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Als am 11. Dezember 1875 eine gewaltige Explosion am Hafen die Stadt Bremerhaven erschüttert, ändern sich die Leben zweier Frauen grundlegend. Johanne Claussen ist gerade mal 20 Jahre alt, als sie ihren Mann, Ihre Brüder, ihren Vater und ihre rechte Hand verliert. Die andere, Cecelia Thomas, wartet in Strehlen auf die Rückkehr ihres Mannes und auf die Einlösung seines Versprechens, sie von den Geldsorgen die die Familie plagen, zu befreien.
Silke Böschen hat ein reales Ereignis zu einem sehr interessanten Roman verarbeitet, in dem reale Personen, die unmittelbar betroffen waren die Hauptrolle spielen.
Cecilia Thomas, die Ehefrau William King Thomas, ist eine etwas undurchsichtige Person, sie wird in der feinen Gesellschaft gefeiert wie kaum eine zweite, wunderschön und durch die Ehe mit William zunächst sehr wohlhabend, gibt sie das Geld mit vollen Händen aus und ist durch ihre Verschwendungssucht nicht ganz unschuldig am Bankrott der Familie. Auf der anderen Seite sorgt sie sich meist rührend um ihre 4 Kinder. Ich schwankte immer zwischen Sympathie und Verachtung für die Frau.
Johanne Claussen, kämpft sich nach ihrem schweren Schicksalsschlag nur mühsam zurück ins Leben, von Schmerzen geplagt muss sie lernen ihr Leben mit der linken Hand zu meistern und als ihr das gelingt, wird ihr auch noch ein Verhältnis mit ihrem Schwiegervater angedichtet, als sie in seinem Büro mitarbeitet.
Johanne ist stark und klug, besonnen nimmt sie ihr Leben in die Hand.
Die Autorin beschreibt die Lebenswege der so unterschiedlichen Frauen, wobei ihr besonderes Augenmerk auf Cecilia liegt, die unter falschem Namen mit ihren Kindern in Amerika ein neues Leben beginnt. Ein schwerer Weg für die selbstsüchtige Frau, die sich auch in großer finanzieller Not nicht von ihrem kostbaren Schmuck trennen will. Ich schrieb ja schon das ich mir nicht klar werden konnte, was ich von Cecilia halten sollte. Wobei sich das gegen Ende des Buches immer mehr änderte, besonders als Silke Böschen auf den letzten Seiten vom weiteren Leben Cecelias berichtet.
Auch Johanne geht nach Amerika, um zu überprüfen, ob sich eine Investition in die Geschäfte eines Cousins rechnen würden. Dort trifft sie durch reinen Zufall auf Cecilia und als sie erfährt, wen sie vor sich hat, verliert die junge Frau die Nerven.
Das geschieht leider erst auf den letzten Seiten des knapp 440 Seiten starken Buches, von denen 25 ein Personenregister, den Epilog und, Quellenangaben und die Danksagung beinhalten, alles sehr interessant und unverzichtbar.
Ich habe die ganze Zeit darauf gewartet, das die beiden Frauen zusammentreffen und darauf zu erfahren was dann geschieht, das das weitere Schicksal auf so wenigen Seiten zusammengefasst wird, hat mich ein klein wenig verwundert. Das Leben der so unterschiedlichen Frauen hätte sicherlich noch Stoff für einen weiteren Band geboten.
Gut gefallen hat mir die sorgfältige Recherche der Autorin, was ich auf die schnelle nachprüfte, erwies sich als Tatsache.
Von mir bekommt
Träume von Freiheit Flammen am Meer eine Leseempfehlung. Geschickt hat die Autorin Fakten und Fiktion miteinander verwoben.
Erschienen ist das Buch im Gmeiner Verlag und mit einem Klick auf das Cover kommt ihr direkt zur Verlagsseite und zum Buch.
- Taschenbuch: 439 Seiten
- Verlag: Gmeiner-Verlag; Auflage: 2019 (10. Juli 2019)
- Sprache: Deutsch
- ISBN-10: 3839224640
- ISBN-13: 978-3839224649
Hallo Manuela, deine Rezension macht Lust auf das Buch. LG Gesa
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