Eltern leiden immer noch sehr unter dem Verlust, und ihre Mutter vermittelt ihr das Gefühl, dass die falsche Schwester verstorben ist. Dahye trifft sich mit dem wohlhabenden Hyukjoon und tut alles, um ihm zu gefallen. Doch bald gerät sie selbst in den Fokus von Junyoung. Er verfolgt sie obsessiv, bis Dahye nicht länger Opfer sein will und einen Rachefeldzug startet.
Meine Meinung zu „Molka“
Das Buch macht mich wütend und traurig. Es zeigt, wie selbstverständlich manche Männer glauben, über die Körper von Frauen und über ihre Entscheidungen bestimmen zu dürfen. Und wenn sich eine Frau schließlich erdreistet, sich zu wehren, heißt es schnell: selber schuld.
Monika Kims Roman spielt in Südkorea, doch das Thema ist weltweit ein Problem. Mit der fortschreitenden technischen Entwicklung wird es sich vermutlich sogar noch verschärfen. „Molka“ ist keine einfache Lektüre. Die Gewalt ist konkret, die Bloßstellung grausam und die Gedankenwelt des Täters zutiefst unangenehm. Da ich Monika Kims Roman „Das Beste sind die Augen“ bereits kannte, wusste ich allerdings, worauf ich mich einlasse. Auch dieser Roman ist kompromisslos und lässt mich nicht unberührt zurück.
Der Schreibstil der Autorin ist nüchtern, dabei aber schonungslos. Sie erspart ihren Leserinnen und Lesern nichts. Mir hat das Buch gefallen, gerade weil es die Wut nicht kleinredet. Vielleicht ist die Zeit der leisen Töne gegen männliche Gewalt gegen Frauen, egal in welcher Form, endlich vorbei.
Dass mich dieses Buch, besser gesagt der Inhalt, wütend gemacht hat, soll dieser Roman meiner Meinung nach auch bewirken.
- Herausgeber : kiwi space
- Erscheinungstermin : 3. September 2026
- Auflage : 2.
- Sprache : Deutsch
- Seitenzahl der Print-Ausgabe : 304 Seiten
- ISBN-10 : 3462055208
- ISBN-13 : 978-3462055207
- Originaltitel : Molka
- Übersetzte von: Dejla Jassim
