Freitag, 16. März 2012

Klett-Cotta :: Die toten Frauen von Juárez - Sam Hawken


Klett-Cotta :: Die toten Frauen von Juárez - Sam Hawken

Klappentext:  Ciudad Juárez, Mexiko, an der Grenze zu Texas. Zahlreiche Frauen verschwinden. Einheimische sagen, es seien mindestens 5000. Nur etwa 400 von ihnen wurden bislang gefunden - vergewaltigt und getötet. Sam Hawken verbindet die wahre Geschichte um die toten Frauen mit der Story von Kelly Courter, einem gescheiterten Boxer, der alles daransetzt, die Wahrheit herauszufinden ...

Meine Meinung:
Immer wieder mal kann man in den Medien verfolgen, das in der Grenzstadt Juarez seit Jahrzehnten Frauen verschwinden, die genauen Zahlen kennt wohl niemand und niemand weiß wer für das Verschwinden dieser Frauen verantwortlich ist. Diese Tatsache hat der Autor Sam Hawken als Hintergrund für seine fiktive Geschichte um Kelly Courter gewählt, der als Boxer in Juarez lebt und sein Geld mit Boxkämpfen und Drogendeals verdient, Kelly ist ein Verlierer, ein Nichts in einer Stadt die von Armut und Ausbeutung regiert wird, einer seiner wenigen Lichtblicke ist seine Freundin Paloma, aber auch diese verschwindet.
In jedem herkömmlichen Thriller, würde Kelly jetzt zum Ritter in der glänzenden Rüstung, der seine Süchte und Ängste und überwindet, seine Prinzessin rettet und fortan glücklich bis ans Ende ihrer Tage lebt, nur ist dieser Roman weder herkömmlicher Thriller noch Märchen und so gerät Kelly gemeinsam mit Esteban, dem Bruder Palomas und Dealer Kellys, unter Mordverdacht als die Leiche Palomas gefunden wird. Detailliert beschreibt der Autor die brutalen Verhörmethoden der mexikanischen Polizei, überhaupt nimmt der Autor kein Blatt vor den Mund in der Beschreibung der Umstände in Juarez.
Der Schreibstil ist recht flüssig zu lesen, die Handlung schlüssig, einzig die Personen kamen mir nicht wirklich nahe, ich hätte gern etwas mehr Sympathie für Kelly aufgebracht in diesem Punkt kann es aber sein, das das nicht am Autor lag sondern einzig und allein an mir, denn ich hatte mir Aufgrund des Covers ein völlig anderes Buch vorgestellt, ein Buch das mehr auf die realen *Toten Frauen von Juarez* eingeht, natürlich war mir der Inhalt des Buches nach der Leseprobe bewusst, aber wie es so ist mit den Erwartungen, sie lassen sich nicht einfach abstellen. Ein kleiner Minuspunkt, sind die eingestreuten spanischen Sätze, die nicht übersetzt wurden, waren sie zum Verständnis der Story auch nicht wichtig, hätte ich trotzdem gern gewusst was sie bedeuten. 

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