Dienstag, 9. Mai 2017

Ist Fat Bob schon tot? von Stephen Dobyns

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Inhalt: Connor wird Zeuge eines grässlichen Unfalls, dessen Opfer schwer zu identifizieren ist. Durch den Aufprall auf einen LKW wird einem Motorradfahrer der Kopf abgetrennt und der ist erst mal nicht zu finden. Erste Ermittlungen deuten auf Robert Rossi, genannt Fat Bob, hin. Doch bald schon stellt sich die Frage: War es wirklich ein Unfall oder Mord und ist Fat Boy schon tot?
Als die Polizei die Ermittlungen aufnimmt, gerät Connor zwischen die Polizei und das organisierte Verbrechen.


Meine Meinung:

Als ich den Klappentext las, wollte ich das Buch unbedingt lesen, endlich mal einen anderen Krimi, nicht immer so todernst und doch nicht albern, humorvoll aber ohne Schenkelklopfer.
Lakonisch schien mir da passend, schräger Humor auch.
Es dauerte, bis ich mich mit dem für mich ungewöhnlichen Schreibstil arrangiert hatte. Der Autor lässt eine nicht vorgestellte Person erzählen. Diese beschreibt die Örtlichkeiten und Personen, führt unsere Blicke über die Landschaft hält kurz inne, um unser Augenmerk auf bestimmte Personen zu richten, die nicht zwingend etwas mit der Handlung zu tun haben müssen, ihm aber interessant erscheinen oder auch nicht. Vielleicht will er auch nur unseren Blick für scheinbar unbedeutende Kleinigkeiten schärfen, die sich im Laufe der Handlung als wichtig entpuppen.
Leider verliert er sich teilweise, wie auch bei den Dialogen, in häufige Wiederholungen. Ich gehöre doch eher zu den Menschen, die die meisten Dinge beim ersten, spätestens beim zweiten Mal begreifen. Als Beispiel sei da der Zwist zwischen den beiden ermittelnden Beamten Vikström und Streeter genannt, die sich wegen einer lächerlichen, privaten Differenz absolut nicht ausstehen können. Deren Dialoge und Gedanken, waren beim ersten Mal amüsant, später nur noch ermüdend, fast wäre ich versucht gewesen die eine oder andere Seite zu überblättern. Doch da war ja noch der Erzähler, der gleich zu Beginn versuchte unseren Blick für die Kleinigkeiten zu schärfen. Also ließ ich das mit dem Überblättern lieber bleiben und habe versucht mich nicht ablenken zu lassen.
Die Krimihandlung an sich war spannend, sie hatte alles was einen guten Krimi ausmacht, unverhoffte Wendungen, interessante, eigentlich recht clevere Ermittler und ein Ende ganz nach meinem Geschmack. Die Hauptperson Connor Raposo, wurde mir im Laufe des Buches immer sympathischer, so daß ich ihm ein gutes Ende wünschte.Ob es wirklich gut für ihn ausging? Das müsst ihr selber lesen.
Ich muss leider ein paar Abstriche zu meiner Leseempfehlung machen,vielleicht ging bei der Übersetzung einiges von dem von mir erwarteten schrägen Humors verloren. Vielleicht verstehe ich etwas anderes darunter als der Autor, ich weiß es nicht, auch das ist etwas, das jeder für sich selber herausfinden muss.

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  • Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
  • Verlag: C. Bertelsmann Verlag (17. April 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570102300
  • ISBN-13: 978-3570102305
  • Originaltitel: Is Fat Bob Dead Yet?



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