Samstag, 6. Juli 2019

1793 von Niklas Natt och Dag. Lesung auf dem Tübinger Bücherfest 2019


Einmal im Jahr findet in der beschaulichen Studentenstadt Tübingen das Bücherfest statt. Eine der Aussagen im ersten Satz meines Berichts stimmt nicht. Tübingen ist alles andere als beschaulich, in Tübingen pulsiert das Leben, kaum scheint die Sonne strömen die Leute ans Neckarufer um sich zu sonnen und zu feiern, die Straßen sind voller gut gelaunter Menschen und in den zahlreichen Cafes ist kaum noch ein Platz zu finden. Tübingen ist immer einen Besuch wert, allerdings sollte man mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in die Stadt fahren, am Wochenende meide ich die Stadt so gut es geht.
Gestern allerdings hielt mich nichts davon ab Tübingen einen Besuch abzustatten.
Der Piper Verlag verloste 3 x 2 Tickets für die Lesung von Niklas Natt och Dagg, die von Denis Scheck moderiert wurde und ich war eine der glücklichen Gewinner.
Am späten Freitagnachmittag war vom Bücherfest in Tübingen noch nicht all zuviel zu merken, ab und zu begegnete ich jemandem mit einem Buchfestband um sein Handgelenk, diese Bänder können für 20 Euro oder für Schüler und Studenten für 10 Euro erworben werden und mindern die Eintrittspreise um jeweils 7 Euro, wenn man mehrere Lesungen besuchen möchte lohnt sich der Erwerb eines solchen Bandes auf jeden Fall.

Nun aber zum wesentlichen des Tages.

Der Lesung von 1793, dem historischen Kriminalromans des schwedischen Autors Niklas Natt och Dag.



Leider waren die Plätze im Saal des Museums Kinos nicht alle besetzt, vielleicht lag es am Wetter oder daran das es sich bei 1793 um einen Krimi eines in Deutschland noch recht unbekannten Autors handelt, oder vielleicht am Genre, auch in meinem Umfeld treffe ich immer wieder auf Menschen für die Krimis nur eine stumpfe, ewig gleich ablaufende Mörderjagd ohne Mehrwert sind. Dem widerspreche ich noch etwas später in meinem kleinen Bericht.
Vielleicht fand auch nur ich, das ruhig noch mehr Menschen sich das Vergnügen eine Lesung die von Denis Scheck moderiert wird nicht hätten entgehen lassen dürfen.
Denis Scheck war übrigens auch der Auslöser, warum ich an dem Gewinnspiel überhaupt teilnahm. wenn er ein Buch empfiehlt, hat es meist auch meinen Geschmack getroffen.
Die Veranstaltung fand zum Großteil in englischer Sprache statt, Denis Scheck hat nur wenig übersetzt, für mich kein Problem für meine Begleitung allerdings schon, so das das Vergnügen auf der Seite derer die nicht so gut die englische Sprache beherrschen vielleicht etwas getrübt war.

Niklas Natt och Dagg erzählte wie viel er für die Arbeit an seinem Roman recherchiert hat, das er an keinem Antiquariat vorbeigehen konnte ohne Literatur aus und über des 18.Jahrhunderts zu kaufen und mit den Informationen daraus sein Buch zu füllen, der erste Entwurf war wohl um 25% länger, voller historischer Fakten. Soviel zum Mehrwert eines Krimis, recherchiert der Autor sorgfältig, lernt auch der Leser noch dazu. Niklas Natt och Dag wurde von einem schwedischen Comic inspiriert 1793 zu schreiben: Arne Anka, ist eine Ente die den schwedischen Nationaldichter Carl Michael Bellmann zum Vorbild hat, der im 18. Jahrhundert lebte und zwar verarmt starb, aber in seinen Liedern unsterblich wurde.


Gelesen wurde natürlich auch. Ich muss mich tausendmal entschuldigen das ich den Namen des jungen Mannes der aus 1793 las, nicht verstanden habe, es ist der links auf den oberen Bildern. Aber er hat seine Sache gut gemacht, klar und deutlich ohne zu übertreiben konnte er die Stimmung im Buch und die Personen zum Leben erwecken.
Eine Leseprobe findet ihr u.a. hier.

https://tinyurl.com/y4u2a7nd

Ich bin sehr gespannt auf das Buch, leider konnte man die nötige Lesezeit nicht erwerben, dafür entschädigt aber die interessante Signatur.





Und noch ein Autogramm habe ich mir geholt, schließlich ist er dafür verantwortlich warum ich das Buch lesen will. Ganz schlechtes Foto, aber da steht: Druckfrisch empfohlen. Denis Scheck.

2 Kommentare:

  1. Hallo,

    da wäre ich gerne dabei gewesen, aber für mich war das ein bisschen weit weg... (Das sind von hier aus etwa 550km.)

    Ich mag Denis Scheck ja, aber mein Mann hat den total gefressen, der mag seine Art überhaupt nicht – insofern hätte ich die Lesung sicher alleine besuchen müssen! (Er verkrümelt sich auch, wenn ich eine Sendung mit Denis Scheck im Fernsehen schaue. ;-) )

    Das Buch hat bei mir sehr gemischte Gefühle hinterlassen, dennoch (oder gerade deswegen) würde es mich reizen, eine Leseung zu besuchen.

    LG,
    Mikka
    [ Mikka liest von A bis Z ]

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  2. Hallo Mikka,
    ja Denis Scheck spaltet ganze Familien ;o)
    Es war sehr informativ und unterhaltsam, aber 550km sind wirklich etwas weit, vielleicht würde sich das für das komplette Bücherfest mal lohnen.

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