Liebe und Verrat am Kap der Guten Hoffnung Kapstadt, 1672. Sieben Jahre nach den dramatischen Ereignissen am Tafelberg steht Catharina Ustings erneut vor einer existenziellen Bedrohung: Sie wird des Mordes bezichtigt und soll nach Mauritius verbannt werden. Zusätzlich drohen ihre heimliche Affäre mit einem neuen Kommandanten und ein gefährliches Geheimnis sie zu vernichten. Gemeinsam mit der ehemaligen Sklavin Amisha und Krotoa, der »Urmutter Südafrikas«, riskiert Catharina alles, um ihre Farm, ihre Freiheit und ihr Glück zu retten.
Catharina und ihr Mann Hans leben mit ihren Kindern auf einer Farm. Die Verhältnisse sind schwierig, denn die Preise, die die VOC, die Niederländische Ostindien-Kompanie, für Getreide zahlt, sind unfair. Deshalb verkaufen viele Farmer heimlich Rinder an Engländer und Franzosen, bis der Secunde Crudop Brandzeichen einführt, um das Vieh besser kontrollieren und zählen zu können. Das ist nur ein Beispiel für die Schikanen, denen die Siedler ausgesetzt sind. Doch selbst das ist nichts im Vergleich zu dem, was die Menschen erleiden müssen, die schon immer dort gelebt haben. Den Stämmen wird der Zugang zu ihren angestammten Weidegründen verwehrt, und wer sich dagegen auflehnt oder auch nur eine Bitte äüßert das zu ändern wird bestraft, so wie Eva/Krotoa die zu Beginn des Romans auf Robben-Eiland verbannt ist, angeblich weil sie zuviel getrunken hat.
Als Hans stirbt muss Catherina um ihre Farm fürchten, denn Frauen dürfen kein Land besitzen so das es nach Hans Tod an die Niederländischen Ostindien-Kompanie zurückfallen würde, wenn Catherina keine Lösung findet.
Eine Mordanklage, die drohende Verbannung und die vielen Geheimnisse sorgen dafür, dass die Spannung eigentlich nie abreißt. Was mir dabei besonders gefallen hat: Catharina wirkt trotz aller Schwierigkeiten nie schwach oder hilflos. Sie trifft Entscheidungen, kämpft für sich selbst und versucht, ihren eigenen Weg zu gehen.

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