Heinz,
Single, Hundefreund und Lehrer, hat sich eigentlich damit abgefunden
den Rest seines Lebens als Fremdsprachensekretär zu arbeiten, da er
nach dem Referendariat keine Stelle als Lehrer bekam, als ein Anruf
vom Schulamt seinen Traum, Kindern Literatur nahezubringen doch noch
wahr werden ließ, jedenfalls auf den ersten Blick, denn bald muss
Heinz feststellen das der Schulalltag zur Hölle auf Erden werden
kann.
Denn
statt auf dem guten Start aufzubauen, den er mit einer Problemklasse
hat, lässt er sich von Kollegen und dem Rektor manipulieren und
zerbricht an den Folgen.
Meine
Meinung:
Eins
gleich vorweg: Das Buch ist wie ein Zug den man auf einen Abgrund zu
fahren sieht, man kann ihn nicht aufhalten und man muss hinschauen.
Würde
mir jemand die Geschichte Heinz als Tatsachenbericht erzählen, ich
würde ihn für verrückt erklären, zu unwahrscheinlich ist schon
allein Heinz, kein Handy, kein Fernseher, keine Frau, keine Freunde
nur seinen Hund, mit dem ihn eine schon fast unnatürliche Liebe
verbindet und Jenny eine 18jährige Schülerin mit der er eine
innige, wenn auch seltsame Freundschaft pflegt und natürlich seine
Bücher aber auch die sind eher antiquiert zu nennen, Romane aus
einer anderen Zeit von Dickens und Karl May. Nicht einmal in seiner
Familie hat er Rückhalt, man spürt die Verachtung die seine Eltern
für ihn empfinden in jeder Szene, für sie zählt nur Geld und
Erfolg. In der Schule zittern die Kollegen vor Frau Huber,
Religionslehrerin und Schuldrachen ( gut das Bild das von ihr
gezeichnet wurde, halte ich für sehr realistisch, solche Lehrkräfte
kenne ich noch aus meiner eigenen Schulzeit und aus der meiner
Kinder), auf der anderen Seite stehen die Kollegen die ebenfalls aus
Furcht, Resignation oder der Scheu vor Heinz andersein, nicht für
ihn eintreten. So manches Mal dachte ich mir „wie
wollt ihr unsere Kinder erziehen, wenn ihr selber nicht besser seid?“
Heinz
sieht sich als Beschützer der Schwachen und muss erkennen, das es
sinnlos wäre die starken und bösen zu eliminieren denn es kommen
immer wieder neue die ihren Platz einnehmen und irgendwann ist
niemand mehr da der für die schwächeren in der Gesellschaft
eintritt.
Wie
ich schon zu Anfang schrieb, kann man nicht wegsehen, sprich nicht
aufhören zu lesen, auch wenn der Autor es meiner Meinung nach etwas
übertrieben hat mit der Menge der unangenehmen Zeitgenossen die
Heinz umgaben, das ist aber auch der einzige Kritikpunkt den ich
habe. Ein wirklich Lesenswertes Buch, das mich teilweise wirklich erschüttert zurückgelassen hat.
Das Buch kann direkt beim Verlag bestellt werden, mit einem Klick seid ihr schon da: http://www.klakverlag.de/programm-und-onlineshop/literatur/#cc-m-product-8525170285
- Broschiert: 290 Seiten
- Verlag: KLAK Verlag; Auflage: 1 (26. Februar 2016)
- Sprache: Deutsch
- ISBN-10: 3943767582
- ISBN-13: 978-3943767582

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