Montag, 19. Oktober 2015

Absurde Menschheit von Gard Meneberg


Als man in den Siebzigerjahren die Voyager-Sonden ins All schickte, legte man eine Datenplatte mit Botschaften bei, die sich an außerirdische Zivilisationen richteten. Doch die Wahrheit über den Menschen wurde darin verschwiegen. Gard Meneberg geht der Frage nach, was man stattdessen hätte enthüllen sollen. In vierundvierzig unterhaltsamen Kapiteln fasst er die absurdesten Tollheiten unserer Spezies zusammen. Dabei beschreibt er nicht nur, wie arrogant der Mensch anderen Affenwesen gegenüber auftritt, sondern auch, zu welchen Skurrilitäten ihn die Lust zuweilen treibt, wie gummiartig seine Werte sind und warum ihn das eigene Entschwinden in Panik versetzt. Ein Buch mit dem Potenzial, sogar Außerirdische zum Schmunzeln zu bringen.

Mir wurde das Buch empfohlen, als interessant und humorvoll und nachdem ich den Klappentext und ein Leseprobe gelesen hatte, konnte ich mir durchaus vorstellen das ich es mögen würde, ich mag Satire, ich mag es manchmal durchaus sarkastisch und wenn der Menschheit ein Spiegel vorgelegt wird, ist das in der heutigen Zeit sicher nicht verkehrt.
Ich komme erst mal zu dem was mir gefiel: Gard Meneberg hat erkannt woran es der Menschheit fehlt, an Empathie und Selbstkritik, an der Einsicht das wir wohl den Planeten Erde brauchen, er uns aber nicht im Gegenteil, der Planet wäre ohne die Spezies Mensch weitaus besser dran, er hat aufgezeigt wie der Mensch wirklich tickt, das Moral ein durchaus dehnbarer Begriff ist, je nachdem wie man es gerade gebrauchen kann, und so weiter und so fort. Das ist zwar alles nicht Neu, für die Menschen die sehenden Auges durch die Welt gehen, so manch einer wird sicher denken * So habe ich das noch nie gesehen* aber vielleicht sind diese Erkenntnisse neu für die Außerirdischen, für die dieses Buch schließlich geschrieben wurde.
Jetzt zu dem was mir gar nicht gefiel, wie Eingangs schon erwähnt wurde mir das Buch als humorvoll empfohlen, nun gibt es unterschiedliche Arten von Humor, es gibt *Ich lach mich kaputt Humor, rabenschwarzen Humor, naiven Humor* und und und,  bis auf einige wenige Stellen konnte ich nur selten lachen oder schmunzeln, eher war ich verärgert über die Wortwahl des Autors, der einen Großteil der Menschen als dumme Herdenschafe bezeichnet, die einer geisttötenden Tätigkeit nachgehen, oder der Demenz mit Verdummung gleichsetzt, dies mag zwar im Wortsinne richtig sein, es hätte aber auch anders ausgedrückt werden können, sollte jetzt die Frage nach dem *Wie* kommen, keine Ahnung, ich lese nur.
Mein Fazit: Ich stimme Gard Meneberg in fast allen Punkten zu, sein Schreibstil ist durchaus flüssig und angenehm zu lesen, seine Wortwahl allerdings hat mich mehr als einmal verärgert.

  • Broschiert: 272 Seiten
  • Verlag: Artegenium (10. August 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3902987030
  • ISBN-13: 978-3902987037

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