Mittwoch, 23. März 2016

Wir kommen von Ronja von Rönne

Klappentext:
„Maja ist nicht tot. Wenn Maja gestorben wäre, hätte sie mir davor Bescheid gesagt. Solche Dinge haben wir immer abgesprochen.“



Wenn jemand stirbt, zieht man sich schwarze Kleider an und geht zur Beerdigung. Oder man flieht gemeinsam mit seinen drei Beziehungspartnern und einer Schildkröte ans Meer. Nora entscheidet sich für Letzteres. Als ob Polyamorie helfen würde. Als ob Flucht helfen würde. Als ob man den Dämonen der Vergangenheit so einfach entkommt.


Nora lebt in einer Viererbeziehung mit Menschen die sie nicht mag, die sich gegenseitig nicht leiden können und die nur noch zusammen sind um anderen zu beweisen wie glücklich sie sind, als sie vom Tod ihrer Kindheitsfreundin Maja erfährt, flieht sie mit ihren Beziehungen ans Meer, immer darauf wartend das Maja lachend auftaucht und das Ganze als Scherz ab tut, denn so war Maja, immer für einen Spaß zu haben. Nur so funktioniert das nicht, im Haus am Meer bröckelt die Fassade die sich die Vier aufgebaut haben immer mehr.
Bis kommt was kommen muss, die Beziehung löst sich auf und Nora muss erkennen das ihre Freundin tot ist und das es sinnlos ist, Beides zu leugnen.

Was will mir die Autorin sagen, will sie mir überhaupt etwas sagen? Ich kann mich nicht mit den Protagonisten identifizieren, der Lebensstil ist mir völlig fremd, ebenso das Umfeld in dem Nora und ihre Freunde sich aufhalten, vielleicht liegt es daran, vielleicht bin ich nicht Hipp genug, vielleicht bin ich zu alt, zu realistisch? Mir wäre auch mit 20 klar gewesen das eine Vierbeziehung nicht funktioniert, Zweierbeziehungen sind schon schwierig genug.

Ich habe allerdings auch positives zu schreiben, der Schreibstil der Autorin ist gut, sie schreibt flüssig und die einzelnen Sequenzen sind durchaus interessant, so schreibt Nora auf Anraten ihres Psychologen Tagebuch und in dem erzählt sie von ihrer Kindheit mit Maja. Hätte sie es jetzt noch geschafft mir zu vermitteln was sie mir sagen will, dieses Buch hätte ein Highlight seien können.


Gebunden mit Schutzumschlag, 208 Seiten
Aufbau Verlag
978-3-351-03632-4

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