Montag, 13. Juni 2016

Nicht von dieser Welt von Arne Ulbricht

Inhalt: 

Heinz, Single, Hundefreund und Lehrer, hat sich eigentlich damit abgefunden den Rest seines Lebens als Fremdsprachensekretär zu arbeiten, da er nach dem Referendariat keine Stelle als Lehrer bekam, als ein Anruf vom Schulamt seinen Traum, Kindern Literatur nahezubringen doch noch wahr werden ließ, jedenfalls auf den ersten Blick, denn bald muss Heinz feststellen das der Schulalltag zur Hölle auf Erden werden kann.
Denn statt auf dem guten Start aufzubauen, den er mit einer Problemklasse hat, lässt er sich von Kollegen und dem Rektor manipulieren und zerbricht an den Folgen.

Meine Meinung:
Eins gleich vorweg: Das Buch ist wie ein Zug den man auf einen Abgrund zu fahren sieht, man kann ihn nicht aufhalten und man muss hinschauen.
Würde mir jemand die Geschichte Heinz als Tatsachenbericht erzählen, ich würde ihn für verrückt erklären, zu unwahrscheinlich ist schon allein Heinz, kein Handy, kein Fernseher, keine Frau, keine Freunde nur seinen Hund, mit dem ihn eine schon fast unnatürliche Liebe verbindet und Jenny eine 18jährige Schülerin mit der er eine innige, wenn auch seltsame Freundschaft pflegt und natürlich seine Bücher aber auch die sind eher antiquiert zu nennen, Romane aus einer anderen Zeit von Dickens und Karl May. Nicht einmal in seiner Familie hat er Rückhalt, man spürt die Verachtung die seine Eltern für ihn empfinden in jeder Szene, für sie zählt nur Geld und Erfolg. In der Schule zittern die Kollegen vor Frau Huber, Religionslehrerin und Schuldrachen ( gut das Bild das von ihr gezeichnet wurde, halte ich für sehr realistisch, solche Lehrkräfte kenne ich noch aus meiner eigenen Schulzeit und aus der meiner Kinder), auf der anderen Seite stehen die Kollegen die ebenfalls aus Furcht, Resignation oder der Scheu vor Heinz andersein, nicht für ihn eintreten. So manches Mal dachte ich mir „wie wollt ihr unsere Kinder erziehen, wenn ihr selber nicht besser seid?“
Heinz sieht sich als Beschützer der Schwachen und muss erkennen, das es sinnlos wäre die starken und bösen zu eliminieren denn es kommen immer wieder neue die ihren Platz einnehmen und irgendwann ist niemand mehr da der für die schwächeren in der Gesellschaft eintritt.

Wie ich schon zu Anfang schrieb, kann man nicht wegsehen, sprich nicht aufhören zu lesen, auch wenn der Autor es meiner Meinung nach etwas übertrieben hat mit der Menge der unangenehmen Zeitgenossen die Heinz umgaben, das ist aber auch der einzige Kritikpunkt den ich habe. Ein wirklich Lesenswertes Buch, das mich teilweise wirklich erschüttert zurückgelassen hat.

Das Buch kann direkt beim Verlag bestellt werden, mit einem Klick seid ihr schon da: http://www.klakverlag.de/programm-und-onlineshop/literatur/#cc-m-product-8525170285


  • Broschiert: 290 Seiten
  • Verlag: KLAK Verlag; Auflage: 1 (26. Februar 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3943767582
  • ISBN-13: 978-3943767582



 

Keine Kommentare: