Enja – Das Schicksal der Schotten liegt in ihrer Hand.
Schottland, 1314: In den Highlands tobt ein erbitterter Krieg zwischen den Engländern und den Clans um die schottische Unabhängigkeit. Als die Lage sich zuspitzt, beschließt die mutige Kriegerin Enja, die zur Assassinin ausgebildet wurde, für die Schotten zu kämpfen – an der Seite des Clanführers James Douglas. Am Tag der großen Schlacht fällt der König der Schotten eine schwerwiegende Entscheidung: Enja soll sich als Frau vom Kampfgeschehen fernhalten. Doch als sie in den Reihen ihrer Feinde jemanden erkennt, dem sie vor Jahren Rache geschworen hat, weiß sie: Dies ist ihre einzige Chance.
Im zweiten Teil der Highlanderin-Saga verfolgen wir Enjas Leben weiter. Die Autorin beginnt im Jahr 1306 mit ihrer Erzählung um dann von früheren Ereignissen zu erzählen, sodass Informationen, die vielleicht im ersten Band * Die Highlanderin* vermisst worden sind, endlich zutage kommen. Keine Angst, das klingt jetzt komplizierter als es ist, beim Lesen fügt sich alles mit einer Selbstverständlichkeit zu einer runden Geschichte, die durchaus bemerkenswert ist.
Unaufhaltsam steuern Schottland und England auf die entscheidende Schlacht um die Unabhängigkeit der Schotten zu, doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Robert de Bruce, der König der Schotten, sichert sich Enjas Gefolgschaft und bestimmt im selben Atemzug James Douglas zu ihrem Ehemann, wohl wissend, dass sie nach dem Treueschwur, nicht ablehnen kann. Doch natürlich hat er die Rechnung ohne die stolze Enja gemacht.
Wie schon beim ersten Teil mochte ich die Mischung aus Fiktion und historischen Fakten, man könnte fast glauben, die Geschichtsschreiber hätten die Rolle Enjas, die zum Sieg der Schotten in der Schlacht um Bannockburn in der Nähe von Stirling, gespielt hat, einfach aus den Geschichtsbüchern gestrichen. Robert de Bruce wurde dank dieser Schlacht, aus der er mit einem verhältnismäßig kleinen Heer gegen die Übermacht der Engländer siegreich hervorging.
Ich mag es sehr, wenn Romane mich dazu bringen, nachzuforschen, wie es wirklich war und besonders mag ich es, wenn Fiktion und Wirklichkeit nicht allzu sehr voneinander abweichen. Da der Autorin dies neben der spannenden Geschichte um Enja, soweit ich das beurteilen kann, sehr wohl gelungen ist, vergebe ich, wie schon für den 1. Teil, eine absolute Leseempfehlung.
Zur Autorin:
Eva Fellner, mit vollem Namen Eva Fellner von Feldegg, wurde 1968 im oberbayerischen Murnau geboren und arbeitete zunächst als Chefredakteurin einer Fachhandelszeitschrift. Sie gründete eine Agentur für digitales Marketing und unternahm zahlreiche Reisen. China und Südafrika wurden ihr dabei zu einer zweiten Heimat. Neben asiatischer Kampfkunst interessiert sie sich schon immer für Geschichte, für starke Frauen und die Welt des Mittelalters. Sie ist davon überzeugt, dass die schönsten Geschichten das Leben selbst erzählt.
- Herausgeber : Aufbau Taschenbuch; 1. Edition (11. Oktober 2021)
- Sprache : Deutsch
- Taschenbuch : 501 Seiten
- ISBN-10 : 3746638305
- ISBN-13 : 978-3746638300


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