Mittwoch, 30. September 2020

Eine wilde Symphonie von Dan Brown

 

Ein Kinderbuch im Bücherhaus? Eigentlich sind diese Zeiten ja lange vorbei, aber wie es der Zufall wollte, hatte ich kurz bevor ich Eine wilde Symphonie entdeckte, mit einer Erzieherin gesprochen die in einem Kindergarten arbeitet. Sie dürfen unter anderem nicht mehr singen, das ist schon an sich sehr schade aber im Hinblick auf die Sprachförderung noch mehr.
Ja und dann fiel mir Eine wilde Symphonie von Dan Brown in die Hand, ich sah die liebevollen Illustrationen und las die ersten Gedichte und war begeistert.
Meine Begeisterung stieg noch als ich mir die zum Buch gehörende, kostenlose App heruntergeladen hatte und die zum Text passende Musik gehört hatte, ich hatte keine so ausgefeilte und doch Kindgerechte klassische Musik erwartet.
Zu jedem Tier gibt es ein passendes Gedicht und dazu die passende Musik.
Ist jetzt aber meine Begeisterung maßgeblich?
Nur bedingt wie ich meine, also packte ich das Buch ein und brachte es in den ehemaligen Kindergarten meiner Kinder, vielleicht, so mein Gedanke haben die Kinder und die Erzieherinnen auch Freude daran.
Gemeinsam mit einer der Erzieherinnen blätterte ich das Buch nochmals durch und war mehr als erfreut als sie meinte, das es auch zur Sprachförderung eingesetzt werden könnte.

Ich mochte da 

Das Schlaflied der Grillen am meisten:

Manchmal schau'n wir einfach bloß
(als wär 's ein Bilderbuch, nur groß)
Doch wenn wir lauschen in die Nacht,
dann öffnet sich die Welt mit Macht...

Die Erzieherin, mit der ich sprach, war von den tolpatschigen Kätzchen begeistert, beide konnten wir das plumpsen als eine von ihnen vom Gartenzaun fiel, in der Musik hören.

Eine wilde Symphonie, ist ein besonderes Kinderbuch, liebevoll illustriert von Susan Batori und übersetzt von Uwe_Michael Gutzschhahn, der auch die Gedichte neu schrieb.

Ich habe das Buch mit einem guten Gefühl im Kindergarten gelassen und hoffe sehr das die Kinder soviel Freude daran haben, wir Erwachsenen.

  • Gebundene Ausgabe : 48 Seiten
  • ISBN-10 : 3414825880
  • ISBN-13 : 978-3414825889
  • Größe und/oder Gewicht : 25.9 x 1.2 x 28.9 cm
  • Herausgeber : Boje; 1. Aufl. 2020 Auflage (9. September 2020)



Dienstag, 29. September 2020

Jener Sturm von James Ellroy

Los Angeles, 1942. Zwischen Kriegsgewinnlern und Drogenhändlern, zwischen vermeintlichen Verrätern und Hollywood-Schauspielern entspinnt sich eine Geschichte von historischer Tragweite aus Liebe und Gewalt, die uns bis nach Baja Calilfornia führt, nach Mexiko.


Mein erster James Ellroy und es hat eine Weile gedauert bis ich mich an den ungewöhnlichen Schreibstil gewöhnt hatte, ihr kennt vielleicht noch die alten amerikanischen schwarz weiß Krimi, in denen eine Stimme aus dem Off die Szenerie beschreibt? 
So fühlte ich mich beim Lesen, das war zwar etwas schwierig zu lesen aber ich fühlte mich  auch hineinversetzt in die Zeit, ich sah alles ganz genau vor mir. Und so konnte ich mich einlassen auf den ungewöhnlichen und spannenden Krimi in dessen Mittelpunkt der Pathologe Hideo Ashida steht, als Japaner hat er keinen leichten Stand nach dem Angriff der Japaner auf Pearl Harbor und seine Internierung steht bevor, das hindert ihn nicht daran zu ermitteln als eine verkohlte Leiche auftaucht um einen Brand und einen Bankraub aufzuklären der fast 10 Jahre zurückliegt.
So manches was Ellroy schreibt, vor allem wie er es schreibt, ist befremdlich. Die Ausdrucksweise ist alles andere als politisch korrekt, wäre die Handlung im heute angesiedelt. 


*Elmer mochte die Polizeiarbeit. Davis brachte ihn mit einer Weiberfleisch-Vertreiberin namens Brenda Allen zusammen*
*Davis hatte ein Käfiglfeisch-Vögelchen zu viel gevögelt.*

Das sind noch harmlose Stellen, die ich anführe, aber sie zeigen wie sehr Ellroy sich bemüht die Zeit authentisch zu beschreiben. Die Cops sind Korrupt, Rassismus ist an der Tagesordnung und doch machen sie einfach nur ihre Arbeit und verdienen sich mit kriminellen Aktivitäten etwas dazu.

