Hallo Constantin, herzlich willkommen im Buecherhaus, ich freue mich dich hier begrüßen zu dürfen. Kaffee und Kekse stehen bereit, bitte bedien dich. Bevor wir anfangen, stell dich meinen Leserinnen und Lesern doch kurz vor.
Hey Manuela,
schön, dass ich wieder hier sein darf. Deine Kekse sind wie immer lecker, ich nehme gleich fünf. Und den Kaffee bitte schwarz und randvoll in den Pott. Vielen Dank!
Falls dies als Vorstellung nicht genügt: Ich bin Constantin aus Leipzig und ich schreibe Bücher, manchmal auch über Leipzig. Ich bin stolzer Vater eines Sohnes und arbeite im echten Leben in einer Agentur für Videomarketing.
Constantin, welche Autoren oder Bücher haben dich in deinem Schreiben und bei deiner Genre-Wahl am meisten beeinflusst?
Zum Schreiben gebracht hat mich Edgar Allan Poe. Ich liebe seinen Schreibstil und seine makabren Texte noch heute. Sie haben mein literarisches Schaffen maßgeblich geprägt. Außerdem liebe ich die Romane von Georges Simenon. Das ist meine Inspiration für Charaktere mit Tiefe und dem Details für das Besondere im Alltäglichen.
Mit meinen fellow Leipziger Literatinnen und Literaten bin ich eng verbunden. Ich lese gerne die Bücher von Bianca Iosivoni, Boris Koch, Lisanne Surborg, Christian von Aster, Marie Graßhoff, Laura Kneidl und Anne Lück.
Was motiviert dich, dich immer wieder mit den dunklen Seiten der menschlichen Seele zu beschäftigen und dabei authentische Figuren zum Leben zu erwecken?
Der Dunkelheit wohnt ein besonderer Zauber inne. Das im Dunkeln verborgene aufzudecken und zu demaskieren, fasziniert mich. Warum handeln Menschen so, wie sie es tun? Außerdem bewegt mich das Thema Liebe sehr. Und Liebe kann doch gar nicht funkeln, wenn nicht ein düsterer Gegenpart kontrastiert. Ich mag das Wechselspiel dieser beiden Antipoden, die manchmal gar nicht so gegensätzlich sind, wie es scheint, sehr.
Du bist nicht nur Autor, sondern auch Herausgeber , wie bereichert das deine Arbeit als Schriftsteller?
Anthologien sind Liebhaberprojekte. Da verdient von Verlag über Autorys bin hin zu Herausgeber und Lektorin niemand mehr als ein paar Groschen dran. Aber so eine Kurzgeschichtensammlung verbindet. Als Herausgeber habe ich ganz tolle Menschen kennengelernt. Menschen, mit denen ich teilweise seit über zehn Jahren befreundet bin.
Das Miteinander ist das Schöne daran.
Du hast gerade dein neustes Buch: „Die Welt im Schatten so grau“ veröffentlicht.
Was hat dich dazu inspiriert, die Geschichte in Leipzig anzusiedeln?
Die meisten Orte in meinem Buch sind mit besonderen Erinnerungen aus meinem Leben verknüpft. Mir hat es diebisch viel Freude bereitet, meine Charaktere an diese Orte zu schicken, die eine persönliche Bedeutung für mich haben, und sie dort etwas ganz Eigenes erleben zu lassen. Und weiter noch: Bei den Lesenden entstehen im besten Fall ganz eigene, neue Assoziationen.
Ich selbst habe beim Schreiben unglaublich viel reflektiert und darüber nachgedacht, was so alles in meinem Leben passiert ist. Ich bin in Leipzig geboren und aufgewachsen und möchte nie, nie von hier weg. Trotz aller Zerstörungswut: Im Kern ist der Roman eine Liebeserklärung an meine Stadt.
Die Transzilianer scheinen anders als klassische Alien-Invasoren – wie hast du sie konzipiert und was fasziniert dich daran?
Die Transzilianer sind mit der Entstehung des Romans weiter gewachsen. Da sind ganz viele Konturen erst während des Schreibprozesses entstanden. So gesehen haben mich die Transzilianer selbst ganz schön überrascht. Mich fasziniert an diesem Volk, mit welcher Selbstverständlichkeit sie sich im Recht sehen – und somit jede Handlung als absolut richtig und notwendig betrachten. Aber die Fassade bröckelt …
Ich denke, die Querverweise zu Babylon 5 und Star Trek sind überdies ebenfalls deutlich zu erkennen.
Welche menschlichen Konflikte und Abgründe stehen im Fokus der Geschichte?
Im Roman geht es um nichts Geringeres als den Fortbestand der menschlichen Zivilisation. Damit meine ich nur zum Teil den harten Überlebenskampf in der Postapokalypse. Genauso wichtig ist die Frage, was das Menschsein überhaupt ausmacht. Wie gehen wir damit um, wenn Liebe unter Verbot steht, Verrat zur stärksten Waffe wird und Empathie und Menschlichkeit uns in Gefahr bringen?
Wie bist du an die Entwicklung der Figuren herangegangen, um neben der Düsternis auch eine Spur Hoffnung zu vermitteln?
Wo Schatten existieren, gibt es irgendwo auch Licht. Ohne Hoffnung lohnt es sich aus meiner Sicht nicht, überhaupt gegen die Düsternis aufzubegehren. In Zeiten wie heute sind die Hoffnung und der Glaube daran, etwas ändern zu können, die letzten Strohhalme, um nicht im Chaos zu versinken.
Ist dir eine oder einer deiner Protagonisten besonders ans Herz gewachsen?
Ich mag die Entwicklung des Antagonisten, vor allem im letzten Drittel des Buches.
Mit meinen fellow Leipziger Literatinnen und Literaten bin ich eng verbunden. Ich lese gerne die Bücher von Bianca Iosivoni, Boris Koch, Lisanne Surborg, Christian von Aster, Marie Graßhoff, Laura Kneidl und Anne Lück.
Was motiviert dich, dich immer wieder mit den dunklen Seiten der menschlichen Seele zu beschäftigen und dabei authentische Figuren zum Leben zu erwecken?
Der Dunkelheit wohnt ein besonderer Zauber inne. Das im Dunkeln verborgene aufzudecken und zu demaskieren, fasziniert mich. Warum handeln Menschen so, wie sie es tun? Außerdem bewegt mich das Thema Liebe sehr. Und Liebe kann doch gar nicht funkeln, wenn nicht ein düsterer Gegenpart kontrastiert. Ich mag das Wechselspiel dieser beiden Antipoden, die manchmal gar nicht so gegensätzlich sind, wie es scheint, sehr.
Du bist nicht nur Autor, sondern auch Herausgeber , wie bereichert das deine Arbeit als Schriftsteller?
Anthologien sind Liebhaberprojekte. Da verdient von Verlag über Autorys bin hin zu Herausgeber und Lektorin niemand mehr als ein paar Groschen dran. Aber so eine Kurzgeschichtensammlung verbindet. Als Herausgeber habe ich ganz tolle Menschen kennengelernt. Menschen, mit denen ich teilweise seit über zehn Jahren befreundet bin.
Das Miteinander ist das Schöne daran.
Du hast gerade dein neustes Buch: „Die Welt im Schatten so grau“ veröffentlicht.
Was hat dich dazu inspiriert, die Geschichte in Leipzig anzusiedeln?
Die meisten Orte in meinem Buch sind mit besonderen Erinnerungen aus meinem Leben verknüpft. Mir hat es diebisch viel Freude bereitet, meine Charaktere an diese Orte zu schicken, die eine persönliche Bedeutung für mich haben, und sie dort etwas ganz Eigenes erleben zu lassen. Und weiter noch: Bei den Lesenden entstehen im besten Fall ganz eigene, neue Assoziationen.
Ich selbst habe beim Schreiben unglaublich viel reflektiert und darüber nachgedacht, was so alles in meinem Leben passiert ist. Ich bin in Leipzig geboren und aufgewachsen und möchte nie, nie von hier weg. Trotz aller Zerstörungswut: Im Kern ist der Roman eine Liebeserklärung an meine Stadt.
Die Transzilianer scheinen anders als klassische Alien-Invasoren – wie hast du sie konzipiert und was fasziniert dich daran?
Die Transzilianer sind mit der Entstehung des Romans weiter gewachsen. Da sind ganz viele Konturen erst während des Schreibprozesses entstanden. So gesehen haben mich die Transzilianer selbst ganz schön überrascht. Mich fasziniert an diesem Volk, mit welcher Selbstverständlichkeit sie sich im Recht sehen – und somit jede Handlung als absolut richtig und notwendig betrachten. Aber die Fassade bröckelt …
Ich denke, die Querverweise zu Babylon 5 und Star Trek sind überdies ebenfalls deutlich zu erkennen.
Welche menschlichen Konflikte und Abgründe stehen im Fokus der Geschichte?
Im Roman geht es um nichts Geringeres als den Fortbestand der menschlichen Zivilisation. Damit meine ich nur zum Teil den harten Überlebenskampf in der Postapokalypse. Genauso wichtig ist die Frage, was das Menschsein überhaupt ausmacht. Wie gehen wir damit um, wenn Liebe unter Verbot steht, Verrat zur stärksten Waffe wird und Empathie und Menschlichkeit uns in Gefahr bringen?
