Samstag, 20. Mai 2017

Der Raum von Peter Clines

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Inhalt: Als Nate Tucker zufällig von einer unschlagbar günstigen Wohnung mitten in LA erfährt, kommt ihm das gerade Recht, da seine WG sich auflöst und er mit seinem langweiligen Job nicht wirklich viel verdient. Die Nachbarn sind nett und so fühlt er sich schon bald zuhause. Allerdings scheint etwas nicht zu stimmen mit dem Haus, es gibt Türen die immer verschlossen bleiben, leuchtende Kakerlaken, in einer Wohnung sind es immer 69 Grad Fahrenheit, egal wie die Außentemperaturen sind. Dies und noch mehr bringen Nate dazu das Geheimnis des Hauses zu lüften, gemeinsam mit einigen seiner Nachbarn erkundet er das im 19.Jahrhundert erbaute Kavach Haus.

Meine Meinung:
Ich gebe zu, ich habe etwas völlig anderes erwartet, ein Spukhaus in dem die Geister der Vergangenheit ihr Unwesen treiben und nur auf neue Opfer warten oder darauf erlöst zu werden. Das war dann mal nix. Aber das macht auch nichts, denn ich habe schon lange kein Buch mehr in so kurzer Zeit durchgelesen und das obwohl erst mal gar nicht so viel passiert, nach und nach kommen in Gesprächen mit den anderen Hausbewohnern neue Geheimnisse ans Licht und weckten sowohl deren Neugier als auch meine. Clines kommt ganz lange ohne Schockmomente aus. Jeder kennt das, eine wohl verschlossene Tür wird geöffnet und Rums, da hinter lauert das Böse, das einen nach dem anderen jagt und tötet. Peter Clines hat das in seinem Buch nicht nötig, er überzeugte mich durch seinen Schreibstil, durch die besondere Atmosphäre die er geschaffen hat, es brauchte keine Leichen oder bedrohlichen Vorfälle, niemand im Haus musste auf grauenvolle Art sterben um das Buch spannend zu machen, die schon erwähnte Neugier reichte völlig aus, je näher Nate und seine Gefährten dem Geheimnis auf die Spur kamen desto mehr wollte auch ich erfahren.
Im letzten Drittel geht es dann etwas anders weiter, mehr Action und ein rascheres Tempo bestimmen den Teil. Anspielungen auf H.P.Lovecraft sind ein kleines Highlight in dem Buch. Ganz ohne Tote kommt der Leser hier nicht davon und vielleicht lauert hinter der einen oder anderen Tür, dann doch noch der erwartete Schrecken? Das müsst ihr selber herausfinden und wenn ihr nun neugierig seid und eine Tür öffnen wollt, hinter dem Coverbild verbirgt sich die Tür Nummer 14 (Originaltitel), klickt doch mal drauf, wenn ihr euch traut.
Ich vergebe für Der Raum eine absolute Leseempfehlung.

  • Taschenbuch: 592 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (10. April 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453316428
  • ISBN-13: 978-3453316423
  • Originaltitel: 14

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