Herzlich
willkommen zum 1. Tag der höllischen Blogtour zu Rednecks,
dem Gemeinschaftswerk des Autorenteams Faye Hell und M.H.
Steinmetz. Mario hat sich bereit erklärt mir ein paar Fragen zu
beantworten. Vielleicht hat er es schon bereut, mir wurde schon mal
gesagt manche meiner Fragen wären fies. Zu spät ;o)
Am
Ende des Interviews, das ihr aufmerksam lesen solltet, verrate ich
euch einen Link über den ihr zu unserer Veranstaltung auf Facebook
kommt und dort findet ihr auch die heutige Gewinnspielfrage. Bis
heute um Mitternacht könnt ihr sie beantworten und habt so die
Chance auf einen tollen Gewinn.
Hallo
Mario, vielen Dank das Du Dich meinen Fragen stellst. Und versprochen
die nach Totes Land 4 kommt nicht.
Guten
Abend! Ja, das ist eigentlich sehr schade, denn Totes Land 4 –
Ravage kommt nun tatsächlich noch dieses Jahr. Jedoch nicht mehr bei
Mantikore, sondern bei, wer hätte es gedacht, ähm, verrate ich noch
nicht!
Bei
diesem Band lege ich jedoch noch eine Schippe drauf. Es werden
natürlich auch ein paar alte Bekannte ihren Auftritt haben. Mehr
wird jedoch nicht verraten.
1.
Für die Leser die Dich noch nicht kennen, beschreibe Dich doch mal
in 5 Worten.
.
Introvertiert,
Durchgeknallt, Sehnsüchtig, Verträumt,
Traurig ...
2.
Du schreibst Horrorromane, was hat Dich dazu gebracht ausgerechnet in
diesem Genre zu schreiben?
Ich
komme wie bekannt aus der schwarzen Szene, bin ein Kind der Nacht,
und habe diesbezüglich wohl schon so gut wie alles erlebt und
ausprobiert. Es waren schon immer die Schatten, die mich in ihren
Bann zogen, nie das Sonnenlicht. Das, was abseits des Weges lag, das
Morbide. Und das hat handfeste Gründe …
Kurzum,
es ist das Außergewöhnliche, das mich anzieht. Der Hang zum
Extremen. Wie verhalten sich Menschen in ausweglosen Situationen
z.b.. Damit verbunden der Blick hinter den Spiegel, in dem das
Unmögliche möglich wird. Die versteckte oder auch offen zur Schau
getragene Tragik, in der meine Charaktere gefangen sind. Die Komik
des gescheiterten Lebens. Ist das nun aber wirklich Horror?
3.
Weiß dein Umfeld das Du Bücher schreibst und was sagen sie dazu?
Natürlich
sind meine Geschichten nicht jedermanns Sache. Sollen sie auch nicht
sein. Ein Arbeitskollege meinte kürzlich, das er heilfroh sei, nicht
neben mir schlafen zu müssen. Darin kann ich ihm nur unumwunden
zustimmen, denn das würde ich selbst
nicht wollen.
4.
Stell Dir bitte mal den Moment vor, bevor Du die erste Rezension zu
Deinem allerersten Buch gelesen hast. Fertig? Erzähl mal wie ist
das?
Wenn
man ein Buch in die Welt schickt, denkt man, ach du scheiße, jetzt
beginnt das Desaster. Ich bin ein sehr selbstkritischer Mensch, der
eher die schlechten Seiten am eigenen Werk sieht, als die guten.
Zudem bin ich Sternzeichen Krebs, was es keinesfalls besser macht
(lach).
Die
erste Rezension hat mich am Boden zerstört, denn die war wirklich
niederschmetternd. Da wollte ich direkt wieder aufhören, zu
schreiben.
5.
Hattest du schon mal den Wunsch alles hinzuschmeißen und nie wieder
eine Zeile zu schreiben, wenn ja, was hat dich motiviert weiter zu
machen?
Diesen
Wunsch, oder besser gesagt den Fluch, verspüre ich sogar ziemlich
häufig. Oft geht das mit Messen oder anstehenden Veröffentlichungen
einher, wenn der Druck größer wird, und alle in Euphorie schwelgen.
Oder, was leider auch vorkommt, wenn sich Veröffentlichungen wieder
und wieder verschieben. Bisher konnte ich diese Krisen immer
überwinden, doch der Tag wird kommen
...
6.