Jener Sturm ist der 2. Band des Zweiten L.A.-Quartetts
und ich hattedoch ab und zu das Gefühl, das mir vielleicht Informationen fehlen besonders zu den Protagonisten, aber da hilft das umfangreiche Personenregister am Ende des Buches etwas weiter.


Jener Sturm ist kein Buch, das man einfach mal so zwischendurch liest und das liegt nicht allein an den fast 1000 Seiten die es umfasst, es gehört zu den anspruchsvolleren Büchern des Genres sowohl thematisch als auch sprachlich.

Ich mochte es sehr und vergebe eine Leseempfehlung.

Krimi
Gebundene Ausgabe, 912 Seiten
Übersetzer: Stephen Tree
Verlag: Ullstein
ISBN-10: 3550050410
ISBN-13: 9783550050411
Erscheinungsdatum: 24.04.2020
Preis: 35,00 EUR


 

Montag, 28. September 2020

Buchvorstellung Die Tränen der Zauberschen von Ian Cushing

 Und auch heute möchte ich euch ein Buch vorstellen, das für den Skoutz-Award 2020 nominiert ist. 

Die Tränen der Zauberschen von Ian Cushing


Der Klappentext, ist zwar vielversprechend, gibt aber nicht ganz soviel her:

Ein unheimliches Ereignis verändert das Leben der drei Freunde Dirk, Jan und Marcus von einer Nacht auf die andere. Eine geisterhafte Gestalt droht ihnen grausame Rache für ein Verbrechen an, das vor vierhundert Jahren geschehen ist.
Sie entdecken ein schreckliches Geheimnis, welches ihre Familien seit Jahrhunderten verbindet und müssen erkennen, dass die Sünden der Vergangenheit bis in die Gegenwart überdauert haben. Die Zeit der Rache ist gekommen!



Darum habe ich noch einen Link zu einer Rezension für euch, die mich sehr neugierig auf das Buch gemacht hat. 
Petra  schreibt unter anderem: 

Es handelt sich hier um eines der schrecklichsten Bücher, welches ich in den letzten Jahre gelesen habe. Nicht schrecklich im Sinne von schlecht sondern schrecklich weil ich beim Lesen eine Achterbahnfahrt der Gefühle durchlebt habe. Das Buch hat mich emotional sehr berührt und ich habe die Ereignisse förmlich miterlebt und mit erlitten. Wenn ein Autor es schafft, den Leser so in seine Geschichte hineinzuziehen, dann hat er alles richtig gemacht.

Wenn euch das auch neugierig gemacht hat, dann besucht gern ihren Blog: Phantastische Fluchten und wenn ihr das Buch schon kennt, stimmt gern dafür ab. Auch hier gilt wieder: Mit einem Klick auf das Bild seid ihr schon da.


Janina Rgener von Meine Buch und Reziwelt stellt euch Dschinn von Andre Wegman und Tumor Totgeburt von Dominik A. Meyer vor und Charleen Altendorf von Charleens Traumbibliothek hat sich ebenfalls mit Tumor beschäftigt.










Sonntag, 27. September 2020

Buchvorstellung Exodus 2727 von Thariot

Heute stelle ich euch ein Buch aus den Regalen meines Mannes vor, das für den Skoutz Award 2020 nominiert ist.

 EXODUS 2727 von Thariot


 Ich selber habe das Buch leider noch nicht gelesen, aber der Klappentext hört sich schon mal richtig gut an: 

Ein Schiff. Eine Hoffnung. Ein Feind, den niemand sieht. Der neue Space-Thriller von Science-Fiction-Bestseller-Autor Thariot – packend und visionär.
Die USS London ist ein interstellares Siedlungsschiff auf dem Weg zu einer neuen Welt. Die Reisezeit beträgt 109 Jahre, das Ziel liegt 50 Lichtjahre entfernt. Die Fracht: drei Millionen befruchtete menschliche Embryos und sieben Millionen Tiere. Die Besatzung besteht aus 490 Personen, die sich im Kälteschlaf abwechseln.
Alles läuft nach Plan. Bis der Ärztin Jazmin Harper auffällt, dass immer mehr Besatzungsmitglieder psychische Probleme bekommen. Gleichzeitig stößt der Ingenieur Denis Jagberg auf Anzeichen, dass das Schiff deutlich älter ist als gedacht. Beiden ist schnell klar, dass irgendetwas nicht stimmt, doch bevor sie der Sache auf den Grund gehen können, kommt es zur Katastrophe.

Der Waschzettel: 

  • Autor: Thariot
  • Format:Taschenbuch
  • Verlag: FISCHER Tor 

Aber da sowohl mein Mann als auch noch ein paar Hundert andere Leser das Buch empfehlen, wobei mein Mann da ausschlaggebend ist, werde ich es auf jeden Fall zeitnah lesen.

