Mittwoch, 2. Februar 2022

Red Exile von Timo Leibig

 


Mars, Sandraffinerie der Sandsky Corporation, 2102. Als der Kolonist Jimmy Ray einen Harvester vor einem Sturm in Sicherheit bringen will, erleidet er einen von fremden Erinnerungen verursachten Zusammenbruch. Nur dank des beherzten Einsatzes seiner Kollegin Malika El Alami kann er überleben.

Auf der Krankenstation macht er dann eine Entdeckung, die ihn am Gesundheitsprogramm von Sandsky zweifeln lässt. Warum werden den Kolonisten wöchentlich Medikamente verabreicht? Und weshalb erinnert er sich nur vage an die Zeit vor dem Mars? Hat er sich wirklich freiwillig für den gefährlichen Einsatz gemeldet?
Zusammen mit Malika flieht er aus der Station, um die Wahrheit herauszufinden – und weiß bald nicht mehr, von wem die größte Gefahr ausgeht: von Sandsky, von den fremden Erinnerungen oder der Unbarmherzigkeit des Roten Planeten.

Eine Sandraffinerie auf dem Mars? Sand? Ja, Sand ist auf der Erde ein knappes Gut geworden und da die Resourcen erschöpft sind, wird Marssand aufwendig gefördert und zur Erde transportiert. 
Um den Lebensbedingungen auf der Marsstation gewachsen zu sein, bekommen die Arbeiter genau auf sie abgestimmte Medikamente, doch etwas scheint nicht zusammenzupassen.
Jimmy Ray leidet unter Flashbacks, die nicht mit seinen Erinnerungen zusammen passen.
Als er gemeinsam mit seiner Kollegin Malika der Sache auf den Grund gehen will, geraten sie in große Gefahr.

Timo Leibig hat eine Thrillerhandlung auf den Mars verlegt und das ist ihm meiner Meinung nach recht gut gelungen, von der ersten Seite an ist die Story actiongeladen und das bleibt sie auch bis zum Schluss. Ich hätte mir allerdings etwas mehr Informationen über den Alltag auf dem Mars gewünscht, wie funktioniert das Zusammenleben auf engem Raum in einer menschenfeindlichen Umgebung, so blieb mir auch Jimmy Ray etwas fremd, und ich vermute, dass das anders gewesen wäre, hätte ich ihn in ganz normalen Alltagssituationen kennenlernen dürfen. Allerdings habe ich die Hoffnung, Jimmy und auch Malika näher kennenzulernen, wenn der zweite Teil des Buches erscheint, denn die Geschichte fängt mit Red Exile ja eigentlich gerade erst an. 

Das was der Autor erzählt, erzählt er gut und durchaus nachvollziehbar, ich mag seinen Schreibstil ja ohnehin und dabei ist es unerheblich, ob es sich um einen klassischen Krimi oder wie in diesem Fall einen Science-Fiction Thriller handelt. Timo Leibig schreibt einfach gut. Da bekommt ihr doch gleich noch einen Buchtipp. Nanos eine Reihe, die wohl noch in diesem Jahr mit dem dritten Band ihren Abschluss findet.
Mehr zum Autor und seinen Bücher findet ihr auf seiner Homepage.

  • ASIN ‏ : ‎ B09PMG2M4S
  • Herausgeber ‏ : ‎ Independently published (4. Januar 2022)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Taschenbuch ‏ : ‎ 300 Seiten
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 979-8795895154


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