Du arbeitest mit der wunderbaren Faye Hell zusammen, wie kann man
sich den Ablauf vorstellen? Von der Idee zum Buch.
Die
Idee … Nun, wir haben uns über Lucy kennengelernt und schnell
festgestellt, das wir unglaublich viel gemeinsam haben. Vieles, das
weit über das Schreiben hinausgeht. Da kommen Sehnsüchte ins Spiel.
Träume. Die Liebe zu den Country Sides der Vereinigten Staaten. Den
endlosen Weiten der Plains. Alaksa. South Dakota. Nie die Großstadt.
Die raue Seite der Nacht. Darkcountry. Westernboots. Southern
Beautys. Soll ich weitermachen?
Ich
glaube, es war auf der letzten LBM, als die Idee zu den Ghost Stories
geboren wurde, und
uns ein gemeinsamer Roman in den Sinn
kam, der all dies in sich vereint. Unsere Liebe und unsere Seele.
Etwas, das keiner von uns alleine schreiben könnte, das nur
gemeinsam funktioniert. Wir sind in
gewisser Weise wie Bonny und Clyde (ja,
so hat man uns tatsächlich schon bezeichnet).
Fakt
ist, das die Zusammenarbeit einfach perfekt funktioniert, weil wir
nun mal gleich denken. Die Arbeit an den Rednecks war unglaublich
entspannt. Wir haben die Kapitel abwechselnd geschrieben und jedes
Mal, wenn eins reinkam, las man es wie ein neues, aufregendes Buch,
das man sich immer gewünscht hat. Und, das kann ich mit Sicherheit
sagen, es war nicht unser letztes gemeinsames Projekt.
7.
Was macht Mario Steinmetz wenn er nicht schreibt?
Du
meinst abgesehen von meinem verzehrenden Brotjob? Ich habe eine
wunderbare Tochter, die mich auf Trab hält. Dazu zwei Hunde, General
Lee und Jack Daniels. Ein Pferd, mit dem ich viel zu wenig mache, und
sporadisch fechte ich ein wenig. Nachts gehts schon mal auf Konzerte
oder in Clubs. Pausen gibt es bei mir also nicht viele, denn man lebt
nur einmal.
8.
Nach dem Buch ist vor dem Buch, worauf können wir uns demnächst
freuen?
Die
Rednecks wurde eben erst bei Redrum veröffentlicht. Dann wird auch
wie anfangs erwähnt Totes Land 4 – Ravage kommen. Bei
Papierverzierer steht Dead Man‘s Hand – The Orphans an. Der
Starter einer Trilogie, die zwei vollkommen unterschiedliche
Handlungsstränge in sich vereint. Sagen wir Darkwestern trifft auf
Siebziger Backwood. Ein Projekt, in dem viel selbst erlebtes steckt.
Das in Iowa und South Dakota an Orten und in Häusern spielt, in
denen ich viel Zeit verbracht habe. Das Cover ist jedenfalls der
Hammer und könnte durchaus Dreizehn den Rang ablaufen. Kommt zur
LBM, sagt der Verlag.
9.
Welche Frage wolltest Du immer schon beantworten, es hat sie aber
noch niemand gestellt?
Eine
interessante Frage. Vielleicht, was meine echten,
wahren Träume und Sehnsüchte sind. Oder, warum in meinen Büchern
eigentlich immer gescheiterte Frauen die Protagonisten sind. Solche,
die unten sind und Probleme haben, eben Ecken, Kanten, ne Menge
Tragik, wenn man sie zu deuten weiß. Aber würde ich diese Fragen
auch wirklich beantworten?
10.
Wenn Dich jemand fragt warum er ausgerechnet Deine Bücher lesen
sollte, was antwortest Du ihm?
Ich
erhebe meine Bücher nicht über andere. Was ich allerdings sagen
kann, ist, das meine Bücher eine
besondere, dunkle Seele haben, die im Herzen schmerzt, wenn man sie
berührt. Manchmal bleibt sie im Verborgenen, in anderen Momenten
bricht sie mit brachialer Gewalt hervor, zerstörend, in sich
aufnehmend.
Herzlichen
Dank für das Interview und die tollen Fragen. Jederzeit gerne ;-)
Ich habe zu Danken, nicht oft bekomme ich so ausführliche Antworten auf meine Fragen.
Hier der versprochene Link mit allen Gewinnspielhinweisen und natürlich meiner Frage.
Und Morgen geht es hier weiter:
https://www.facebook.com/GeheimnisvolleWelten/


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