Montag, 30. November 2015

Die Tiefe von Nick Cutter



Die Menschheit erzittert unter einer unheimlichen, tödlichen Krankheit, die sich rasend schnell ausbreitet. In dieser Krisensituation wird der Arzt Luke Nelson zu Hilfe gerufen. In den Tiefen des Meeres ist ein Organismus aufgetaucht, ein Parasit, mit dem sich die Krankheit vielleicht bekämpfen lässt. Lukes Bruder Clayton, ein genialer Biologe, ist mit seinem Team bereits im Tauchschiff Trieste. Doch der Kontakt zur Trieste bricht ab. Als die grausam entstellte Leiche eines der Forscher geborgen wird, begibt Luke sich hinab in den Marianengraben. In die dunkle Tiefe.

Meine Meinung:  Nick Cutter bringt uns hinab in die Tiefe des Meeres, 8 Meilen unter dem Meeresspiegel liegt die Station Trieste in der 3 Wissenschaftler nach einem Heilmittel für eine tödliche Krankheit suchen, die die Menschheit heimgesucht hat. Cutter spielt mit der Psyche seiner Leser, er lässt sie die Enge und die Ausweglosigkeit in der Unterwasserstation fast körperlich spüren, gepaart mit dem Horror der auf den Tierarzt Luke wartet, hätte die Tiefe ein absoluter Page Turner sein können, leider zieht sich die Story und verliert sich in Wiederholungen, von Kindheitserinnerungen und Halluzinationen und von Begebenheiten in der Station, weniger wäre hier wirklich mehr gewesen, denn die Grundidee, ist zwar nicht neu, aber gut umgesetzt, der Schreibstil des Autors ist angenehm zu lesen, seine Charaktere sind gut beschrieben und ich konnte mich gut in die Hauptperson einfühlen. Erst gegen Ende kam die Story wieder in Fahrt, es gab Erklärungen und das offene Ende lässt Raum für Spekulationen und für die eigene Fantasie.
Für die Leser die es nicht stört das der Mittelteil etwas langatmig ist, ist die Tiefe sicherlich ein Lesevergnügen der besonderen Art.

  • Verlag: Heyne Verlag (9. November 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453418964
  • ISBN-13: 978-3453418967
  • Originaltitel: The Deep

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