Wie bist du an die Entwicklung der Figuren herangegangen, um neben der Düsternis auch eine Spur Hoffnung zu vermitteln?
Wo Schatten existieren, gibt es irgendwo auch Licht. Ohne Hoffnung lohnt es sich aus meiner Sicht nicht, überhaupt gegen die Düsternis aufzubegehren. In Zeiten wie heute sind die Hoffnung und der Glaube daran, etwas ändern zu können, die letzten Strohhalme, um nicht im Chaos zu versinken.
Ist dir eine oder einer deiner Protagonisten besonders ans Herz gewachsen?
Ich mag die Entwicklung des Antagonisten, vor allem im letzten Drittel des Buches.
Da wird man als Leser aber auch wirklich überrascht.
Wird es eine Fortsetzung geben? Ich persönlich finde ja das der Epilog nach einem weiteren Buch geradezu schreit.
„Die Welt im Schatten so grau“ ist als Einzelband konzipiert. Allerdings finde ich die Konstellation in dieser Welt so spannend, dass ich nicht verhindern konnte, mir Gedanken über die weiteren Entwicklungen zu machen. Vielleicht denke ich nochmal darüber nach, wenn sich genug begeisterte Lesende finden.
Nach dem Buch ist vor dem Buch, was steht als Nächstes an?
Ich habe viele Ideen und möchte weitere Genres explorieren. Ich werde mich in den nächsten Wochen zwischen drei, vier vorgeplotteten Ideen entscheiden. Es wird auf jeden Fall etwas werden, was du so noch nicht von mir kennst.
Ich weiß, dass du ein Kind hast, kannst du dir vorstellen auch einmal ein Kinderbuch zu schreiben?
Ich bin großer Fan der drei Fragezeichen. So etwas in diese Richtung oder Coming of Age kann ich mir gut vorstellen, ein Kinderbuch eher nicht.
Mit welchen Themen oder Genres würdest du dich gerne noch intensiver beschäftigen, die aber bisher nicht in deinen Büchern vorkamen?
Ich habe vor einigen Jahren die Romance für mich entdeckt. Es juckt mich schon, diesem Genre meinen eigenen Spin zu verpassen.
Vielen Dank, Constantin, dass du dir die Zeit für dieses Gespräch genommen hast und uns spannende Einblicke in dein neues Buch „Die Welt im Schatten so grau“ und deine kreative Arbeit gegeben hast. Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg bei deinen Projekten und freue mich darauf, bald wieder von dir zu lesen.
Wird es eine Fortsetzung geben? Ich persönlich finde ja das der Epilog nach einem weiteren Buch geradezu schreit.
„Die Welt im Schatten so grau“ ist als Einzelband konzipiert. Allerdings finde ich die Konstellation in dieser Welt so spannend, dass ich nicht verhindern konnte, mir Gedanken über die weiteren Entwicklungen zu machen. Vielleicht denke ich nochmal darüber nach, wenn sich genug begeisterte Lesende finden.
Nach dem Buch ist vor dem Buch, was steht als Nächstes an?
Ich habe viele Ideen und möchte weitere Genres explorieren. Ich werde mich in den nächsten Wochen zwischen drei, vier vorgeplotteten Ideen entscheiden. Es wird auf jeden Fall etwas werden, was du so noch nicht von mir kennst.
Ich weiß, dass du ein Kind hast, kannst du dir vorstellen auch einmal ein Kinderbuch zu schreiben?
Ich bin großer Fan der drei Fragezeichen. So etwas in diese Richtung oder Coming of Age kann ich mir gut vorstellen, ein Kinderbuch eher nicht.
Mit welchen Themen oder Genres würdest du dich gerne noch intensiver beschäftigen, die aber bisher nicht in deinen Büchern vorkamen?
Ich habe vor einigen Jahren die Romance für mich entdeckt. Es juckt mich schon, diesem Genre meinen eigenen Spin zu verpassen.
Vielen Dank, Constantin, dass du dir die Zeit für dieses Gespräch genommen hast und uns spannende Einblicke in dein neues Buch „Die Welt im Schatten so grau“ und deine kreative Arbeit gegeben hast. Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg bei deinen Projekten und freue mich darauf, bald wieder von dir zu lesen.
Bis dahin empfehle ich "Die Welt im Schatten so grau" Meine Rezension findet ihr hier.
Sehr gern. Die Kekse waren wie immer lecker, der Kaffee schön heiß. Ich danke dir für das nette Gespräch.
Sehr gern. Die Kekse waren wie immer lecker, der Kaffee schön heiß. Ich danke dir für das nette Gespräch.

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