Donnerstag, 11. Mai 2017

Sumerland 1 von Johannes Ulbricht

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Inhalt:Die Welt wie wir sie kennen, ist nur Schein, eine kollektive Illusion, durch die sich die Menschen bewegen und nur wenigen gelingt es diese Illusion zu durchdringen und die wahre Welt zu sehen.
Die Welt in der ein Krieg tobt zwischen Prinz Zazamael dem Herrscher über die babylonische Stadt Waylhaghiri und Prinzessin Serisada die über das wilde Umland gebietet. Zazamael strebt die Alleinherrschaft, die Dominanz  über beide Reiche an und dringt immer mehr in Serisadas Reich ein.
Eine nicht näher benannte Frau, besitzt die Fähigkeit die Illusion zu durchschauen und kann sich, zumindest kurzfristig im Sumerland aufhalten.
Rezension kann Spuren von Spoilern enthalten.


Meine Meinung:
Sumerland ist komplexer als es auf den ersten Blick scheint, vielleicht interpretiere ich etwas vollkommen falsches in die Geschichte hinein, vielleicht ist Sumerland nichts mehr als die Weiterentwicklung des Augumented Reality Abenteuers Summerland, in dem es wohl darum geht die Stadt Waylhaghiri mit ihren vielen Ebenen und ihr Umland zu erkunden, vielleicht geht es aber doch um das, was ich in die Geschichte hinein interpretiere: Den Kampf zwischen Kindheit und Erwachsenenwelt, zwischen Fantasie und Realität. Auf der einen Seite, das Reich Serisadas die Herrscherin des Umlands, die Tag ein Tag aus spielt und ihr Reich erkundet, die sich sicher sein kann das nichts ihr oder ihren Untertanen etwas anhaben kann und die dieses Reich unter keinen Umständen verlassen will. Auf der anderen Seite Zazamael, der über die nach Perfektion strebenden Stadt herrscht, in der sich alles um Luxus und Manipulation und der seine Macht noch weiter ausdehnen will und dabei herbe Verluste unter seinen Soldaten in Kauf nimmt. Und es scheint auch um die Werbeindustrie zu gehen. Waylhaghiri, die Stadt die immer wieder neue Ebenen dazu bekommt ( neue Begehrlichkeiten, neue Kampagnen, neue Moden) während andere Teile der Stadt zusammenbrechen ( veraltet, unmodern). Was liegt da näher als Kinder, die eigentlich all die in der Werbung angepriesen Produkte nicht brauchen, als Zielgruppe zu rekrutieren. ( Hier ist die Realität außerhalb des Buches, dem Buch natürlich schon weit vor raus).Die Vereinnahmung Serisadas Reiches (Kinder; Kindheit) durch Zazmael (Werbeleiter) wären die logische Schlussfolgerung.

Mit dem Schreibstil des Autors hatte ich zu Beginn meine Schwierigkeiten, die Geschichte aus der Sicht der unbenannten Frau, die übrigens in einer Werbeagentur arbeitet, schien mir etwas wirr, ich musste mir immer wieder vor Augen halten, das es sich um ein Fantasybuch handelt und nicht um den Bericht einer Frau kurz vor dem Burn Out ( hier erspare ich euch jetzt meine Gedanken, die ich mir wegen der Frau gemacht habe). Das änderte sich aber, sobald ich das Sumerland betrat.

Ich gebe für das Buch eine Leseempfehlung und freue mich schon auf den nächsten Band.
Eine sehr lesenswerte Rezension findet ihr bei  Daniela.

Mit einem Klick auf das Cover kommt ihr auf die Verlagswebseite.

  • Taschenbuch: 352 Seiten
  • Verlag: Panini; Auflage: 1 (22. August 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3833233559
  • ISBN-13: 978-3833233555