Mittwoch, 16. Februar 2022

Meter pro Sekunde von Stine Pilgaard

 


Ein turbulentes Jahr voller Freundschaft! Ein Buch über das Finden des eigenen Tons, über die Kraft der Sprache. Kühe, Windräder und die sonderbare Welt einer Internatsschule: Eine junge Mutter zieht mit Mann und Baby nach Westjütland, ins "Land der kurzen Sätze“. Eine einfache Unterhaltung wird für sie zum Wagnis, und das Leben selbst ist auf einmal voller Hindernisse. Mutterschaft, Ehe und Fahrprüfung: alles kaum zu schaffen. Doch als sie Kummerkasten-Redakteurin bei der lokalen Zeitung wird, ändert sich ihr Leben, und der Himmel bricht auf. 


Eine junge, für die Leserinnen und Leser namenlos bleibende Frau zieht mit ihrem Mann und ihrem Baby nach Westjütland, wo ihr Freund eine Stelle als Lehrer angenommen hat. Die junge Frau hat Schwierigkeiten sich in dem kleinen Ort zu integrieren, während sie offen und gesprächig auf die Menschen zugeht, begegnen ihr die Menschen zwar mit Freundlichkeit, aber auch  mit *kurzen Sätzen* und damit kommt die junge Frau nicht wirklich zu Recht, doch die Gemeinschaft des Ortes und besonders der Schule gibt die Versuche ihr beizubringen wie sie sich am besten einfügen kann.  Es dauert bis sie wirklich in ihrer neuen Heimat ankommt.


Die junge Frau versagt regelmäßig in der Fahrschule und verschleißt einen Fahrlehrer nach dem anderen und von denen gibt es in dem kleinen Ort so einige, diese Unsicherheit beim Autofahren steht in krassem Gegensatz zu ihrer souveränen Reaktion auf die Avancen, die eine Schülerin ihrem Mann macht.
Nebenbei arbeitet sie als Kummerkastentante für die örtliche Zeitung, die Antworten, die sie ihren Lesern gibt, sind unkonventionell, manchmal etwas frech und beim ersten flüchtigen Lesen nicht gleich hilfreich, aber schaut man genauer hin, kann man nicht umhin ihr recht zu geben. Die Leserbriefe und ihre Antworten haben mir an dem Buch am besten gefallen. 

In Dänemark war *Meter pro Sekunde* laut Klappentext der erfolgreichste Roman der letzte Jahre, mir hat das Buch zwar auch recht gut gefallen, weil ich versucht habe mich in die Situation der Protagonistin einzufühlen und mir das meiner Meinung auch einigermaßen gelungen ist, aber so ganz nachvollziehen konnte ich das nicht. Vielleicht nimmt man dieses Buch einfach so hin wie es ist, keine Geschichte mit einem roten Faden, sondern Episoden aus dem Leben einer jungen Frau, die nicht nur in ihrer neuen Heimat, sondern auch in ihrem Leben erst noch ankommen muss.
Sprachlich ist das Buch ein Vergnügen, da gab es keine Einschränkungen, thematisch ist es etwas schwierig.

  • Herausgeber ‏ : ‎ Kanon Verlag Berlin; 1. Edition (16. Februar 2022)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 253 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3985680116
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3985680115
  • Originaltitel ‏ : ‎ Meter i sekundet


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