Ihr kennt es schon? Dann gebt dem Buch doch eure Stimme beim Skoutz-Award.


Mit einem Klick auf das Cover seid ihr schon da.

Und dies sind die anderen nominierten:


Anke Gehrke-Behrend vom Blog Svanvithe stellt euch die Lange Reise der Artemis vor

Die Nebel von London wird von Marion Schemel präsentiert auf norias isle of phantastik


Freitag, 25. September 2020

Im WaypointFiftynine oder: Alles so grün hier

Guten Morgen, oder ist es schon Abend? Irgendwie habe ich in den letzten Tagen das Gefühl die Zeit vergeht anders als sonst und wie ich hierhergekommen bin weiß ich auch nicht, ich glaube ja ich vertrage die Drinks im Waypoint Fiftynine nicht so wirklich, da gibt es diesen einen besonderen der angeblich aus 59 Zutaten besteht, ich werde zwar nicht betrunken aber ich sehe seltsame Wesen, so wie den da drüben seht ihr den auch, komplett behaart und irgendwie zottelig.

„Hey du, ja du, sach mal wie siehst du denn aus, hat dein Barber Urlaub oder was?“




Jetzt mal ehrlich, er sieht schon so aus müsse er mal wieder zum Frisör, oder?

upps jetzt guckt er aber böse, ich glaube ich geh mal rüber und stelle mich vor.


„Entschuldige bitte, ich bin etwas neben der Spur, ich bin Manuela und das letzte an das ich mich erinnere ist das ich Zuhause auf dem Sofa eine Anthologie gelesen habe und einen Drink hatte den mir die Verleger Marc und Tanja mitgebracht hatten, den gibt es hier auch ist ein fiftyniner und echt lecker“

„Tach. Ich bin der Manfred. Bist du auch öfter hier?“

„Von einem Manfred, habe ich in dem Buch auch gelesen, eine Geschichte von Veronika Lackerbeauer 

Alles grün, selbst die Autorin


und hey der war genauso behaart wie du, ist ja lustig, sein Schwager hat ihn immer Alfa genannt, die waren auf Kreuzfahrt, warst du auch schon mal auf Kreuzfahrt? Was bedeutet noch mal Alfa? Gleich fällt es mir wieder ein.“

„Hör mir mit dem Hohlkopp auf! Aliena ist die Schwester meiner Frau und ich mag sie ja echt gern, aber ihr Typ geht gar nicht. Das ist so ein seltsames haarloses Alien, aber seine Optik ist nicht mal das größte Problem. Er verbreitet einfach immer schlechte Laune. Und dann kommt er immer mit diesen krassen Verschwörungstheorien an. Das nervt mich ja am meisten. Durch meinen Job krieg ich halt viel mit, was so hinter den Kulissen läuft, aber ich darf da ja nicht drüber reden. Er reizt mich schon oft, dass ich ihm einfach mal ein paar Wahrheiten um die Ohren fetze.“

Der Barkeeper bringt uns zwei fiftyniner, ich glaube ich habe ne Flatrate bestellt.

„Prost.“ Nimmt einen großen Schluck, atmet geräuschvoll aus und setzt dann einen lauten Rülpser hinterher. „Das tut gut. Wo war ich? Ach ja, die Kreuzfahrt. Leck mich am Arsch, das war was! Erstens wär meine Tarnung beinahe aufgeflogen, zweitens hat der Hohlkopp sich und mich wieder völlig blamiert. Egal, wo der hinkommt, er kann sich danach dort nicht mehr blicken lassen. Deshalb bin ich übrigens so gern im Waypoint Fiftynine! Da geht er nämlich auch nicht mehr hin.“

„Ah jetzt fällt mir auch wieder ein was Alfa bedeutet Albernes-Langes-Fell-Alien.

Alien als gäbe es wirklich Aliens. Könntest du mich runterlassen, bitte? Wo trägst du mich hin? Ist das ne Luftschleuse?

Jetzt sitze ich wieder auf meiner Couch und ich schwöre euch, ich trinke nie niemals wieder, erst recht nicht ohne Zutatenliste, da bildet man sich nur seltsame Sachen ein und wie ich wieder nach Hause gekommen bin weiß ich auch nicht.

Anderseits, das, was Veronika Lackerbauer in ihrer Geschichte erzählt hat, fühlt sich so echt an und wenn es aufgeschrieben ist, muss es ja stimmen oder? Und auf meinem Tisch liegen seltsame Dinge, im Traum habe ich mich an irgendetwas festgehalten als Manfred mich zur Luftschleuse schleppte, der hat jetzt Rücken. ätsch
Das sieht schon aus wie ein Bierdeckel oder? Und Bierdeckel gibts nur in echten Kneipen.




Ihr glaubt mir nicht? Lest selber nach, das Buch gibt es in jedem gutsortierten Kreuzfahrtschiffkiosk oder direkt beim Verlag