Babette ist 70 Jahre alt, das Leben der Witwe verläuft in ruhigen Bahnen, spazieren gehen, Fernsehshows schauen, gern auch die, an deren Produktion ihr Sohn, der zurzeit in Thailand lebt, beteiligt ist. Ein Tag ist wie der andere und Babette will es auch gar nicht anders haben.
Bis sie am Gründonnerstag, ihrem 71. Geburtstag , vor der Bäckerei, einen kleinen verwahrlosten Hund sieht, der dort angebunden sitzt und von dessen Besitzer auch noch Stunden später nichts zu sehen ist. Voller Mitleid mit dem kleinen Tier nimmt Babette ihn mit nach Hause, nur bis nach den Feiertagen, denn:
(K)ein Hund passt nicht in mein Leben.
Doch Babette hat nicht mit dem Charme der kleinen Hündin gerechnet, die ihren Widerstand schnell bricht und ihr Herz im Sturm erobert. Nach und nach bringt Dolores, wie Babette den Hund nennt, sie in Kontakt mit ihren Nachbarn, wie mit der jungen Kakiki deren Pakete sie immer annimmt und die sich leicht übergriffig in ihr Leben drängt.
Lisa Sofie Müller schafft es mit diesem Roman, ein einfühlsames und humorvolles Bild davon zu zeichnen, wie sich das Leben auch im Alter noch überraschend verändern kann – oft durch etwas ganz Unvorhergesehenes wie einen Hund. (K)ein Hund passt nicht in mein Leben ist eine liebevolle Geschichte über Freundschaft, neue Begegnungen und die kleinen Dinge, die das Leben reicher machen. Die Mischung aus sympathischen Charakteren, warmherzigem Humor und dem knuffigen Vierbeiner Dolores sorgt für eine rundum angenehme Leseerfahrung.
Der Roman erinnert uns daran, dass es manchmal nur einen kleinen Anstoß braucht, um uns aus unserer Komfortzone zu holen – sei es durch einen Hund oder andere Begegnungen, die uns neue Perspektiven eröffnen.
Erschienen ist das Buch im Katja von Berg – Verlag
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