Guten Morgen, Martin. Das Bücherhaus und Frau Goethe liest betreiben zusammen die Facebookseite 2Blogs1Buch und wir heißen dich herzlich auf der OBM2020 willkommen. Vielen Dank, dass Du Dich unseren Fragen stellst. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass dich einer unserer Leser nicht kennen sollte, stell dich doch bitte in drei kurzen Sätzen vor.
Hart. Realistisch. Spannend.
1. Onlinebuchmessen sind vielleicht ein kleiner Trost für die vielen Events, die dieses Jahr ausfallen mussten, allen voran natürlich die großen Messen LBM und FBM. Wie geht es dir damit? Fehlt dir etwas oder denkst du: Prima, endlich mehr Zeit für die Familie und zum Schreiben?
Ich halte große Präsenzmessen schon seit Jahren für überschätzt, weil überholt, insofern, nein, mir fehlt nichts. Ganz im Gegenteil: Die Online-Konzentration wird endlich der Marktentwicklung gerecht.
2. Sprechen wir doch kurz mal über deine Bücher: Du schreibst Thriller und da, wie es mir scheint, am liebsten Reihen. Muss man diese in der Reihenfolge des Erscheinens lesen, oder kann man mittendrin einsteigen, ohne etwas Wesentliches zu verpassen, abgesehen vom Lesevergnügen?
Ich bin ein großer Fan horizontal erzählter Fernsehserien, und genau diese Konzeption versuche ich in meine Thriller zu übertragen. Gleichwohl bin ich bemüht, dass man jeden Roman unabhängig von den anderen lesen kann – liest man sie allerdings der Reihe nach, hat man besondere Aha-Erlebnisse.
3. Dein neuestes Buch „Niemand wird vergeben“, das Anfang Oktober erschienen, ist, wenn man den bisherigen begeisterten Rezensionen Glauben schenken kann, vollkommen anders als alles was du bisher geschrieben hast. Was unterscheidet dieses Buch von allen anderen?
Zum einen ist dies kein Thriller, in dem wie sonst üblich ein Detektiv oder Kommissar die Hauptrolle spielt, zum anderen ist es – übrigens zum zweiten Mal exklusiv für Tolino – ein Psychothriller. Anders als in meinen Ermittlerthrillern liegt der Fokus auf nur eine Handlungsebene, außerdem auf die seelischen Abgründe der Hauptfigur.
4. Stalking ist eine gruselige Vorstellung. Was würdest du als Erstes einschränken, wenn dir jemand so auf die Pelle rückt?
Gar nichts würde ich einschränken. Ich würde dafür sorgen, dass derjenige, der mir auf die Pelle rückt, sich in Zukunft einzuschränken hat.
Die sozialen Medien machen es einfach, andere ausfindig zu machen, bzw. nach langer Zeit wieder Kontakt aufzunehmen. Welche Tipps zum Schutz der Privatsphäre kannst du geben/wie gehst du mit deinen Accounts um? Wie stehst du als Vater dazu, wenn #mamablogger ihre süßen Kleinen in ihr Business integrieren? Wo würdest du selber eine Grenze ziehen?
Ganz einfach: Um mein Privatleben zu schützen, gebe ich einfach nicht soviel davon preis. Es muss nicht jeder immer wissen, was ich wann wo mit wem unternehme. Und erst recht muss keiner wissen, wer mein Sohn ist. Klar, Fotos von ihm habe ich auch schon gepostet – aber niemals mit Gesicht!
Diese Grenze empfehle ich auch anderen, schließlich soll mein Kind selbst entscheiden, ob und wie es irgendwann öffentlich auftritt.
5. Nach dem Buch ist vor dem Buch. Woran arbeitest du gerade, magst du schon etwas verraten?
Gegenwärtig bereite ich »Teufelswild« vor, die Neuauflage meines zweiten Kommissar-Kalkbrenner-Thrillers, die am 20. November erscheint.
Ich schreibe an »Kalte Hölle«, dem dritten Henry Frei-Thriller, dessen Veröffentlichung für Anfang Januar geplant.
Im Frühjahr 2021 erscheint in Kooperation mit lieben KollegInnen eine neue Thrillerserie.
6. Und da wir schon bei der Arbeit sind, brauchst du absolute Ruhe beim Schreiben oder hörst du Musik, setzt du dich lieber in ein Café in der Großstadt oder in den Wald um zu Schreiben?
Absolute Ruhe, an meinem iMac in meinem Arbeitszimmer.
Du bist ein ausgesprochener Nachtmensch. Was ist der Vorteil beim Schreiben, wenn alle anderen schlafen?
Eben das: absolute Ruhe.
7. Du tobst dich bereits unter drei Autorennamen aus. Gibt es ein Genre, das du unheimlich gerne schreiben würdest, aber bisher noch nicht in Angriff genommen hast?
Offen gestanden: nein. Ich habe eine Vielzahl Sachbücher und Biografien geschrieben, die mir einen Heidenspaß bereitet haben. Ich schreibe Erotikromane, woran ich auch sehr viel Freude habe.
Aber mit dem Schreiben von Krimis und Thrillern mache ich, das was ich immer schon machen wollte, damit ist mein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen – was will ich mehr?
8. Lass uns hypothetisch werden: Wenn du kein Schriftsteller geworden wärst, welchen Beruf würdest du mit eben so viel Herzblut und Leidenschaft ausüben?
Keinen, weil ich von Kindesbeinen an mit Herzblut und Leidenschaft an der Erfüllung meines Traums gearbeitet habe – Schriftsteller sein.
Für mich kam nie etwas anderes infrage!
Vielen Dank für deinen Besuch an unserem OBM-Stand. Wir wünschen dir noch viel Spaß und Erfolg auf der Messe und vielleicht sehen wir uns irgendwann einmal im echten Leben.
Der Dank ist ganz auf meiner Seite.
Eben das: absolute Ruhe.
7. Du tobst dich bereits unter drei Autorennamen aus. Gibt es ein Genre, das du unheimlich gerne schreiben würdest, aber bisher noch nicht in Angriff genommen hast?
Offen gestanden: nein. Ich habe eine Vielzahl Sachbücher und Biografien geschrieben, die mir einen Heidenspaß bereitet haben. Ich schreibe Erotikromane, woran ich auch sehr viel Freude habe.
Aber mit dem Schreiben von Krimis und Thrillern mache ich, das was ich immer schon machen wollte, damit ist mein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen – was will ich mehr?
8. Lass uns hypothetisch werden: Wenn du kein Schriftsteller geworden wärst, welchen Beruf würdest du mit eben so viel Herzblut und Leidenschaft ausüben?
Keinen, weil ich von Kindesbeinen an mit Herzblut und Leidenschaft an der Erfüllung meines Traums gearbeitet habe – Schriftsteller sein.
Für mich kam nie etwas anderes infrage!
Vielen Dank für deinen Besuch an unserem OBM-Stand. Wir wünschen dir noch viel Spaß und Erfolg auf der Messe und vielleicht sehen wir uns irgendwann einmal im echten Leben.
Der Dank ist ganz auf meiner Seite.


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