Samstag, 1. Oktober 2016

Frischfleisch - Nullpersonen von Vincent Voss

Inhalt:
Es passiert: Jetzt und Hier, ein Albtraum wird zur Realität. Die Zombies sind los, nicht irgendwo weit weg sonder mitten in Deutschland und es breitet sich aus, rasant und unaufhaltsam.
Gemeinsam mit dem Ethnologen Professor Dr. Robert Jäger, versucht der Journalist Tim Fabian den Ursprungsort und den ersten Infizierten  der Zombieapocalypse zu erreichen und das Grauen aufzuhalten. Behindert werden sie dabei nicht nur vom Unglauben ihrer Mitmenschen sondern auch von ganz oben, denn die Regierung lässt die Bevölkerung absichtlich im Unklaren.

Meine Meinung:
Genau so wird es ablaufen, macht euch auf etwas gefasst und lest dieses Buch, denn vielleicht findet ihr den einen oder anderen Tipp der Eurer Überleben sichert,wenn auch nur für kurze Zeit.
Sind zuerst nur einzelne Personen infiziert, greift die Seuche rasend schnell um sich und dieses Umsichgreifen beschreibt Vincent Voss so eindringlich und realistisch, das man denken könnte er wäre dabei gewesen, hätte den Ausbruch live miterlebt.
In kurzen Kapiteln beschreibt er das Schicksal vieler vieler Menschen, die man sich nicht alle merken kann, muss man aber auch nicht, so viel sei verraten. Jetzt könnte man denken, wenn die sowieso alle draufgehen, mit wem kann man hoffen und bangen? Natürlich hat Vincent Voss auch das nicht vernachlässigt, es gibt sie die Sympathieträger, die den Leser durch das gesamte Buch begleiten: Zuallererst natürlich Tim, der hin und her gerissen zwischen dem Bedürfnis die Bevölkerung zu warnen und Journalistischem Ehrgefühl, das ihm eigentlich vorschreibt nur bestätigte Meldungen zu verbreiten, sich doch für das richtige Entscheidet, und Sandra die Freundin von Tims bestem Freund, die in schönster Horrorstory Manier die Warnung zu verschwinden ignoriert und sich und ihr kleine Tochter in allerhöchste Gefahr bringt, oder die Radiomoderatorin Kesh, die Tim vom Sender aus unterstützt. Mit ihnen litt ich wirklich mit, denn sie sind sehr sympathisch dargestellt.
Und es gibt auch die die man schütteln und schlagen möchte, damit sie die Ignoranz verlieren die sie an den Tag legen * Wir haben die Situation im Griff* behauptet die oberste Instanz um einen wirtschaftlichen Schaden vom Land abzuwenden oder die, die für eine Story, verantwortlich dafür zeichnen das sich die Seuche weiter ausbreitet.
Ich habe schon einige Zombiegeschichten gelesen und natürlich auch den einen oder anderen Film gesehen, bei keinem musste ich mir bewusst machen das es sich um Fiktion handelt, dieses Buch hätte es fast geschafft, das ich das Fenster und die Türen verriegelte bevor ich das Licht löschte.
Ich kann ein kleines bisschen nachvollziehen wie sich die Hörer vom *Krieg der Welten* gefühlt haben mussten.
Von mir bekommt Frischfleisch-Nullpersonen eine absolute Leseempfehlung, auch wenn ich zu Beginn das Gefühl hatte, ich hätte Faulfleisch den Vorgängerband auch lesen sollen, aber das war nach nicht mal 20 Seiten vorbei und dann blieben mir ja noch 380 Seiten reiner Horror.

Ihr wollt gern weitere Meinungen zu dem Buch?
Dann schaut doch mal bei Tilly Jones bloggt vorbei.




  • Taschenbuch: 410 Seiten
  • Verlag: Low, Torsten; Auflage: 1 (15. Juli 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3940036382




  • ISBN-13: 978-3940036384


  • 1 Kommentar:

    Tilly Jones hat gesagt…

    Hey!
    Genauso ging es mir beim Lesen auch! Es war so beängstigend und realistisch! Sowas liest man echt selten, wenn es um die Zombies geht, aber hier hat die Atmosphäre wirklich richtig gestimmt!