Freitag, 21. April 2017

Einsamer Wolf Flucht aus dem Dunkel von Joe Dreaver

Zur Verlagsseite
Inhalt:
Es gibt zwei Arten der Magie. Die linke Hand der Magie strebt nach dem Guten. Sie kann helfen und heilen. Die rechte Hand der Magie unterliegt dem Bösen und dienst allein dunklen Zwecken. Obwohl Vonotar ein Mitglied der Bruderschaft des Kristallsterns ist, welcher sich der linken Hand der Magie verschrieben hat, wächst in seinem Herzen ein Keim des Bösen und nachdem er einen seiner Mitbrüder ermordet, geht die Saat endgültig auf. Nach dem Mord verlässt Vonotar Sommerlund und läuft zum Feind über, dem dunklen Fürsten Zagarna. Dieser plant bereits einen Angriff auf das friedliche Land und mit Hilfe des Wissens des Verräters, kann er nahezu unbemerkt in Sommerlund eindringen.
Zwei Jungen dazu sind vom Schicksal ausersehen, sich gegen den übermächtigen Feind zu erheben. Banedon, ein Schüler der Bruderschaft des Kristallsterns und lautloser Wolf, ein etwas unwilliger Schüler des Ordens der Kai. Dritte im Bunde wird die geheimnisvolle Alyss, die über Kenntnisse der Zukunft verfügt und das Schicksal zu manipulieren versucht.

Meine Meinung:
Vonotar ist ehrgeizig. Er ist der Meinung, dass der Orden sich ändern muss, dass die alten und vertrockneten Strukturen aufgebrochen werden sollten. In seinem Machstreben erkennt er nicht, dass er schon lange der rechten Hand der Magie folgt und dem Bösen verfallen ist.
Spiele und Bücher sind zwei sehr unterschiedliche Medien und was bei dem einen funktioniert, kann beim anderen leider versagen. So ist es bei der Umsetzung des Spiels hier zu einem Roman. Die Sprache wirkt hölzern, die Sätze sind teilweise sehr verschachtelt und die ausufernden Erklärungen zu der Geschichte Magnamunds lenken von dem eigentlichen Handlungsstrang ab. Die Historie als kurzen, zusammenfassenden Prolog vorne an zustellen wäre sicher sinnvoller gewesen.
Dazu kommen wieder eine Vielzahl von Grammatik-und Satzzeichenfehlern, sowie diversen Wortdoppelungen . Nicht unerwähnt lassen möchte ich den sehr unbeholfenen und verschachteltern Satzbau, bei dem der Leser den Sinn des Satzes aus den Augen verliert.
Fehler wie: Gesicht statt Gedicht, sein statt sehen, ziehen sich durch das ganze Buch und hätten bei einem guten Lektorat unbedingt auffallen müssen, verfälschen sie doch teilweise den Sinn eines Satzes und schmälern leider das Lesevergnügen
Es handelt sich um solide Handarbeit aber es fehlt der Funke, der das Buch zum Leuchten bringt und den Leser überzeugt. Die Lebendigkeit des Spiels lässt sich nicht mit Worten einfangen.
Das Cover ist ein richtiger eyecatcher, von einem Illustrator Namens Alberto Dal Lago erwartet man ein wuchtiges und beeindruckendes Bild, auch wenn sich die Illustration nicht auf den Inhalt bezieht. Mag sein, dass der einsame Wolf später zu solch einem dargestellten Kämpfer heranwächst aber noch ist er nicht so weit. Jetzt ist er nur ein unreifer Junge auf der Schwelle zum Erwachsen werden, der seinen Platz im Leben noch nicht gefunden hat.
Fazit:
Für Fans von Spielbüchern sicher interessant, für mich leider nicht so.
Ihr möchtet mehr über den Verlag erfahren? Mit einem Klick aufs Cover seid ihr schon da.


Übersetzung: Nicolai Bonczyk & Karolina Gardovic
Verlag: Mantikore Verlag, TB, 468 Seiten
ISBN: 978-3-981281279

Keine Kommentare: