Elinor Fenning-Smythe reist von London nach Cambridge, um sich an einem der wenigen Colleges zu bewerben, die Frauen ein Studium ermöglichen. Nach dem Tod ihrer Eltern und ihres Zwillingsbruders ist sie bei ihrer Tante Hetti aufgewachsen. Lady Henrietta Streham geborene Fenning-Smythe, die nichts von Elinors Bildungswunsch hält. Für sie besteht der Lebenssinn einer Frau in einer standesgemäßen Ehe, einem gepflegten Haushalt und der Geburt von Kindern. Doch Elinor denkt anders: Sie will lernen, ihr Wissen erweitern – und selbstbestimmt leben.
Als das College ihre Bewerbung ablehnt, ist das bitter genug. Doch der Tag hält noch mehr bereit: Eine riesige Schlange taucht auf – und Elinor scheint die Einzige zu sein, die sie sehen und spüren kann, sie und zwei Männer, die Fremden überreden sie, mit ihnen zu kommen – an einen Ort, der ihr Leben verändern wird: das Royston College. Eine geheime Einrichtung, verborgen vor der Welt, an der magische Wissenschaften gelehrt werden.
Plötzlich findet Elinor sich als erste Studentin in einem bisher reinen Männercollege wieder – und nicht alle heißen sie dort willkommen. Doch es bleibt keine Zeit für Zweifel, denn schon bald gerät sie zwischen alle Fronten: Das Schlangenwesen lässt sie nicht los, und auch die Inquisition ist ihr auf den Fersen. Magiebegabte Menschen werden von einer Bruderschaft verfolgt und getötet,nicht nur die Lehrenden und Studenten des Royston College sind in Gefahr, sondern auch ein bislang verborgen lebender Hexenzirkel.
„Schlange des Bösen (Die Studentin)“ ist der erste Band einer Reihe. Viele Figuren werden eingeführt, viel Hintergrundwissen vermittelt – doch dank des angenehm flüssigen Schreibstils wirkt das nie überfrachtet. Ich bin schnell in die Geschichte hineingekommen, nicht zuletzt wegen Elinor. Sie ist eine starke Hauptfigur, die sich in einer männerdominierten Welt behauptet und den Mut hat, gesellschaftliche Erwartungen zu hinterfragen, wenn es darauf ankommt.
Was mich besonders fasziniert hat, ist die verborgene Welt des Royston College. Die Autorin erschafft eine magische Umgebung mit eigenen Regeln und Strukturen, die man Stück für Stück entdeckt – ohne dass einem dabei alle Antworten sofort serviert werden. Stattdessen werden viele Fragen bewusst offengelassen:
Woher stammt Elinor wirklich? Die Meister vermuten Fey-Blut in ihrer Ahnentafel, doch von welchem Wesen? Im Laufe der Handlung begegnet sie Vampiren, Werwölfen, Wassergeistern und Gestaltwandlern – alle mit eigenen Geheimnissen.
Und was hat es mit dem Schlangenwesen und wer kontrolliert es?
Fazit: Ein gelungener Auftakt, der mich neugierig auf die Fortsetzung gemacht hat – und auf all die Antworten, die noch auf sich warten lassen: zur Bedrohung durch die Inquisition, zum Schlangenwesen – und vor allem zu Elinors wahrer Herkunft.
- Herausgeber : Low, Torsten; Erstauflage (14. März 2025)
- Sprache : Deutsch
- Taschenbuch : 330 Seiten
- ISBN-10 : 3966290464
- ISBN-13 : 978-3966290463

Huch – alles dabei, was mich aufhorchen lässt.
AntwortenLöschenHerzlichen für die ausführliche Beschreibung und deine Rezension.
Es sind zwar noch viele Fragen offen aber mir hat das Buch wirklich gefallen.
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