Montag, 1. Oktober 2012

Slalom von Sabine Huttel

  • Verlag: Fhl Verlag Leipzig; Auflage: 1 (April 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3942829045
  • ISBN-13: 978-3942829045



Kurzbeschreibung: Robert, der ihm bei Spaziergängen in der betreffenden Gegend bereits mehrfach aufgefallen war, setzte sich plötzlich, ohne dass er es hätte verhindern können, zu ihm und fing ein harmloses Gespräch an über das Sommerwetter, die Schönheit des Lichts über dem Fluss. Keine drei Minuten dauerte das, dann kam der Satz, mit dem Robert, der Ältere, Erfahrene, das dürftige Gewebe seiner Tarnung zerriss. "Wissen deine Eltern, dass du schwul bist?", hatte er gefragt, und "Nein" hatte Nikos gesagt. Auf den ersten Blick umkreisen die sieben Erzählungen mehr oder weniger alltägliche Situationen: Ein Bekannter kommt zum Tee, eine Familie sieht sich ein Hochzeitsvideo an, ein Enkel stattet seiner verstorbenen Großmutter einen letzten Besuch ab, zwei Verliebte schlendern durch die Stadt. Doch ein Detail verrückt die Perspektive und lässt die Situation für die Akteure auf den zweiten Blick zu einem mitunter komplizierten Drahtseilakt werden: Sie sind schwul. Auf eindringliche Weise fangen die Geschichten das jeweilige Lebensgefühl ihrer Protagonisten ein, indem sie den Leser unter die Oberfläche eines spannungsreichen Alltags schauen lassen. Jede Erzählung beleuchtet einen anderen Aspekt der täglichen Herausforderungen auf dem Weg zum persönlichen Glück, der durch Unsicherheit, Unverständnis und Feindseligkeit verstellt scheint. Fesselnd, einfühlsam und fern aller Klischees zeigt die Autorin die Verletzlichkeit aller Beteiligten und schafft mit kraftvoller Sprache dichte Erzählungen, die unter die Haut gehen.





 Meine Meinung: Sabine Huttel, beschreibt in ihren Kurzgeschichten Alltagssituationen, Begebenheiten wie sie tagtäglich vorkommen können überall in Deutschland und in der Welt. Die Besonderheit an diesen Geschichten, sie handeln von Homosexuellen, einfühlsam und doch auf den Punkt, bringt sie dem Leser Nahe, das was für den Rest der Welt sehr einfach ist, nämlich das Bekennen zu seiner Liebe, für Homosexuelle noch lang nicht selbstverständlich ist, das es immer noch Menschen gibt, die Homosexualität nicht aktzeptieren und sie als krank und verwerflich ansehen. Leider glaube ich nicht, das die Menschen die diese Geschichten lesen sollten um sich selbst und ihre Vorurteile darin zu erkennen dieses Buch lesen werden. Alles in Allem ist der Autorin ein hervorragendes Buch gelungen, wobei ein Minus habe ich, alle Geschichten sind durchweg Negativ sogar die eine Geschichte, die ein klein wenig Hoffnung verspricht beinhaltet einen Wermusttropfen.

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