Ausnahmsweise bekommt ihr von mir den Klappentext, die Novelle ist zu kurz als das ich den Inhalt kurz zusammenfassen könnte ohne zu viel zu verraten.
Der wachsende Wald verschlingt das Land.
Weder Feuer noch Axt gebieten ihm Einhalt.
Unaufhaltsam überwuchert er das Königreich von Faar.
Niemand kehrte je aus seinen schwülen Tiefen zurück.
Menschenopfer werden ihm dargebracht, doch der Herr der Wälder lässt sich nicht besänftigen.
Fermalis, ein verstoßener Paladin der heiligen Bruderschaft vom Goldenen See, und der junge Gresa, der einer Opferung nur knapp entgangen ist, werden zum ungleichen Gespann. Tief im Inneren des Waldes entscheidet sich, ob sie ihn als Freunde oder Feinde wieder verlassen. Oder in seinem Schoß die letzte Ruhe finden.
Eine Novelle aus dem FAAR-Universum.
Meine Meinung:
Die Novelle Herr der Wälder kann durchaus gelesen werden, ohne die FAAR Reihe zu kennen. Die Geschichte ist absolut rund.
Wir lernen Fermalis kennen, der von dem Wunsch getrieben wird, einen Fehler wieder gutzumachen und von der heiligen Bruderschaft wieder aufgenommen zu werden, um das zu erreichen, geht er relativ skrupellos vor. Ein Umstand den Gresa hautnah zu spüren bekommt, als sie sich begegneten.
Christian Günther stellt seine Charaktere nicht lang und breit vor und das muss er auch gar nicht, ihm reichen wenige Worte um sie seinen Lesern nahezubringen, er wählt halt die richtigen.
Als Charakter möchte ich fast auch den *wachsenden Wald* bezeichnen, das hört sich komisch an, ist aber so. Ich hatte nie das Gefühl als wäre der Wald böse. Der Herr des Waldes verfolgt einen größeren Plan, in dem die Menschen und ihre Interessen nicht berücksichtigt werden können.
122 Seiten umfasst die Novelle und auf diesen wenigen Seiten, stimmt einfach alles.
Die Charaktere werden ausreichend vorgestellt, die Handlung ist in sich stimmig und es wird alles erklärt, was zum Verständnis nötig ist und sie ist wirklich spannend.
Persönlich würde ich meine Lesereihenfolge ändern, wenn ich die FAAR Reihe nochmals lesen würde.
Beginnen würde ich natürlich mit
Die Aschestadt
dann die Novelle
Herr der Wälder
Blinde Wächter
Am Seelenbrunnen
Von mir bekommt auch der Herr der Wälder eine absolute Leseempfehlung.
- Taschenbuch: 122 Seiten
- Verlag: Amrun Verlag; Auflage: 1 (1. Juni 2017)
- Sprache: Deutsch
- ISBN-10: 3958695604
- ISBN-13: 978-3958695603

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