Sonntag, 25. Oktober 2020

Herbert - Wundertüte aus dem All von Axel Ulrich

 

Klappentext:
Herbert schmiert mit seinem Fluggerät über dem Bodensee ab und versenkt es auf der Stelle. Er wird verfolgt, flieht und versteckt sich in beruflicher Normalität als Programmierer. Im Job zeigt er Fähigkeiten an der Grenze zum Genie und verliebt sich in eine schöne IT-Chefin.Er will Gutes tun, legt sich mit der Mafia an, macht die meisten Waffen unbrauchbar, was die gesamte Politik gehörig durchrüttelt. Eingefahrene Kräfteverhältnisse verschieben sich nicht nur, sie werden komplett verändert. Außerirdische Touristen wollen angeblich zwecks Urlaub am Ballermann aufkreuzen, Staaten zerlegen sich, Herbert muss den Geist spielen und klaut ein altes Ufo. Dann entführen die Dreckskerle auch noch seine Geliebte..


Niemand erkennt durch den äußerlichen Anblick, das Herbert ein Außerirdischer ist und eigentlich ist er ja auch ein auf einem fremden Planeten gezüchteter Mensch und ganze sieben Jahre alt, mit dem Aussehen eines Enddreißigers,  dem Intellekt eines Genies und ausgestattet mit Fähigkeiten und Technik, die alles, was die Menschheit kennt, in den Schatten stellt. 

Herbert freundet sich mit seinem Chef Thomas und dessen Frau an und erzählt ihnen in weinseliger Runde von seiner Herkunft und seinem Auftrag Entwicklungshilfe auf der Erde zu leisten. Mit seinen Fähigkeiten als Hacker dringt er in die Computer großer Pharmafirmen ein und verteilt Antibabypillen im Wert von mehreren Millionen an Hilfsorganisationen die diese in kostenlos in Afrika verteilen.

Bald schon hat er nicht nur die Pharmafirmen, sondern auch die italienische Mafia und die CIA auf den Fersen und auch die Thomas und seine Familie geraten in Gefahr, ebenso wie die Frau die er liebt.

Die Grundidee des Buches hat mir sehr gut gefallen, was wäre wenn: Jemand zu uns käme und viele Probleme für uns löst in dem er für Geburtenkontrolle sorgt, mafiöse Strukturen zerschlägt und dafür sorgt, das moderne Kriegsführung nicht mehr möglich ist? 

Die Lösungen, die sich Axel Ulrich erdacht hat, scheinen auch absolut sinnvoll und man könnte das Buch durchaus als eine utopische Erzählung  verstehen, nur der Weg dorthin ist ein klein wenig holprig, dabei rede ich nicht von dem Schreibstil, der mir sogar recht gut gefiel, da er eher außergewöhnlich ist und von dem üblichen glattgefeilten Stil anderer Autoren abweicht, der Autor hat eben seine eigene Art zu schreiben und das ist auch gut so.
Es war eher der Humor im Buch, der nicht immer meinen Geschmack traf, aber das ist wie gesagt Geschmackssache. Dann ist da aber noch die Sache mit der Technik, die Herbert einsetzt und von der er nicht die geringste Ahnung hat wie sie funktioniert und sie "Quantenmechanik"  und mit "Das ist ebenso" erklärt. Da wäre es mir lieber gewesen Herberts Mitstreiter hätten nicht gefragt wie etwas funktioniert, dann hätte er keine "Nichterklärungen" liefern müssen, die mich als neugierigen Menschen etwas frustriert haben.
Aber vielleicht hat jemand der Quantenphysik nicht für ein vollkommen abstraktes Konstrukt hält eine ungefähre Ahnung, ich hatte keine. Lieber eine abstruse Erklärung als keine.

Nichtsdestotrotz halte ich Herbert - Wundertüte aus dem All für durchaus lesenswert, weil die Lösungen für viele Probleme unserer Welt, die Axel Ulrich bietet, eigentlich recht einfach umzusetzen wären, wenn sie nicht mit dem Verlust von Geld und Macht für einige wenige einhergehen würden.

  • Taschenbuch : 290 Seiten
  • ISBN-13 : 979-8684837838
  • Größe und/oder Gewicht : 15.24 x 1.68 x 22.86 cm
  • Herausgeber : Independently published (10. September 2020)
  • ASIN : B08HTVRZYG
  • Sprache: : Deutsch




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