Mittwoch, 24. Februar 2016

Kellerkind von Nicole Neubauer

Klappentext:
Er sagt, er kann sich an nichts erinnern. Doch an seinen Händen klebt Blut ...
Die erfolgreiche Anwältin Rose Benninghoff liegt mit durchschnittener Kehle in ihrer Designerwohnung. Im Keller des Hauses kauert der vierzehnjährige Oliver Baptiste, sein Körper mit Blutergüssen übersät, seine Hände blutverschmiert. Er kann sich an nichts erinnern. In einem klirrend kalten Jahrhundertwinter nimmt der Münchner Hauptkommissar Waechter mit seinem Team die Jagd nach dem Mörder auf. Doch bald verschwimmen die Grenzen zwischen Tätern und Opfern immer mehr, und die Ermittler stoßen auf ein altes Verbrechen, das nie gesühnt wurde, und das seine Schatten bis in die Gegenwart wirft.


 

Meine Meinung:
Es ist kalt in München als die Leiche einer Anwältin in ihrer Wohnung gefunden wird und es ist kalt in der Familie des 14jährigen Oliver, der im Keller der Toten aufgegriffen wird, verstört und blutverschmiert und wie sich bald herausstellt übersät mit Blutergüssen. Kommissar Waechter und sein Team stehen vor der schwierigen Aufgabe ihn zum Reden zu bringen doch können sie nicht wirklich zu dem Kind durchdringen und der Vater des Jungen ein einflussreicher Unternehmer, tut alles was in seiner Macht steht um die Ermittlungen zu torpedieren.

Lange steht das Team und damit auch der Leser vor einer Mauer aus Schweigen, niemand schien die Tote wirklich zu kennen oder gar zu mögen und da auch niemand wirklich die Wahrheit sagen kann oder will kommen die Ermittlungen nicht wirklich voran.
Und das ist auch der Punkt an dem ich sagen muss, da wäre weniger mehr gewesen, weniger *mauern*, weniger* ich sag da nix zu*, weniger *ich weiß von nichts und was ich weiß sage ich nicht* das hat sich über die Länge des Romans schon ein bisschen sehr gezogen. Wären nicht die wirklich interessanten Ermittler gewesen, die auch alle ihr Päckchen zu tragen haben, wie im Laufe der Story an Licht kommt, die dieses Manko dann doch wettmachen und das sich am Ende alles logisch und nachvollziehbar zusammenfindet. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und angenehm zu lesen, die Story ist interessant und für ein Debüt wirklich ausgefeilt. 
Mit zunehmendem Unbehagen liest man vom Schicksal der Protagonisten und damit auch vom Mordmotiv, mehr mag ich nicht verraten nur soviel:
Ich gebe  gerne eine Leseempfehlung.

Das Buch kann direkt beim Verlag bestellt werden.


  • Taschenbuch: 416 Seiten
  • Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag; Auflage: 1. Auflage. (19. Januar 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442383374
  • ISBN-13: 978-3442383375
  • Größe und/oder Gewicht: 12,9 x 3,5 x 18,9 cm



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