Dienstag, 12. Januar 2016

Veilchens Winter von Joe Fischler

Inhalt:
Valerie *Veilchen* Mauser, hochgefeierter Star der Wiener Kripo wird ans LKA ihrer Tiroler Heimat gerufen, vom Neuanfang in ihrer Heimat erhofft sie sich ein einfaches Leben. Da hat sich Valerie aber böse geschnitten.
Auf die feucht-fröhliche Willkommensfeier an ihrem neuen Innsbrucker Arbeitsplatz folgt direkt die Audienz beim Landeshauptmann. Und der Fall, der ihr dort übertragen wird, hat es in sich: Die kleine Tochter eines russischen Oligarchen wurde aus ihrem Skikurs entführt. Das darf im Heiligen Land Tirol keine Wellen schlagen, weshalb die Untersuchungen streng geheim bleiben müssen. Und auch die neuen Kollegen machen der resoluten Ermittlerin das Leben nicht gerade leicht.

Meine Meinung:
Als Norddeutsche hatte ich zuerst leichte Schwierigkeiten, mit der einen oder anderen österreichischen Ausdrucksweise im besonderen die Rangbezeichnungen der Polizei waren mir völlig fremd, aber nach kurzer Zeit hatte ich mich daran gewöhnt und war vollständig an Veilchens Seite, die sich dummerweise darauf einlässt den Entführungsfall der kleinen Lizah *privat* zu lösen und schnell merken muss, das sie das allein nicht schaffen kann, also holt sie sich ihren ehemaligen Partner Stolwerk zu Hilfe.
Mit Valerie und Stolwerk, hat der Autor Joe Fischler ein sehr sympathisches Ermittlerduo geschaffen, die sich hervorragend ergänzen, die ungestüme Valerie immer leicht auf Krawall gebürstet mit einer bösen kleinen Souffleuse auf der linken Schulter die auch schon mal das Kommando übernimmt wenn es ihr zu bunt wird  und der große, mit einer mächtigen Figur ausgestattete Stolwerk, ein Genussmensch par exellence, der erst mal kocht um sein Veilchen vor dem Hungertod zu bewahren.
Eingebettet in die Kriminalhandlung erfährt man nach und nach mehr über Valerie, die vor Jahren ein Kind zur Adoption frei gab und heute sehr darunter leidet, über Stolwerk der den Polizeidienst an den Nagel hing nachdem er im Einsatz seine Schusswaffe nicht gebrauchen konnte und auch das neue Team kommt nicht zu kurz, der rotzfreche Computerspezialist Schmatz, der sich als wertvolle Hilfe entpuppt oder Geyer der eigentlich für Valeries Posten vorgesehen war und dementsprechend sauer reagierte, sie alle lernt man mehr und mehr kennen.
Natürlich kommt auch die Kriminalstory nicht zu kurz, sie ist spannend und so manches Mal bangte ich um das Leben der kleinen Lizah. Das Ende ist schlüssig und alle losen Fäden treffen aufeinander.
Joe Fischlers Schreibstil ist locker und weist durchaus Humor auf, seine Personen und Ortsbeschreibungen sind sehr detailreich und bildhaft ohne langatmig und damit langweilig zu sein.

Zum Cover: Ein Edelweiß ziert den schwarzen hoch glänzenden Buchdeckel, sehr schlicht und sehr schön.
Besonders gut gefallen mir die abgerundeten Buchecken, die können schon nicht mehr unschön abgestoßen werden, beim Verschieben im Regal. ;o)

 
  • Taschenbuch: 288 Seiten
  • Verlag: Haymon Verlag; Auflage: 1. (12. Januar 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3852189675
  • ISBN-13: 978-3852189673

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