Als der Vater der Schwestern stirbt, treffen sie im Haus der Borels aufeinander. Zoe, als neue Vermögensverwalterin, ist zum ersten Mal tonangebend und inszeniert die Beerdigung wie einen Hollywoodfilm, endlich so hofft sie kann sie die Anerkennung erfahren die sie immer vermisste. Währenddessen glaubt Paula nicht an einen Unfall und beginnt zu recherchieren, Christina sucht Trost bei einem Pastor.
Nach und nach erfahren wir vom Leben der Borels im zweiten Abschnitt: Das Buch der Versager" lernen wir Max, seine Frau Teresa und seine Ex-Frau Olga kennen. und wir erfahren wie sich die Beziehungen und Lebensentwürfe der Familie entwickelt haben.
Hostettler erzeugt in jedem Abschnitt eine besondere Atmosphäre, die Figuren sind vielschichtig und authentisch, ich hatte immer ein klares Bild vor Augen.Was mir besonders gefallen hat, ist die eindringliche Darstellung der handelnden Personen: Jede*r hat seine eigenen Wünsche, Zweifel und Widersprüche, alle wirken sehr echt und greifbar. Hostettler versteht es, Stimmungen und Konflikte einzufangen, ohne klischeehaft zu werden. Besonders gefallen hat mir, wie die Autorin mit präzisem Stil die Konflikte einer Familie beschreibt, deren Lebensentwürfe von äußeren Zwängen bestimmt sind. Die Geschichte bleibt durchweg spannend, denn die Frage nach den wahren Todesumständen zieht sich als roter Faden durch den Roman.
Mein Fazit: Ein vielschichtiger Generationenroman, der Familiengeheimnisse, Machtspiele und gesellschaftlichen Druck miteinander verbindet. Ich bin der Familie Borel gern durch alle Abschnitte gefolgt und habe bis zum Schluss mitgerätselt, was wirklich am Unglückstag geschah und wie es dazu kam.

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Hier dürft ihr mir eure Kommentare hinterlassen. Bitte beachtet: DATENSCHUTZ: Mit dem Abschicken des Kommentars nehme ich zur Kenntnis und bin einverstanden, dass meine Daten gespeichert und weiterverarbeitet werden!