Mittwoch, 29. Februar 2012

Wolfskinder von John Ajvide Lindqvist

  • Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Paperback);
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 978-3785760567







 
Klappentext:
Beim Pilzesammeln macht der ehemalige Schlagersänger Lennart einen grausigen Fund. Er entdeckt im Wald einen vergrabenen Säugling. Das kleine Mädchen lebt noch. Den ersten Schrei, den er von ihr hört, lässt ihn erstarren: Der Säugling singt Töne, die reiner nicht sein könnten. Was für ein Menschenkind hat er hier gefunden? Er nimmt es mit nach Hause und versteckt es. Theres - so nennt er sie - soll Lennarts eigenen Lebenstraum einer Musikkarriere erfüllen. Er will sie zu etwas ganz Großem machen, ahnt dabei jedoch nicht, dass er sich das eigene Todesurteil ins Haus geholt hat

Meine Meinung:
Als ich das Buch gestern Nacht zuklappte, war mein erster Gedanke* Und was sollte das jetzt gewesen sein?*
Der erste Abschnitt des Buches war klasse, ganz ohne Zweifel, der Fund des Säuglings, dessen musikalische Begabung, die seltsame Entwicklung des Kindes,das erst von Jerry ihrem Ziehbruder den Namen Theres bekommt, die Art und Weise wie sich Lennart und seine Frau im Laufe des Zusammenlebens mit der Kleinen verändern, und das schreckliche Ende der Beiden. Toll geschrieben, tolle Geschichte, aber dann entwickelt sich die Geschichte zu einem düsteren Teenieroman.
Das Mädchen wird nach dem Tod der Zieheltern weiterhin vor der Außenwelt verheimlicht, ihr Ziehbruder nimmt sich seiner an und zieht mit ihr in eine Gegend wo sie niemand kennt, das seltsame Mädchen nimmt an einem Gesangswettbewerb teil und sammelt im Zuge dessen via Internet einige psychisch gestörte Mädchen um sich, mit denen sie seltsame Rituale durchführt, dazu gehört unter anderem der Mord an einem skrupellosen Musikproduzenten.
Was wie ein mystischer Roman beginnt, wird zur Kritik an der Gesellschaft, es geht um Mobbing an Schulen und um die, die nicht der Norm entsprechen und deswegen ausgegrenzt werden. Ob es nötig war dieses Thema in Mystik zu verpacken wage ich zu bezweifeln, die Störungen die Theres aufweist sind an sich schon seltsam genug, sie sieht Rauch aus den Hirnen ihrer Opfer aufsteigen wenn diese sterben.

Ich hätte mir vor allem etwas Aufklärung gewünscht, was es mit Theres überhaupt auf sich hat, warum sie zum Sterben im Wald ausgesetzt wurde, wussten ihre leiblichen Eltern das etwas mit ihr nicht stimmt, immerhin war sie ja schon als Säugling gefährlich.
Da der Klappentext einen völlig anderen Roman versprach würde ich, gäbe es hier Sternchen, nur 3 Sterne vergeben.

Keine Kommentare: