Montag, 13. März 2017

Der letzte Überlebende: Wie ich dem Holocaust entkam von Sam Pivnik

Klappentext:
Sam war gerade mal 13 Jahre alt, als die Nazis in Polen einmarschierten. Mit der Familie lebte er in einem oberschlesischen Städtchen, der Vater war Schneider und stopfte den Leuten die Hosen. Da wurde aus dem Städtchen ein Ghetto, und Sam, der damals noch »Szlamek« hieß, war mittendrin. Er überlebte, auch den Todesmarsch nach Auschwitz, die Selektion durch Mengele, die Zwangsarbeit, den Schiffbruch auf der Cap Arcona. All das erlebte Sam in den kurzen Jahren seiner Kindheit und Jugend. Vierzehn Mal entging er dem Tod. Am Ende war Sam der einzige Überlebende seiner Familie.

Den Klappentext, statt einer von mir verfassten Inhaltsangabe zu platzieren, mache ich ja eigentlich schon lange nicht mehr, für dieses Buch allerdings fehlen mir die Worte, ich sehe mich nicht in der Lage das Grauen in Worte zu fassen.


Meine Meinung: 
Der letzte Überlebende von Sam Pivnik, war natürlich nicht das erste Buch zu dem Thema, das ich gelesen habe, allerdings das Erste seit vielen Jahren, die meisten Bücher zu dem Thema habe ich als Teenager gelesen: Das Tagebuch der Anne Frank z.B. um nur das bekannteste zu nennen.
Als mir dieses Buch als Rezensionsexemplar angeboten wurde, habe ich nicht lange gezögert auch wenn mir klar war, das es sich um keine leichte Lektüre handeln würde. Und mein Gefühl hat mich nicht getrogen. Der letzte Überlebende Sam Pivnik, musste grausige Dinge erleben, sein Schicksal ist soweit ich das beurteilen kann einzigartig, und zum Glück für uns hat er überlebt und konnte uns in diesem Buch von seinem Leben berichten.
Ich musste so manches Mal tief durch atmen um weiter lesen zu können.
Ich werde hier nicht den Schreibstil oder die Handlung beurteilen, das wäre anmaßend und unpassend, Sam Pivnik ist kein Schriftsteller, er hat sein Leben niedergeschrieben, also konnte er auch die Handlung nicht beeinflussen.
Beeindruckend an dem Buch sind auch die Quellenangaben und Fotos, die alles was Sam Pivnik niederschrieb belegen und teilweise erklären.
Dieses Buch ist ein Muss für alle die sich informieren wollen, ein Buch gegen das Vergessen, ein wichtiges Buch gerade in unserer Zeit.
Porträt
Pivnik, Sam
1926 geboren, wächst Sam im schönen oberschlesischen Städtchen Bedzin auf. Am 1. September 1939, Sams 13. Geburtstag, überfallen die Deutschen Polen. Über das, was dann geschah, hat Sam Pivnik lange geschwiegen. Er lebt heute in einem Seniorenheim in London.

In den frühen Morgenstunden des 30. August verstarb Sam Pivnik, Autor des Buches „Der letzte Überlebende“ (Konrad Theiss Verlag), zwei Tage vor seinem 91. Geburtstag. An seinem 13. Geburtstag, dem 1. September 1939, hatte er den Überfall der Nazis auf Polen erlebt und in der Folge die Deportation nach Auschwitz, wo fast seine gesamte Familie den Tod fand. Pivnik lebte zuletzt in einem jüdischen Altersheim für Holocaustüberlebende in London. Die Wissenschaftliche Buchgesellschaft (WBG) trauert um ihren Autoren.
Sam Pivnik überlebte das KZ Auschwitz. Er kämpfte für einen jüdischen Staat in Palästina und ließ sich schließlich als Galerist in London nieder. 2017 erschienen seine Erinnerungen „Der letzte Überlebende“ in Deutschland.
„Nach rechts bedeutete Leben. Nach links bedeutete Tod im Gas. Keine Erklärungen, keine Begründungen. Nur eine lässige Bewegung eines Fingers in einem makellos sauberen Handschuh. Rechts, links, links, rechts, links, links.“

So berichtete Sam Pivnik von der Selektion an der „Rampe“ von Auschwitz. Die Beschreibung seiner persönlichen Erfahrungen war für ihn kein einfaches Unterfangen und so verging ein halbes Jahrhundert, bis Sam Pivnik den Mut fasste, seine Vergangenheit noch einmal zu durchleben und seine Lebensgeschichte niederzuschreiben. Das Wichtigste war für ihn dabei, die schrecklichen Verbrechen, durch die er einen großen Teil seiner Familie und unzählige Male beinahe auch sein eigenes Leben verloren hatte, nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Vor allem in Deutschland sollte das Buch veröffentlicht und gelesen werden.
Weitere Stimmen zum Buch findet ihr auf folgenden Blogs
http://goldkindchen.blogspot.de/2017/03/2017-der-letzte-uberlebende.html
http://www.nisnis-buecherliebe.de/2017/03/autobiographie-der-letzte-uberlebende.html


Das Buch kann direkt HIER bestellt werden.


  • ISBN: 9783806234787
  • Seitenzahl: 296
  • Auflage: 1
  • Hardcover
  • Sprache: Deutsch
  • Illustrationen: 45 Illustrationen, schwarz-weiß






Kommentare:

  1. Das Buch muss ich auch dringend lesen, ich bin gerade auf der Suche nach Lektüre für meine 10 Klässler.

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  2. Huhu! :)

    Eine wirklich interessante Lektüre! Ich bin froh, dass ich das Buch schon auf meinem SuB habe. Deine Rezension klingt wirklich toll und ich bin schon gespannt, was mich alles erwarten wird. Wahrscheinlich wird es mir ganz ähnlich gehen wie dir und ich muss an manchen Stellen erst mal tiefdurchatmen vor dem Weiterlesen. Aber solche Geschichten lohnen sich zu kennen!

    Liebste Grüße
    Nina von
    BookBlossom ♥♥♥

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  3. Hallo Nina, ja auf jeden Fall ein sehr lesenswertes und wichtiges Buch.

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