Mittwoch, 27. März 2024

Zonen der Zeit: Roman von Michaela Maria Müller

 

In Michaela Maria Müllers neuem Roman "Zonen der Zeit" blicken wir gemeinsam mit dem Historiker, Archivar und Einzelgänger Jan Schneider auf die jüngste Vergangenheit zurück. Jan bearbeitet die Akten des Auswärtigen Amtes des Jahres 1991. Er entscheidet gemeinsam mit Kollegen, welche Ereignisse in einer Edition des Auswärtigen Amtes erscheinen, um sie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Seine Ehe mit Katja ist an einem schweigenden Tiefpunkt angelangt, sie vermissen sich nicht mehr, wenn sie bedingt durch Jans Beruf voneinander getrennt sind.
Jan liebt seine Arbeit, doch mit diesen Akten kommt er nicht weiter, immer wieder schiebt er sie von einem Fleck auf den Anderen ohne zu realisieren, dass er auch privat an einem Punkt angekommen ist an dem er etwas ändern muss.

Die Begegnung zwischen Jan und Enni van der Bilt, einer Notrufdisponentin, führt zu einer unerwarteten Verbindung zwischen zwei Menschen, die auf den ersten Blick gegensätzlich erscheinen. Enni verkörpert die Entschlossenheit und den Tatendrang, den Jan zu vermissen scheint. Doch trotz ihrer Unterschiede entsteht zwischen ihnen eine besondere Bindung, die die Leser*innen auf eine emotionale Reise mitnimmt.


Die Sprache von Michaela Maria Müller ist sehr einfühlsam , was dem Roman eine besondere Tiefe verleiht. Durch ihre Kunstfertigkeit gelingt es ihr, die Komplexität von Zeit, Geschichte und menschlichen Beziehungen auf eindrucksvolle Weise zu erfassen und miteinander zu verknüpfen.

Michael Maria Müller erzählt in"Zonen der Zeit" nicht nur eine spannende Geschichte, sondern regt auch dazu an, über die Bedeutung von Zeit, Geschichte und persönlicher Entwicklung nachzudenken. Das Buch liess mich lange darüber nachdenken, wie ich mein eigenes Leben sehe. Ich konnte mich gut in die Figuren hineinversetzen und ihre Gefühle nachempfinden.

Die Verbindung zwischen Jan und Enni ist faszinierend und zeigt, wie unterschiedliche Menschen einander beeinflussen können. Man lernt viel über die Vergangenheit und wie sie das Jetzt beeinflusst. Dieses Buch ist nicht nur unterhaltsam, sondern auch lehrreich und inspirierend. Es ermutigt einen, sein eigenes Leben bewusst zu leben und wertzuschätzen, was man hat, ohne dabei aus den Augen zu verlieren, was einen glücklich machen würde. Es ermutigt seine Leser dazu, keine Angst vor Veränderungen zu haben.


Über die Autorin. Quelle Amazon: 

Michaela Maria Müller, 1974 geboren, arbeitete nach einer Ausbildung zur Verlagskauffrau als Buchhändlerin in München und New York und studierte Geschichte und Politikwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie ist Schriftstellerin und Journalistin. Ihre Reportagen, Interviews und Essays erscheinen unter anderem in der Zeit, der taz, der Süddeutschen Zeitung, der Neuen Zürcher Zeitung und im Merkur. Zuletzt erschien 2022 bei Quintus ihr Roman Mitterndorf. Michaela Maria Müller ist Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland und Mitgründerin des PEN Berlin. Sie lebt in Berlin. Website: michaelamariamueller.de

  • Herausgeber ‏ : ‎ Quintus-Verlag (13. März 2024)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Paperback ‏ : ‎ 184 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3969820960
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3969820964




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